(Minghui.org) Im Prozess unserer Kultivierung begegnen wir verschiedenen Prüfungen und Schwierigkeiten: Sie können sich als Krankheitskarma, Konflikte am Arbeitsplatz, angespannte Beziehungen im privaten oder beruflichen Umfeld oder als Störungen der alten Mächte manifestieren. Sie dienen dazu, uns selbst zu überprüfen und unsere Anhaftungen und menschlichen Anschauungen loszulassen. In schwierigen Zeiten kommen Praktizierende oft zusammen, um sich gegenseitig zu helfen, zu unterstützen und zu ermutigen.

Ich stand in Kontakt mit mehreren Praktizierenden, die Krankheitskarma durchmachten. Wir lernten gemeinsam das Fa, sandten aufrichtige Gedanken aus und tauschten uns über unsere Erkenntnisse aus. Eine Praktizierende sagte zu mir: „Wir sollten jedem helfen, der uns um Hilfe bittet; auch wenn es darunter einige gibt, denen man nicht helfen kann.“ Trotz ihrer Drangsale hielten diese Praktizierenden entschlossen an ihrem Glauben fest. Ihr unerschütterlicher Glaube an Dafa inspirierte meine aufrichtigen Gedanken.

Im Oktober 2025 erzählte mir Shen, dass Chen unter Krankheitskarma leide, und bat mich, sie zu besuchen und mit ihr das Fa zu lernen. Ich willigte ein und besuchte sie von da an täglich.

Später kam auch Shen dazu, aber aufgrund anderer Verpflichtungen hatte sie nur montags, mittwochs und freitags Zeit. Deshalb ging ich dienstags, donnerstags und samstags zu Chen.

Ich wohne 30 Minuten von Chens Haus entfernt. Als ich eines Tages an ihre Tür klopfte, fragte sie mich verärgert: „Warum bist du gekommen? Habe ich dir nicht gesagt, dass du montags, mittwochs und freitags kommen sollst?“ Ich entgegnete, dass ich es nicht gewusst hätte. Daraufhin fuhr sie mich an: „Du bist jemand, der sich nie festlegt und sich nichts merken kann! Du warst schon immer so, wie eine Fahne im Wind – heute so, morgen so.“ Ihre Schimpftirade nahm kein Ende. Schließlich meinte sie: „Komm, wenn du willst; wenn du nicht willst, brauchst du nicht zu kommen.“ Ich war sprachlos.

Mein Verhalten entsprach in keiner Weise ihrer Beschreibung. Ich kam einfach nur zum Fa-Lernen, ohne irgendwelche Vorurteile, ohne irgendwelches heute so, morgen so. Wenn Mitpraktizierende mich zum gemeinsamen Fa-Lernen einladen, war das nach meinem Verständnis ein Arrangement des Meisters, daher sollte ich es gut machen.

Hinsichtlich Etiketten wie „diese Art Mensch“ oder „jene Art Mensch“ diskutiere oder argumentiere ich nicht, sondern halte mein Herz und meine Gedanken ruhig. Ich entschuldigte mich bei ihr, weil ich unachtsam gewesen war und ihr nicht richtig zugehört hatte. Ich sagte, dass es mein Fehler sei und ich ihr Kummer bereitet hätte. Ich übernahm die volle Verantwortung dafür und wollte in Zukunft aufmerksamer sein.

Der Meister lehrt uns:

„Starke Argumentation - nicht um Worte kämpfenGrund im Inneren suchen, ist KultivierungJe mehr sich erklären, desto schwerer das HerzGroßmütig, frei von Eigensinn, klares Verständnis erscheint.“ (Wenig argumentieren, 03.01.2005, in: Hong Yin III)

Dieser Vorfall sollte mir helfen, meinen Groll loszulassen. Es galt, mein Herz und meine Gedanken ruhig zu halten.

Drei Mitpraktizierende starben an Symptomen von Krebs

Einmal half ich drei Mitpraktizierenden, die Krankheitskarma durchmachten –alle drei hatten Symptome von Krebs. Ich beobachtete, wie ihre Anhaftungen ihren Groll nährten. Als die karmische Prüfung ihren Höhepunkt erreichte, zerrten die alten Mächte an ihrem physischen Körper. Unser barmherziger Meister verlängerte ihr Leben um drei, fünf und schließlich um zehn Jahre.

Diese drei Praktizierenden hatten sich alle vor ihrem Tod von mir verabschiedet. Als ich eines Nachts aufrichtige Gedanken aussandte, erschien Hua (in einer anderen Dimension) und sagte: „Ich werde nun gehen.“ Wir hatten abwechslungsweise mit ihr das Fa gelernt und aufrichtige Gedanken ausgesendet und uns war nichts Ungewöhnliches aufgefallen. Ich fragte mich, was sie damit meinte.

Am darauffolgenden Tag erzählten die anderen Praktizierenden, dass Hua an ihre Grenzen gestoßen sei. Während eines Gesprächs mit einer Mitpraktizierenden hatten deren harsche Worte ihren Groll angerührt. Kurz darauf sei sie an Aszites erkrankt (angesammelte Flüssigkeit in der Bauchhöhle). Sie konnte den Pass nicht überwinden und starb.

Während Liangs Leidenszeit, geprägt von Krankheit und karmischen Prüfungen, lernte ich mit ihr das Fa und tauschte mich mit ihr über unser Verständnis aus. Einen Tag vor ihrem Tod aß sie mit ihrem Mann, ihrer Tochter und mir zu Mittag. Am nächsten Morgen verstarb sie. Sie war eine gütige, ehrliche und fleißige Praktizierende und hatte ihrem Mann geholfen, seine Schulden abzuzahlen. Als er jedoch eine Affäre hatte, wurde sie wütend, war verbittert und entwickelte Symptome von Krebs. Sie hielt drei Jahre lang durch. Doch weil sie ihren Groll nicht ablegen konnte, starb sie.

Nachdem bei Cai Krebssymptome aufgetreten waren, lernten wir gemeinsam das Fa und diskutierten über unsere Erkenntnisse. Als sich ihr Zustand verschlechterte, zog sie zu ihrer Tochter. Tausende von Kilometern trennten uns und ich hörte nichts mehr von ihr.

Eines Nachts träumte ich, dass wir beide einen Weg entlanggingen. Auf einmal verblasste sie und verschwand allmählich aus meinem Blickfeld. Ich war verwirrt und fragte mich, warum sie verschwunden war. Später erfuhr ich von Mitpraktizierenden, dass sie genau zu dem Zeitpunkt gestorben war, an dem sie mir im Traum erschienen war. Da wusste ich, dass sie sich von mir verabschiedet hatte. Das berührte mich tief. Sie hatte über ein Jahrzehnt gegen ihre Krebssymptome angekämpft und war letztendlich daran gescheitert, dass sie ihren Groll nicht auflösen konnte.

Diese drei Mitpraktizierenden hatten alle vor dem 20. Juli 1999 das Fa erhalten und aktiv das Fa bestätigt. Da es ihnen nicht gelang, ihren Groll zu beseitigen, hatten ihnen die alten Mächte ihre physischen Körper geraubt.

Groll ist ein großes Hindernis auf unserem Kultivierungsweg. Wir müssen die Kultivierung ernstnehmen, allen Groll und alle menschlichen Anhaftungen beseitigen und unserem barmherzigen, großartigen Meister zurück zu unserem wahren Selbst folgen.