(Minghui.org) Am Tag der Menschenrechte, dem 10. Dezember 2025, übermittelten Falun-Dafa-Praktizierende aus 48 Ländern ihren Regierungen eine weitere Liste von Tätern im Zusammenhang mit der Verfolgung von Falun Dafa in China. Sie forderten außerdem, dass diesen Tätern und ihren Familienangehörigen die Einreise verweigert und ihr Vermögen eingefroren wird.

Im Folgenden finden Sie Einzelheiten zu den von Li Wei begangenen Verbrechen. Er ist Mitglied des Ständigen Ausschusses des Parteikomitees der Provinz Shandong, Sekretär der Disziplinarkommission der Provinz, stellvertretender Direktor und amtierender Direktor der Aufsichtskommission der Provinz.

Angaben zum Täter

Vollständiger Name des Täters: Li Wei (Nachname)Geschlecht: männlichLand: ChinaGeburtsdatum/-jahr: August 1968Geburtsort: Shenyang, Liaoning

Titel oder Position

Januar 2023–Mai 2025: Vizegouverneur der Provinz Shandong und Mitglied der Parteiführungsgruppe der Provinz, stellvertretender Sekretär des Komitees für Politik und Recht der Provinz, Sekretär des Parteikomitees und Generaldirektor (und Hauptinspektor) der Abteilung der Öffentliche Sicherheit der Provinz

Mai 2025 bis heute: Mitglied des Ständigen Ausschusses des Parteikomitees der Provinz Shandong, Sekretär der Disziplinarkommission der Provinz, stellvertretender Direktor und kommissarischer Direktor der Aufsichtskommission der Provinz

Hauptverbrechen

Die Provinz Shandong ist eine der Provinzen Chinas, in denen Falun-Dafa-Praktizierende am schwersten und brutalsten verfolgt werden. Laut Berichten von Minghui.org sind in der Provinz mindestens 486 Praktizierende infolge dieser Verfolgung ums Leben gekommen. Die Verfolgung wird unter der Leitung des Komitees für Politik und Recht der Provinz und des Büro 610 von der Polizei, den Gefängnissen und anderen Behörden durchgeführt.

Seit seiner Ernennung zum stellvertretenden Sekretär des Komitees für Politik und Recht von Shandong und zum Direktor der Provinzpolizei im Januar 2023 setzt Li Wei die brutale Verfolgungspolitik der KPCh gegen Falun Dafa aktiv um. In öffentlichen Reden forderte er wiederholt eine „deutliche Intensivierung des Kampfes gegen Sekten“ und eine „Stärkung der Sektenbekämpfung“. Obwohl Falun Dafa auf keiner offiziellen Sektenliste geführt wird, nutzen die Behörden diese falsche Bezeichnung als Vorwand, um die Gruppe zu verfolgen.

Während Lis Amtszeit wurden Tausende Falun-Dafa-Praktizierende in ganz Shandong Opfer von Hausdurchsuchungen, Schikanen, Festnahmen, Inhaftierungen oder Verurteilungen. Mindestens elf Praktizierende sind infolge der Verfolgung gestorben: Lin Jianping (2025), Guo Shuqun (2024), Li Fengying (2024), Ma Lianfeng (2024), Chen Guohua (2023), Xu Haihong (2023), Ren Qingbai (2023), Wei Lanying (2023), Su Guihua (2023), Zhang Jing (2023) und Miao Peihua (2023).

I. Verfolgung in der Provinz Shandong von 2023 bis Mitte 2025

Im ersten Halbjahr 2025 starben fünf Praktizierende infolge der Verfolgung. Darüber hinaus wurden 132 Praktizierende verhaftet, 121 schikaniert, 50 erlitten finanzielle Einbußen (darunter Geldstrafen, Erpressung durch die Polizei und die Einbehaltung ihrer Renten oder Gehälter), und 66 wurden verurteilt. Zehn der verurteilten Praktizierenden waren über 80 Jahre alt, der älteste sogar 90. Zwei Praktizierende erhielten lange Haftstrafen von jeweils acht Jahren.

Im Jahr 2024 starben 13 Praktizierende infolge der Verfolgung, 332 wurden verhaftet, 387 wurden schikaniert, 85 erlitten finanzielle Einbußen und 112 wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt.

Im Jahr 2023 starben 16 Praktizierende an den Folgen der Verfolgung, 776 wurden verhaftet, 582 schikaniert, 122 wurden finanziell verfolgt und 149 verurteilt. Die Anzahl der Vorfälle in den verschiedenen Regionen ist wie folgt: 343 in Yantai, 285 in Weifang, 208 in Qingdao, 169 in Liaocheng, 150 in Rizhao, 107 in Linyi, 90 in Dongying, 75 in Jinan, 54 in Zibo, 54 in Weihai, 49 in Heze, 48 in Tai'an, 43 in Dezhou, 23 in Binzhou, 14 in Jining und einer in Zaozhuang.

II. Verhaftungen und Schikanierungen von größeren Gruppen

Am 3. März 2023 starteten die Polizei von Rizhao und die Staatssicherheit das „Sonderprojekt 303“. Im Rahmen dieser Operation wurden am 12. und 13. Mai etwa 50 Falun-Dafa-Praktizierende verhaftet. Die meisten von ihnen wurden später zu Haftstrafen verurteilt. Insbesondere 21 Praktizierende, darunter Frau Hong Meishuang, Frau Guo Xin und Herr Jiang Haibo, wurden vom 4. bis 6. Dezember vor dem Kreisgericht Wulian angeklagt. Am 25. Dezember wurden sie zu Haftstrafen zwischen einem und fünfeinhalb Jahren verurteilt.

Am 9. Mai 2023 wurden gegen 5 Uhr morgens über 100 Beamte in Longkou eingesetzt, um dortige Falun-Dafa-Praktizierende zu verhaften. Die Beamten trugen Zivilkleidung und fuhren mit ihren Privatwagen, um die Massenverhaftungen durchzuführen. Sie brachten die Betroffenen dazu, die Türen zu öffnen, indem sie sich als Mitarbeiter des Straßenkomitees oder als Nachbarn ausgaben, deren Zimmerdecke undicht sei.

Laut Insidern hatte die Polizei die Falun-Dafa-Praktizierenden mindestens sechs Monate lang observiert, bevor sie die Festnahmen vornahm. Viele der Beamten, die an den Festnahmen beteiligt waren, waren junge Menschen, die von der verleumderischen Propaganda der KPCh gegen Falun Dafa irregeführt worden waren.

Alle Wohnungen der Praktizierenden wurden durchsucht, wobei die Polizei jeden Winkel, sogar unter den Betten, durchsuchte. Zahlreiche Falun-Dafa-Bücher, Informationsmaterialien, die die Verfolgung von Falun Dafa durch die KPCh aufdeckten, und weitere Wertgegenstände wurden beschlagnahmt. Die Praktizierenden berichteten, dass die Beamten in Zivil gekommen waren, aber ihre Uniformen anzogen, nachdem sie sie auf die Polizeiwachen gebracht hatten.

Mindestens 13 Falun-Dafa-Praktizierende wurden am 24. Juli 2023 in Zhucheng festgenommen. Die Festnahmen wurden von Beamten der Staatssicherheit Zhucheng, der Polizeiwache Renmin Straße und der Polizeiwache Mizhou Straße durchgeführt. Bei den meisten Praktizierenden wurden auch ihre Wohnungen durchsucht. In Liu Shuhuas Wohnung warfen die Beamten ihre Bettwäsche auf den Boden und viele ihrer Wertgegenstände, darunter Bargeld, Goldschmuck und die Hausurkunde, wurden gestohlen. Die Praktizierenden wurden in der Gehirnwäsche-Einrichtung Zhujie festgehalten und gezwungen, Falun Dafa abzuschwören.

Wang Junheng, ein 76-jähriger Mann aus Yantai in der Provinz Shandong, wurde am 12. April 2024 verhaftet, als er zwei Schwestern begleitete, die die Freilassung ihrer Mutter, Yin Minghua, erwirken wollten. Er und Yins ältere Tochter wurden jeweils 37 Tage lang inhaftiert. Während seiner Haft im Gefängnis des Bezirks Mouping trat Wang aus Protest gegen die willkürliche Verhaftung in Hungerstreik. Daraufhin wurde er zwangsernährt und wiederholt geschlagen. Nach seiner Freilassung am 20. Mai 2024 brachten ihn seine Angehörigen in ein Krankenhaus, wo die Ärzte einen Rippenbruch feststellten.

Am 9. und 10. Mai 2024 kam es in Yantai zu einer Massenverhaftung von Praktizierenden. Allein im Bezirk Zhifu wurden 17 Praktizierende festgenommen. Einige der Festgenommenen waren über 80 Jahre alt, auch eine Mutter und ihre Tochter.

In Liaocheng, Provinz Shandong, wurden am 20. September 2024 gegen 6.30 Uhr mehr als zehn Praktizierende verhaftet. Ihre Wohnungen wurden durchsucht und 67.000 Yuan (8.265 Euro) Bargeld beschlagnahmt. Drei von ihnen wurden sieben Tage lang inhaftiert, die übrigen noch am selben Tag freigelassen. Zwei der Freigelassenen zahlten jeweils 20.000 Yuan (2.400 Euro) als „Sicherheitsleistung“, die ihnen laut Polizei innerhalb eines Monats zurückerstattet werden sollte, sofern sie keine weiteren Probleme verursachten. Eine der verhafteten Praktizierenden, die 71-jährige Zhou Jiuju, wurde später zu 19 Monaten Haft mit zwei Jahren Bewährung verurteilt.

III. Ausgewählte Todesfälle

Fall 1: 56-jährige Frau aus Shandong stirbt wenige Tage nach Haftantritt

Xu Haihong, wohnhaft in Qingdao, Provinz Shandong, wurde am 10. September 2023 verhaftet und im Untersuchungsgefängnis Pudong inhaftiert. Im Oktober 2023 wurde sie zu 16 Monaten Haft verurteilt und um den 6. Dezember 2023 in das Frauengefängnis der Provinz Shandong verlegt. Drei Tage später verstarb sie. Sie war 56 Jahre alt.

Fall 2: 69-jährige Frau stirbt vier Monate nach schweren Verletzungen bei einer Verfolgungsjagd

Bei dem Versuch, Ende September 2023 während einer Verfolgungsjagd der Polizei zu entkommen, verlor Ma Lianfeng die Kontrolle über ihr Dreirad und stürzte. Die Frau aus Longkou, Provinz Shandong, erlitt schwere Beinverletzungen sowie starke Prellungen an Armen und Rücken.

Die Polizei stellte sie und beschlagnahmte Falun-Dafa-Materialien aus ihrer Tasche. Sie war ins Visier genommen worden, weil ein Grundschüler sie angezeigt hatte, da sie mit ihm über Falun Dafa gesprochen hatte. Sie wurde nicht festgenommen, weil sie Schwierigkeiten beim Stehen hatte.

Ma erholte sich nie von ihren Verletzungen. Sie starb am 22. Januar 2024 im Alter von 69 Jahren.

Fall 3: Falun-Dafa-Praktizierende in Frauengefängnis der Provinz Shandong gefoltert

Xu Jinfeng aus Liaocheng wurde am 12. August 2022 festgenommen, als sie in einem Privathaus die Falun-Dafa-Lehre studierte. Mehr als 30 Beamte stürmten das Haus und nahmen Xu und über zehn Gäste fest. Sie wurde am 10. Januar 2024 zu sieben Jahren Haft und einer Geldstrafe von 10.000 Yuan (etwa 1.200 Euro) verurteilt. Nur drei Monate nach ihrer Überstellung in das Frauengefängnis der Provinz Shandong verschlechterten sich ihr Sehvermögen und ihr Gedächtnis deutlich.

Fall 4: 71-jähriger Mann aus Shandong stirbt einen Tag nach Verurteilung zu 3,5 Jahren Haft

Guo Shuqun aus dem Kreis Guan in der Provinz Shandong wurde 2023 wegen der Verbreitung von Informationsmaterialien über Falun Dafa verhaftet. Er wurde am 27. November 2024 zu 3,5 Jahren Haft verurteilt. Die Polizei brachte ihn in die Haftanstalt Tianmayuan und hielt ihn dort einige Stunden fest, bevor man ihn noch am selben Abend nach Hause schickte. Er starb am nächsten Tag gegen 11 Uhr.

Fall 5: Nach vier Monaten Haft heftig gefoltert – 63-jährige Frau stirbt zwei Wochen nach Haftentlassung zur medizinischen Versorgung

Lin Jianping aus der Stadt Qixia in der Provinz Shandong wurde im März 2023 verhaftet und zu drei Jahren Haft verurteilt. Mitte Oktober 2024 wurde sie zur Verbüßung ihrer Strafe inhaftiert. Sie wurde in der Haft gefoltert und am 30. Januar 2025 aus medizinischen Gründen vorzeitig entlassen. Sie starb am 13. Februar 2025. Sie war 63 Jahre alt.