(Minghui.org) Als ich heute Morgen meditierte, konzentrierte ich mich darauf, meine Gedanken nicht abschweifen zu lassen und nicht unbewusst einen dämonischen Weg zu praktizieren. Da gewann ich hinsichtlich des Wortes „unbewusst“ eine neue Erkenntnis.

Vor Kurzem kontaktierte mich eine ältere Praktizierende. Sie wollte Minghui-Radio hören und erbat meine Hilfe. Ich kenne diese Praktizierende seit zwei Jahren – früher hatte sie einen rosigen Teint und ging leichtfüßig. Wir haben uns ein paar Mal getroffen, uns dann aber über ein Jahr lang nicht mehr gesehen. Manchmal rief ich sie an und erkundigte mich, wie es ihr gehe. Sie erzählte mir, dass sie arbeiten würde, das Haus früh am Morgen verlasse und erst spät abends nach Hause komme. „Du hast eine Rente und musst doch gar nicht arbeiten“, warf ich ein. Sie meinte, dass es kompliziert und am Telefon nicht so einfach zu erklären sei. Später erfuhr ich, was los war: Ihr einziger Sohn, der verheiratet war, hatte Geschäftsschulden in Höhe von mehreren Hunderttausend Yuan. Diese Praktizierende, die fast 70 Jahre alt war, wollte ihm aus der Patsche helfen und ging deshalb wieder arbeiten. Als ich sie traf, sah sie nicht gut aus und wirkte erschöpft. Ich riet ihr, mit der Arbeit aufzuhören, da es sie daran hinderte, die drei Dinge zu tun.

Dann fiel mir ein, dass die älteren Praktizierenden in meiner Umgebung das gleiche Problem hatten. Sie sagten zwar, dass sie mit dem Fortschritt der Fa-Berichtigung Schritt halten wollten, aber es ihren Kindern aufgrund der kränkelnden chinesischen Wirtschaft finanziell nicht gut gehe. In dem Bestreben, ihnen helfen zu wollen, kümmerten sie sich um die Betreuung der Enkelkinder. Wie sollten sie da noch genug Energie haben, um die Dinge zu tun, die das Fa bestätigen?

Ein altes chinesisches Sprichwort besagt: „Die Nachkommen haben ihren eigenen Segen; schufte nicht wie ein Pferd für sie. Die Nachkommen haben ihren eigenen Segen; sorge dich nicht um ihre Zukunft.“ Doch es scheint, als seien ältere Praktizierende zu Sklaven ihrer Nachkommen geworden.

Wir haben eine Mission. Wenn wir zulassen, dass unsere Kinder und Enkelkinder uns daran hindern, unser Gelübde zu erfüllen, wird das nicht nur für uns schwerwiegende Folgen haben – welch große Sünde werden dadurch unsere Nachkommen auf sich laden!

Als ich heute morgen die Sitzmeditation beendet hatte, dachte ich an die Lehre des Meisters:

„Diejenigen, die an der Familie festhalten, sind belastet, verstrickt und gequält. Von den Fäden der Zuneigung gezogen und ihr ganzes Leben lang davon geplagt, wird es am Ende ihres Lebens zu spät sein, um zu bereuen.“ (Tabus der Kultivierenden, 15.04.1996, in: Essentielles für weitere Fortschritte I)

Ich habe gesehen, was mit älteren Praktizierenden in meiner Umgebung passiert, welche die drei Dinge nicht gut erfüllt haben. Da sie in ihren Gedanken und Taten nachlässig geworden sind, werden sie älter, bauen körperlich ab, verlieren ihr jugendliches Aussehen und werden schließlich zu gewöhnlichen Menschen. Als Kultivierende dürfen wir in den an uns gestellten Anforderungen nicht nachlassen und sollten uns beständig bemühen, unsere Anhaftungen abzulegen. Andernfalls werden wir es bereuen, wenn die Fa-Berichtigung in naher Zukunft die Menschenwelt erreicht.

Das Obige ist mein persönliches Verständnis. Bitte weist mich auf etwaige Fehler hin.