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Die Verbrechen von He Hengyang, Ex-Präsident der Staatsanwaltschaft der Stadt Chongqing

22. Januar 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten

(Minghui.org) Am 10. Dezember 2025, dem Tag der Menschenrechte, reichten Falun-Dafa-Praktizierende aus 48 Ländern eine weitere Liste von Parteifunktionären ein, die an der Verfolgung von Falun Dafa beteiligt waren. Die Praktizierenden fordern von ihren Regierungen, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen, ihnen und/oder ihren Familienangehörigen die Einreise zu verweigern und ihr Vermögen einzufrieren.

Zu den Tätern zählt auch He Hengyang, ehemaliger Präsident der Staatsanwaltschaft der Stadt Chongqing.

Informationen zum Täter

Vollständiger Name des Täters: He (Nachname) Hengyang (Vorname)Geschlecht: männlichLand: ChinaGeburtsdatum/Geburtsjahr: Juli 1960Geburtsort: Nanzhao, Provinz Henan

Titel oder Position

Januar 2017–Januar 2023: Parteisekretär und Präsident der Staatsanwaltschaft Chongqing

Februar 2023 bis heute: Mitglied des Beratungsausschusses der Obersten Volksstaatsanwaltschaft; Direktor des Fachkomitees Strafverfolgung der Vereinigung für Staatsanwaltschaftsstudien der Chinesischen Juristischen Gesellschaft; Vizepräsident der Juristischen Gesellschaft Chongqing; und Leiter des Forschungszentrums für Strafverfolgung an der Südwestlichen Universität für Politik- und Rechtswissenschaft

Hauptverbrechen

Seitdem die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) im Juli 1999 mit der Verfolgung von Falun Dafa begonnen hat, war He Hengyang in der für die Verfolgung von Falun Dafa zuständigen Justizstaatsanwaltschaft tätig. Nachdem er im Jahr 2017 sein Amt als Präsident der Staatsanwaltschaft von Chongqing angetreten hatte, setzte er die Verfolgungspolitik der KPCh gegen Falun Dafa aktiv um. Dies führte zur Verurteilung von hunderten Praktizierenden zu Gefängnisstrafen.

Auf der Zentralen Arbeitskonferenz für Politik und Recht im Januar 2019 erklärte er die Notwendigkeit, „sämtliche Formen von Infiltration, Subversion und Sabotageaktivitäten entschieden zu bekämpfen“, „die Bemühungen zur Bekämpfung politischer Gerüchte und schädlicher Informationen zu intensivieren“ und „gegen Falun Dafa hart vorzugehen“. In den Jahren 2021 und 2022 bekräftigte er in den Berichten der Staatsanwaltschaft die Notwendigkeit, „Falun Dafa entschieden zu bekämpfen“ und „Sekten hart zu bekämpfen“.

I. Ausgewählte Todesfälle

Fall 1: 73-Jährige stirbt in berüchtigtem Frauengefängnis – wurde sie zu Tode gefoltert?

Jiang Yourong starb im Alter von 73 Jahren während ihrer Haftstrafe wegen ihres Glaubens an Falun Dafa.

Im Dezember 2020 erhielt ihre Familie einen Anruf aus dem Frauengefängnis von Chongqing. Man teilte ihnen mit, dass Jiang einen Atemstillstand erlitten hatte und wiederbelebt worden sei. Ihr Mann eilte zum Gefängnis, durfte seine Frau aber nicht sehen. Kurze Zeit später hieß es, dass die Praktizierende verstorben sei. Das Gefängnis gestattete ihrem Mann, den mit einem großen Tuch bedeckten Leichnam zu sehen. Ob sie irgendwo verletzt war, konnte er dadurch nicht feststellen.

Jiang war am 14. August 2018 festgenommen und vom Bezirksgericht Jiulongpo zu einer Gefängnisstrafe unbekannter Dauer verurteilt worden. Im Juni 2018 brachten Beamte sie ins Frauengefängnis Chongqing. Während der eineinhalb Jahre, die Jiang im Gefängnis verbrachte, durfte ihre Familie sie nicht ein einziges Mal besuchen. Die Behörden rechtfertigten dies damit, dass Jiang Falun Dafa nicht aufgeben wollte.

Zuvor war sie bereits zweimal verhaftet worden, und zwar in den Jahren 2009 und 2015.

Fall 2: 81-jähriger kranker Mann stirbt zwei Monate nach seiner Entlassung – er war wegen seines Glaubens inhaftiert gewesen

Zhu Zhihe wurde Anfang Februar 2018 verhaftet, nachdem jemand ihn wegen der Verteilung von Informationsmaterialien über Falun Dafa angezeigt hatte. Die Polizei beschuldigte ihn, „einen deutlichen Schaden für die Gesellschaft“ verursacht zu haben, weil er Materialien mit Bezug zu Falun Dafa zu Hause hatte, und legte seinen Fall der Bezirksstaatsanwaltschaft Jiangbei vor.

Am 10. Oktober 2019 fand der Prozess gegen Zhu vor dem Bezirksgericht Jiangbei statt. Nach seiner Rückkehr nach Hause wurde Zhu krank und war mehrere Tage lang bettlägerig. Sein Gehör verschlechterte sich drastisch und seine Sprache wurde undeutlich.

Die Polizei kam am 7. Dezember 2019 wieder zu seiner Wohnung und versuchte, ihn zu einer weiteren Anhörung vor das Bezirksgericht Jiangbei zu bringen. Zhu und seine Familie weigerten sich, dem nachzukommen. Der Polizeibeamte Che Yao drohte ihm: „Wenn Sie gegen die [Verfolgung] protestieren wollen, können Sie das machen und mich auch verklagen.“

Drei Tage später kehrte Che mit drei weiteren Beamten zurück und verhaftete Zhu. Zhu kam an diesem Tag gegen 22:00 Uhr wieder nach Hause. Er erzählte seiner Familie, dass er zu 1,5 Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 3.000 Yuan (390 Euro) verurteilt worden war. Der Richter erlaubte ihm, die Haftzeit außerhalb des Gefängnisses zu verbringen.

Anfang März 2020 erkrankte Zhu schwer und wurde zwei Wochen lang im Krankenhaus behandelt, davon eine Woche auf der Intensivstation.

Bevor Zhu sich vollständig erholt hatte, brachte der Beamte Che ihn am 7. Mai 2020 zum Bezirksgericht Jiangbei. Zhus Familie erfuhr am nächsten Tag, dass der Richter seine Entscheidung revidiert und angeordnet hatte, dass Zhu seine Zeit im Gefängnis von Yongchuan absitzen sollte.

Als Zhu am 6. September 2020 entlassen wurde, litt er unter schwerem Gedächtnisverlust. Er tat immer wieder das Gleiche und seine Sprache war noch undeutlicher und ganz unorganisiert.

Währenddessen setzten die Behörden seine Rente aus, mit der Begründung, dass Falun-Dafa-Praktizierende, die wegen ihres Glaubens inhaftiert sind, keinen Anspruch auf Rentenleistungen haben.

In den nächsten zwei Monaten kamen die Polizisten und die Mitarbeiter des Nachbarschaftskomitees immer wieder vorbei, um Zhu zu schikanieren. Der psychische Druck führte dazu, dass sich sein Gesundheitszustand weiter verschlechterte. Er verstarb am 11. November 2020 im Alter von 81 Jahren.

Fall 3: 74-jähriger Falun-Dafa-Praktizierender stirbt in Haft, vier Monate nach seiner Verhaftung

Herr Lai Yuanchang war 2020 wegen der Verteilung von Informationsmaterialien über Falun Dafa angezeigt worden. Er entkam zwar seiner Verhaftung, war aber gezwungen, von zu Hause wegzuziehen und sich vor der Polizei zu verstecken. Da es der Polizei nicht gelang, Lai ausfindig zu machen, schikanierte sie seine Tochter.

Am 7. September 2022, einen Monat vor dem 20. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas, stürmte eine Gruppe von Beamten die Wohnung von Lais Tochter. Sie schlugen die Tür ein und verhafteten dort ihren Vater.

Im Untersuchungsgefängnis des Bezirks Jiangjin verschlechterte sich Lais Gesundheitszustand rasch, wahrscheinlich aufgrund der Folter, weil er seinem Glauben nicht abschwor. Am 31. Dezember 2022 wurde er in das Volkskrankenhaus des Bezirks Jiangjin eingeliefert und verstarb am nächsten Tag. Er war 74 Jahre alt.

Fall 4: 71-jähriger Mann, der wegen seines Glaubens gefoltert wurde, stirbt im Krankenhaus

Tang Fenghua wurde im Gefängnis Yongchuan wegen seines Glaubens an Falun Dafa brutal gefoltert und fiel in einen kritischen Zustand. Er wurde zur Behandlung in das zweite Krankenhaus von Chongqing gebracht, wo er am 17. April 2025 starb.

Aufgrund der strengen Informationszensur und der Vertuschung der Verfolgung von Falun Dafa durch das chinesische kommunistische Regime ist nicht klar, wann Tang Fenghua verhaftet (vermutlich Ende 2021 oder Anfang 2022) oder verurteilt wurde. Berichten zufolge war er zu vier oder viereinhalb Jahren Haft verurteilt worden und hätte voraussichtlich irgendwann im Jahr 2025 freigelassen werden sollen.

Tang, Inhaber eines Möbelgeschäfts, wurde seit Beginn der Verfolgung im Jahr 1999 wiederholt verfolgt. Er hatte bereits zwei Haftstrafen von insgesamt fünf Jahren verbüßt.

Fall 5: 73-jähriger drei Mal gesetzwidrig inhaftiert und misshandelt – acht Monate nach seiner Freilassung tot

Zehn Tage nach seiner Einweisung in das Gefängnis Yongchuan am 27. April 2023, wo er eine 2,5-jährige Haftstrafe verbüßen sollte, erkrankte Dai Xianming ernsthaft, und wurde notfallmäßig ins Krankenhaus eingeliefert.

Seine Frau, Xu Keqin, ging neunmal zum Gefängnis, um ihn zu besuchen, wurde aber jedes Mal abgewiesen. Am 22. Mai 2023 erhielt Xu einen Brief aus dem Gefängnis, der jedoch nicht von ihrem Mann geschrieben worden war. Darin hieß es, dass Dai an hohem Blutzucker leide, sich jedoch nach einem Krankenhausaufenthalt erholt habe. Mit diesem Brief wurde Xu aufgefordert, 2.000 Yuan an das Gefängnis zu überweisen, damit ihr Mann Dinge des täglichen Bedarfs und Nahrungsergänzungsmittel kaufen könne.

Am 7. Juli erhielt Xu einen Brief von ihrem Mann, in dem geschrieben stand: „Nur zehn Tage nach meiner Einlieferung ins Gefängnis war ich dem Tod nahe und wurde über zehn Tage im Krankenhaus behandelt. Nach meiner Rückkehr in die 10. Abteilung wurde ich mit Medikamenten und Injektionen versorgt.“

Später erkrankte Dai an Diabetes und wurde erneut ins Krankenhaus eingeliefert, wo ihm gewaltsam zwei Spritzen mit unbekannten Medikamenten verabreicht wurden.

Nach seiner Freilassung im August 2024 verschlechterte sich sein Gesundheitszustand weiterhin. Er verstarb am 19. April 2025 im Zweiten Krankenhaus von Chongqing. Er war 73 Jahre alt.

II. Ausgewählte Verurteilungs- und Folterfälle

Fall 1: Eitrige Kopfwunden und zahlreiche Zahnlücken – 69-Jährige nach Haft in erschütterndem Zustand

Nach vier Jahren Haft im Frauengefängnis von Chongqing hat die 69-jährige Zhu Yaohui sechs Zähne und teilweise ihr Sehvermögen verloren. Sie hatte mehrere eitrige offene Wunden am Kopf. Ihre Familie beschrieb sie als „eingefallen“, verwirrt und nicht ansprechbar.

Zhu aus Huaying, Provinz Sichuan, war am 27. Februar 2017 verhaftet und später verurteilt worden. Nach ihrer Verlegung ins Frauengefängnis von Chongqing am 5. September 2018 nahmen die Wärter der Praktizierenden die warme Bettdecke weg und gaben ihr zum nahenden Winter nur eine leichte Decke. Zhu durfte auch keine Winterbekleidung kaufen. Oft schlugen und misshandelten die Wärter sie. Manchmal ließen die Wärter sie erst nach 4:00 Uhr morgens schlafen gehen, um sie eine Stunde später aufzuwecken. Wenn sie zur Toilette musste, warfen die Wärter ihre gesamte Unterwäsche sowie Socken weg und verweigerten ihr das Toilettenpapier.

Fall 2: Verspätete Nachricht: 75-jähriger Mann zu vier Jahren Haft verurteilt, weil er mit Menschen über Falun Dafa sprach

He Xuezhi, 75, aus dem Kreis Dianjiang in Chongqing, wurde Anfang 2020 angezeigt, weil er mit Menschen über Falun Dafa gesprochen und Informationsmaterialien verteilt hatte. Wochen später, am 3. Februar, bemerkte seine Familie eine Überwachungskamera, die in einer leeren Wohnung auf der anderen Straßenseite gegenüber ihrem Haus installiert war. Sie sahen auch eine polizeiliche Fahndungsmeldung in einem lokalen Online-Forum, die ein Überwachungsvideo enthielt, das den Rücken von He zeigte.

Am 15. Februar 2020 beschloss He, seine Wohnung zu verlassen, um sich vor der Polizei zu verstecken. Am 18. Juni 2021 wurde er erneut festgenommen. Ohne die Familie zu informieren, brachte die Polizei He in die Haftanstalt des Bezirks Nanchuan und legte seinen Fall der dortigen Staatsanwaltschaft vor. Sein Sohn wollte einen Anwalt für ihn engagieren, aber niemand war bereit, den Fall zu übernehmen, da alle Vergeltungsmaßnahmen seitens der Behörden befürchteten.

Das Bezirksgericht Nanchuan verurteilte He am 16. Januar 2022 im Geheimen zu vier Jahren Haft und einer Geldstrafe von 10.000 Yuan (etwa 1.200 Euro).

Fall 3: Vier Frauen verhaftet, als sie zusammen die Falun-Dafa-Lehre lasen – drei verurteilt

Die 38-jährige Yang Chunrong und drei weitere weibliche Praktizierende – Zhu Zonglan, etwa 40 Jahre alt; Zhu Meiying, 51 Jahre alt; und Ye Wenxiu, 76 Jahre alt – wurden am 22. April 2021 verhaftet, als sie gemeinsam die Falun-Dafa-Lehre studierten. Die Polizei durchsuchte ihre Wohnungen und beschlagnahmte alles, was mit Falun Dafa zu tun hatte, sowie Bargeld.

Die vier Praktizierenden wurden in der Haftanstalt des Bezirks Banan festgehalten. Ye kam noch am selben Tag frei, wurde aber später erneut verhaftet und zu einer unbekannten Haftstrafe im Frauengefängnis von Chongqing verurteilt.

Am 24. Oktober 2022 fand der Prozess gegen Yang Chunrong und Zhu Zonglan vor dem Bezirksgericht Jiulongpo statt. Der Staatsanwalt führte von der Polizei gefälschte Beweise an, nach denen Yang im Besitz von über 10.000 Stück Falun-Dafa-Materialien gewesen sein soll. Zu den von der Polizei vorgelegten Beweisen gehörten auch Tonaufnahmen ihres Kindes, das man gezwungen hatte, verleumderische Lügen über seine Mutter vorzulesen.

Yang wurde später zu sechs Jahren und neun Monaten und Zhu Zonglan zu vier Jahren Haft verurteilt.

Fall 4: Fünf Einwohner nach fast drei Jahren Isolationshaft verurteilt (Chongqing)

Nach fast drei Jahren Isolationshaft wurden kürzlich fünf Einwohner von Chongqing zu Gefängnisstrafen zwischen fünfeinhalb und neun Jahren verurteilt, weil sie Falun Dafa praktizieren.

Zhang Shengquan (m) und Li Jiahui (w) wurden beide zu neun Jahren und einer Geldstrafe von 10.000 Yuan verurteilt. Li Yuhua (w) wurde zu achteinhalb Jahren und einer Geldstrafe von 8.000 Yuan verurteilt. Aufgrund ihres körperlichen Zustandes wurde ihr gestattet, die Zeit außerhalb des Gefängnisses zu verbringen. Gao Hongwei (m), 40, wurde zu sechs Jahren und sechs Monaten und einer Geldstrafe von 5.000 Yuan verurteilt. Qin Xuemei (w) wurde zu fünfeinhalb Jahren und einer Geldstrafe von 4.000 Yuan verurteilt.

Die Festnahme der fünf Praktizierenden erfolgte am 7. September 2018. Ihre Familien wurden über den Ort ihrer Verhaftung im Unklaren gelassen. Am 4. September 2019 wurden die Praktizierenden im Bezirk Jiulongpo vor Gericht gestellt. Doch erst zwei Jahre später verkündete der Richter das Urteil.