(Minghui.org) Seit die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) 1999 die Verfolgung von Falun Dafa angeordnet hat, werden die im Frauengefängnis der Provinz Jilin inhaftierten Praktizierenden aktiv gefoltert, um sie zu zwingen, ihrem Glauben abzuschwören. Im Folgenden werden einige der Foltermethoden beschrieben, die in der 8. und 10. Abteilung an Falun-Dafa-Praktizierenden angewendet wurden.
Die 8. Abteilung, auch bekannt als „Abteilung für Umerziehung“
Nach ihrer Verurteilung wurden die Praktizierenden von der Haftanstalt in das Gefängnis verlegt. Gleich nach ihrer Ankunft mussten sie die Gefängnisuniform anziehen und wurden anschließend dem Aufnahmeteam übergeben. In jeder Zelle war eine Insassin für die Überwachung zuständig. Diese Insassinnen hatten in der Regel kürzere Haftstrafen oder standen kurz vor ihrer Entlassung. Sie waren im dritten oder vierten Stock des Gebäudetrakts der 8. Abteilung interniert.
Jede Zelle des Aufnahmeteams verfügte über sechs Etagenbetten, und jede Insassin erhielt einen Plastiklöffel und zwei Plastikschüsseln für die Mahlzeiten. Jede von ihnen musste auf einem kleinen Plastikhocker sitzen und ihre persönlichen Daten angeben, wie Name, Krankengeschichte und die begangene Straftat. Außerdem wurden ihnen einige psychologische Fragen gestellt, anhand derer die Gefängnisleitung die Insassen der entsprechenden Abteilung zuwies. Falun-Dafa-Praktizierende und andere Glaubensgefangene wurden in die „Umerziehungsabteilung“, auch bekannt als die 8. Abteilung, verlegt. Gefangene mit Vorerkrankungen kamen in die 10. Abteilung, die für ältere, kranke und behinderte Menschen eingerichtet worden war.
Zunächst wurde bei den Praktizierenden im Besprechungsraum der Blutdruck gemessen. Danach wurden sie nach ihrem Alter und dem Zeitpunkt befragt, an dem sie angefangen hatten, Falun Dafa zu praktizieren. Anhand dieser Informationen beurteilte das Gefängnis die Standhaftigkeit der Praktizierenden in ihrer Kultivierung und die Chance zu deren „Umerziehung“. Die Praktizierenden wurden in mehreren Zellen auf verschiedenen Stockwerken untergebracht. Die ehemalige Abteilungsleiterin, Qian Wei, teilte ihnen mit, dass ihnen in der 8. Abteilung das Einlegen einer Berufung gegen ihr [unrechtmäßiges] Urteil nicht erlaubt sei.
Während des Transfers der Praktizierenden vom Aufnahmeteam in die 8. Abteilung, bereitete die Abteilung die Insassen auf die Aufnahme der ihnen zugeteilten Praktizierenden vor. Je nach Anzahl der Insassinnen in einer Zelle, dem Gesundheitszustand der Praktizierenden und ihrer Standhaftigkeit an Falun Dafa, wählte die Zellenleiterin Gefangene aus, die für die „Umerziehung“ der Praktizierenden geeignet schienen. Nach einer gewissen Zeit wurden diese Insassinnen ausgetauscht, um zu verhindern, dass sie sich mit den Praktizierenden anfreundeten.
Jede Zelle verfügte über sechs Etagenbetten, jeweils drei an der Wand auf jeder Seite. Die unteren und mittleren Betten waren für neu aufgenommene Praktizierende reserviert. In jeder Zelle fungierte eine Insassin als Teamleiterin. Die Praktizierenden, die erfolgreich „umerzogen“ worden waren, mussten mit der Teamleiterin zusammenarbeiten, um auch andere Praktizierende „umzuerziehen“.
Neu angekommene Praktizierende wurden streng überwacht und gezwungen, die ganze Zeit über mit dem Gesicht zur Wand stehen, während die Insassen sie beobachteten, um sicherzustellen, dass sie mit niemandem Blickkontakt hatten. Auch der Toilettengang, die Menge an Toilettenpapier und die Ausgaben für den täglichen Bedarf wurden für die Praktizierenden stark eingeschränkt. Für die Benutzung der Toilette und die Körperreinigung wurde ihnen kaum Zeit gelassen. Wer sich weigerte, seinen Glauben aufzugeben, durfte nicht auf die Toilette gehen, sich nicht waschen und sich auch nicht die Zähne putzen.
Neben zwei Schüsseln, einem Löffel und einigen grundlegenden Dingen wie einer Decke, einer Matratze, Schuhen und vier Garnituren Kleidung für die jeweilige Jahreszeit erhielten die Praktizierenden nichts weiter. Sie waren darauf angewiesen, dass ihre Angehörigen Geld für die Dinge des täglichen Bedarfs auf ihre Konten einzahlten. Die Zellenleiterin sammelte die Kleider und andere Dinge ein, die von ehemaligen Insassinnen zurückgelassen worden waren, und bewahrte sie für die „umerzogenen“ Praktizierenden auf. Diejenigen, die sich der „Umerziehung“ widersetzten, wurden eingeschränkt.
Diejenigen unter strenger Aufsicht hatten nur fünf Minuten Zeit, mit ihren Familien zu sprechen, allen anderen wurden zehn Minuten oder mehr gewährt. Rote Etiketten kennzeichneten diejenigen unter „strenger Aufsicht“ mit einem Ausgabenlimit von 100 Yuan pro Monat. Diejenigen mit blauen Etiketten befanden sich in der Überprüfungsphase und durften 200 Yuan pro Monat ausgeben. Diejenigen mit gelben Etiketten durften 300 Yuan pro Monat ausgeben. An Feiertagen durfte jeder zusätzlich 300 Yuan ausgeben.
Die 8. Abteilung befand sich in einem vierstöckigen Gebäude. Der erste Stock wurde als „Strenger Aufsichtsbereich“ bezeichnet und umfasste die Zellen 101 bis 107. In Zelle 107, der sogenannten „Sturmzelle“, waren diejenigen untergebracht, die ihrem Glauben treu blieben. Sie mussten oft den ganzen Tag regungslos auf kleinen Hockern sitzen und durften nur zwei- bis dreimal auf die Toilette gehen. Andere Insassen brachten ihnen das Essen und holten die Schüsseln nach dem Essen wieder ab. Wenn eine Praktizierende die Toilette benutzen wollte, musste sie die Insassin fragen, ob sie aufstehen durfte. Sie durfte nur mit deren Erlaubnis aufstehen und musste für jede Bewegung um Erlaubnis bitten. Andernfalls wurde sie beschimpft.
In der 8. Abteilung gab es auch Insassinnen, die den Wärterinnen bei verschiedenen Aufgaben halfen, wie beispielsweise dem Kontrollieren der Zellen. Auf jedem Stockwerk gab es eine Insassin, die den Wärterinnen Personalveränderungen vorschlagen konnte. Andere Insassinnen waren für die monatlichen Einkäufe und Ausgaben zuständig, Insassinnen aus dem medizinischen Bereich halfen bei der Behandlung von kranken Gefangenen. Sobald sich eine Praktizierende der Verfolgung widersetzte, wurde sie von den Insassinnen in die „Sturmzelle“ gebracht und dort gefoltert.
Jeden Tag wies die ehemalige Abteilungsleiterin Qian Wei die Wärterinnen an, in jeder Zelle den „Umerziehungsfortschritt“ der Praktizierenden zu überprüfen. Die Praktizierenden mussten Materialien lesen, „Gedankenberichte“ schreiben und sich Videos ansehen, die Falun Dafa verunglimpften. Im Unterrichtsraum stellten die Insassinnen Fragen zu Falun Dafa, mit denen sie überprüften, ob die Praktizierenden ihrem Glauben tatsächlich abgeschworen hatten. Zusätzlich filmten die Wärterinnen sie und studierten danach gründlich ihre Mimik, um festzustellen, ob sie tatsächlich „umerzogen“ worden waren. Bei „Kritiksitzungen“ wurden die Praktizierenden gezwungen, Falun Dafa zu diffamieren. Die Wärterinnen nahmen sie auf Video auf und zeigten sie der nächsten Gruppe Praktizierender. Ihr Ziel bestand darin, die vom Komitee für Politik und Recht vorgegebenen Bewertungskriterien zu erfüllen. Praktizierende, die „umerzogen“ worden waren, mussten sich einer Begutachtung sowie Befragung von Beamten unterziehen, um festzustellen, ob sie ihren Glauben tatsächlich aufgegeben hatten.
Ausgewählte Verfolgungsfälle
Li Chunhuan litt bei ihrer Einlieferung ins Gefängnis an Hepatitis B und wurde umgehend in die 10. Abteilung eingewiesen. Nach anderthalb Jahren wurde sie in die 8. Abteilung verlegt.
Xu Bin wurde während der strengen Aufsicht von Insassinnen misshandelt, weil sie sich weigerte, ihren Glauben aufzugeben. Sie schrie um Hilfe, doch die Wärterinnen ignorierten sie.
Mu Hua wurde der Toilettengang verweigert; sie musste sich in ihrer Zelle erleichtern.
Fu Yanfei war nach der Folter stark abgemagert.
Qiu Lin wurde von den Insassinnen geschlagen, getreten und gekniffen, weil sie sich der „Umerziehung“ widersetzt hatte. Die Insassinnen drohten ihr mit lebenslanger Einzelhaft und dem Verbot, das Gefängnis jemals zu verlassen oder mit jemandem zu sprechen. Sie erbrach häufig und war stark unterernährt. Mehrmals musste sie ins Krankenhaus eingeliefert werden und war stark abgemagert.
Yu Jianli musste über längere Zeit täglich auf einem kleinen Hocker sitzen und durfte sich nicht waschen. Als sie einige Tage später ihre Zelle verließ, war sie stark abgemagert.
Huang Jingru wurde in die 10. Abteilung verlegt, nachdem sie unter strenger Aufsicht „Falun Dafa ist gut!“ gerufen hatte.
Ältere Praktizierende, die sich gegen die „Umerziehung“ wehrten, wurden von den Insassinnen am Schlafen gehindert und durften weder Wasser trinken noch die Toilette benutzen. Die Misshandlungen hörten erst auf, als die Betroffenen hohen Blutdruck aufwiesen. Wenn die Praktizierenden ins Krankenhaus mussten, wurden sie von Insassinnen begleitet, damit sie niemandem von den Misshandlungen erzählen konnten. Jüngeren Praktizierenden wurde der Schlaf entzogen, sie wurden gezwungen, regungslos auf kleinen Hockern zu sitzen, wurden gedemütigt und bedroht.
Im zweiten Stock waren neben Falun-Dafa-Praktizierenden auch andere Glaubensgefangene untergebracht. Aus den Zellen 202 und 206 waren Tag und Nacht Schreie zu hören. Die Insassinnen behaupteten, dass die Schreie von einer psychisch kranken Person stammten.
„Gegenseitige Überwachungsgruppe“ und andere Umerziehungsmethoden
Jede Zelle in der 8. Abteilung verfügte über eine Abteilungsleiterin, drei Chefs und Gruppenleiterinnen, wobei zwei Gruppenleiterinnen sich im Dienst abwechselten. Die Wärterinnen wurden je nach Bedarf in verschiedene Abteilungen versetzt. Nachdem Qian Wei in die Sicherheitsabteilung versetzt worden war, übernahm Gao Yang, eine Lehrerin, die Leitung der Abteilung.
Das Gefängnis verfügte über eine „gegenseitige Überwachungsgruppe“, in der mindestens drei Insassinnen rund um die Uhr zusammenbleiben mussten, selbst beim Benutzen der Toilette. Andernfalls wurden ihnen Punkte abgezogen. Wurde eine Praktizierende ins Krankenhaus eingeliefert, musste mindestens eine Insassin bei ihr bleiben, um zu verhindern, dass sie mit Außenstehenden sprach. Die für die Überwachung der Praktizierenden zuständigen Insassinnen waren in der Regel wegen Betrugs oder Gewalttaten verurteilt worden.
Den Praktizierenden wurde verboten, miteinander zu sprechen oder Augenkontakt herzustellen. Das Gefängnis diffamierte die Praktizierenden außerdem durch die Verbreitung von Gerüchten, dass sie schlechte Menschen seien.
In der Abteilung gab es Bücher und Videos mit diffamierenden Inhalten zu Falun Dafa. Neue Wärterinnen wurden von den Insassinnen mit diesen Gehirnwäschematerialien vertraut gemacht.
Die 10. Abteilung, auch bekannt als Abteilung für Alte, Kranke und Behinderte
Viele ältere Praktizierende wurden aufgrund ihres hohen Alters und ihrer angeschlagenen Gesundheit in die 10. Abteilung verlegt. Abteilungsleiterin Cui Yan versuchte im Jahr 2023, Li Jinxi, einer Praktizierenden aus Korea, eine Spritze zu verabreichen und drohte ihr mit der Rückverlegung in die 8. Abteilung. Huang Yuru wurde von den Insassinnen gefoltert, weil sie die Einnahme von Medikamenten verweigerte und häufig erbrach.
Zhao Hongyan, die sich derzeit in der 10. Abteilung befindet, ist abgemagert und unterernährt. Das Gefängnis zwang sie zur Einnahme von blutdrucksenkenden Medikamenten und Rifampicin, obwohl sie nicht an den Krankheiten litt, für deren Behandlung diese Medikamente vorgesehen waren.
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