(Minghui.org) Ich bin 87 Jahre alt. Früher war ich Militärärztin in China mit dem Rang einer außerordentlichen Professorin. Im Dezember 1994 hatte ich die Ehre, an der letzten Präsenzveranstaltung des Meisters in China teilzunehmen – der fünften in Guangzhou. Die Nachfrage nach Karten war enorm. Die Teilnehmer kamen aus Xinjiang, Jiamusi, Qiqihar, Peking, Wuhan und anderen Orten, aber auch aus Taiwan, Hongkong und sogar aus dem Ausland. Ein westlicher Student brachte seine Frau und seine Tochter mit, um der Lehre des Meisters zuzuhören.

Die Sporthalle in Guangzhou war bis auf den letzten Platz gefüllt, auch das zentrale Basketballfeld war überfüllt – die Menschen mussten auf dem Boden sitzen. Da mehrere Hundert Menschen draußen keine Karten mehr bekommen hatten, organisierten der Meister und die Veranstalter eine Videoübertragung in einem Konferenzsaal der Halle. Ich saß weit vom Meister entfernt und konnte seinen Vortrag nicht gut verstehen. Ich sprach mit einem Mitarbeiter, der mich daraufhin auf einen freien Platz direkt neben dem Meister setzte. Später erfuhr ich, dass der Platz frei war, weil jemand seine Eintrittskarte verloren hatte und deshalb nicht in die Turnhalle durfte.

Den Meister jeden Tag aus der Nähe sehen zu können, erfüllte mich mit unermesslicher Freude. Obwohl seitdem 31 Jahre vergangen sind, ist mir dieser kostbare Moment in Erinnerung geblieben.

Vor den Vorträgen in Guangzhou hatte ich lange an einer Nierenbeckenentzündung gelitten, die häufigen Harndrang verursachte. Als Ärztin wusste ich, dass dies letztendlich zu Nierenversagen führen würde. Mehrere Personen, die das Buch der Wandlungen (I Ging) studiert hatten, bestanden darauf, mir die Zukunft zu deuten, und alle sagten dasselbe: Ich würde mit Mitte fünfzig schwer erkranken. Ich war genau 55 Jahre alt, als ich mit der Kultivierung im Falun Dafa begann, und die Nierenerkrankung verschwand, ohne dass ich es überhaupt bemerkte.

Ein Weckruf

Nach meiner Ankunft in Neuseeland war ich anfangs nicht sehr fleißig in meiner Kultivierung. Wenn ich auf Probleme stieß, wusste ich nicht, dass ich mithilfe des Fa nach innen schauen sollte. Eines Tages nach dem gemeinsamen Fa-Lernen sagte ich zu den anderen Praktizierenden: „Ich spreche kein Englisch und habe wenig Kontakt zu Chinesen, deshalb kann ich nicht mit den Menschen über die wahren Begebenheiten sprechen. Warum fühlt sich das Fa-Lernen für mich jetzt anders an als früher? Ich habe viel Fa gelernt, aber keine nennenswerte Erhöhung festgestellt!“ Ich blickte nach außen und hegte Gefühle von Groll und Hilflosigkeit. Infolgedessen geschah an diesem Tag etwas Schlimmes: Ich saß im Bus, die rechte Hand voller Einkaufstüten, in der linken trug ich einen Roller, den ich für meine Enkelin gekauft hatte. Als ich ausstieg, hatte ich das Gefühl, als hätte mich jemand von hinten heftig gestoßen. Ich fiel mit dem Gesicht voran zu Boden, mir war schwindelig und ich sah Sterne. Mein Gesicht fühlte sich taub an. Ich stand auf und berührte schnell meine Nase; zum Glück war sie nicht eingedrückt. Ich dachte sofort, dass der Meister mich beschützte und mich aus dieser Drangsal erretten würde. Kurz darauf schwoll mein Gesicht an.

Eine Chinesin, mit der ich Englisch gelernt hatte, war unter den Fahrgästen. Laut rief sie: „Was ist mit Ihnen passiert? Ihr Gesicht blutet! Sie müssen sofort ins Krankenhaus!“ Der Fahrer und alle anderen Fahrgäste stiegen aus, um nach mir zu sehen. In diesem Moment kam ein weiterer Bus, und die meisten Fahrgäste stiegen um. Drei junge Leute blieben im ersten Bus zurück, um mich ins Krankenhaus zu bringen. Schnell sagte ich dem Fahrer mit meinem wenigen Englisch: „Vielen Dank, aber ich muss nicht ins Krankenhaus, ich möchte nach Hause.“ Der Fahrer war erleichtert, das zu hören, denn auch für ihn wäre der Weg ins Krankenhaus umständlich gewesen.

Als ich nach Hause kam, war die Mutter meiner Schwiegertochter da. Da sie früher auch Ärztin gewesen war, reinigte und verband sie meine Wunden. „Es ist nicht schlimm, mir geht es bald wieder gut“, beruhigte ich sie. Mein Sohn wollte unbedingt meinen Blutdruck messen, und so willigte ich ein, um auch ihn zu beruhigen. Als sie die Ergebnisse sahen, sagte meine Schwiegertochter: „Ach du meine Güte, dein Blutdruck ist aber hoch.“ Ich kicherte und sagte: „Stimmt, dann kann ich jetzt ja beruhigt sein. In meinem Alter hätte schon ein leichter Sturz zu Hause einen Schlaganfall auslösen können. Der Meister hat mir geholfen, Schlimmeres abzuwenden. Ihr braucht morgen nicht zu kommen, und ihr braucht auch meinen Blutdruck nicht mehr zu messen.“ Innerhalb einer Woche sah mein Gesicht wieder normal aus.

Ein anderes Mal, es war im Sommer, ging ich auf der Straße, weil der Gehweg repariert wurde. Ich stolperte über eine Eisenstange und fiel auf den mit losen Steinen bedeckten Boden. „Danke, Meister!“, rief ich aus. Als ich aufstand, merkte ich, dass ich mich gar nicht verletzt hatte – es war wirklich erstaunlich.

Danach stürzte ich noch zweimal, blieb aber unverletzt. Ich fragte mich, was ich aus diesen Vorfällen lernen sollte. Später verstand ich, dass der Meister mein Leben verlängert hatte! Der Meister hatte mir ein zweites Leben geschenkt und ich musste mich fleißig kultivieren.

Ein Mitpraktizierender schlug mir vor, Menschen in China telefonisch über Falun Dafa und die Verfolgung aufzuklären. Ich begann damit, tätigte ein paar Anrufe und hatte das Gefühl, alles liefe gut und reibungslos. Doch als ich am Telefon beschimpft wurde, konnte ich das nicht ertragen. Zuhause habe ich das Sagen; mein Mann ist rücksichtsvoll, und meine Kinder sind gehorsam. Ich bin es, die andere kritisieren darf, wie kann es also jemand wagen, mich zu beschimpfen? Deshalb wollte ich keine Telefonate mehr führen.

Vor etwa sechs Jahren ermutigten mich Praktizierende, die Telefongespräche nach China fortzusetzen. Die Praktizierende, die auf der RTC-Plattform eine Ausbildung leitete, meinte, ich sei hervorragend qualifiziert und hätte schon längst damit anfangen sollen. Mir wurde klar, dass der Meister mir durch die Worte der Praktizierenden einen Hinweis gab, und ich spürte, dass ich nicht so leicht aufgeben sollte. Und so meldete ich mich wieder auf der Plattform an und führte die Telefonate fort.

Gleich beim ersten Anruf beschimpfte mich jemand. Noch bevor ich ausreden konnte, fluchte er: „Warum stirbst du nicht einfach?“ Ich lächelte und sagte freundlich: „Wenn ich sterbe, wer soll Sie dann retten? Ich kann nicht sterben!“ Es schien, als hätte mein letztes Fa-Lernen Wirkung gezeigt, und meine Xinxing erhöht. Egal wie provokativ die Worte meines Gesprächspartners auch waren, ich dachte nur an die Lehre des Meisters:

„Barmherzigkeit lässt Frühling zwischen Himmel und Erde werden “ (Fa berichtigt das Universum, 06.04.2002, in: Hong Yin II)

Ein anderes Mal meldete sich ein Funktionär der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) am Telefon und beschimpfte mich unentwegt. Geduldig sagte ich zu ihm: „Ich bin Ihnen nicht böse und werde Ihnen Ihre Beschimpfungen nicht übelnehmen. Es ist nicht Ihre Schuld, denn Ihr Verhalten ist das Ergebnis jahrelanger Indoktrination durch die KPCh.“

Ich sprach eindringlich über Falun Dafa und das Wesen der KPCh. Schließlich verstand er und willigte ein, aus der Partei und den ihr angeschlossenen Organisationen auszutreten. Ein anderer Mann bat mich, nachdem ich ihn über die Verfolgung von Falun Dafa aufgeklärt hatte, dem Meister seine aufrichtigen Grüße auszurichten. Voller Freude sagte ich: „Zunächst einmal vielen Dank. Dafür werden die Gottheiten Sie beschützen.“

Die Menschen, die erwacht sind, haben mich tief berührt. Es ist für mich leicht geworden, zu telefonieren und Menschen zum Parteiaustritt zu bewegen.

Ich habe viele erstaunliche Dinge erlebt, seit ich mit der Kultivierung im Falun Dafa begonnen habe. Die obigen Beispiele möchte ich gerne mit meinen Mitpraktizierenden teilen.

Vielen Dank, Meister! Vielen Dank, liebe Mitpraktizierende!