(Minghui.org) Ich bin die einzige Tochter in unserer Familie und habe drei jüngere Brüder. Schon in jungen Jahren entwickelte ich eine introvertierte und egoistische Persönlichkeit. Ich lebte zurückgezogen und in mir gab es einen unerklärlichen tiefsitzenden Groll. In einem Sommer saß ich oft direkt vor einem Ventilator. Durch den direkten Luftzug bekam ich starke Schmerzen in meinen Beinen. Später wurde bei mir rheumatoide Arthritis und eine schwere langanhaltende gynäkologische Erkrankung festgestellt. Ich probierte alles aus – traditionelle chinesische Medizin, westliche Medizin, Akupunktur und alle möglichen Volksheilmittel. Ich gab viel Geld aus und litt sehr, doch nichts half.

Anfang 1999 habe ich begonnen, Falun Dafa zu praktizieren. Der Meister holte mich aus der Hölle heraus, reinigte mich und läuterte meinen Körper. Seitdem sind alle Krankheiten, die mich mein halbes Leben lang gequält haben, vollständig verschwunden. Zum ersten Mal erlebte ich die Leichtigkeit und Freude eines Körpers, der frei von Krankheiten war.

Der Meister öffnete nach Jahren des Lernens des Fa, des Abschreibens und Auswendiglernens allmählich meine Weisheit. Durch das Fa-Lernen wurde mir klar, dass jede Anhaftung, die sich im Laufe der Zeit in den Gedanken eines Menschen gebildet hat, eine reale Substanz ist – ein lebendiges Wesen. Das gilt auch für den Groll. Diese Materie besteht aus Groll und Hass. „Groll“ bedeutet, sich zu beschweren, zu beklagen oder unwillig und unzufrieden zu sein. „Hass“ hingegen bedeutet Wut, Bedauern, Abneigung, Ablehnung, Feindseligkeit und nachtragend zu sein. Tatsächlich entspringt Groll aus Selbstsucht. Immer wenn etwas nicht nach unserem Willen verläuft, sind wir wütend, beschweren uns und fürchten, verletzt zu werden. Basiert das nicht alles auf Selbstsucht?

Ich möchte von einigen Beispielen berichten, wie ich meinen Groll überwunden habe.

Lernen, wie man Computersysteme installiert

Ich war bereits über sechzig, daher fand ich es nicht einfach, zu lernen, wie man Computersysteme installiert. Ich glaubte aber daran, dass ich es schaffen kann, weil ich wusste, dass der Meister mir helfen würde. Als der Meister meinen Wunsch sah, half er mir. Er veranlsste, dass ich die Praktizierende Fang traf, die es mir beibringen konnte. Fang war jünger und arbeitete Vollzeit, daher war ihre Zeit begrenzt. Anfangs unterrichtete sie mich geduldig und erklärte mir alles sehr sorgfältig. Allerdings war es für eine ältere Frau wie mich, die noch nie eine Maus benutzt hatte, extrem schwierig. Die Installation eines Systems musste manuell erfolgen, und jeder Schritt musste perfekt sein. Ich kannte kein Pinyin, verstand kein Englisch und jeder Computer hatte andere Einstellungen. Ich war stark von Fang abhängig und beschwerte mich oft, wenn sie ungeduldig wirkte oder ich etwas nicht verstehen konnte.

Als ich sie eines Tages erneut um Hilfe bat, sagte sie streng: „Warum bittest du nicht den Meister um Hilfe?“ Dieser eine Satz traf mich wie ein Hammerschlag. Ja, der Meister ist direkt an meiner Seite! Warum hatte ich daran nicht gedacht? Egal, was wir tun, um das Fa zu bestätigen, der Meister stärkt uns immer.

Ich hörte auf, mich über sie zu beschweren. Wann immer ich auf Probleme stieß, bat ich zuerst den Meister um Hilfe, suchte dann in Online-Foren nach technischen Lösungen und sah mir die Installationsanleitungen sorgfältig an. Allmählich wurde ich geschickter. Auch die Konflikte zwischen uns verschwanden. Wann immer kleine Konflikte auftraten, schaute ich nach innen und korrigierte mich selbst. Unter dem Schutz des Meisters arbeiteten wir harmonisch zusammen und setzten unsere Arbeit störungsfrei fort.

Beseitigung von Unzufriedenheit mit einer Praktizierenden

Der Router, den wir für den Internetzugang verwendeten, musste Schritt für Schritt konfiguriert werden. Nachdem ich den Router der älteren Praktizierenden Ling eingerichtet hatte, erinnerte ich sie daran, das Passwort sicher aufzubewahren. Es würde erneut benötigt werden, wenn das System neu installiert werden müsste. Später wechselte sie den Computer und konnte nach der Neuinstallation des Systems keine Verbindung zum Router herstellen. Ich fragte sie nach dem Passwort. Sie antwortete, sie habe es weggeworfen, weil sie es nicht mehr für nötig hielt. Ich regte mich nicht auf, sondern nahm den Router mit nach Hause und konfigurierte ihn neu. Dann brachte ich ihn ihr zurück und sagte ihr erneut, sie solle das Passwort aufbewahren. Sie versprach es mir.

Später musste das System aus Sicherheitsgründen erneut aktualisiert werden. Nach der Neuinstallation des Computers konnte sie das Passwort nicht mehr finden. Diesmal verlor ich die Beherrschung. „Was ist los mit dir? Du hast es letztes Mal schon weggeworfen und jetzt hast du es wieder verloren. Wie kannst du so unvorsichtig sein? Ich bin schon so oft hin und her gelaufen – es ist so mühsam und zeitraubend, alles wieder einzurichten!“

Der Meister erklärt:

„Du musst dich nach innen kultivieren und darfst nicht im Außen suchen.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 33)

Das weckte mich augenblicklich auf. Warum schaue ich bei Problemen nur auf andere statt auf mich selbst? Hatte sie es nicht unbeabsichtigt verloren? Was war los mit mir? Wieder war ich in die Falle der alten Mächte getappt. Diese Gedanken waren nicht wirklich meine eigenen – sie wurden mir von den alten Mächten aufgezwungen. Als Falun-Dafa-Praktizierende sollte ich keinen Groll hegen oder anderen nicht die Schuld geben. Nichts geschieht zufällig. Diese Situationen sind passiert, um meinen versteckten Groll, meine Schuldzuweisungen und meine wertende Denkweise aufzudecken, damit ich sie vollständig beseitigen kann.

Den Groll gegen meinen Mann beseitigen

Ich war introvertiert und hatte eine eigensinnige Art. So beharrte ich auf den Dingen, sobald ich mich einmal für etwas entschieden hatte. Ich überprüfte dann auch nicht mehr, ob es richtig oder falsch war. Immer wenn etwas nicht nach meinem Willen lief, verlor ich die Beherrschung und geriet oft in einen kalten Krieg mit meinem Mann. Als meine Enkelin beispielsweise kurz vor dem Eintritt in die Mittelschule stand, planten ihre Eltern, sie in eine andere Stadt zu schicken – sie kauften sogar ein Haus dort. Da ihre Eltern beschäftigt waren, musste jemand sie begleiten, und nur mein Mann oder ich standen zur Verfügung. Eines Tages sprach ich das Thema an. Mein Mann wollte mit mir gehen, aber ich wollte nicht. Ich sagte: „Die Fa-Berichtigung nähert sich ihrem Ende. In dieser begrenzten Zeit müssen wir uns darauf konzentrieren, Lebewesen zu retten, und nicht an alltäglichen Angelegenheiten festhalten.“

Wir konnten uns nicht einigen und es endete im Streit, wobei keiner von uns nachgeben wollte. Letztendlich sagte mein Mann: „Selbst, wenn ich früher sterben würde, müsste ich dem Kind helfen. Du bist selbstsüchtig, immer nur mit deinen Sachen für Dafa beschäftigt und nicht einmal bereit deinem Enkelkind zu helfen.“ Das machte mich wütend. Mein Eigensinne kamen alle an die Oberfläche. Kampfgeist, Unmut, Groll und meine vorwurfsvolle Haltung zeigten sich. Ich nahm es sogar dem anderen Großelternpaar übel, dass sie sich so wenig um unsere Enkelin kümmerten. Mein Inneres war von Verärgerung und Unwille erfüllt und ich vergaß völlig, dass ich eine Praktizierende war.

Ich dachte, dass ich viel von meinem Groll beseitigt hätte. Wenn ich jedoch plötzlich auf einen Konflikt traf, zeigte er sich erneut sehr stark. War das das Verhalten einer wahren Kultivierenden? Ich beruhigte mich und reflektierte die Dinge. Mein Mann hat sehr viele gute Charakterzüge – er respektiert ältere Leute, liebt Kinder, ist verantwortungsbewusst, arbeitet fleißig, ist freundlich und immer bereit, anderen zu helfen. Er hat mehr Stärken als ich. Als ich das erkannte, berichtigte ich mich selbst auf der Grundlage des Fa. Ich änderte meine menschlichen Anschauungen. Der Meister entfernte dann diese schlechten Substanzen für mich. In dem Moment des Erkennens spürte ich, wie all mein Groll sich auflöste. Mein Herz war mit Barmherzigkeit und innerem Frieden erfüllt. Dankbarkeit ersetzte den Groll.

Beseitigung der Beschwerde über meine Tochter

Die heutige Gesellschaft ist moralisch verfallen und die Kommunistische Partei Chinas verändert mit ihrer Kampfkultur seit langer Zeit das Denken der Menschen zum Schlechten hin. Viele junge Menschen haben dadurch eine verzerrte Denkweise und ein schlechtes Benehmen. Die Familie meiner Tochter ist dafür ein gutes Beispiel. Meine Tochter, mein Schwiegersohn und ihre beiden Kinder – jeder hat sein eigenes Handy. Sie sind immer an ihren Telefonen, egal ob sie essen, kochen, gehen – und sogar im Badezimmer – es ist als wären sie davon besessen. Nach der Arbeit wollen sie nichts mehr machen: weder das Geschirr abwaschen, noch sauber machen und auch nicht für den nächsten Tag kochen. Das Haus ist immer unordentlich. Manchmal streiten die beiden Kinder miteinander, aber die Eltern kümmern sich nicht darum.

Früher habe ich dort immer aufgeräumt und alles geputzt. Mit der Zeit wurde ich missmutig und etwas ärgerlich. Ich fühlte mich ausgenutzt und hegte innerlich sogar Groll. All diese negativen Gefühle richteten sich gegen meine Tochter. Es war egal, was ich auch sagte oder wie traurig ich darüber war, sie blieb unberührt und änderte nichts. Dann fragte ich mich: „Warum hört sie mir nicht zu? Vielleicht sollte ich mich nicht einmischen. Warum schaue ich so eigensinnig auf ihr Verhalten? Schaue ich damit nicht mit einem menschlichen Herzen auf die Sache?“ Falun-Dafa-Praktizierende sollten nach innen schauen. Nur durch das Nach-innen-Schauen und durch eigene solide Kultivierung können wir uns wirklich erhöhen. Als ich das erkannte, fühlte ich mich sofort leichter. Der Meister öffnete meinen geistigen Horizont und die negativen Gefühle verschwanden sofort.

Das sind meine derzeitigen Erkenntnisse auf meiner Ebene. Bitte weist mich auf alles Unangemessene hin.