(Minghui.org) Ich bin eine neue Praktizierende, die 2024 das Fa erhalten hat. Hier möchte ich meine bisherigen Kultivierungserfahrungen mit allen teilen.

Reinigung von Körper und Geist

Ich begann mit Falun Dafa nicht, um meine Krankheiten zu heilen, obwohl ich damals seit längerer Zeit unter verschiedensten Beschwerden litt, darunter Migräne, Rhinitis, Heuschnupfen und Bradykardie. Nachdem ich mit der Praxis begonnen hatte, stellte ich fest, dass diese Symptome nach und nach verschwanden.

Noch bemerkenswerter war, dass meine leichte Gesichtslähmung, die nach dem Benutzen eines Kosmetikgeräts aufgetreten war, komplett verschwand. Vor einigen Jahren kaufte ich mir das sehr beliebte Gerät „Zeus“. Nach einiger Zeit bemerkte ich jedoch, dass meine linke Schläfe und der Augenwinkel unwillkürlich zuckten, selbst dann, wenn ich es gar nicht benutzte. Jedes Zucken dauerte mehrere Sekunden. Zunächst schenkte ich dem keine große Beachtung. Doch selbst ein Jahr nach Absetzen des Geräts hatte sich mein Zustand nicht gebessert, sondern sogar verschlechtert. Als ich recherchierte, stellte ich fest, dass es sich um eine leichte Gesichtslähmung handelte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits mit Falun Dafa begonnen. Ohne bewusst eine Heilung zu suchen, verschwand die Gesichtslähmung unmerklich. Erst beim Schreiben dieses Artikels erinnerte ich mich wieder daran.

Vor dem Erhalt des Fa legte ich großen Wert auf mein äußeres Erscheinungsbild, insbesondere auf mein Gesicht, dessen Spannkraft mit dem Alter nachgelassen hatte. Mit dem Praktizieren von Falun Dafa rückte mein Äußeres allmählich in den Hintergrund. Manchmal vergaß ich sogar, nach der Gesichtsreinigung Pflegeprodukte zu verwenden, oder ich verzichtete auf Gesichtsmasken, um stattdessen das Fa zu lernen. Nach einiger Zeit stellte ich überrascht fest, dass mein Gesicht wieder voller geworden war; fast so wie in meinen Zwanzigern, nur noch schöner. Eines Tages sagte ein Mitpraktizierender zu mir: „Ich finde, dein Gesicht ist praller geworden. Es sieht besser aus als früher.“ Ich antwortete: „Ja, meine Wangen und meine Nase waren wegen des Kollagenverlusts eingefallen, aber jetzt sind sie wieder prall.“

Der Meister sagt:

„Junge Frauen gehen immer gerne zu Kosmetiksalons und möchten eine hellere, schönere Haut haben. Ich würde sagen, wenn du wirklich den Doppelkultivierungsweg von Körper und Geist praktizierst, wirst du dieses Ziel ganz von selbst erreichen. Du brauchst garantiert nicht in Kosmetiksalons zu gehen.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 246)

Ich kann dies aus eigener Erfahrung bestätigen. Die kosmetischen Effekte der Dafa-Kultivierung sind wirklich erstaunlich. Sie sind weit wirkungsvoller als alle herkömmlichen Radiofrequenzbehandlungen oder andere moderne Technologien.

Früher litt ich zudem unter starkem Heuschnupfen. Während andere lediglich juckende Augen oder Niesanfälle hatten, bekam ich heftige Kopfschmerzen, die mich nahezu bewegungsunfähig machten. In diesem Frühjahr nahm mein Mann noch einige übrig gebliebene pflanzliche Medikamente gegen seinen Heuschnupfen ein, als er mich plötzlich fragte: „Hast du denn keinen Heuschnupfen?“ Ich antwortete: „Habe ich dir nicht erzählt, dass ich in den letzten beiden Jahren keinen mehr hatte, seit ich Falun Dafa praktiziere? Die Medizin, die du jetzt nimmst, ist noch von mir übrig.“

Mein Mann hatte es nie unterstützt, dass ich Falun Dafa praktizierte; lange Zeit weigerte er sich, irgendetwas darüber für wahr zu halten. Angesichts der offensichtlichen Veränderungen schwieg er schließlich.

Veränderungen bei meinem Sohn und meiner Tochter

Mein Sohn war früher ein sehr schwieriges Kind. Er weinte oft bis zur Hysterie. Weder sanftes Zureden noch strenge Strafen zeigten Wirkung. Mein Mann versuchte, das Weinen durch Schimpfen und Schlagen zu unterbinden. Das führte daheim fast täglich zu einem Chaos.

Nachdem ich das Fa erhalten hatte, begann ich, die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht in der Erziehung anzuwenden. Daraufhin wurde mein Sohn erstaunlich umgänglich. Anfangs hatte sich mein Mann entschieden gegen meine Kultivierung ausgesprochen und war noch vehementer dagegen, dass unsere Kinder gemeinsam mit mir praktizierten. Doch als er sah, wie positiv mich die Praxis veränderte, begann er, das Praktizieren stillschweigend zu tolerieren. Ich brachte meinem Sohn Gedichte aus Hong Yin bei und erklärte ihm anhand der Lehre des Meisters, wie man im Alltag mit Schwierigkeiten umgehen kann. Dabei bemerkte ich, dass auch mein Mann aufmerksam zuhörte.

Mein Sohn ist inzwischen begeistert von Falun Dafa. Immer wenn mein Mann im oberen Stockwerk arbeitet, spielt er unten auf einem kleinen Lautsprecher die Vorträge des Meisters oder die Übungsmusik ab, sogar bei den Hausaufgaben oder beim Spielen. Eines Tages sagte er zu mir: „Ich mag alles an Dafa. Wenn ich groß bin, werde ich nicht heiraten. Ich werde mein ganzes Geld für Dafa-Bücher ausgeben.“

Er glaubt fest an den Meister und das Fa. Einmal stürzte ich und dachte zunächst nicht an Dafa. Erst als ich aufstand und merkte, dass ich meinen Arm nicht bewegen konnte, machte ich mir Sorgen um das Üben am nächsten Tag. Plötzlich knackten meine Knochen und ich konnte den Arm wieder bewegen. Als mein Sohn davon erfuhr, meinte er erstaunt: „Hast du Dafa vergessen? Ich vergesse es nie beim Spielen. Selbst im Traum rezitiere ich: ‚Falun Dafa ist gut!‘“ Ich schämte mich, denn mir wurde klar, dass ich noch nicht einmal so standhaft war wie dieser junge Praktizierende. Oft erzählt er mir, wie er Dafa als Maßstab im Umgang mit Freunden nutzt und sich immer mehr wie ein echter Dafa-Schüler verhält.

Im Gegensatz zu meinem Sohn war meine Tochter von klein auf ruhig und gehorsam. Doch nachdem sich die Probleme meines Sohnes aufgelöst hatten, traten bei ihr andere Schwierigkeiten deutlicher hervor, insbesondere starken Neid. Es dauerte fast ein Jahr geduldiger Bemühungen, bis sich dieser Zustand besserte. Je weniger Neid sie zeigte, desto schöner wurde sie. Das Äußere spiegelt wahrlich den inneren Zustand wider!

Meine Tochter legt großen Wert auf die Meinung ihres Vaters. Sein anfänglicher Widerstand gegen Falun Dafa betrübte sie sehr. Einmal sagte sie zu mir: „Mama, ich wünschte, Papa wäre auch ein Dafa-Schüler.“ Tatsächlich hatte sich ihr Vater seit seiner anfänglichen, vehementen Ablehnung bereits stark verändert. Ich sagte zu meiner Tochter: „Papa ist ein ganz normaler Mensch. Normale Menschen achten auf konkrete Vorteile. Wenn wir drei ihm zeigen, dass Falun Dafa gut für ihn ist, wird er eines Tages auch praktizieren.“

Zusammenarbeit beim Erklären der wahren Umstände

In den vergangenen Monaten wurde mir, als ich die wahren Umstände erklärte, bewusst, wie tief die Angst bei vielen Chinesen sitzt. Sie zögern, an die Güte der Dafa-Praktizierenden zu glauben, und reagieren oft mit Ablehnung, Verachtung oder Furcht. Bei Veranstaltungen ermutige ich sie nun zunächst, sich selbst die Informationstafeln anzusehen. Danach spreche ich sie an und erkläre ihnen behutsam einige Zusammenhänge. Wenn sie zögern, ziehe ich mich zurück und gebe ihnen Zeit. Manchmal ergibt sich später eine weitere Gelegenheit zu einem Gespräch, manchmal übernehmen andere Praktizierende, und manchmal gehen die Menschen einfach. Die Wahrheit zu verstehen erfordert meist mehrere Anläufe, bis sie schließlich genug wissen und aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und ihren angeschlossenen Organisationen austreten. Der Austritt eines Menschen aus der KPCh ist das Ergebnis der gemeinsamen, kontinuierlichen Bemühungen vieler Dafa-Praktizierenden.

Unser fester Platz für das Erklären der wahren Umstände in Tokio ist in Akihabara vor dem Juweliergeschäft Chow Tai Fook, wo täglich zahlreiche Busse mit chinesischen Touristen ankommen.

Eines Tages waren nur eine weitere Praktizierende und ich vor Ort. Eine große Gruppe Touristen stand vor dem Laden, weitere saßen auf Bänken gegenüber oder standen im Durchgang. Schon beim Anblick dieser Menschenmenge wurde mir schwindelig. Ich hob mein Schild mit der Aufschrift „Fakten über Falun Dafa“ und bemerkte die jüngere Praktizierende, die ebenfalls ein Schild hielt und sich bereits mit mehreren Menschen unterhielt. Ich ging zu ihr, sandte aufrichtige Gedanken aus und unterstützte sie, indem ich mein Schild hob. Als ihre Stimme lauter wurde, verstummte die zuvor laute Menge und hörte aufmerksam zu. Während sie über die Vorzüge von Falun Gong sprach, zeigte ich den Zuhörern eine Ausgabe der Minghui Weekly mit einem Bericht über die US-Flagge, die zu Ehren von Herrn Li Hongzhi über dem Kapitol wehte. Später, als sie die staatlich sanktionierte Zwangsorganentnahme der KPCh erklärte, zeigte ich einen Artikel aus der Epoch Times, in dem Xi Jinping, Putin und der nordkoreanische Machthaber Kim Jong-un sich während einer Militärparade über Organtransplantationen unterhielten. Normalerweise verteile ich alle Exemplare der Epoch Times in Ueno und komme dann ohne Zeitungen nach Akihabara. An diesem Tag hatte ich jedoch zufällig noch ein Exemplar bei mir – was ich im Nachhinein als vorherbestimmt empfinde.

Die aufmerksamen Zuhörer betrachteten die Artikel sehr genau. Als meine Mitpraktizierende Anzeichen von Erschöpfung zeigte, übernahm ich kurzzeitig das Wort, bis sie sich erholt hatte. Anschließend wandte ich mich auch an die Menschen auf den Bänken hinter mir. Ich hatte das Gefühl, dass die meisten die Wahrheit verstanden hatten. Doch da niemand als Erster offen den Austritt erklärte und der Bus bald abfahren sollte, überlegte ich mir schnell eine Lösung. Ich schlug ihnen vor, ihre Namen auf Zettel oder Geldscheine zu schreiben oder später privat Kontakt mit Falun-Dafa-Praktizierenden aufzunehmen. Kurz darauf führte der Reiseleiter die Gruppe weg. Wir lächelten uns an, denn wir beide spürten, dass wir ein gutes Ergebnis erzielt hatten.

Mit Freude Lebewesen erretten

Sobald genügend Praktizierende an unserem Ort vor Chow Tai Fook sind, gehe ich meistens nach Ueno weiter, um dort Materialien zu verteilen. Da Ueno auch ein beliebtes Touristenziel in Tokio ist, habe ich stets verschiedenes dabei: Falun-Dafa-Bücher auf Japanisch und Englisch, die Epoch Times auf Japanisch und Chinesisch, Flyer von Ganjing World, Ausgaben der chinesischen Minghui Weekly sowie die Zeitschrift „Wishing You Peace“. Innerhalb weniger Sekunden muss ich entscheiden, welches Material für die jeweilige Person passend ist. Mein üblicher Platz liegt an einer belebten Kreuzung, wo Menschen aus allen Richtungen kommen. Da es kaum möglich ist, sich dort zu bewegen, sende ich aufrichtige Gedanken aus: „Mögen diejenigen, die zur Errettung bestimmt sind, zu mir kommen.“

Eines Tages empfand ich beim Verteilen plötzlich eine tiefe, mütterliche Liebe für die Menschen. Unabhängig von Alter, Aussehen oder Herkunft erschienen sie mir wie meine Kinder. Meine Stimmung hob sich, mir wurde ruhig und warm, während ich die Materialien verteilte. Manche warteten sogar geduldig bis ich ihnen die Informationen überreichte, so wie Kinder auf Süßigkeiten. Selbst japanische Falun-Dafa-Materialien, die sonst weniger gefragt sind, wurden gern angenommen.

Manchmal nimmt jedoch keiner der vielen Passanten etwas mit. Dann sende ich aufrichtige Gedanken aus und beseitige störende Faktoren. Manchmal sind die aufrichtigen Gedanken wie ein Schwert, welches das Böse aufspießt und fixiert. Manchmal fühlen sie sich wie ein großes Netz oder ein durchsichtiges Schild an, der meine Umgebung beständig reinigt. Wenn ich eine Weile aufrichtige Gedanken ausgesendet habe, nehmen die Menschen wieder Materialien an.

Dabei denke ich stets an die Worte des Meisters:

„Auch wenn du in der Menschenwelt hastig an Menschen vorbei gehst und keine Zeit hast, mit ihnen zu sprechen, sollst du ihnen mit Barmherzigkeit begegnen.“ (Fa-Erklärung auf der Fa-Konferenz in Atlanta 2003, 29.11.2003)

Unabhängig davon, ob jemand das Material annimmt oder nicht, begegne ich allen mit einem Lächeln. Dieses Lächeln hat schon einige, die zunächst skeptisch waren, dazu gebracht, es sich anders zu überlegen und einen Flyer anzunehmen.

Einmal lehnte ein Mann, der offenbar bereits etwas über Dafa wusste, meine Broschüre ab. Als er ging, lächelte ich ihm nach. Plötzlich drehte er sich um und schaute mich verwundert an. Ich wandte mich wegen eines anderen Passanten ab; aber er kam kurz darauf zurück, nahm einen englischen Flyer und fragte nach einem Zhuan Falun. Nachdem ich ihm erklärt hatte, wo er das Buch kostenlos online lesen könne, ging er zufrieden weiter.

Ich treffe in Japan auch auf einige Chinesen. Anfangs sind sie Falun Gong gegenüber skeptisch und lehnen die Materialien oft ab. Doch nachdem ich sie wie normale Freunde angesprochen habe und mich mit ihnen unterhalte, nehmen sie die Informationen gern an.

Obwohl ich keine offizielle Genehmigung hatte, in Ueno Materialien zu verteilen, hatte ich keine Angst vor der dortigen Polizei. Oft gingen vier oder fünf Beamte hintereinander an mir vorbei, wortlos, als wäre ich gar nicht da. Es gab zwar auch Zivilpolizisten in Ueno, aber ich sah meist nur ein oder zwei, die mich ein paar Minuten lang beobachteten, bevor sie wortlos weitergingen. Wahrscheinlich wussten sie, was ich tat. Aber da ich niemanden belästigte, forderten sie mich nicht auf zu gehen.

Unabhängig von Herkunft oder Beruf werde ich weiterhin Menschen erretten, denn so lehrt es uns der Meister.

Schlussbemerkungen

Nach dem Erhalt des Fa wurde mir bewusst, dass Kultivierung ein fortlaufender Prozess ist, der lebenslange Beharrlichkeit erfordert. Neben dem Erklären der wahren Umstände, dem Praktizieren der Übungen und dem Fa-Lernen können jede Handlung, jede Begegnung und sogar unsere Träume Teil der Kultivierung sein.

Während der Sommerferien blieb ich über einen Monat zu Hause bei meinen Kindern. Obwohl ich nicht nach draußen gehen konnte, um die wahren Umstände zu erklären, erhielt ich in meinen Träumen oft klare Hinweise. Manchmal waren sie sogar klarer als im Wachzustand. Ich erinnerte mich dann sogar an die Decknamen der Menschen, die dem Austritt aus der KPCh zugestimmt hatten.

In meinem letzten Traum stand ich neben einem Bus am Strand und erklärte den Wartenden die wahren Tatsachen über Falun Dafa. Plötzlich wollte ich nicht mehr sprechen, doch mein Mund redete weiter. Niemand trat aus der KPCh aus. Als der Bus wegfuhr und der Strand menschenleer zurückblieb, fühlte ich mich etwas verloren. Ich setzte mich ruhig hin und meditierte. Da erkannte ich, dass der Meister mich erleuchtet hatte: „Hänge nicht an Ergebnissen: Rede einfach! Es gibt nicht unbegrenzt Möglichkeiten. Wenn es vorbei ist, wirst du es sonst bereuen.“

Manchmal zögere ich im Alltag noch, auf die Menschen zuzugehen. Doch ich zwinge mich, zumindest ein „Hallo“ zu sagen. Danach kann ich nicht mehr schweigen.

Ich führe kein Buch darüber, wie viele Menschen durch mich zum Austritt aus der KPCh bewegt wurden. Wichtig ist mir lediglich, die Fakten der Verfolgung aufrichtig zu vermitteln. Ich versuche, Familie, Beruf und Kultivierung in Einklang zu bringen und in meiner Freizeit die Menschen über die wahren Tatsachen zu informieren. Manchmal habe ich das Gefühl, dass der Meister mir Chancen eröffnet und sich für Schüler wie mich aufopfert, die spät mit der Kultivierung begonnen haben. Gerade deshalb muss ich mein Bestes geben und aufholen!

Ein Erlebnis auf dem Weg zum gemeinsamen Fa-Lernen ist mir besonders in Erinnerung geblieben. Nach einem langen Tag voller Arbeit, Haushalt und Kinderbetreuung wollte ich gerade aufbrechen, als meine Tochter plötzlich zu weinen begann. Während ich sie noch tröstete, verpasste ich die Straßenbahn. Der Wind war so stark, dass jeder Schritt mühsam wurde, doch ich kämpfte mich bis zum Bahnsteig vor. Gerade noch rechtzeitig erreichte ich die nächste Straßenbahn und konnte einsteigen. Wie sich später herausstellte, hatten an diesem Tag alle Straßenbahnen wegen des heftigen Windes Verspätung. Zufällig traf ich in derselben Straßenbahn die Praktizierende, mit der ich verabredet war, gemeinsam zum Fa-Lernen zu fahren. Wir setzten uns, und sie erzählte mir von den verschiedenen Schwierigkeiten, die sie an diesem Tag erlebt hatte. Gemeinsam erkannten wir die Herausforderungen der spirituellen Praxis: Kultivierung erfordert lebenslange Ausdauer. Auch wenn alles aussichtslos erscheint, darf man nicht aufgeben, denn erst im letzten Moment zeigt sich, wie die Dinge tatsächlich ausgehen. Solange wir jedoch an den Meister und das Fa glauben, werden sich unerwartete Segnungen offenbaren.

Meine Kultivierung fühlt sich oft an wie ein Kampf gegen starken Wind: früh für die Übungen aufstehen, Trägheit überwinden und beim Erklären der wahren Umstände nicht nachlassen, dämonische Gedanken ablehnen sowie beim Fa-Lernen konzentriert bleiben. Doch all diese Prüfungen sind Schritte nach vorn. Man muss sie beiseiteschieben und unbeirrt auf diesem Weg voranschreiten.