(Minghui.org) Seit 1998 praktiziere ich Falun Dafa, also seit 27 Jahren. Dabei habe ich mich von einer jüngeren Person zu einer Rentnerin entwickelt.
Als ich das Fa erhielt, stand ich noch ganz am Anfang meines Berufslebens. Die Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht berührten mich zutiefst. Ich begann nicht zu praktizieren, um gesünder oder fitter zu werden, sondern aus dem Wunsch heraus, mein Leben im Einklang mit diesen Prinzipien zu führen.
Ich arbeitete in einem staatlichen Unternehmen und suchte häufig Gelegenheiten, meinen Kollegen die wahren Umstände über Falun Dafa zu erklären. Dies setzte voraus, dass ich selbst mit gutem Beispiel voranging, um ihnen die Schönheit und Güte einer Falun-Dafa-Praktizierenden nahezubringen. Die im Buch Zhuan Falun dargelegten Fa-Prinzipien sind dabei tatsächlich sehr konkret.
Der Meister erklärt:
„Hinsichtlich der Erhöhung der Xinxing gibt es allerdings sehr viele herausragende Beispiele. Da gab es einen Schüler in einer Textilfabrik einer Stadt in Shandong. Nachdem er Falun Dafa gelernt hatte, brachte er es auch anderen Kollegen bei, sodass dadurch die ganze Fabrik ein neues geistiges Antlitz bekam. Früher war es üblich, dass die Mitarbeiter die Handtücher nach Hause mitgehen ließen. Nachdem er den Kultivierungsweg gelernt hatte – nicht nur, dass er nichts mehr mitgehen ließ, er brachte auch noch das zurück, was er schon nach Hause mitgenommen hatte. Andere Kollegen sahen, dass er so handelte; dann ließ keiner mehr etwas mitgehen. Manche Mitarbeiter brachten ebenfalls das wieder zurück, was sie früher mitgenommen hatten. Das geschah in der ganzen Fabrik.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 203)
Diese Passage aus dem Fa hinterließ bei mir einen tiefen Eindruck. Da es meinem Arbeitgeber finanziell gut ging und er großzügige Sozialleistungen bot, war es unter vielen Kollegen üblich, regelmäßig größere oder kleinere Gegenstände aus dem Betrieb mit nach Hause zu nehmen. Dies galt allgemein als normal. Ein Beispiel für größere Gegenstände: Ein Kollege deklarierte einen noch voll funktionsfähigen Computer als veraltet. Nachdem die Firma ihm einen neuen Computer zur Verfügung gestellt hatte, nahm er einige Zubehörteile des neuen Geräts für sich mit, während er im Büro weiterhin die alten nutzte. Meine Kollegen lobten ihn sogar für seine „Klugheit“. Zu den kleineren Dingen gehörten etwa neue Besen oder Putzlappen, die mit nach Hause genommen wurden.Ich jedoch bin eine Falun-Dafa-Kultivierende. Der Meister hat uns gelehrt, dem Fa zu folgen. Deshalb sollte ich mich an die Fa-Grundsätze halten und mich nicht wie ein gewöhnlicher Mensch verhalten. Kultivierende müssen ihr Handeln an den Anforderungen des Fa ausrichten.
Irgendwann brachte mir ein älterer Kollege, der mir nahestand, ein Paar Computerlautsprecher ins Büro. Als ich nachfragte, erfuhr ich, dass es sich um neue Geräte handelte, die er für seinen Arbeitscomputer bestellt hatte. Da er sie nun doch nicht brauchte, gab er sie mir. Zufällig hatte ich zu Hause einen Computer, für den noch Lautsprecher fehlten. Aber ich erinnerte mich daran, dass der Meister gesagt hatte, manche Praktizierende würden nicht einmal Handtücher mitnehmen und die, welche sie zuvor mitgenommen hatten, wieder zurückgeben. Wie konnte ich da meine Firma ausnutzen? Als mein Kollege sah, dass ich sie nicht wollte, meinte er, er brauche sie ohnehin nicht. Deshalb weigerte er sich, sie zurückzunehmen. Ich ließ die Ausrüstung auf meinem Schreibtisch liegen und nahm sie nie mit nach Hause, auch nicht, nachdem ich dort aufgehört hatte zu arbeiten.
Angesichts der vielen Versuchungen gab es Momente, in denen ich mich heimlich von ihnen verleiten ließ. Wenn ich dann nach Hause kam, nachdem ich mir auf diese Weise einen kleinen Vorteil verschafft hatte, spürte ich deutlich, dass etwas nicht stimmte. Statt Freude über den Gewinn empfand ich Unbehagen, weil ich gegen die Fa-Prinzipien verstoßen hatte. Oft dachte ich: „Wenn wir wirklich im Einklang mit dem Fa leben wollen, sollten wir nicht einmal den Versuch unternehmen, auch nur einen einzigen Cent an unrechtmäßigem Vorteil zu erlangen.“
Später achtete ich besonders auf meine Anhaftung an persönlichen Gewinn. Wenn ich morgens auswärts frühstückte, kaufte ich mir oft eine Schüssel Nudeln und nahm ein Paar Einwegstäbchen mit. Denn manchmal, wenn ich mein eigenes Mittagessen mit zur Arbeit mitnahm, fehlten mir ein paar Stäbchen. Es war praktisch, mir ein zusätzliches Paar vom Frühstückslokal mitzunehmen. Die Einweg-Essstäbchen lagen in der Mitte jedes Esstisches und jeder konnte sich bedienen. Niemand würde etwas sagen, wenn man sich ein zusätzliches Paar mitnahm. Doch dann dachte ich an die Lehre von Falun Dafa, die besagt, dass jeder Cent den Kultivierungszustand eines Praktizierenden offenbart. Daraufhin legte ich die zusätzlichen Essstäbchen wieder zurück und nahm mir nur ein Paar fürs Essen.
Niemand sonst bemerkt diese Kleinigkeiten, doch sie spiegeln wider, wie Falun-Dafa-Praktizierende sich kultivieren und im Einklang mit Falun Dafa handeln.
Eines Tages wurde ich bei der Polizei angezeigt, weil ich einem Passanten von den Wohltaten von Falun Dafa erzählt hatte. In der Folge war ich über ein Jahr lang gesetzwidrig inhaftiert. Nach meiner Freilassung forderte mich mein Arbeitgeber zur Kündigung auf. Ohne Arbeit blieb ich zunächst zu Hause und eignete mir verschiedene neue Fähigkeiten an, in der Hoffnung, dadurch eine neue Anstellung zu finden. Nach vielen Versuchen erhielt ich schließlich eine Stelle in einem Unternehmen. Der Firmeninhaber erkannte meine Ehrlichkeit und wusste, dass Falun-Dafa-Praktizierende zuverlässig sind und nicht nach persönlichen Vorteilen streben.
Nachdem mein Chef mich eine Weile beobachtet hatte, machte er mich zur Kassiererin der Firma und gab mir ein hohes Gehalt. Danach hatte ich direkten Kontakt mit Geld. Ich konnte die Erstattungsbeträge kontrollieren und abschätzen, hielt mich dabei aber stets an der Berufsethik und Xinxing einer Kultivierenden.
Nach und nach bat mich mein Chef auch, Finanzgeschäfte auszuführen, die Steuern vermeiden sollten. Dabei erkannte ich, dass dies Dinge waren, die eine Falun-Dafa-Praktizierende nicht tun durfte. Aber wenn ich mich weigerte, den Anweisungen meines Chefs Folge zu leisten, könnte ich meine Arbeit verlieren.
Ich suchte auf Minghui nach Artikeln zum entsprechenden Thema. Einige Mitpraktizierende hatten schon ähnliche Situationen erlebt und waren ihren Weg auf aufrichtige Weise erfolgreich gegangen. Ich dachte lange darüber nach und fragte mich: „Fürchte ich, meine Arbeit zu verlieren, wenn ich mich an die Prinzipien einer Praktizierenden halte und die Forderungen meines Chefs nicht erledige?“ Ich antwortete mir: „Nein, ich fürchte es nicht! Ich sollte einfach das tun, was von einer Praktizierenden erwartet wird!“
Als ich die Angst vor dem Jobverlust überwunden hatte, sprach ich mit meinem Chef und erklärte ihm, dass ich bestimmte fragwürdige Dinge nicht tun könne. Er zwang mich nicht dazu. In diesem Moment wurde mir klar, dass es eine Prüfung gewesen war und alles davon abhing, wie ich meine Xinxing bewahrte.
Auch im normalen Berufsleben muss ich meine Tugend bewahren und Versuchungen widerstehen. In vielen Dingen, die mir bisher nicht gut gelungen sind, hoffe ich, künftig dem Maßstab einer Dafa-Praktizierenden zu entsprechen und meine Schwächen zu überwinden. Ich möchte in dieser chaotischen Welt das gute Benehmen einer Falun-Dafa-Kultivierenden zeigen.
Ich möchte eine wahre Falun-Dafa-Praktizierende sein, das Fa gründlich lernen, die drei Dinge gut machen und noch mehr Menschen die wahren Begebenheiten erklären, damit sie durch Falun Dafa gerettet werden können.
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