(Minghui.org) Ein 75-jähriger Mann aus der Stadt Dalian, Provinz Liaoning wurde wegen seines Glaubens an Falun Gong zu einer sieben Jahre langen Haftstrafe im ersten Gefängnis der Stadt Shenyang verurteilt.

Liu Yingjun wurde am 10. Mai 2024 verhaftet und Ende April 2025 zu sieben Jahren Haft und einer Geldstrafe von 10.000 Yuan (ca. 1.200 Euro) verurteilt. Das Mittlere Gericht der Stadt Dalian lehnte seine Berufung zu einem unbekannten Zeitpunkt ab, woraufhin er vom Untersuchungsgefängnis der Stadt Dalian in das erste Gefängnis der Stadt Shenyang verlegt wurde. Derzeit wird er in Abteilung 13 festgehalten.

Details zur Festnahme und Strafverfolgung

Liu wurde am 10. Mai 2024 festgenommen, als er Transparente mit Botschaften von Falun Gong aufhängte. Die Polizei durchsuchte seine Wohnung und beschlagnahmte 30.000 Yuan (ca. 3.600 Euro) in bar sowie weitere Gegenstände. Frau Wang rief Liu zufällig während der Polizeirazzia an. Die Polizei machte sie ausfindig und kam gegen 20 Uhr zu ihrer Wohnung. Sie aß gerade mit ihrem Vater zu Abend und öffnete die Tür. Neun Polizisten in Zivil drangen ein und verhafteten sie. Sie beschlagnahmten ihren Computer, ihren Drucker, Falun-Gong-Bücher und andere persönliche Gegenstände.

Wangs Familie begab sich zur Polizeistation Gezhenbao, um ihre Freilassung zu erwirken, doch die Beamten gaben an, nichts mit ihrer Festnahme zu tun zu haben. Die Familie erkundigte sich daraufhin bei sieben Polizeistationen in der Umgebung und erhielt überall die gleiche Antwort. Später bestätigte sich, dass es Beamte der Polizeistation der Gemeinde Hongqi waren, die sowohl Wang als auch Liu festgenommen hatten. Sie brachten die beiden Praktizierenden in die Haftanstalt der Stadt Dalian (auch bekannt als Haftanstalt Yaojia, gelegen in der Yaogong-Straße im Bezirk Ganjingzi).

Der Beamte Han Shengjin von der Polizeistation Hongqi verhörte Wang mehrmals in der Haftanstalt. Er versuchte erfolglos, sie dazu zu bringen, zuzugeben, dass auch sie Transparente aufgehängt hatte. Obwohl es völlig legal ist, solche Transparente aufzuhängen, war sie am 10. Mai 2024 zu Hause und bestritt die Anschuldigung. Han versuchte dann, sie dazu zu bringen zu sagen, dass sie die Transparente hergestellt habe, obwohl sie nie an der Herstellung von Transparenten beteiligt war. Trotz fehlender Beweise wurde sie zusammen mit Liu im Dezember 2024 von der Staatsanwaltschaft des Bezirks Ganjingzi angeklagt.

Das Bezirksgericht Ganjingzi hielt am 9. Januar 2025 eine persönliche Anhörung ab, bevor es am 14. März 2025 zu einer virtuellen Sitzung überging. In beiden Anhörungen behaupteten die Polizei und die Staatsanwaltschaft, dass Wang für Liu Transparente angefertigt habe, damit dieser sie aufhängen könne. Beide bestritten, etwas Unrechtes getan zu haben, wurden jedoch Ende April 2025 verurteilt.

Wang ist Witwe und hatte hart gearbeitet, um das College ihres jüngeren Sohnes und ihre Hypothek zu bezahlen und ihren fast 80-jährigen Vater zu unterstützen. Seit ihrer Inhaftierung kämpfen diese ums Überleben.

Früherer Bericht:

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