(Minghui.org) Am 10. Dezember 2025, dem Tag der Menschenrechte, reichten Falun-Dafa-Praktizierende aus 48 Ländern eine weitere Liste von Parteifunktionären ein, die an der Verfolgung von Falun Dafa beteiligt waren. Die Praktizierenden fordern von ihren Regierungen, die Täter zur Rechenschaft zu ziehen, ihnen und/oder ihren Familienangehörigen die Einreise zu verweigern und ihr Vermögen einzufrieren.

Zu den Tätern zählt auch Lin Haifeng, der stellvertretende Direktor des Sicherheitsministeriums der Provinz Jilin.

Informationen zum Täter

Vollständiger Name des Täters: Lin (Nachname) Haifeng (Vorname)Geschlecht: männlichLand: ChinaGeburtsdatum/Geburtsjahr: März 1969Geburtsort: Unbekannt

Titel oder Position

Dezember 2018–Januar 2021: stellvertretender Bürgermeister und Leiter des Amtes für öffentliche Sicherheit der Stadt Baicheng, Provinz Jilin

Februar 2021–April 2023: stellvertretender Bürgermeister der Stadtregierung von Jilin und Leiter des städtischen Amtes für öffentliche Sicherheit

Mai 2023–Juni 2023: Mitglied der Parteiführungsgruppe der Stadtregierung von Changchun, Provinz Jilin, und Sekretär des Parteikomitees des städtischen Amtes für öffentliche Sicherheit

Juni 2023–November 2023: Mitglied der Parteiführungsgruppe der Stadtverwaltung Changchun, Provinz Jilin; stellvertretender Bürgermeister, Sekretär des Parteikomitees und Direktor des Städtischen Amtes für öffentliche Sicherheit

November 2023 bis heute: Mitglied der Parteiführungsgruppe der Stadtverwaltung Changchun, stellvertretender Bürgermeister der Stadtverwaltung Changchun, Sekretär des Parteikomitees und Direktor des Städtischen Amtes für öffentliche Sicherheit, gleichzeitig stellvertretender Direktor des Provinzamtes für öffentliche Sicherheit Jilin

I. Verbrechen, die während Lins Amtszeit als stellvertretender Bürgermeister der Stadt Jilin und Direktor des Städtischen Amtes für öffentliche Sicherheit sowie als stellvertretender Direktor des Provinzamtes für öffentliche Sicherheit Jilin begangen wurden

Von Februar 2021 bis April 2023, während Lins Amtszeit als stellvertretender Bürgermeister von Jilin und Leiter des städtischen Amtes für öffentliche Sicherheit, starben mindestens fünf Falun-Gong-Praktizierende infolge der Verfolgung. Darunter waren Ma Ying, Wang Guiying, Liu Jun, Meng Xiangfu und Liu Yongcun, weitere 119 Praktizierende wurden verhaftet und 292 schikaniert.

In der zweiten Hälfte des Jahres 2023, nachdem Lin Mitglied der Parteiführungsgruppe der Stadtregierung von Changchun und Parteisekretär des städtischen Amtes für öffentliche Sicherheit von Changchun geworden war, starben vier Praktizierende infolge der Verfolgung; weitere 120 wurden verhaftet.

Im Jahr 2024 wurden in der Provinz Jilin 1.031 Fälle von Verfolgung gemeldet, darunter sieben Todesfälle, 210 Verhaftungen und 136 Schikanen allein in Changchun.

In der ersten Hälfte des Jahres 2025 hielt die Verfolgung in der Provinz Jilin unvermindert an. Allein in Changchun starben zwei Praktizierende, 61 wurden verhaftet und 33 schikaniert. Bei 34 von ihnen wurden die Wohnungen durchsucht.

Ausgewählte Todesfälle und Verurteilungen

Fall 1: Wegen ihres Glaubens verhaftet – 68-jährige Frau stirbt einen Monat später, 80-jähriger Bruder droht Anklage

Wang Yuying aus Gongzhuling in der Provinz Jilin starb einen Monat nach ihrer Verhaftung wegen des Praktizierens von Falun Gong. Sie war 68 Jahre alt.

Wang, ihr 80-jähriger Bruder Wang Jianying sowie Kong Qingzhi, etwa 50 Jahre alt, wurden am 7. August 2024 in ihren jeweiligen Wohnungen von Beamten der Polizeistation Fanjiatun festgenommen. Die Polizei beschlagnahmte ihre Falun-Gong-Bücher sowie Fotos des Begründers von Falun Gong. Während Kong fünf Tage später freigelassen wurde, kamen die Geschwister Wang nach 15 Tagen im Polizeigewahrsam von Gongzhuling in das Untersuchungsgefängnis der Stadt Gongzhuling.

Einem Insider zufolge hatte Wang Yuying im Gefängnis zunehmend Schwierigkeiten beim Gehen, weshalb die Wärter eine Mitgefangene mit ihrer Pflege beauftragten. Eines Tages brach sie plötzlich zusammen, wurde jedoch noch aufgefangen, bevor sie zu Boden fiel. Am Abend des 18. September starb sie im Gefängnis.

Nach ihrem Tod boten die Behörden der Familie 30.000 Yuan (etwa 3.600 Euro) als Schweigegeld an, um sie zum Stillschweigen über die verdächtigen Umstände ihres Todes zu bewegen. Die Angehörigen konsultierten daraufhin einen Anwalt, der ihnen mitteilte, dass es kaum Aussicht auf einen erfolgreichen Prozess gebe, da die Polizei sämtliche Beweismittel kontrolliere. Ob die Familie das Geld angenommen hat, ist unklar.

Fall 2: 76-jähriger Mann stirbt im Gefängnis

Wang Ligong, ein 76-jähriger Mann aus Changchun, Provinz Jilin, starb um November 2024 im Gefängnis von Gongzhuling. Er zu einer unbekannten Haftstrafe verurteilt worden, weil er seinen Glauben an Falun Gong nicht aufgeben wollte.

Ein Insider berichtete, dass er im November 2024 unter schwerer Verstopfung litt und im Gefängniskrankenhaus mehrmals Einläufe erhielt. Anschließend wurde er in die Abteilung für ältere und gebrechliche Häftlinge verlegt, wo er eine Hirnblutung erlitt und im Gefängniskrankenhaus verstarb.

Fall 3: Mann aus Jilin stirbt 21 Tage nach Freilassung gegen Kaution, posthum mit dreijähriger Haftstrafe bedroht

Tian Yuchun aus Changchun in der Provinz Jilin wurde am 18. April 2024 in seiner Wohnung festgenommen. Am 20. Juni 2024 informierte ein Gefängniswärter seine Familie darüber, dass Tian an diesem Tag erbrochen habe und bewusstlos geworden sei; bei ihm sei ein Darmverschluss diagnostiziert worden. Die Familie bat um einen Besuch, doch dieser wurde verweigert. Acht Tage später, nachdem die Gefängnisbehörde erfahren hatte, dass Tian zudem an Gallengangskrebs litt, forderte sie seine Angehörigen auf, seine Freilassung gegen Kaution zu beantragen.

Die Bearbeitung der erforderlichen Unterlagen zog sich über mehrere Tage hin. Als Tian am 3. Juli 2024 schließlich gegen Kaution freigelassen wurde, war er so geschwächt, dass er sich nicht ohne Hilfe fortbewegen konnte. Er starb 21 Tage später. Nach seinem Tod erhielt Tian eine Drohmitteilung vom Bezirksgericht Chaoyang, in der behauptet wurde, er werde zu drei Jahren Haft verurteilt.

Fall 4: 72-jähriger Mann aus Jilin zu 5,5 Jahren Haft verurteilt

Wu Qingyuan, 72, aus der Stadt Changchun, wurde am 29. Februar 2024 in seiner Wohnung verhaftet. Das Bezirksgericht Kuancheng verurteilte ihn später zu fünfeinhalb Jahren Haft und einer Geldstrafe von 20.000 Yuan (etwa 2.400 Euro). Im September 2024 trat er seine Haftstrafe im Gefängnis Gongzhuling an.

Fall 5: Mann aus Jilin zu zehn Jahren Haft verurteilt

Jiao Chuanfu, um die 50, wurde am 19. Februar 2023 von Beamten der Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Erdao festgenommen. Mitte Mai 2024 wurde bestätigt, dass er in das Gefängnis von Gongzhuling eingeliefert wurde, um eine zehnjährige Haftstrafe zu verbüßen. Vor dieser Verurteilung war Jiao bereits wiederholt verhaftet worden und hatte eine Haftstrafe in einem Arbeitslager verbüßt, weil er an seinem Glauben an Falun Gong festgehalten hatte.

Ausgewählte Fälle von Verhaftungen und Schikanen

Fall 1: Landkreis Nong’an: 23 Falun-Gong-Praktizierende an einem Tag verhaftet

Am frühen Morgen des 23. April 2025 wurden im Landkreis Nong’an mindestens 23 Falun-Gong-Praktizierende verhaftet. Viele der Verhafteten waren über 70 Jahre alt, darunter Wang Guochen und seine Frau Wang Zhongxiang (beide 71 Jahre alt), Frau Meng (75 Jahre alt, Vorname unbekannt), Frau Zhang Xiaoyan (76 Jahre alt) und Herr Wang Chengjiang (75 Jahre alt).

Fall 2: Stadt Yushu: 15 Falun-Gong-Praktizierende und ihre Familienangehörigen innerhalb von drei Tagen verhaftet

Am 28., 29. und 31. Dezember 2024 verhafteten Beamte der Polizeidienststellen von Yushu, Zhengyang und Chengjiao 18 Praktizierende und deren Familienangehörige. Die Polizei hatte die Praktizierenden bereits seit einiger Zeit vor den Verhaftungen überwacht. Sie warf den Praktizierenden vor, Satellitenschüsseln installiert zu haben, um anderen den Empfang unzensierter Fernsehprogramme ausländischer Medien zu ermöglichen.

Fall 3: Stadt Changchun: 46 Festnahmen in einem Monat

Zwischen Mitte April und Mitte Mai 2024 wurden in der Stadt Changchun, Provinz Jilin mindestens 46 Falun-Gong-Praktizierende festgenommen. Die meisten Festnahmen fanden am 19. April und am 10. Mai statt, jeweils 16 an diesen Tagen. Die meisten Festnahmen wurden von der Polizeidienststelle des Bezirks Erdao und ihren untergeordneten Polizeistationen durchgeführt. Einige weitere Festnahmen erfolgten durch Polizeibehörden in den Bezirken Lyuyuan und Nongan.

Fall 4: Stadt Changchun: Sechs Falun-Gong-Praktizierende an einem Tag verhaftet

Sechs Einwohner der Stadt Changchun wurden am 4. August 2024 in einem Park von Polizeichef Liu Mingze und zwei seiner Beamten der Polizeistation Fenjin festgenommen. Die sechs Praktizierenden wurden in das der Universität für Traditionelle Chinesische Medizin Changchun angeschlossene Krankenhaus gebracht, wo eine körperliche Untersuchung mit Blut-, Speichel- und Urintests durchgeführt wurde. Obwohl alle als haftunfähig eingestuft wurden, ließ Liu sie dennoch für zwei Stunden in der Haftanstalt Weizigou festhalten. Anschließend entließ er sie gegen Kaution und ließ sie von seinen Beamten wiederholt telefonisch belästigen.

Zwei weibliche Praktizierende wurden später zu Haftstrafen verurteilt: Zheng Lijie zu drei Jahren und Zhang Cuiqin zu einem Jahr.

II. Kriminelle Handlungen, begangen während Lins Amtszeit als stellvertretender Bürgermeister der Stadt Changchun und Direktor des Städtischen Sicherheitsbüros von Changchun

Seit seinem Amtsantritt als Direktor des Städtischen Sicherheitsbüros von Changchun im Mai 2023 hat Lin die Verfolgungspolitik der KPCh gegen Falun Gong durchgesetzt und das öffentliche Sicherheitssystem direkt angewiesen und mobilisiert, um lokale Praktizierende zu verhaften, festzunehmen und zu schikanieren.

Ausgewählte Fälle schwerer Verfolgung

Fall 1: 76-jährige Frau stirbt zwei Wochen nach wiederholter Schikanierung

Im Juni 2021, einen Monat vor dem hundertjährigen Gründungsjubiläum der Kommunistischen Partei Chinas, begann die Polizei im Kreis Yongji, Provinz Jilin, Frau Wang Guiying in ihrem Haus zu schikanieren. Da sie sich weigerte, ihnen die Tür zu öffnen, wartete die Polizei oft vor ihrem Haus, um sie zu überwachen.

Am 20. Juli 2021, dem 22. Jahrestag des Beginns der Verfolgung von Falun Gong, drang die Polizei in Wangs Haus ein und beschlagnahmte ihre Falun-Gong-Bücher, Informationsmaterialien und Drucker.

Während die Polizei ihre Wohnung durchsuchte, erlitt Wang, die nach dem Tod ihres Mannes allein lebte, einen Herzinfarkt. Sie rief ihre Tochter um Hilfe. Nachdem ihre Tochter eingetroffen war, fotografierte die Polizei sie und forderte sie auf, im Namen von Wang eine Erklärung zu unterschreiben, in der sie Falun Gong abschwören sollte. Sie versuchten außerdem, Wang zur Vernehmung auf die Polizeiwache mitzunehmen.

Wangs Tochter erklärte der Polizei, dass sie ihre Mutter zwar mitnehmen könnten, sie aber die Verantwortung tragen müssten, falls diese während der Haft weitere gesundheitliche Probleme erleiden sollte.

Obwohl die Polizei von der Festnahme Wangs absah, aus Angst vor der Verantwortung für ihren Gesundheitszustand, blieben sie und verhörten sie, wobei sie Informationen über andere Falun-Gong-Praktizierende verlangten. Wang weigerte sich, die Fragen zu beantworten.

Nachdem die Polizei gegangen war, zog Wang zu ihrer Tochter. Mehrere Beamte, die sich weigerten, ihre Identität preiszugeben, riefen sie und ihre Tochter täglich an und belästigten sie. Wangs Gesundheitszustand verschlechterte sich rapide – sie verstarb am 6. August 2021.

Fall 2: Frau aus Jilin nach dem Tod ihres Mannes infolge der Verfolgung zu Gefängnisstrafe verurteilt

Zwei Monate nachdem Chen Qinglan wegen ihres Glaubens an Falun Gong verhaftet worden war, verstarb ihr Mann. Dieser hatte zwei Jahrzehnte lang unter den psychischen Belastungen der Verfolgung seines Glaubens gelitten hatte. Während sie noch um ihren Mann trauerte, wurde Chen Anfang April 2023, vier Monate später, zu drei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 3.000 Yuan (etwa 360 Euro) verurteilt.

Chen, 70, aus der Stadt Shulan in der Provinz Jilin, wurde am 23. August 2022 verhaftet, nachdem sie in den Monaten zuvor mehrfach schikaniert worden war. Die Polizei durchsuchte ihre gesamte Wohnung, sogar unter den Betten. Sie beschlagnahmte zwei ihrer Falun-Gong-Bücher und mehrere Geldscheine mit kurzen Botschaften über Falun Gong (die aufgrund der strengen Zensur in China zur Aufklärung über die Verfolgung verwendet wurden).

Die Schikanen und die Hausdurchsuchung setzten ihren Mann, Meng Xiangfu, zusätzlich unter Druck, der aufgrund der Belastung durch die Einstellung seiner Rente seit 2020 bereits Schwierigkeiten beim Gehen und Sprechen hatte. Sein Gesundheitszustand verschlechterte sich rapide, und er verstarb am 24. Oktober 2022. Chen durfte nicht an seiner Beerdigung teilnehmen.

Fall 3: Frau aus Jilin wegen ihres Glaubens zu drei Jahren Haft verurteilt, Berufung abgewiesen

Zhao Hongyan, 67, ist aus der Stadt Jiaohe. Sie wurde Anfang Juli 2022 von einem Beamten der Polizeistation des Bezirks Minzhu darüber informiert, dass sie zu drei Jahren Haft verurteilt worden war. Sie legte gegen das Urteil Berufung ein, die jedoch abgewiesen wurde.

Fall 4: Ehemalige Hochschuldozentin von einem Folterexperten sexuell misshandelt

Jiang Yongqin, 53, aus der Stadt Jilin, Provinz Jilin, wurde nach ihrer Verhaftung am 12. Juni 2022 in einer geheimen Haftanstalt festgehalten und von einem Folterexperten des Sicherheitsbüros der Provinz Jilin sexuell misshandelt.

Folterdarstellung: Eine brennende Zigarette wird in die Nase eingeführt

Nachdem die Polizisten ihr gewaltsam Wasabi-Wasser in die Nase eingeflößt und brennende Zigaretten in ihre Nase gesteckt hatten, misshandelten und vergewaltigten sie sie fast zwei Stunden lang. Als sie Jiang zwangen, ihre Hose auszuziehen, stellten sie fest, dass sie menstruierte. Der anwesende „Experte“ erklärte, die Folter wirke während der Menstruation besonders stark, und wies die Polizisten an, fortzufahren. Jiang stand kurz davor, unter den Schmerzen und dem psychischen Trauma zusammenzubrechen.