(Minghui.org) Meinem Verständnis nach hat Meister Li (der Begründer von Falun Dafa) unsere Kultivierung sorgfältig zu unserem Wohl geplant. Schade, dass ich die Mühe des Meisters nicht immer ausreichend gewürdigt und dadurch viele Gelegenheiten zur Erhöhung in der Kultivierung verpasst habe. Je mehr ich mit dem Fa verschmelze, desto mehr verankert sich das Fa in meinen Gedanken. Falun Dafa reinigt mich, sodass meine menschlichen Anhaftungen und Anschauungen immer weniger werden. Nun kann ich die Probleme, denen ich begegne, aus der Perspektive des Fa betrachten. Ich spüre, dass der Meister alles getan hat, um mir zum Erfolg in meiner Kultivierung zu verhelfen. Hier möchte hier ich einige meiner Kultivierungserfahrungen teilen, um dem Meister Bericht zu erstatten und mich mit anderen Praktizierenden auszutauschen.

„Andere sind ein Spiegelbild von einem selbst“, das sage ich oft, doch das ist leicht gesagt, aber schwer zu verinnerlichen. Ein kürzliches Ereignis hat mir dies deutlich vor Augen geführt.

Mein Sohn geht auf die Kunstschule. Letztes Semester sang mein Sohn im Schulchor. Dieses Jahr sagte er zu mir: „Ich will aus dem Chor austreten und mich auf mein Studium konzentrieren.“ Ich hatte nichts dagegen. Mein Sohn wird älter und ich fand, ich sollte seine Entscheidung respektieren. Daher fragte ich ihn: „Wird dir die Schule den Austritt genehmigen?“ Er meinte: „Mehrere Mitschüler im Chor haben das auch getan, somit sollte es in Ordnung sein.“ Ich respektierte seine Entscheidung und sagte zu ihm: „Es ist deine Angelegenheit.“

Doch diese scheinbar einfache Angelegenheit wurde kompliziert. Die Chorleiterin war sehr verärgert über den Austritt meines Sohnes. Sie sagte ihm einige verletzende Dinge und wandte sich sogar an das Kunstreferat der Schule und den Klassenlehrer. Außerdem wurde meinem Sohn die Teilnahme am Abendunterricht für sein Fach untersagt.

Mein Sohn war verwirrt: „So viele andere Mitschüler haben den Chor verlassen. Warum gibt es so viel Ärger, wenn ich aussteige?“

Auch ich fand, dass die Chorleiterin etwas übertrieben hat und kleinlich sei. So beschwerte ich mich über sie. Ich beruhigte meinen Sohn und sagte zu ihm: „Die Lehrerin ist so beschäftigt, dass sie das Thema sicher nicht noch einmal ansprechen wird.“ Doch am nächsten Tag kritisierte die Kunstlehrerin erneut meinen Sohn. Als ich ihn so aufgebracht sah, war ich betrübt.

Ich fragte mich: „Welche meiner Anhaftungen will mir dieser Vorfall aufzeigen?“ Ich schaute nach innen und dachte: „Ich muss meine Zuneigung zu meinem Sohn loslassen. Er muss schließlich auch sein Karma abbauen, indem er leidet. Vielleicht gibt es eine karmische Verbindung zwischen meinem Sohn und der Lehrerin. Dieser Vorfall dient dazu, eine Schuld zwischen ihnen zu begleichen. Ich darf mich nicht beirren lassen und muss meine Zuneigung zu meinem Sohn loslassen.“

Während der folgenden abendlichen Lernstunden ging die Kunstlehrerin auch in den Klavierraum, um nachzusehen, ob mein Sohn dort ist. Ich dachte: „Mein Sohn ist kein professioneller Musiker. Was soll schon passieren, wenn er aufhört? Wegen so einer Kleinigkeit macht die Lehrerin so ein Aufheben.“ Daher fühlte ich mich ihr gegenüber etwas verärgert.

Eines Nachmittags in der vierten Woche vereinbarte ich einen Termin für meinen Sohn, da ich glaubte, dass er sich das gewünscht hatte. Als ich ihm davon erzählte, wurde er wütend, lästerte über mich und beschwerte sich, dass ich ihn nicht gefragt hätte. Ich war auch etwas verärgert, da ich dachte, das wäre vorher abgesprochen gewesen. Mein Sohn meinte: „Es gibt keine solche Absprache.“ Später wurde mir klar, dass ich mich geirrt hatte. Ich sagte zu ihm: „Ich habe es diesmal nicht gut gemacht. In Zukunft werde ich besser aufpassen, aber der Termin steht fest. Du solltest diesmal hingehen.“ Doch mein Sohn weigerte sich und ging nicht mehr ans Telefon.

Innerlich ärgerte ich mich darüber, dass er so eingebildet und unvernünftig war und die Schwierigkeiten, mit denen wir als Eltern konfrontiert sind, nicht verstand. Ich war unzufrieden und dachte: „Wenn du ungehorsam bist, werde ich dir einiges verbieten. Du darfst in Zukunft nicht mehr in die Abendschule gehen.“ Als er von der Abendschule zurückkam, erzählte er mir: „Drei Lehrer haben mir verboten, in die Abendschule zu gehen.“ Das Verhalten der Lehrer schien übertrieben. Die beiden Lehrer, die sonst immer nett zu ihm gewesen waren, verhielten sich an diesem Tag gar nicht freundlich. Als mein Sohn mir das erzählte, war er den Tränen nahe. Wie konnte das sein? Wie konnte so eine Kleinigkeit aus dem Ruder laufen?

Auch ich war sehr aufgewühlt und wusste nicht, was ich tun sollte. Alles, woran ich dachte, war, dass all dies die Schuld der Lehrer sei. Plötzlich erkannte ich jedoch, dass diese Gedanken falsch waren und dass ich mich von den Emotionen meines Sohnes leiten ließ. Ich beruhigte mich, schaute nach innen und kam zu einer Einsicht: Ich hielt meinen Sohn für selbstbezogen – war das nicht vielmehr ein Spiegel meiner eigenen Schwächen? Lag der unangenehme Nachmittag nicht daran, dass ich es versäumt hatte, im Vorfeld mit meinem Sohn zu kommunizieren? Und dass er von drei Lehrern gemeinsam unter Druck gesetzt wurde – war das nicht etwas, das ich unbewusst selbst herbeigeführt hatte?

Ich hatte mich über meinen Sohn beklagt und den falschen Gedanken gehabt, ihn nicht in den Lernraum gehen zu lassen. Dieser falsche Gedanke führte dazu, dass drei Lehrer ihn ins Visier nahmen. Worin bestand da noch der Unterschied zwischen meinen Gedanken und dem Verhalten der Lehrer? Mein Sohn hatte den Chor verlassen, was nicht den Erwartungen seiner Lehrerin entsprach und diese verärgerte. Aus diesem Ärger heraus reagierte sie mit Vergeltung und bestrafte meinen Sohn.

Rückblickend wurde mir schließlich klar, dass diese Angelegenheit ein sorgfältiges Arrangement des Meisters war, um mir zu helfen, meine Xinxing zu erhöhen. Durch den Austritt meines Sohnes aus dem Chor und das Verhalten der Lehrerin erkannte ich, dass in mir noch immer Elemente der Kultur der Kommunistischen Partei wirkten: Wer nicht auf mich hört oder mich verärgert, soll bestraft werden.

Je mehr ich darüber nachdachte, desto deutlicher wurde mir, dass auch die Lehrerin unter meiner Anhaftung gelitten hatte. So ließ ich meinen Groll gegen sie los und dankte ihr innerlich. Nachdem ich die Ursache dieser Angelegenheit erkannt hatte, hörte die Lehrerin auf, meinen Sohn zu schikanieren.

Als ich in dieser schmerzhaften Situation gefangen war und nicht wusste, was ich tun sollte, hätte ich dem Fa folgen und nach innen schauen sollen. Wenn mir das wirklich gelungen wäre, wäre es ein Wendepunkt auf dem wunderbaren Weg meiner Kultivierung gewesen!

Ich möchte diese Erfahrung mit Mitpraktizierenden teilen, um zu zeigen, dass der Meister an unserer Seite ist und über uns wacht. Unsere Kultivierung ist sorgfältig arrangiert, damit wir uns erhöhen können. Daher stehen Dinge, die scheinbar anderen widerfahren oder scheinbar nichts mit uns zu tun haben, in Wirklichkeit mit unserer eigenen Kultivierung in Zusammenhang. Ich habe erkannt, dass ich das, was ich in meinem Leben sehe, nicht außer Acht lassen darf, denn das Verhalten anderer spiegelt unser eigenes wider und reflektiert unsere eigenen Anhaftungen. In dem Labyrinth der menschlichen Welt sind all die Dinge, die wir mit unseren Augen sehen, Illusionen.

Lasst uns unsere Anschauungen wirklich ändern und alles – ob gut oder schlecht – als gute Dinge betrachten. Ich hoffe, dass ich die mühevollen Arrangements des Meisters schätzen kann, um mich in der verbleibenden Zeit der Fa-Berichtigung weiter zu erhöhen, mich gut zu kultivieren, die Vollendung zu erreichen und gemeinsam mit dem Meister in meine wahre Heimat zurückzukehren.

Dies ist mein begrenztes Verständnis auf meiner jetzigen Ebene. Bitte korrigiert mich, falls es Verbesserungspotenzial gibt!

Vielen Dank, verehrter Meister! Heshi.