(Minghui.org) Im Jahr 2020 schloss ich mein Studium ab. Mein Vater war der Alleinverdiener unserer Familie und praktizierte ebenfalls Falun Dafa. Doch er erkrankte in diesem Jahr und verstarb. Aufgrund des Lockdowns wegen COVID-19 war es schwer für mich, eine Arbeit zu finden. Ich war traurig und fühlte mich verloren und fragte mich oft, warum meine Familie so viel Leid ertragen musste.
Meine Mutter praktiziert Falun Dafa seit über dreißig Jahren. Sie sagte zu mir, wir sollten an den Meister und das Fa glauben und meinte: „Lass uns das Fa lernen.“ Darum lasen wir täglich die Lektionen im Zhuan Falun.
Ich bekam eine Stelle als Aushilfslehrerin in einem Ausbildungszentrum. Meine Stelle war befristet, und ich wusste nicht, wie lange ich dort würde arbeiten können. Eines Tages informierte mich mein Vorgesetzter darüber, dass eine staatliche Schule eine Lehrkraft suchte und ermutigte mich, mich zu bewerben. Es kam selten vor, dass eine staatliche Schule Stellen ausschrieb, darum war ich sehr aufgeregt.
Ich war jedoch unsicher, ob ich mich bewerben sollte, da ich noch keine Lehrbefähigung hatte. Beim aufmerksamen Lesen der Anzeige stellte ich fest, dass aufgrund der Pandemie keine Lehrbefähigung erforderlich war, sofern der Bewerber 2020 seinen Abschluss gemacht hatte. Es wurden lediglich ein Zertifikat in Mandarin und ein bestimmter Studiengang verlangt. Da ich das Mandarin-Zertifikat bereits besaß, beschloss ich, es zu versuchen. Uns so bereitete ich mich auf die Prüfung vor.
Ich fragte mich jedoch, ob diese gute Stelle nicht für jemanden mit Beziehungen reserviert war. So viele Absolventen waren für diese Stelle qualifiziert. Als ich eine Stelle für eine Vertretungslehrerin in Vollzeit in einem anderen Ausbildungszentrum fand, beschloss ich, dort zu arbeiten. Die Prüfung für die Stelle an der staatlichen Schule fand an einem Samstag statt – genau in der Zeit, in der ich unterrichtete –, daher beschloss ich, nicht teilzunehmen.
Doch dann ergab sich erneut eine unerwartete Möglichkeit: Das neue Ausbildungszentrum konnte während der Pandemie erst nach einer Inspektion eröffnet werden. Der Leiter des Zentrums kam am Tag, als die Inspektion durchgeführt werden sollte, zu spät. Daraufhin kündigten die Mitarbeiter der Pandemieprävention eine Inspektion in der darauffolgenden Woche an, weshalb alle Kurse ausfielen. Deswegen konnte ich die Aufnahmeprüfung für die staatliche Schule doch ablegen.
Die Prüfung bestand aus einem schriftlichen Test und einem Vorstellungsgespräch. Die drei besten Bewerber des schriftlichen Tests wurden zum Gespräch eingeladen. Der schriftliche Test zählte 40 %, das Gespräch 60 %. Derjenige mit der höchsten Punktzahl erhielt die Stelle.
Ich war nicht nervös, als die Ergebnisse des schriftlichen Tests veröffentlicht wurden, da ich nicht damit rechnete, die beste Kandidatin zu sein. Als ich jedoch sah, dass es tatsächlich so war, sprang ich aus dem Bett und rüttelte an meiner Mutter, die auf dem Boden saß und aufrichtige Gedanken aussandte. Ich erzählte ihr, dass ich den schriftlichen Test gewonnen hatte. „Das hat der Meister so arrangiert“, meinte sie. Mein Selbstvertrauen war plötzlich gestärkt, und ich bereitete mich auf das Vorstellungsgespräch vor.
Am Tag des Vorstellungsgesprächs sah ich eine andere Bewerberin, die etwa 1,70 m groß war, einen schönen Teint und lange, schlanke Gliedmaßen hatte. Wir bewarben uns auf die Stelle als Tanzlehrerin. Mir sank das Herz, als ich sie sah. Auch sie hatte einen Hochschulabschluss. Sie lächelte und wirkte erleichtert, als sie mich sah.
Ich dachte an die Worte des Meisters:
„Als Kultivierende sollen wir den Dingen ihren natürlichen Lauf lassen. Was deins ist, wirst du nicht verlieren; was nicht deins ist, kannst du auch nicht erkämpfen.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 254)
Ich wurde zuerst interviewt. Als ich den Raum betrat, hatte ich sechs Minuten Zeit, meinen Vortrag vorzubereiten. Ich hörte die Uhr nicht ticken, obwohl sie direkt vor mir stand. Ich hörte nur das nervöse Klopfen meines Herzens. Schnell plante ich den Inhalt meines Vortrags und rezitierte leise:
„Reiner Lotus, im Fa entstandenBarmherzig, duftender Wind strömtAuf die Welt erquickenden Tau sprengenLotus blüht, Himmelshof voll“(Duftender Lotus, Im Neujahr 2004, in: Hong Yin II)
Anschließend ging ich in einen anderen Raum, in dem sieben Interviewer warteten, und sprach sechs Minuten lang. Der Meister öffnete meine Weisheit. Ich war nicht nervös – im Gegenteil, ich fühlte mich ganz entspannt. Am Ende erhielt ich 90 Punkte. Als die Ergebnisse veröffentlicht wurden, sah ich, dass ich sowohl in der schriftlichen Prüfung als auch im Interview die Beste war. Doch ich machte mir immer noch Sorgen, denn ich fürchtete, die körperliche Untersuchung nicht zu bestehen. Mein Vater hatte Hepatitis B gehabt.
Mit schwerem Herzen ging ich zur Untersuchung ins Krankenhaus. Doch alles lief gut. Als ich das Krankenhaus verließ, umarmte ich meine Mutter und weinte. Als mir die Schule die Stelle anbot, war ich sicher, dass der Meister alles so gelenkt hatte.
Später bestand ich die Lehrerprüfung. Ich spielte meinen Schülern das Video „Himmelskind“ und die von Praktizierenden komponierte Musik vor, während sie die körperlichen Übungen machten. Ich tat mein Möglichstes, um Falun Dafa zu bestätigen.
Viele sagen, ich hätte Glück gehabt, doch ich weiß, es liegt daran, dass der Meister sich um mich kümmert. Ich konnte meine negativen Gedanken loswerden. Mir wurde klar, dass ich, wenn ich mich verloren, hoffnungslos oder ängstlich fühle, fest an Falun Dafa glauben und das Fa lernen muss, dann wird mir der Meister den richtigen Weg zeigen.
Danke, Meister, dass Sie mich in Ihrer Barmherzigkeit erlöst haben!
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