(Minghui.org) An zahlreichen Gedenkstätten ehemaliger NS-Konzentrationslager prangt in verschiedenen Sprachen der Schriftzug „Nie wieder“. Er zeugt vom unerschütterlichen Willen der Menschheit, Gräueltaten wie den Holocaust zu beenden und die grundlegenden Menschenrechte zu wahren.
Und doch erleben wir im 27. Jahr der Unterdrückung von Falun Gong durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) eine weitere Menschenrechtskatastrophe – den schwersten und längsten Menschenrechtsverstoß der jüngeren chinesischen Geschichte. Was ist geschehen und welche Folgen hat dies für China und die freie Welt?
Ein Feldzug des Terrors
Chiang Kai-shek, der Führer der Republik China, war in jungen Jahren ein Verfechter des Kommunismus. Nach einem dreimonatigen Aufenthalt in der Sowjetunion im Jahr 1923 änderte sich seine Meinung jedoch grundlegend. „In den kommunistisch kontrollierten Gebieten herrscht ein Terrorregime“, erklärte er später in einem Interview im Jahr 1949.
Leider bewahrheitete sich Chiang Kai-sheks Vorhersage über die KPCh, als die Partei in jenem Jahr die Macht übernahm, und die Lage hat sich seither verschlimmert. Während der Landreformbewegung Anfang der 1950er-Jahre ließ die Partei Großgrundbesitzer hinrichten und konfiszierte deren Land und andere Vermögenswerte; im Zuge der Drei-Anti- und Fünf-Anti-Kampagnen desselben Jahrzehnts verfolgte oder tötete die Partei Geschäftsleute wegen ihres Kapitals und persönlichen Vermögens.
Die materielle Ausbeutung war nur der erste Schritt. Einige Jahre später startete die KPCh die Anti-Rechts-Kampagne (1957–1959), um die Gedankenfreiheit der Bevölkerung einzuschränken. Kurz nach der von der KPCh verursachten Hungersnot (1959–1962) leitete die Partei die Kulturrevolution (1966–1976) ein, um traditionelle, in Jahrtausenden chinesischer Geschichte verwurzelte Werte auszulöschen.
Nach dem Ende der Kulturrevolution wurde in der chinesischen Gesellschaft darüber diskutiert, wie eine ähnliche Katastrophe künftig verhindert werden könne. Dies war zum Scheitern verurteilt, da die Wurzel dieser Tragödien – die KPCh – weiterhin an der Macht war. Und so unterdrückte die KPCh zwölf Jahre später, 1989, die Demokratiebewegung brutal und begann ab 1999 mit der Verfolgung der traditionellen Meditationspraxis Falun Gong.
Die Katastrophe von 1989 und die Verfolgung von Falun Gong kamen nicht überraschend, denn ähnlich wie der Marxismus und die Sowjetunion basiert die Ideologie der KPCh auf den Konzepten des Klassenkampfes, des Hasses und der Lüge. Das Regime kann Gedankenfreiheit oder traditionelle Werte wie die von Falun Gong propagierten Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht nicht dulden.
Warum hält die Brutalität an?
Die politischen Kampagnen, die nach der Machtübernahme der KPCh stattfanden, sind bittere Früchte desselben Zweiges. So belegen beispielsweise umfangreiche Beweise, dass der ehemalige Parteivorsitzende Jiang Zemin die Unterdrückung von Falun Gong lange vor Beginn der Verfolgung im Jahr 1999 plante. Sein Gefolgsmann Luo Gan begann bereits 1996 mit Untersuchungen zu Falun Gong, konnte aber keine Rechtfertigung für eine Unterdrückung finden.
Im April 1999 verschärften Luo und andere Funktionäre ihre Diffamierungskampagne gegen Falun Gong und verhafteten Dutzende Praktizierende in Tianjin. Als sich am 25. April 1999 etwa 10.000 Praktizierende friedlich vor dem Nationalen Petitionsbüro in Peking versammelten und die Freilassung der Verhafteten forderten, mobilisierte Jiang heimlich Soldaten, um ein gewaltsames Vorgehen vorzubereiten.
Informationen, die Minghui vorliegen, deuten darauf hin, dass Jiang, obwohl der Staatsrat ein Verfahren für wichtige politische Entscheidungen festgelegt hatte, dieses Verfahren missachtete und kurzerhand beschloss, die Verfolgung von Falun Gong als „politische Aufgabe“ ohne jegliche Rechtsgrundlage durchzuführen. Tatsächlich war während einer internen Sitzung kein Minister bereit, die Verantwortung für die Unterdrückung zu übernehmen. Unter Jiangs Druck einigten sich die Beamten darauf, die Verantwortung dem an diesem Tag abwesenden Sportminister Wu Shaozu zuzuschieben.
Im Juni 1999 ordnete Jiang die Einrichtung der außergerichtlichen Behörde Büro 610 an; sie sollte die landesweite Unterdrückung leiten, bevor die Verfolgung im Juli 1999 offiziell begann. Da sich Beamte weigerten, an den massiven Menschenrechtsverletzungen gegen friedliche und gesetzestreue Bürger teilzunehmen, inszenierten Luo und andere Beamte Anfang 2001 die Selbstverbrennung auf dem Platz des Himmlischen Friedens, um Hass gegen Falun Gong auf allen Regierungsebenen und in der Bevölkerung zu schüren.
Infolgedessen wurden in den vergangenen 27 Jahren zig Millionen Falun-Gong-Praktizierende diskriminiert. Viele wurden festgenommen, inhaftiert und gefoltert. Andere verloren ihre Arbeit, ihre Familien wurden auseinandergerissen oder ihren Kindern wurde der Schulbesuch verweigert.
Ähnliche Menschenrechtskatastrophen gab es in der Geschichte immer wieder. Der römische Kaiser Nero beispielsweise entfachte im Jahr 64 n. Chr. den Großen Brand von Rom, um die Christen zu verfolgen. Ebenso ist belegt, dass die sogenannte Selbstverbrennung auf dem -Platz des Himmlischen Friedens im Jahr 2001 ein von der KPCh inszenierter Schwindel war, um Falun Gong zu diffamieren, wie in dem preisgekrönten Dokumentarfilm „False Fire“ erläutert wird. Doch viele Chinesen kennen die Fakten immer noch nicht und beteiligen sich weiterhin blind an der Verfolgung.
Tatsächlich ist die Herrschaft über China nicht das eigentliche Ziel der KPCh. „Sie [die Kommunisten] haben eine Welt zu gewinnen“, erklärte Karl Marx 1848 im Kommunistischen Manifest. Die KPCh verfolgt dieses Ziel loyal und rücksichtslos. Nachdem sie in ganz China traditionelle Ideologie, Kultur, Demokratie und Glauben zerstört hat, exportiert die KPCh die Verfolgung nun ins Ausland. Von ideologischer Kontrolle und Manipulation der öffentlichen Meinung durch Einflussnahme auf traditionelle und soziale Medien anderer Länder bis hin zu politischem und wirtschaftlichem Einfluss bringt die KPCh die Vereinigten Staaten und andere Länder der freien Welt zunehmend in Gefahr.
2022 erklärte die China-Exekutiv-Kommission des US-Kongresses (Congressional-Executive Commission on China) zu China: „Die Informationen in der Freedom-House-Datenbank zu physischen Vorfällen zeigen, dass das herrschende Regime in China die weltweit ausgefeilteste, umfassendste und weitreichendste Kampagne transnationaler Repression führt. Der Einsatz transnationaler Repression durch die chinesische Regierung ist Teil von Pekings umfassenderer Kampagne zur Ausweitung seines Einflusses im Ausland, die Medieneinfluss, wirtschaftliche Investitionen und militärische Expansion umfasst.“
In einem Interview von 1949 erklärte Chiang Kai-shek, warum er sein gesamtes Erwachsenenleben dem Kampf gegen die KPCh gewidmet hat. Er sagte, dass dieser Kampf gegen den Kommunismus in China nicht nur ein Kampf für die Freiheit Chinas von der gegenwärtigen kommunistischen Bedrohung sei, sondern auch ein Kampf für Frieden und Sicherheit der freien Welt.
Leider geht das Blutvergießen bis heute weiter. Historiker schätzen, dass die KPCh im Laufe ihrer zahlreichen politischen Kampagnen etwa 80 Millionen Menschenleben gefordert hat. Informationen, die Minghui vorliegen, zeigen, dass allein im Jahr 2025 mindestens 124 Menschen direkt durch die Unterdrückung von Falun Gong durch die KPCh ums Leben gekommen sind. Tausende Tote seit Beginn der Verfolgung sind bestätigt – aufgrund der Schwierigkeiten, Informationen aus China zu erhalten, dürfte die tatsächliche Zahl der Todesopfer jedoch deutlich höher liegen.
Viele Menschen mögen die Verfolgung noch immer ausschließlich als ein chinesisches oder Falun-Gong-Problem betrachten. Doch die Flammen des Roten Terrors erfassen inzwischen die ganze Welt, und kein sicherer Zufluchtsort ist mehr geblieben. Man kann dies mit den verheerenden Auswirkungen der COVID-19-Pandemie vergleichen.
Der deutsche Pastor Martin Niemöller schrieb einst über den Holocaust während des Zweiten Weltkrieges:
„Als sie die Sozialisten holten, habe ich geschwiegen, weil ich kein Sozialist war.“
„Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen, weil ich kein Gewerkschafter war.“
„Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen, weil ich kein Jude war.“
„Als sie mich holten, war niemand mehr da, der für mich hätte sprechen können.“
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