(Minghui.org) Zwei Schwestern aus der Stadt Chifeng in der Inneren Mongolei starben 2015 bzw. 2024 an den Folgen der Verfolgung ihres Glaubens an Falun Dafa.

Zhang Limei

Zhang Guiping

Zhang Limei und Zhang Guiping begannen 1997, Falun Dafa zu praktizieren. Nachdem die Kommunistische Partei Chinas zwei Jahre später die landesweite Verfolgung dieser alten spirituellen Meditationspraxis angeordnet hatte, hielten die Schwestern ihren Glauben aufrecht und wurden wiederholt verhaftet, weil sie auf die Verfolgung aufmerksam machten.

Die jüngere Schwester,Zhang Limei wurde 2001 zu sieben Jahren Haft verurteilt, als sie noch ihr Kind stillte. Trotz brutaler Folter im Gefängnis überlebte sie, sah sich jedoch nach ihrer Freilassung gezwungen, sich zu verstecken, um der Schikane durch die Polizei zu entgehen. Sie starb am 29. November 2016 im Alter von 52 Jahren. Ihr Kind war erst 17 Jahre alt.

Ihre ältere Schwester Zhang Guiping musste für eine unbekannte Dauer Zwangsarbeit leisten und wurde während ihrer Haft unerbittlich gefoltert. Sie verstarb am 18. Mai 2024 im Alter von 70 Jahren.

Die Verfolgung von Zhang Limei

Zhang Limei war im Frühjahr 2001 festgenommen und zu sieben Jahren Haft verurteilt worden. Sie war die erste Falun-Dafa-Praktizierende, die in der Region Chifeng gesetzeswidrig verurteilt wurde.

Während ihrer Haft im Frauengefängnis der Stadt Hohhot wurde Zhang der Schlaf entzogen, weil sie sich geweigert hatte, ihre „Schuld“ wegen des Praktizierens von Falun Dafa einzugestehen. Yuan Ximei, eine Insassin, die mit ihrer Überwachung beauftragt war, schlug ihr ins Gesicht, riss sie an den Haaren, trat auf sie ein und schlug ihr mit einem Bambusstock auf Kopf, Hände, Brust und Arme. Zudem beschimpfte sie sie aufs Heftigste.

Zhang trat aus Protest in den Hungerstreik. Daraufhin folterte Yuan sie noch grausamer, indem sie ihr mit langen Stahlnadeln in Arme und Oberschenkel stach. Sie sagte ihr, dass die Wärterinnen ihr befohlen hätten, sie bis zum Rande des Todes zu foltern, sie jedoch am Leben zu erhalten, und fügte hinzu. „Du bist eine tote Frau. Von nun an wirst du keine Minute Ruhe mehr haben. So werde ich dich jeden Tag behandeln.“

Zhang überlebte, wurde jedoch nach ihrer Freilassung zu Hause von der Polizei weiterhin schikaniert. Sie sah sich gezwungen, unterzutauchen, dennoch spürte die Polizei sie auf und überwachte sie rund um die Uhr.

Im August 2015 wurde sie verhaftet, weil sie eine Strafanzeige gegen Jiang Zemin, den ehemaligen Diktator der Kommunistischen Partei und Initiator der Verfolgung von Falun Dafa, eingereicht hatte. Sie wurde mehrere Stunden lang auf einer Polizeistation festgehalten und am Abend wieder freigelassen.

Der psychische Druck durch die Verfolgung beeinträchtigte Zhangs Gesundheit. Sie starb am 29. November 2016, 14 Monate nach ihrer letzten Festnahme, im Alter von 52 Jahren.

Die Verfolgung von Zhang Guiping

Als Zhang Guiping Ende 1999 hörte, dass mehrere lokale Praktizierende verhaftet worden waren, begab sie sich zusammen mit einigen anderen zum Gefängnis Pingzhuang, um deren Freilassung zu fordern. Dort wurden sie von über 30 Beamten verhaftet und geschlagen.

Um auf die Verfolgung aufmerksam zu machen, brachte Zhang am 29. Dezember 1999 Plakate über Falun Dafa an und wurde daraufhin vom Polizeichef und zwei Beamten der Polizeistation Hongweikuang festgenommen. Der Beamte Xu Zizhang verhörte sie und schlug sie dabei. Er trat sie und verletzte ihre Rippen. Anschließend wurde sie in die Haftanstalt Yuanbaoshan gebracht.

Die Wärterinnen der Haftanstalt zwangen Zhang oft, mehrere Stunden lang zu knien. Manchmal zwangen sie sie, ohne Schuhe im Schnee zu sitzen, zu laufen oder zu gehen. Nach drei Monaten Folter wurde sie in die Haftanstalt der Stadt Chifeng verlegt. Sieben Tage später wurde sie in das Zwangsarbeitslager für Frauen in Tumuji verlegt, um dort eine Haftstrafe unbekannter Dauer abzuleisten.

Die Wärterinnen im Zwangsarbeitslager erhielten für jede „umerzogene“ Praktizierende Bonuszahlungen. Oft stachelten sie Insassinnen oder „umerzogene“ Praktizierende dazu an, die Neuankömmlinge zu überwachen. Diejenigen, die sich weigerten, Falun Dafa aufzugeben, durften nicht miteinander sprechen. Sie mussten um Erlaubnis bitten, bevor sie die Toilette benutzen durften. Tagsüber mussten sie sich Propagandamaterial ansehen, das Falun Dafa diffamierte, und nachts Gedankenberichte schreiben.

Am 30. Mai 2001 trat Zhang aus Protest in den Hungerstreik. Die Wärterinnen zogen ihr das Hemd aus und versetzten ihr über zehn Minuten lang Stromschläge mit Elektrostäben. Ihr Körper und ihr Hals waren geschwollen und voller Blutergüsse.

Ab August 2001 zwangen die Wärterinnen Zhang, täglich mehr als zehn Stunden unentgeltliche Arbeit zu leisten. Selbst nach ihrer abendlichen Rückkehr in die Zelle setzten sie die Folter fort und hinderten sie am Schlaf.

Ihre letzte Festnahme erfolgte im August 2015, ebenfalls weil sie Jiang Zemin angeklagt hatte. Aufgrund ihrer schlechten Gesundheit wurde sie kurz darauf wieder freigelassen.

Als ihre jüngere Schwester ein Jahr später starb, war Zhang am Boden zerstört und ihr Gesundheitszustand verschlechterte sich im Laufe der Jahre zunehmend. Sie verstarb am 18. Mai 2024.