(Minghui.org) Ein zentrales Element der US-Außenpolitik von Präsident Trump ist die direkte Auseinandersetzung mit der Bedrohung, die die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) für die Welt darstellt. US-Außenminister Marco Rubio warnte einst, dass China unter der Herrschaft der KPCh danach strebe, die mächtigste Nation der Welt zu werden – und zwar auf Kosten aller anderen.

Angesichts der zunehmenden Instabilität innerhalb der KPCh hat die Trump-Regierung eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, mit denen sie die Taktiken des Regimes zur Ausweitung seines repressiven Einflusses im Ausland bekannt macht. Außenminister Rubio betonte: „Die KPCh glaubt nicht an grundlegende Prinzipien wie Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit oder demokratische Wahlen … Ihre Bereitschaft, alle Institutionen und Normen der Welt zu untergraben, um dieses Ziel (die mächtigste Nation der Welt zu werden) zu erreichen, ist zweifellos die zentrale geopolitische Herausforderung des 21. Jahrhunderts.“

Voice of America interviewte Jan Jekielek, den leitenden Redakteur der Epoch Times und Moderator der Sendung „American Thought Leaders“, am 16. Februar 2026. Sein Buch „Killed to Order: China's Organ Harvesting Industry & the True Nature of America’s Biggest Adversary“, das im März 2026 in den USA erscheinen soll, fasst fast zwei Jahrzehnte intensiver Forschung zur Zwangsorganentnahme durch die KPCh zusammen. Dies ist das erste ausführliche Fernsehinterview von Voice of America zu diesem Thema.

Voice of America interviewt Jan Jekielek (re.), den leitenden Redakteur der Epoch Times (Screenshot der Webseite)

(Link zum VOA-Interview, Link zum vollständigen Transkript auf Chinesisch auf VOA)

Jan Jekielek erklärte, Falun-Gong-Praktizierende seien die Hauptquelle für Organentnahmen durch die KPCh – eine Gruppe, die das Regime seit 1999 verfolgt. Offiziellen Schätzungen zufolge praktizierten zu Beginn der Verfolgung 70 bis 100 Millionen Menschen Falun Gong. Um die Verfolgung von Falun Gong zu rechtfertigen, führten die von der KPCh kontrollierten Medien eine massive Propagandakampagne zur Verunglimpfung von Falun Gong durch. Diese große Gruppe gesetzestreuer Bürger, die den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht folgen, geriet damit plötzlich ins Visier des chinesischen Regimes. Schätzungen zufolge wurden seitdem zig Millionen Menschen inhaftiert, doch aufgrund der Schwierigkeit, Informationen aus China herauszubekommen, dürften die Zahlen weit höher liegen.

Schon relativ früh nach dem Beginn der Verfolgung begann die KPCh, Bluttests an Falun-Gong-Praktizierenden durchzuführen sowie Gewebeproben zu vergleichen und Organe zu scannen. Bevor die Verbrechen der erzwungenen Organentnahme 2006 aufgedeckt wurden, warben Online-Anzeigen für Transplantationstourismus damit, dass man in China für 150.000 bis 200.000 US-Dollar ein neues Herz erhalten könne.

Jekielek schlussfolgerte, dass die Methoden des „Projekts 981“, eines Programm zur Langlebigkeit für Chinas Elite, kontinuierliche Organtransplantationen umfassen würden.

„Meine größte Sorge ist, dass, wenn wir jetzt nicht handeln, neben den Falun-Gong-Praktizierenden und den Uiguren womöglich auch die Tibeter hinzukommen, da sie eine weitere gefährdete Gruppe darstellen, und in jüngster Zeit auch die Hauskirchenchristen“, befürchtete Jekielek. „Vor Kurzem wurde eine große Kirchengemeinde – alle Führer der Zion-Kirche – von der KPCh verhaftet. Viele von ihnen sind noch immer inhaftiert. Und in letzter Zeit gab es verstärkte Kontrollen gegen katholische Geistliche. Ich weiß zwar nicht, wohin das führen wird, aber es sieht für mich so aus, als ob das Regime seine Christenverfolgung verschärft. Ich befürchte, dass diese Gruppen in großer Zahl der Doktrin der ‚Tötung auf Bestellung‘ hinzugefügt werden“, so Jekielek.

Er ist der Ansicht, dass die Organentnahme durch die KPCh ein nationales Sicherheitsrisiko für die USA darstellt. „Denn wir haben es mit einer politischen Macht zu tun, die ‚Töten auf Bestellung‘ als gängige Taktik anwendet. Wenn man mit der KPCh zusammenarbeitet, muss man klarstellen: Man arbeitet nicht mit einer normalen Regierung zusammen, nicht einmal mit einer normalen Diktatur. Man kollaboriert mit einer totalitären Diktatur.“

US-Außenministerium startet Website zur Umgehung der Internetzensur

Laut US-Medienberichten wird das US-Außenministerium im Februar 2026 eine neue Website starten: Freedom.gov. Die Website soll die Internetzensur in Ländern wie China und Iran bekämpfen und Menschen weltweit, insbesondere in Ländern mit strenger Internetüberwachung, den Zugang zu einem unzensierten Internet ermöglichen. Das Projekt ist Teil des außenpolitischen Engagements der USA für die Wahrung der Meinungsfreiheit und den Schutz und die Förderung der Grundfreiheiten.

Das US-Außenministerium hat eine neue Plattform namens Freedom.gov fertiggestellt. Die Website soll in den nächsten Wochen offiziell online gehen, um die Internetzensur in repressiven Ländern wie China und Iran zu umgehen und das US-Versprechen zur Wahrung der Meinungsfreiheit einzulösen.

Laut Fox News wird Freedom.gov als Desktop- und mobile Anwendung mit nur einem Klick funktionieren und mit iOS- und Android-Geräten kompatibel sein.

Um Datenschutz und Sicherheit zu gewährleisten, ist die App Open Source und verfügt über integrierte Anonymisierungsfunktionen. Die Anwendung protokolliert weder IP-Adressen, Sitzungsdaten, Browseraktivitäten, DNS-Anfragen noch Geräte-IDs, die zur persönlichen Identifizierung von Nutzern verwendet werden könnten. Laut Cybernews erwägen die Behörden die Integration einer VPN-Funktion, die den Internetverkehr so aussehen lässt, als käme er aus den USA.

Die Initiative erfolgt unter der Leitung von Sarah Rogers, Staatssekretärin für Öffentlichkeitsarbeit. Rogers erklärte: „Freedom.gov ist die jüngste in einer langen Reihe von Bemühungen des Außenministeriums zum Schutz und zur Förderung grundlegender Freiheiten, sowohl online als auch offline.“

US-Kongress befasst sich seit über zehn Jahren mit der Zwangsorganentnahme durch Chinas Regime

Die Zwangsorganentnahme des chinesischen Regimes an politischen Gefangenen, insbesondere an verfolgten Falun-Gong-Praktizierenden, bereitet US-amerikanischen Politikern seit über einem Jahrzehnt Sorgen.

Als der US-Kongress am 12. September 2012 eine Anhörung zum Thema „Organentnahme an religiösen und politischen Dissidenten durch die Kommunistische Partei Chinas“ abhielt, sagte der Abgeordnete Dana Rohrabacher, Vorsitzender des Untersuchungs- und Aufsichtsausschusses: „Organentnahme ist ein teuflisches Verbrechen. … Dies [die Organentnahme an lebenden Menschen] ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit und wir sollten alles daransetzen, die Verantwortlichen zu identifizieren und sie vor Gericht zu stellen.“

Das von der Internationalen Koalition zur Beendigung des Transplantationsmissbrauchs in China (ETAC) eingerichtete China-Tribunal, das die Vorwürfe der Zwangsorganentnahme durch die KPCh untersuchte, fällte im Juni 2019 ein Urteil. In der Urteilsbegründung erklärte der britische Anwalt Sir Geoffrey Nice KC: „Zwangsorganentnahme wird in China seit Jahren in großem Umfang begangen und Falun-Gong-Praktizierende waren eine – und wahrscheinlich die wichtigste – Quelle für die Versorgung mit Organen.“

Während eines politischen Forums mit dem Titel „Organbeschaffung und außergerichtliche Tötungen in China“, das am 10. März 2020 im US-Kapitol stattfand, wies der Kongressabgeordnete Chris Smith darauf hin: „Gefangene mit religiösen Überzeugungen sind aufgrund ihres gesunden Lebensstils ideale Organspender. Ein im Bericht des China-Tribunals zitierter Gefängniswärter gab an, dass Krankheit der einzige Grund dafür war, dass ein Falun-Gong-Praktizierender nicht als ‚Spender‘ ausgewählt wurde. 25 gesündere Praktizierende wurden alle wegen ihrer Organe getötet.“

Das US-Repräsentantenhaus verabschiedete am 27. März 2023 mit 413 zu 2 Stimmen einen überparteilichen Gesetzentwurf gegen die staatlich geförderte Zwangsorganentnahme in China. Der als H.R. 1154 – „Stop Forced Organ Harvesting Act of 2023“ – bekannte Gesetzentwurf ist der erste, der mit überparteilicher Mehrheit verabschiedet wurde und die Kommunistische Partei Chinas für ihre Verbrechen der Organentnahme an lebenden Menschen zur Rechenschaft zieht.

Am 31. Juli 2024 brachte der damalige US-Senator Marco Rubio den „Falun Gong Protection Act“ ein. Dieser sieht Sanktionen gegen Personen vor, die an der Zwangsorganentnahme in China beteiligt sind, insbesondere gegen diejenigen, die an der Zwangsorganentnahme von Falun-Gong-Praktizierenden mitwirken. Zudem forderte er den Außenminister auf, einen Bericht über die Organtransplantationspolitik und -praxis der KP Chinas vorzulegen. Der Gesetzentwurf sieht Sanktionen gegen an der Zwangsorganentnahme Beteiligte vor, darunter Visabeschränkungen, Einreiseverbote und das Einfrieren von Vermögenswerten.

Das US-Repräsentantenhaus verabschiedete am 5. Mai 2025 einstimmig den „Falun Gong Protection Act“. Der Abgeordnete Scott Perry, der den Gesetzentwurf vorgeschlagen hatte, erklärte: „Ein unabhängiges Tribunal in Großbritannien hat eindeutige Beweise für die Zwangsorganentnahme durch die KP Chinas geprüft. Falun-Gong-Praktizierende sind die Hauptopfer dieses barbarischen Organentnahmesystems. Die Ergebnisse des Tribunals sind erschreckend. Es kam zu dem Schluss, dass Zwangsorganentnahme seit Jahren in großem Umfang stattfindet, wobei Falun-Gong-Praktizierende die Hauptopfer sind … Der Bericht stellt fest, dass die KPCh und ihre Führung aktiv zur Verfolgung, Inhaftierung, Ermordung, Folter und Demütigung dieser Menschen angestiftet haben, einzig und allein um ihren Glauben auszulöschen. Dies ist nicht nur eine Menschenrechtsverletzung, sondern ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit.“