(Minghui.org) Alle Praktizierenden wissen, dass vor dem 20. Juli 1999 die Phase der persönlichen Kultivierung war, wogegen wir nach dem Beginn der Verfolgung von Falun Dafa durch die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) in die Phase der Kultivierung in der Fa-Berichtigung eingetreten sind.

Nachdem ich die Berichte meiner Mitpraktizierenden über die persönliche Kultivierung im Vergleich zur Kultivierung in der Fa-Berichtigung gelesen hatte, erkannte ich, dass es zwischen den beiden ein Unterschied besteht.

Ich möchte auch einige Erkenntnisse über diese Ebene der Fa-Prinzipien teilen. Sollte ich etwas geschrieben haben, das nicht mit dem Fa übereinstimmt, bitte ich meine Mitpraktizierenden um ihre gütige Anleitung.

Die Verfolgung auf einer tieferen Ebene verstehen

In der Anfangsphase der Verfolgung wurde ich verhaftet und in das Zwangsarbeitslager Masanjia gebracht. Von den Wärtern gequält, war ich zunächst überwältigt und hielt es für unerträglich. Ich griff zu extremen Worten und Taten und erwiderte Böses mit Bösem. Ich dachte, ich würde mich gegen die Verfolgung wehren und das Fa bestätigen, aber das machte die Situation nur noch schlimmer.

Diese tiefgreifende Lektion führte bei mir zu einer plötzlichen Erkenntnis. Mir wurde klar, dass ich mich geirrt hatte, indem ich die Verfolgung als etwas betrachtet hatte, das allein von den Wärtern selbst ausging. Ich begann zu verstehen, dass es sich nicht um eine Verfolgung von Mensch zu Mensch handelte, sondern dass böse Wesen in einer anderen Dimension die Böswilligen manipulierten, um Gräueltaten zu begehen. Von da an konzentrierte ich mich täglich darauf, aufrichtige Gedanken auszusenden, um die bösen Wesen und Faktoren hinter den Wärtern zu beseitigen.

Drei Monate später waren die Wärter friedlicher geworden. Geleitet von der barmherzigen Erleuchtung durch den Meister schrieb ich einen aufrichtigen Brief an eine Wärterin und forderte sie auf, Falun-Dafa-Praktizierende freundlich zu behandeln und sich für eine strahlende Zukunft zu entscheiden, damit sie nicht von der Geschichte ausgelöscht würde. Nachdem sie den Brief gelesen hatte, wurde sie meine Freundin. Sie tat den Praktizierenden viel Gutes und half auch mir, was dazu führte, dass ich sechs Monate früher entlassen wurde.

Die Kultivierung in der Fa-Berichtigung und was sie bedeutet

Damals verstand ich nicht, was die Kultivierung in der Fa-Berichtigung bedeutete; ich wusste nur, dass ich die bösen Mächte hinter den Wärtern beseitigen und den verblendeten Wärtern, die vom Bösen manipuliert wurden, verständlich machen musste, was Falun Dafa ist und wer diese Praktizierenden sind. Jetzt verstehe ich, dass dies ein Teil der Kultivierung in der Fa-Berichtigung war.

Ein Praktizierender schrieb in seinem Bericht: „Bei der persönlichen Kultivierung gibt es so etwas wie die Grenze des Erträglichen. Wenn man sich in der Zeit der Fa-Berichtigung ausschließlich auf die persönliche Kultivierung konzentriert, kann man weder seine Mission erfüllen noch ein großartiges erleuchtetes Wesen des neuen Universums werden.“

Ich denke, das macht Sinn. Es ist absolut inakzeptabel, dass wir uns weiterhin ausschließlich auf die persönliche Kultivierung konzentrieren, jetzt, wo wir in die Zeit der Fa-Berichtigung eingetreten sind. Nehmen wir zum Beispiel Bauern: Sie säen im Frühling, jäten im Sommer und ernten im Herbst. Wenn ein Bauer im Sommer sät, werden die Pflanzen dann reifen?

Der Meister führt uns von der persönlichen Kultivierung zur Kultivierung der Fa-Berichtigung, daher müssen wir den Anweisungen des Meisters bedingungslos folgen. Nur so können wir auf dem Weg der Kultivierung in der Fa-Berichtigung reifen.

Was geschieht, wenn es einem nicht gelingt, von der persönlichen Kultivierung zur Kultivierung in der Fa-Berichtigung überzugehen?

Leider haben manche Praktizierende dieses Prinzip nicht erkannt – und ich bildete da keine Ausnahme. Erst durch das Studium der neuen Fa-Erklärungen des Meisters, der Erfahrungsberichte von Mitpraktizierenden sowie durch Gespräche in unserer Gruppe gelangte ich zu diesem Verständnis des Fa und erkannte, dass die Maßstäbe für die persönliche Kultivierung und für die Kultivierung in der Fa-Berichtigung grundlegend verschieden sind.

Die persönliche Kultivierung erfordert Nachsicht, das Ertragen von Schwierigkeiten ohne Klagen oder Bedauern. Es geht nicht darum, einen Durchbruch zu erreichen. Die Kultivierung in der Zeit der Fa-Berichtigung erfordert jedoch, die wahren Begebenheiten von Falun Dafa zu erklären, um Lebewesen zu erretten. Wenn wir mit Menschen konfrontiert werden, die von der KPCh getäuscht wurden und uns aus Unwissenheit schlecht behandeln, müssen wir ihnen die wahren Umstände erklären. Das gilt insbesondere für unsere Familienangehörigen. Auch sie sind Lebewesen und wir müssen ihnen die Dinge klar erklären und mit aufrichtigen Gedanken ihre Güte wecken, damit wir sie erretten können.

Manchmal ist das häusliche Umfeld nicht unterstützend, Familienangehörige bereiten ständig Schwierigkeiten, nutzen den Praktizierenden aus und lassen ihm oder ihr keine Zeit, die drei Dinge zu tun, die wir als Kultivierende tun sollen. Stattdessen erwarten sie sogar, dass wir sämtliche Hausarbeiten erledigen und alle Verantwortung übernehmen. Ist das nicht ebenfalls eine Form von Verfolgung? Wenn wir dies passiv als normal hinnehmen und alles widerstandslos ertragen, beschränken wir uns dann nicht auf die persönliche Kultivierung?

Zwei Praktizierende, die ich kannte und die vorzeitig verstarben, waren tatsächlich von familiären Verpflichtungen überwältigt und wurden von ihren Angehörigen benachteiligt und ungerecht behandelt. Letztlich verloren sie ihren physischen Körper und konnten den Meister nicht bis zum Ende begleiten. Obwohl Kultivierung niemals vergeblich ist und sie möglicherweise dennoch einen guten Ort erreichen, unterscheidet sich das grundlegend davon, den Weg bis zu seinem endgültigen Ziel zu gehen. Dem Meister bis zum Ende zu folgen, bedeutet wahre Vollendung; andernfalls bleibt ein tiefes und unwiederbringliches Bedauern zurück.

Der Anleitung des Meisters folgen – auf dem Weg der Fa-Berichtigung und Kultivierung bleiben

Nachdem eine unserer Mitpraktizierenden aus rechtswidriger Haft entlassen worden war, stellte sie fest, dass nicht nur ihre Rente von den Behörden der KPCh einbehalten, sondern auch ihr Monatsgehalt eingestellt worden war. Sie nahm dies nicht passiv hin, denn sie wusste, dass das Praktizieren von Falun Dafa nichts Unrechtes und ganz gewiss kein Verbrechen ist. Die rechtswidrige Inhaftierung von Dafa-Praktizierenden stellt ein schweres Unrecht dar, und die Streichung ihrer Renten ist eine Form der Verfolgung.

Sie fasste den Entschluss, den Mitarbeitern der Sozialversicherungsbehörde die wahren Umstände zu erklären. Ob ihre Rente wiederhergestellt würde oder nicht, war ihr gleichgültig. Entscheidend war für sie, den Menschen die wahren Hintergründe von Falun Dafa nahezubringen, damit sie sich aus der Kontrolle der KPCh lösen und gerettet werden konnten.

So verfasste sie eindringliche Briefe und suchte die Sozialversicherungsbehörde persönlich auf, um die Hintergründe über Dafa zu erläutern. Immer wieder ging sie dorthin, konzentrierte sich nicht auf das Ergebnis, sondern auf den Prozess selbst – einzig mit dem Ziel, Menschen zu erreichen und ihnen zu helfen, die Wahrheit zu verstehen.

Anschließend wandte sie sich an verschiedene beteiligte Behörden und sprach auch dort mit den Mitarbeitern über Dafa. Vier Jahre lang setzte sie diesen Weg unbeirrt fort und suchte unermüdlich immer wieder zahlreiche Ämter auf. Durch ihre beharrlichen Bemühungen erkannten die Verantwortlichen schließlich, dass es Unrecht war, ihr die Rente vorzuenthalten. Am Ende erhielt sie ihre Rentenzahlungen zurück, und die Sozialversicherungsbehörde erstattete ihr sogar sämtliche zuvor einbehaltenen Beträge.

Diese Praktizierende besitzt ein klares Verständnis der Fa-Prinzipien und hat außerordentlich gute Arbeit geleistet. Letztlich gewann sie nicht nur ihre rechtmäßige Einkommensquelle zurück, sondern – was noch bedeutsamer ist – rettete durch ihre Barmherzigkeit viele Menschen mit Schicksalsverbindung innerhalb des Systems der KPCh.

Der Meister sagt uns:

„Die Dafa-Jünger haben als eine Gesamtheit die Phase der persönlichen Kultivierung hinter sich gelassen. Jetzt wird sich die Phase der Fa-Bestätigung der Dafa-Jünger auf Grund der enormen Beschleunigung der mächtigen Strömung der Fa-Berichtigung auch bald dem Ende nähern, die Geschichte wird sehr bald in einen neuen Abschnitt eintreten. Von nun an sollen besonders die Dafa-Jünger in China, die neuen und langjährig Lernenden das Menschenherz, an dem man lange Zeit festgehalten hat, loslassen und anfangen, die Zeit voll zu nutzen, um die weltlichen Menschen umfassend zu erretten. Sobald die jetzige Periode vorbei ist, beginnt die erste große Aussortierung der Lebewesen. Als ein Dafa-Jünger in der Zeit der Fa-Berichtigung ist die eigene Erlösung nicht das Ziel, die Errettung aller Lebewesen ist erst euer größter Wunsch, mit dem ihr gekommen seid, die Verpflichtung und Mission, die die Geschichte euch während der Fa-Berichtigung anvertraut hat. Somit sind die zahlreichen Lebewesen auch das Ziel eurer Errettung. Die Dafa-Jünger sollen sich der großartigen Verpflichtung, die euch die Geschichte in der Fa-Berichtigung anvertraut hat, nicht als unwürdig erweisen, noch weniger sollt ihr diesen Teil der Lebewesen enttäuschen. Ihr seid bereits ihre einzige Hoffnung, ob sie in die Zukunft eintreten können oder nicht. Deshalb sollen alle Dafa-Jünger, neue oder langjährig Lernende, in Aktion treten und anfangen, umfassend die wahren Umstände zu erklären.“ (Das Menschenherz loslassen, die weltlichen Menschen erretten, 01.09.2004, in: Essentielles für weitere Fortschritte III)

Der Meister hat das Ziel der aufrichtigen Kultivierung vorgegeben: Während der Fa-Berichtigung müssen Dafa-Jünger das Fa bestätigen, Lebewesen erretten und ihr historisches Gelübde erfüllen. Obwohl wir während dieser Verfolgung leben und uns kultivieren, können wir sie nicht einfach erdulden. Wenn es notwendig ist, die wahren Umstände zu erklären, müssen wir dies mit Würde und Aufrichtigkeit tun, denn die unmenschliche Behandlung, die wir Dafa-Jünger erlitten haben, ist inakzeptabel.

In dieser Welt ist allein Falun Dafa ein reines Land, und wir sind gute Menschen in diesem reinen Land. Wir sollten alles genießen, was uns zusteht; und selbst wenn wir es nicht erhalten, müssen wir den KPCh-Mitarbeitern, die an unserer Verfolgung beteiligt sind, dennoch die wahren Umstände erklären, damit sie sich von den Fesseln des Kommunismus befreien, kluge Entscheidungen treffen und die barmherzige Erlösung durch Dafa empfangen können.

Natürlich sind unsere persönlichen Gewinne und Verluste in Wirklichkeit unerheblich; entscheidend ist, dass wir während der Fa-Berichtigung das Fa bestätigen und Lebewesen erretten und damit die große Mission erfüllen, die uns die Geschichte anvertraut hat.

Wir müssen zwischen der Kultivierung der Fa-Berichtigung und der persönlichen Kultivierung unterscheiden, um mit dem großartigen Prozess der Fa-Berichtigung durch den Meister Schritt zu halten und bei der Vollendung gemeinsam mit dem Meister nach Hause zurückzukehren.