(Minghui.org) Ich lebe in einer Kreisstadt und habe 1998 mit dem Praktizieren von Falun Dafa angefangen. Jetzt bin ich 87 Jahre alt.

Ich habe drei Söhne und mein Ältester beschäftigte sich nach seinem Universitätsabschluss mit Agrartechnologie. 1994 bekam er eine Stelle in den Vereinigten Staaten. Er erzählte uns von Falun Dafa, als es gerade eingeführt wurde.

In einem Restaurant sah er eines Tages Informationen über Falun Dafa und wie alles mit Falun Dafa in China begonnen hatte. Das beeidruckte ihn und so begann er zu praktizieren.

Aufgrund seiner Erfahrungen war er überzeugt, dass Falun Dafa gut ist. 1996 rief er uns an und ermutigte uns zu praktizieren. Er erklärte uns, dass Falun Dafa ein Kultivierungsweg der Buddha-Schule ist und eine seltene Gelegenheit, es kennenzulernen. Es sei sehr schwer, in der heutigen Welt einen wahren Meister zu finden, der das aufrichtige Fa lehrt.

Damals verstanden mein Mann und ich nicht wirklich, was er meinte, und so verpassten wir die kostbare Gelegenheit, das Fa früher zu erhalten. Erst im Frühjahr 1997, als die Freunde meines Mannes ihn drängten, sich ihnen beim Üben an einem örtlichen Übungsplatz anzuschließen, fing er auch an zu praktizieren. Jeden Morgen machte er die Übungen und ging abends in das Militär-Altersheim, um sich Videos von den Fa-Vorträgen des Meisters anzusehen.

Zu dieser Zeit verbrachte ich, abgesehen von der Hausarbeit, den größten Teil meiner Freizeit damit, mit Freunden Karten zu spielen und kam oft erst nach Einbruch der Dunkelheit nach Hause. Mein Mann bat mich, früher zu kochen, damit er nicht zu spät zu den Videos kommen würde.

Ich habe meinen Mann immer respektiert und fand, dass er etwas Wunderbares tat. Und so kam ich jeden Tag früh nach Hause, um das Abendessen für ihn vorzubereiten.

Ich fange an zu praktizieren

Mein Mann stürzte mehrmals, nachdem er mit dem Praktizieren begonnen hatte, aber jedes Mal erholte er sich schnell von den Stürzen. Später verstand er, dass sie vom Meister arrangiert worden waren, um ihm zu helfen, sein Karma zu beseitigen.

Eines Morgens im Frühjahr 1998 machte ich einen Spaziergang im Park und sah eine Frau, die mit ihrem Enkel meditierte. Der mochte etwa zehn Jahre alt sein und sah sehr niedlich aus. Sie erzählten mir, dass sie Falun Dafa praktizieren würden. Ich war interessiert, setzte mich neben sie und versuchte, die Sitzmeditation zu lernen.

Ich schloss mich meinem Mann an und begann, die Übungen auf einem öffentlichen Platz zu machen. Es waren viele Menschen da, die sich in mehreren Kreisen aufstellten. Wir machten die Übungen zu schöner Musik und die Atmosphäre war sehr friedlich. Das zog viele Schaulustige an, von denen etliche auch anfingen, mit uns zu praktizieren.

Das ermutigte mich sehr, und ich meditierte im vollen Lotussitz. Bald war ich in der Lage, eine halbe Stunde lang in dieser Position zu meditieren.

Meine Bildung bestand aus einem Jahr Abendschule, daher konnte ich viele Schriftzeichen im Zhuan Falun nicht erkennen. Beim gemeinsamen Fa-Lernen hörte ich aufmerksam zu, wenn andere vorlasen, und nach und nach konnte ich mit ihnen mitlesen.

Verbindung zu unserem ältesten Sohn im Ausland

Unser ältester Sohn kam im Mai 1999 nach Hause, um hier anderen Falun Dafa vorzustellen, und ermutigte uns, die Gelegenheit zur Kultivierung zu schätzen. Er blieb nur fünf Tage, bevor er wieder in die USA zurückkehrte.

Das war vor 26 Jahren. Seitdem konnte er aufgrund der Verfolgung durch die Kommunistische Partei Chinas nicht mehr nach Hause kommen; nicht einmal, als sein Vater starb.

Mein Sohn rief seinen ehemaligen Mitschüler an und erzählte ihm, wie traurig er war, dass er mich aufgrund der Verfolgung nicht sehen konnte. Dieser Mann kam daraufhin in seinem Namen zu mir.

Ein anderer ehemaliger Mitschüler von ihm ist Journalist. Mein Sohn kontaktierte auch ihn, und auch er kam zu mir. Aufgrund der schweren Verfolgung sprachen wir nicht über Falun Dafa.

Als Mutter machte ich mir natürlich Sorgen um meinen Sohn und fragte mich, ob er so weit weg von zu Hause gut zurechtkam. Als ich mich weiter kultivierte, verstand ich, dass wir in diesem Leben zwar eine Mutter-Sohn-Beziehung haben, aber auch Mitpraktizierende sind und eine heilige Verbindung zu Dafa haben. Mit dem Schutz des Meisters brauche ich mir keine Sorgen zu machen.

Ich wurde von Beamten des Büro 610 in eine Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht, weil ich den Menschen die wahren Umstände über Falun Dafa erklärt hatte. Mein Fall wurde in unserer Region als schwerwiegend eingestuft, und die KPCh wollte mich inhaftieren.

Bevor ich weggebracht wurde, erlitt mein Mann bei einem Autounfall schwere Verletzungen und war nicht in der Lage, für sich selbst zu sorgen. Als mein Sohn ihn anrief, brach mein Mann in Tränen aus und sagte meinem Sohn, dass er sich sehr einsam und hilflos fühle. Auch mein Sohn weinte.

Mein Sohn versuchte mit aller Kraft, mich zu retten. Er reiste zwischen New York und Toronto hin und her, sprach mit Praktizierenden und hielt Pressekonferenzen vor dem chinesischen Konsulat ab, um die Verfolgung aufzudecken. Er rief auch unsere örtliche Polizeistation an und forderte sie auf, mich bedingungslos freizulassen.

Viele Mitpraktizierende in China versuchten ebenfalls, mich über verschiedene Kanäle zu retten. Und Menschen vor Ort sprachen ebenfalls mit der Polizei und baten sie, mich freizulassen. Vier Monate später kehrte ich nach Hause zurück.

Die Frau meines ältesten Sohnes praktiziert ebenfalls Falun Dafa. Sie haben drei Kinder, aber die beiden jüngeren habe ich noch nicht kennengelernt. Obwohl wir räumlich weit voneinander entfernt sind, sind unsere Herzen eng miteinander verbunden. Wir haben denselben Wunsch: den Meister bei der Fa-Berichtigung zu unterstützen und helfen, mehr Lebewesen zu erretten.

Nun sind 26 Jahre vergangen, und mein Herzenswunsch für meinen Sohn ist, dass er das Fa immer bewahrt. Alle Dafa-Praktizierenden, sowohl in China als auch im Ausland, lesen dasselbe Buch, lernen dasselbe Fa, praktizieren dieselben Übungen und sind wirklich ein Körper.

Ich glaube, dass mein Sohn eines Tages nach Hause kommen kann. Ich bin entschlossen, mich gut zu kultivieren und freue mich auf den Tag, an dem wir den Meister wieder in China willkommen heißen können. Gleichzeitig möchte ich dann meinen Sohn wieder an meiner Seite willkommen heißen, um unsere heilige Verbindung fortzusetzen.

Ich habe gelernt, mich nicht auf meine Kinder zu verlassen

Mein Mann ist vor über zehn Jahren verstorben, daher lebe ich seitdem allein. Mit Hilfe von lokalen Praktizierenden habe ich einen Computer und einen Drucker gekauft und gelernt, wie man schöne Informationsmaterialien herstellt, um den Menschen zu helfen, die wahren Begebenheiten zu verstehen. Ich stelle sie jeden Tag her, und dank der Arrangements des Meisters haben viele Menschen in unserer Gegend erfahren, dass Falun Dafa gut ist.

Eines Tages im März 2024 fühlte ich mich plötzlich sehr schwach und konnte nichts essen. Ich ging ins Badezimmer und hatte Schwierigkeiten, aufzustehen. Später schaffte ich es, ins Bett zu kommen, und lag dort einige Tage, ohne etwas zu essen.

Als ich es eines Tages nicht mehr aushielt, rief ich meinen zweiten Sohn an und sagte ihm, dass ich seit einigen Tagen nichts mehr gegessen hätte. Er nahm mich mit zu sich nach Hause und richtete mir ein renoviertes Lagerzimmer im Erdgeschoss her. Sie brachten mir Essen.

Während des Drachenbootfestes kam mein jüngster Sohn mit seiner Familie vorbei. Zur Mittagszeit hörte ich zufällig, wie sie darüber diskutierten, ob es genug Reis gäbe.

Ich hörte sie sagen: „Die Alte (damit war ich gemeint) isst nicht viel.“ Also kochten sie nicht extra mehr Reis. Außerdem tranken sie alle Alkohol und aßen mehr andere Gerichte als Reis.

Zur Mittagszeit brachte mir niemand etwas zu essen, und ich war ein bisschen traurig, da es ein traditionelles chinesisches Fest war. In diesem Moment erinnerte ich mich an das, was der Meister uns gelehrt hatte:

„Egal ob ihr bei der Kultivierung auf Gutes oder Schlechtes stoßt, dies alles sind gute Sachen, denn sie sind erst aufgetaucht, weil ihr euch kultiviert.“ (An die Fa-Konferenz in Chicago, 25.06.2006)

Ich überwand schnell mein Gefühl von Traurigkeit und empfand keinen Groll gegenüber meinen Söhnen und Schwiegertöchtern. Im Gegenteil, mir wurde klar, dass ich ihnen für die Gelegenheit danken sollte, mich selbst zu erhöhen. Ich beschloss, mich nicht auf meine Kinder zu verlassen, sondern meine Prüfung so schnell wie möglich zu überwinden.

Am Abend kochte ich mir ein einfaches Abendessen. Seitdem habe ich wieder selbst gekocht und mein Bestes getan, um meinen Kindern keine Umstände zu bereiten.