(Minghui.org) Ein 66-jähriger Einwohner der Stadt Dongning, Provinz Heilongjiang, legt Berufung gegen eine fünfjährige Haftstrafe ein, die er wegen des Praktizierens von Falun Dafa erhalten hat.

Shen Jinxiang wurde am 18. Juli 2025 bei einer Polizeirazzia festgenommen. Man hielt ihn zunächst in der Haftanstalt der Stadt Dongning fest und verlegten ihn dann am 27. August in das Untersuchungsgefängnis der Stadt Hailin. Am 24. und 30. Dezember 2025 stand er vor dem Gericht der Stadt Hailin, das ihn am 4. Februar 2026 zu einer fünfjährigen Haftstrafe und einer Geldstrafe von 2.000 Yuan (etwa 240 Euro) verurteilte. Einzelheiten zu seiner Verurteilung finden Sie in den unten verlinkten Berichten.

Elf Jahre inhaftiert

Vor seiner jüngsten Verurteilung hat Shen zwei Haftstrafen und eine Zwangsarbeitsstrafe von insgesamt elf Jahren verbüßt.

Ein Jahr Zwangsarbeit

Als die Kommunistische Partei Chinas am 20. Juli 1999 offiziell die Verfolgung befohlen hatte, suchte Shen die Provinzregierung von Heilongjiang auf, um für das Recht, seinen Glauben ausüben zu dürfen, zu appellieren. Drei Tage später wurde er von der Polizei verhaftet, auf der Polizeiwache der Stadt Dongning verhört und 15 Tage lang festgehalten.

Am 4. März 2000 wurde Shen erneut verhaftet und zur Gemeindeverwaltung von Suiyang gebracht. Der Parteisekretär Ma Xiangguo diffamierte Falun Dafa und verlangte von ihm und anderen Praktizierenden jeweils 5.000 Yuan (etwa 600 Euro). Er drohte ihnen mit dem Entzug ihrer Gewerbescheine oder Hausurkunden, falls sie seiner Aufforderung nicht Folge leisteten. Shen weigerte sich und wurde am selben Abend in die Haftanstalt der Stadt Dongning überführt. Einen Monat später wurde er in das Zwangsarbeitslager der Stadt Mudanjiang gebracht, um dort eine einjährige Haftstrafe abzusitzen.

Erste Freiheitsstrafe von fünf Jahren

Nach seiner Freilassung tauchte Shen unter, wurde jedoch am 22. Juni 2001 abermals verhaftet. Die Polizei schlug ihn, kettete ihn an einen Metallstuhl, hängte ihn auf und versetzte ihm Stromstöße mit drei Elektrostäben. Nachdem er das Bewusstsein verloren hatte, gossen sie 37 Eimer kaltes Wasser über ihn. Der Beamte Guo Shiyou steckte ihm sogar einen Elektrostab in den Mund und drohte, ihn zu Tode zu prügeln. Sie folterten ihn fast drei Wochen lang.

Am 25. Januar 2002 verurteilte das Gericht der Stadt Dongning Shen zu fünf Jahren Haft. Am 31. Mai desselben Jahres wurde er in das Gefängnis der Stadt Mudanjiang verlegt. Im Team für Neuankömmlinge wurde er von einem Insassen geschlagen, woraufhin seine Brust zwei Wochen lang schmerzte. Außerdem schlugen sie ihm mit einem Holzbrett auf das Gesäß, sodass er kaum noch sitzen konnte.

Am 10. Juli 2002 wurden Shen und 30 weitere Falun-Dafa-Praktizierende in das Gefängnis Jixi verlegt. Dort musste er täglich 14 bis 20 Stunden in einem Kohlebergwerk arbeiten. Er bekam nicht genug zu essen und wurde oft von den Wärtern geschlagen. Eines Tages Ende August schlugen die Wärter ihn so brutal zusammen, dass er aus Augen, Nase und Mund blutete.

Am 20. September 2002 stürzte das Bergwerk aufgrund eines Verstoßes gegen die Sicherheitsvorschriften ein. Shen wurde von einem Felsbrocken getroffen und brach sich das rechte Sprunggelenk.

Mitte November 2002 befahlen die Wärter Shen, Garantieerklärungen zu schreiben, in denen er auf Falun Dafa verzichten und es verurteilen sollte. Er weigerte sich. Infolgedessen zwangen ihn die Wärter, auf seinem linken Fuß zu stehen und erlaubten ihm nicht, eine Krücke zu benutzen. Außerdem stachelten sie den Insassen Bai Jinbao dazu an, Shen jeden Tag zu schlagen.

Am 15. April 2003 wurde Shen zurück ins Gefängnis von Mudanjiang gebracht.

Am 20. Januar 2004 befahl Abteilungsleiter Liu Minghua Shen, in die Hocke zu gehen. Als er sich weigerte, schlug Liu ihn auf den Kopf und den unteren Rücken und traktierte ihn mit einem Elektrostab. Dabei verletzte er Shens linkes Bein, der daraufhin 16 Tage lang bettlägerig war. Erst ein Jahr später waren die Verletzungen vollständig verheilt.

Am 23. Februar 2006 wurde er unter strenge Aufsicht gestellt.

Eine weitere Freiheitsstrafe von fünf Jahren

Am 20. Januar 2008 wurde Shen in einem Bus festgenommen, als die Polizei nach einem Brandstifter fahndete. Der Brandstifter hatte Shen als Falun-Dafa-Praktizierenden gemeldet, nachdem er dessen Gespräch mit einem anderen Fahrgast mitgehört hatte. Anstatt den Brandanschlag zu untersuchen, ließ die Polizei den Brandstifter frei und änderte den Fall in „jemand hat Shen wegen der Verteilung von Informationsmaterialien über Falun Dafa im Bus angezeigt“ um.

Am 24. Juli 2008 verurteilte das Forstgericht Suiyang Shen zu fünf Jahren Gefängnis. Am 9. Oktober 2008 wurde er erneut in das Gefängnis der Stadt Mudanjiang eingeliefert. Dort setzten die Wärter die Folter fort, da er standhaft an seinem Glauben festhielt.

Frühere Berichte:

Vier Falun-Dafa-Praktizierende zu Haftstrafen bis zu 9 Jahren verurteilt (Dongning, Provinz Heilongjiang)

Vier Bürger wegen ihres Glaubens an Falun Dafa vor Gericht gestellt (Stadt Dongning, Provinz Heilongjiang)

Stadt Dongning, Provinz Heilongjiang: Neun Falun-Dafa-Praktizierende an einem Tag verhaftet, fünf von ihnen angeklagt