(Minghui.org) Kürzlich erwähnte ein Praktizierender nach dem Lernen des Fa in der Gruppe, dass eine neue Regierungsverordnung erlassen worden sei, wonach Personen mit einer regulären Rente keine Altersrente mehr von der Regierung erhalten können. Mein Mann und ich erhielten die Altersrente in Höhe von 150 Yuan (etwa 18 Euro) pro Monat. Ich war überrascht und wollte mehr über diese Änderung erfahren. Aber dieser Praktizierende wandte seine Aufmerksamkeit wieder seinem Computer zu. Daher beschloss ich, meinen Mann später danach zu fragen.

Mein Mann hat meine Sozialversicherungskarte und holt seit Jahren meine Altersrente beim Sozialamt ab. Eines Tages sprach ich ihn auf das Thema Altersrente an. Er unterbrach mich und murrte wütend: „Hau ab! Du denkst immer nur an mein Geld!“ Da zwei Praktizierende bei mir zu Hause waren, wollte ich vor ihnen nicht das Gesicht verlieren, so schluckte ich meine Worte herunter und diskutierte nicht weiter. Aber ich war gekränkt, biss mir auf die Zunge und fragte nicht mehr nach dem Geld. Der Groll gegen meinen Mann kochte jedoch in mir hoch. Tränen liefen mir unkontrolliert über das Gesicht; ich weinte nicht, aber die Tränen flossen weiter. Ich bin 72 Jahre alt und habe mich noch nie so gefühlt. Während mir die Tränen liefen, wurden mein Groll und mein Gefühl, ungerecht behandelt worden zu sein, immer stärker. An diesem Abend sprach ich kein Wort mehr mit meinem Mann.

Am nächsten Tag bereitete sich mein Mann wie geplant auf eine Reise vor. Ich machte ihm morgens Teigtaschen, sprach aber nicht mit ihm. Bevor er das Haus verließ, öffnete er die Tür, drehte sich um, als wäre nichts geschehen und sagte zu mir: „Ich gehe jetzt.“ Ich sagte nichts und winkte ihm nur zu.

Jetzt war ich allein zu Hause und mir liefen immer noch die Tränen. Ich fühlte mich sehr ungerecht behandelt und mein Groll wurde immer stärker. Ich konnte nicht aufhören, über seine Schwächen nachzudenken. Er war so egoistisch, er dachte nur an sich selbst und nahm keine Rücksicht auf mich. Er liebte mich nicht wirklich und betrachtete mich nicht als Teil der Familie, obwohl ich seit 50 Jahren mit ihm verheiratet war! Ich durfte nicht einmal nach meiner eigenen Rente fragen?! So viele Jahre lang hatte er alle Familienangelegenheiten kontrolliert und sich nie um meine Meinung gekümmert. Ich erinnerte mich auch daran, dass er einmal sogar mit einer anderen Frau videotelefoniert hatte. Als ich das bemerkte, ging er in sein Zimmer, um dort weiter zu telefonieren. All das erinnerte mich an seine Fehler. In diesem Moment waren meine Gedanken in großer Aufruhr wie aufgewühlte Flüsse und Meere und meine Augen waren vom Weinen geschwollen. Ich ging ins Badezimmer und wusch mir das Gesicht, bevor die Praktizierenden am Nachmittag zum Fa-Lernen kamen.

Am Nachmittag bemerkte Baling, dass etwas nicht mit mir stimmte. Ein anderer Praktizierender bemerkte, dass mein Gesichtsausdruck seltsam und meine Augen rot waren. Sie fragten mich, was los sei. Ich wollte die Zeit des gemeinsamen Fa-Lernens nicht verschwenden und sagte es ihnen nicht. Während des Fa-Lernens hörten meine Tränen immer noch nicht auf. Ich wischte sie immer wieder mit den Händen weg und konnte mich den ganzen Nachmittag nicht auf das Lernen des Fa konzentrieren.

Nachdem die Praktizierenden gegangen waren, saß ich einfach da und konnte nichts tun. Am Abend konnte ich nicht einschlafen. Mein Leben war in den letzten Tagen völlig auf den Kopf gestellt worden. Abgesehen vom Lernen des Fa mit meinen Mitpraktizierenden war ich den ganzen Tag aufgeregt und weinte, weil ich über die Schwächen meines Mannes nachdachte. Ich beschloss, seine Anrufe nicht mehr anzunehmen.

„Die Person, die da weint, bin nicht ich“

Am vierten Abend konnte ich nicht einschlafen und saß aufrecht da, Tränen liefen mir über das Gesicht und ich murrte weiter über die Fehler meines Mannes. Plötzlich kam mir ein Gedanke: „Das ist nicht richtig! Die Person, die weint, bin nicht ich. Ich muss aufrichtige Gedanken aussenden.“ Daraufhin sandte ich aufrichtige Gedanken aus und schaute dann nach innen, um herauszufinden, wo ich nicht im Einklang mit dem Fa war.

Mir wurde klar, dass ich eine Praktizierende bin und kein gewöhnlicher Mensch. Als Praktizierende sollte ich immer an andere denken. Mit diesem Gedanken versiegten meine Tränen. Ich dachte an meinen Mann, der 75 Jahre alt ist. Er ist für Falun Dafa in diese Welt gekommen und soll von Falun Dafa gerettet werden. Er hat meine Kultivierung sehr unterstützt und einige Hintergründe von Falun Dafa verstanden. Ich sollte ihn nicht mehr verletzen und mich bei ihm entschuldigen. Ich wollte mich wie eine wahre Praktizierende verhalten, meinen Groll auflösen und nach innen schauen. Nur so konnte ich meine Anhaftungen bei Konflikten finden.

Eine Stunde verging wie im Flug. Um 23 Uhr hinterließ ich meinem Mann eine Sprachnachricht mit den Worten: „Es war alles meine Schuld. Bitte sei nicht verärgert. Es tut mir leid. Bitte ignoriere mein Verhalten.“ Eigentlich wollte ich noch mehr sagen, aber in diesem Moment kamen nur wenige Worte heraus. Er rief später zurück und sein Tonfall war ruhig und freundlich. Er sagte wenig, aber damit war der Konflikt beendet.

Normalerweise fällt es mir schwer, morgens aufzustehen, um die Übungen von Falun Dafa zu praktizieren. Manchmal kann mich nicht einmal der Wecker wecken. Nach diesem Vorfall fiel es mir leichter, früh aufzustehen und zu praktizieren.

Ich habe ein tieferes Verständnis für die Worte des Meisters gewonnen:

„Für die Kultivierenden ist das Nach-innen-Schauen ein Wundermittel.“ (Fa-Erklärung auf der internationalen Fa-Konferenz in Washington DC 2009, 18.07.2009)

Wann immer wir auf Konflikte stoßen, sollten wir uns daran erinnern, dass wir Praktizierende sind und entsprechend dem Fa handeln. Wir sollten zu jedem freundlich sein, egal ob es sich um einen Praktizierenden oder einen gewöhnlichen Menschen handelt. Durch den Hinweis des Meisters erkannte ich meinen Groll und war entschlossen, ihn loszulassen. Daher entfernte der Meister die Substanz des Grolls in einer anderen Dimension. Jetzt kann ich nichts Schlechtes mehr über meinen Mann denken; alles an ihm ist gut. Ich empfinde Güte für ihn. Ich erinnerte mich, dass sein Bruder am Tag vor dem Vorfall versucht hatte, sich Geld von ihm zu leihen, sodass er schlechte Laune hatte. Alles scheint zufällig zu sein. Aber wenn dieser Vorfall nicht passiert wäre, würde ich denken, dass ich mich gut kultiviert hätte. Ich habe dem Meister so viele Sorgen bereitet!

Ohne den Schutz und die Erleuchtung durch den Meister wäre ich vielleicht in Schwierigkeiten und allein. Das könnten die alten Mächte als Lücke nutzen und mich verfolgen. Ich befand mich in einer sehr gefährlichen Situation.

Ich danke dem Meister aufrichtig für diesen Hinweis! Ich dachte an die Praktizierenden, die sich mitten in Schwierigkeiten befinden. Es ist so schwer für sie. Wenn sie eine Prüfung nicht bestehen, ist die nächste noch schwerer. Ich hoffe aufrichtig, dass wir alle Praktizierenden nach innen schauen, uns kultivieren und daran denken können, dass der Meister immer bei uns ist. Unter dem Schutz unseres großartigen Meisters können wir jede Prüfung überwinden.

Bitte weist mich gütig auf etwaige Lücken hin. Ich möchte dem Meister noch einmal meine herzliche Dankbarkeit aussprechen! Vielen Dank, liebe Mitpraktizierende!