(Minghui.org) Ich bin Grundschullehrerin. Im Herbst 2024 begrüßte ich eine neue Klasse mit nur zehn Schülern. Drei der Jungen waren sehr ungezogen, stritten sich oft und rauften sich, aber noch schwieriger war ein Mädchen, das geistig behindert war.

Sie konnte im Klassenzimmer nicht stillsitzen. Ihre Familie hatte sie für ein Jahr in einen privaten Kindergarten geschickt. Die staatlichen Vorschriften verlangen, dass alle Kinder eine neunjährige Schulpflicht absolvieren, und dieses Mädchen hatte keinen Behindertenausweis. Aus Angst vor möglichen Problemen schaltete sich der Schulleiter ein und teilte sie meiner Klasse zu.

Das Mädchen war zehn Jahre alt, benahm sich aber wie ein Kind, das halb so alt war. Da sie die Regeln nicht verstand, verließ sie oft das Klassenzimmer und weinte, wenn jemand versuchte, sie daran zu hindern. Sie bekam Wutanfälle und lief im Raum auf und ab, wenn sie ihren Willen nicht bekam. Nichts konnte sie beruhigen. Wenn sie jemanden mit Essen sah, das sie haben wollte, schlug sie zu, wenn man es ihr nicht geben wollte.

Wenn ich sie kritisierte, schlug sie mich und jagte mich manchmal sogar bis in mein Büro. Sie beschädigte das Klassenzimmer und unsere Computer. Wenn jemand versuchte, sie davon abzuhalten, weinte sie unaufhörlich. Wenn sie einen Wutanfall bekam, konnte niemand etwas dagegen tun. Nachdem ich ihre Familie kontaktiert hatte, erklärte sich ihre Großmutter bereit, sie zur Schule zu begleiten. Wenn das Mädchen sich wirklich störend verhielt, nahm sie sie aus dem Klassenzimmer, um sie zu beruhigen.

Jedes Mal, wenn ich ihr gegenübertreten musste, hatte ich ein flaues Gefühl im Magen und verspürte eine unbeschreibliche Beklemmung. Ich war wütend auf die Schulleitung, weil sie dieses Mädchen in meine Klasse gesteckt hatte, und beschwerte mich bei den anderen Lehrern im Lehrerzimmer über ihr Verhalten. Ich sagte sogar zu den Schulverwaltern: „Was soll ich mit diesem Kind machen? Sie stört den Unterricht. Ich ärgere mich jedes Mal, wenn ich sie sehe!“

Ich vergaß völlig, dass ich eine Kultivierende war, und verhielt mich wie ein gewöhnlicher Mensch voller Groll. Ich beschloss, dass ich mit meiner Mutter, die ebenfalls Praktizierende ist, über das Problem sprechen musste.

„Meister Li hat diese Gelegenheit geschaffen, um deine Xinxing zu stärken“, sagte meine Mutter. „Wenn das Mädchen den Unterricht stört, kannst du aufrichtige Gedanken aussenden, um die alten Mächte, die sie kontrollieren, zu beseitigen. Dieses Mädchen hat auch eine Schicksalsverbindung zu Dafa.“ Sie wies mich darauf hin, dass ich keine Barmherzigkeit für das Mädchen empfand und meine Geduld mit ihr nicht verlieren sollte.

Ich dachte weiter darüber nach und erkannte, dass es mir tatsächlich an Barmherzigkeit mangelte. Ich hatte mich nicht in die Lage der Schüler versetzt. Wenn sich diese drei Jungen danebenbenahmen, verlor ich die Beherrschung, und wenn ich sie anschrie, fing auch dieses Mädchen an zu schreien. Wenn ich hingegen ruhig mit ihnen sprach, lächelte mich das Mädchen an. Warum hatte ich das vorher nicht bemerkt?

Mir wurde auch klar, dass es an der Zeit war, die Großmutter des Mädchens zu bitten, ihr beizubringen, „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“ zu rezitieren.

Und so sprach ich mit der Großmutter des Mädchens über Falun Dafa und erklärte ihr, warum es wichtig sei, jeden Abend gemeinsam mit ihrer Enkelin „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“ zu rezitieren. Sie erzählte mir, dass meine Mutter ihr bereits einige Dafa-Broschüren über die Verfolgung gegeben und ihr geholfen habe, aus der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) auszutreten.

„Es wäre wunderbar, wenn das Rezitieren von „Falun Dafa ist gut“ meiner Enkelin helfen könnte!“ Sie wollte mir sogar 500 Yuan (ca. 67 Euro) für meine Mühen geben.

„Danke, aber ich kann das Geld nicht annehmen“, sagte ich ihr. „Das ist unser Schicksal. Ich praktiziere Falun Dafa. Das ist etwas, was ich tun sollte!“

Anfang Dezember begann ich, das Buch Zhuan Falun auswendig zu lernen. Ich rezitierte das Fa, wann immer ich Zeit hatte, und begann, meine Anhaftungen wie Groll und Ungeduld zu erkennen. Ich wollte sie loswerden und Barmherzigkeit herauskultivieren.

Nachdem ich meine Einstellung geändert hatte, hörte das Mädchen allmählich auf zu weinen und Wutanfälle zu bekommen. Sie hatte zwar gelegentlich noch Stimmungsschwankungen, konnte aber verstehen, was ich sagte.

Ich verspürte von Zeit zu Zeit noch Groll und konnte mich nicht beherrschen. Als der Meister sah, dass ich zu kämpfen hatte, erleuchtete er mich in einem Traum. Es war kurz nach Beginn des neuen Halbschuljahrs. Ich träumte, dass ich eine Prüfung ablegte. Der erste Teil der Prüfung war ein Chinesisch-Test, den ich leicht bewältigte. Der zweite Teil war ein Mathematik-Test, und auch diese Fragen konnte ich alle beantworten. Dann ging ich mit einem Korb voller goldener Körner nach Hause. Ich schaute auf den Korb und dachte: „Hoffentlich hat dieser Korb keine Löcher.“

Ich entdeckte einen Riss am Boden des Korbes und bemerkte, dass eine kleine Menge Getreide herausgefallen war. Ich dachte mir, dass das keine große Sache sei, und ging weiter. Auf halbem Weg nach Hause wurde der Weg vor mir sehr schmal. Auf der rechten Seite befand sich die Wand eines Hauses mit Fenstern, aber ohne Tür, und auf der linken Seite war ein sehr hoher Damm. Ich ging schnell den Weg entlang, hielt mich dicht an der Wand und hielt den Korb fest. Nachdem ich durchgegangen war, schaute ich zurück auf den schmalen Weg und ging weiter nach Hause.

Ich erzählte meiner Mutter von diesem Traum. Sie sagte, dass die Schüler in meiner Klasse mir helfen sollten, mein Xinxing zu erhöhen. „Dieses geistig behinderte Mädchen ist kein gewöhnliches Kind. Du kannst mehr aufrichtige Gedanken aussenden und die schlechten Wesen in anderen Dimensionen beseitigen, die das Mädchen manipuliert haben, dich zu stören. Du kannst ihr beibringen, ‚Falun Dafa ist gut‘ zu rezitieren.“ Sie wies mich auch darauf hin, dass es mir noch an Barmherzigkeit mangele.

Ich stimmte meiner Mutter zu und dachte: „Das stimmt. Müsste das Getreide im Korb nicht gemahlen werden?“ Ich schaute nach innen und sah, dass ich nicht genug Barmherzigkeit hatte und dass ich an Groll, Ungeduld und Eigeninteresse hing.

Ich nahm mir vor, meinen Kopf mit mehr Fa zu füllen und meine aufrichtigen Gedanken stark zu halten, deshalb ermahnte ich mich immer wieder: „Ich bin eine Dafa-Praktizierende. Ich muss diesen Schülern gegenüber barmherzig sein. Ich muss geduldiger sein, besonders mit diesem Mädchen.“

So begann ich, das Mädchen mit mehr Geduld zu behandeln. Manchmal, wenn die anderen Schüler ihre Übungen machten, ging ich zu dem Mädchen hinüber und half ihr, „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“ zu rezitieren. Sie wiederholte Wort für Wort nach mir und lächelte. Allmählich fühlte ich mich nicht mehr so frustriert und hegte keinen Groll mehr; ich fand sie sogar ziemlich liebenswert.

Seitdem hat sich das Mädchen sehr verändert. Früher hatte sie während des Unterrichts gegessen und überall Müll herumgeworfen. Wenn ich ihr jetzt sage, sie solle den Müll in den Mülleimer werfen, versteht sie das und tut es auch. Sie kann länger ruhig auf ihrem Platz sitzen, ohne zu weinen oder zu quengeln. Wenn ich ihr sage: „Benimm dich, du bist ein braves Mädchen“, lächelt sie und sagt: „Okay, ich benehme mich.“ Wenn sie sich im Unterricht gut benimmt, lobe ich sie: „Was bist du doch für ein braves Mädchen!“

Heute begleitet ihre Großmutter sie nicht mehr zur Schule. Wenn ich während des Unterrichts alle auffordere, aufmerksam zu sein, sitzt sie still wie die anderen. Früher stellte sie sich nach der Schule nicht in die Reihe und rannte sofort nach dem Klingeln nach draußen. Jetzt weiß sie, dass sie sich ordentlich anstellen muss. Alle Lehrer der Schule sagen, dass das Mädchen sich wesentlich besser verhält als früher. Ich erzählt ihnen, dass ich empfohlen hätte, „Falun Dafa ist gut“ zu rezitieren.

Ich habe meine Ungeduld, meine Selbstsucht und meinen Groll abgelegt und Barmherzigkeit entwickelt. Auch die drei ungezogenen Jungen benehmen sich viel besser. In meiner Klasse herrscht nun Frieden.

Ich bin dem Meister so dankbar! Daher werde ich mich weiterhin gut kultivieren, eine würdige Dafa-Schülerin sein und den Erwartungen des Meisters gerecht werden.