(Minghui.org) Ich begann im April 1999, Falun Dafa zu praktizieren. In der Regel machten die Praktizierenden auf dem Übungsplatz zuerst die Meditation und danach die Übungen 1–4. Deshalb lernte ich am ersten Tag nur die vier ersten Übungen. Auf dem Heimweg war ich beschwingt und mein Körper fühlte sich unglaublich leicht an. Ich war verblüfft und begeistert über diese Leichtigkeit. Denn trotz meiner nur 42 Jahre war ich gebrechlich und übergewichtig, meine Augen waren lichtempfindlich und ich litt an Hepatitis, Gallensteinen, Gastritis, Neurasthenie sowie vielen anderen Beschwerden. Deshalb fand ich es erstaunlich, dass sich mein Körper auf einmal so leicht anfühlte! Von da an glaubte ich an die Existenz von Gottheiten und dass Falun Dafa eine wahre Kultivierungsmethode ist. So wurde ich eine Falun-Dafa-Praktizierende.
Rund drei Monate später, am 20. Juli 1999, befahl die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) die Verfolgung von Falun Dafa. Sie verbreiteten rund um die Uhr Propaganda, die Falun Dafa diffamierte und unterdrückte. In ganz China war eine erdrückende und beängstigende Atmosphäre spürbar. Trotz des Drucks hatte ich keine Angst.
Die KPCh verurteilte mich unrechtmäßig zu drei Jahren Gefängnis. Als mich meine Familie nach Ablauf meiner Haftzeit nach Hause holen wollte, brachten mich die Gefängnisbeamten in das örtliche Büro 610. Dennoch hielt ich entschlossen an meiner Kultivierung fest.
Ich widme mich hingebungsvoll den drei Dingen, die der Meister von uns verlangt, vor allem der Aufklärung über die wahren Umstände. Dies stellte für mich eine große Herausforderung dar, da ich tagsüber arbeitete, um meinen finanziellen Beitrag an die Familie zu leisten und unsere Schulden abzubezahlen. Abends verteilte ich Informationsmaterialien und sprach mit den Menschen, die mir begegneten, über die Verfolgung.
Schwierigkeiten überwinden
Ich wollte mich unbedingt kultivieren, aber das Fa-Lernen fiel mir sehr schwer. Ich konnte mich nicht konzentrieren, wurde beim Lesen schläfrig und verstand den Sinn des Gelesenen nicht. Da ich mir jedoch über die Wichtigkeit des Fa-Lernens im Klaren war, lernte ich es fleißig weiter. Wenn ich mich im Sitzen nicht konzentrieren konnte, kniete ich mich hin; wenn meine Gedanken abschweiften, las ich im Stehen.
Als ich einmal stehend das Fa lernte, taumelte ich plötzlich nach vorne und stürzte dabei beinahe zu Boden. Als ich mich wieder aufrichtete, sah ich eine rußige menschenähnliche Gestalt von etwa zwei Zentimetern Dicke vor mir auf dem Boden. Ich wusste, dass meine Entschlossenheit, das Fa zu lernen, dieses Etwas aus meinem Körper vertrieben hatte. Danach fiel mir das Fa-Lernen leichter und ich konnte es verinnerlichen. Doch schon bald darauf kehrte alles zum Alten zurück und das Lernen des Fa stellte für mich erneut eine Hürde dar. Trotzdem gab ich nicht auf.
Auf eine Wohnung verzichten
Mein Mann und ich arbeiteten für einen großen Konzern. Unsere Firma stand kurz vor der Übernahme; die Muttergesellschaft half uns beim Regeln einiger Angelegenheiten. Sie wies dem Vizepräsidenten unserer Tochtergesellschaft eine große Wohnung zu, sodass seine Wohnung frei wurde. Mein Mann erhielt den Schlüssel zur ehemaligen Wohnung des Vizepräsidenten und wir wurden gebeten, vom achten in den fünften Stock umzuziehen.
Mein Mann wechselte das Schloss aus und wollte ein paar Sachen in die Wohnung bringen. Er befürchtete, dass während seiner einmonatigen Geschäftsreise Komplikationen auftreten könnten. „Nicht nötig“, sagte ich zu ihm. „Die Muttergesellschaft hat uns die Wohnung aus freien Stücken überlassen; wir haben sie nicht durch unlautere Wege bekommen.“ Mein Mann stimmte dem zu.
Einige Tage später betrat der Firmenfahrer mein Büro und fragte: „Ich habe gehört, dass die Wohnung des Vizepräsidenten Ihnen zugeteilt wurde. Ist das wahr?“ Ich bejahte. Der Fahrer arbeitete temporär in unserer Firma ohne Aussicht auf eine Festanstellung, da die Firma übernommen wurde. Er stammte aus einer ländlichen Gegend und war ledig. Aufgrund der Firmenübernahme spielte der Unterschied zwischen temporären und Festangestellten keine Rolle mehr. Er hatte keinen Anspruch auf eine Wohnung, hatte aber diejenige, die uns zugeteilt worden war, ins Auge gefasst. Ich wusste auch, dass es hinsichtlich dieser Wohnung eine Vorgeschichte zwischen ihm und dem Geschäftsführer unserer Tochtergesellschaft gab. Da mein Mann und ich jedoch festangestellt und in die Jahre gekommen waren, gab es für uns keine weitere Chance mehr, eine Wohnung zu bekommen. Deshalb hatte das Unternehmen uns vor dem Firmenaufkauf die Wohnung zugeteilt.
Noch am selben Abend entfernte der Fahrer die Tür der uns zugeteilten Wohnung und ersetzte sie durch eine neue Sicherheitstür. Als meine Tochter am nächsten Morgen auf dem Weg zur Schule bemerkte, dass die Tür ausgetauscht worden war, eilte sie zu mir zurück, um mich darüber zu informieren. Ich ging nach unten, um nachzusehen, und sah, dass sich der Fahrer die Wohnung unter den Nagel gerissen hatte.
Ich war wütend, ermahnte mich jedoch sogleich, dass ich, da ich ja Falun Dafa praktizierte, als wahre Kultivierende den Anforderungen des Dafa folgen und in jeder Situation zuerst an die anderen denken sollte. Obwohl es mir schwerfiel, sollte ich dem Fahrer die Wohnung überlassen. Ich griff zum Telefon, rief den Parteisekretär der Firma an, schilderte ihm die Situation und erklärte, dass wir die Wohnung dem Fahrer überlassen würden. Diesen plagte das Gewissen. Schließlich musste er 20.000 Yuan (etwa 2.400 Euro) für die Wohnung hinblättern. Nachdem ich aus meiner unrechtmäßigen Haft freigelassen worden war, bot er mir mehrmals seine Hilfe an: „Sag mir, wenn du Geld brauchst. Ich werde es dir leihen.“ Ich lehnte dankend ab und erklärte, dass dies nicht nötig sei.
Schulden begleichen
2004 kehrte ich nach drei Jahren widerrechtlicher Inhaftierung nach Hause zurück. Mein Mann hatte unsere gesamten Ersparnisse verspielt und zusätzlich Schulden in Höhe von 30.000 Yuan angehäuft. Unser Sohn stand vor dem Eintritt in die Oberstufe und unsere Wohnung musste renoviert werden, was ich bereits vor drei Jahren geplant hatte. Mein Mann sagte zu mir: „Du kannst die Wohnung nicht renovieren, ich habe sie verschenkt.“ Die Bodenfliesen, die einst modern gewesen waren, hatten Risse und waren jetzt uneben.
In der Nacht meiner Freilassung hatte der Schwager meines Mannes unter dem Vorwand, mich zu besuchen, vorbeigeschaut; tatsächlich aber wollte er Geld. Alle dachten, dass ich meine Ersparnisse vor meinem Mann versteckt hätte. Als Arbeiterfamilie war unsere finanzielle Situation nicht schlecht. Aber ich praktiziere Falun Dafa und richte mich nach den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht. Das erste Prinzip ist Wahrhaftigkeit – wie hätte ich also vor meinem Mann Geld verstecken können?
Ich sagte zu dem Neffen: „Ich werde dir die 10.000 Yuan innerhalb von zwei Wochen zurückzahlen. Aber kannst du mir morgen 3.000 Yuan leihen? Ich werde dir alles auf einmal zurückgeben.“ Er willigte ein. Ich pflegte ein herzliches Verhältnis zu seiner Familie und er vertraute mir. Ich brauchte die 3.000 Yuan, um eine Schuld zu begleichen. Denn kurz nach meiner Freilassung hatte jemand angerufen und gesagt, dass mein Mann jemandem 3.000 Yuan schulde. Als ich meinen Mann fragte, bestätigte er es.
Vor der Kultivierung hatte ich in Aktien investiert, genauer gesagt in Investmentfonds, und dabei zwei Aktien erworben. Da Falun-Dafa-Praktizierende nicht mit Aktien handeln sollten, beschloss ich, sie zu verkaufen. Ich versuchte, beide Aktien gleichzeitig zu verkaufen, konnte jedoch nur eine abstoßen. Die andere ließ sich einfach nicht verkaufen, egal zu welchem Preis. Ich versuchte es mehrmals, jedoch ohne Erfolg, und so gab ich schweren Herzens auf. Kurz darauf wurde ich verfolgt und zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Nach meiner Freilassung musste ich meine Schulden zurückzahlen und versuchte erneut, die Aktie zu verkaufen. Diesmal ging sie sofort weg – für etwa 14.000 Yuan. Ich beglich die Schulden in Höhe von 13.000 Yuan und hatte etwas über 1.000 Yuan übrig.
Das Leben ist teuer: Die Ausbildung eines Kindes kostet Geld und es gab ständig soziale Verpflichtungen. Der Lohn meines Mannes war nicht hoch und meiner auch nicht. Zusammen verdienten wir weniger als zweitausend Yuan im Monat. Zum Glück verstehe ich, kompetent mit einem Haushaltsbudget umzugehen. Sparen ist gleichbedeutend mit Verdienen, deshalb verschwendete ich keinen einzigen Cent. Einen Monat lang gab ich nur fünf Yuan für Lebensmittel aus. Mein Mann war beruflich unterwegs und mein Sohn im Internat, daher war ich allein zu Hause. Ich aß nur zwei Mahlzeiten am Tag, Frühstück und Abendessen, da mein Chef das Mittagessen zur Verfügung stellte. Ich kaufte zweimal Pak Choi für je einen Yuan und eine kleine Flasche fermentierten Tofu für etwa vier Yuan. So kam ich durch den Monat. Am dritten Tag des chinesischen Neujahrsfestes ging ich zur Werkstatt, um mein Fahrrad abzuholen, und fand am Eingang eine Geldbörse mit mehr als zehn 100-Yuan-Scheinen darin. Ich gab sie dem Werkstattbesitzer.
Nach einem Motorradunfall unverletzt
Einmal überquerte ich eine Straße, an der es nur einen Zebrastreifen und keine Ampel gab. Fußgänger überquerten die Straße, wenn kein Auto kam. Ich wurde von einem Motorrad erfasst und über zehn Meter weit geschleudert. Auf dem Motorrad saßen zwei Männer.
Ich begriff nicht, was passiert war und sah nur eine Menge Wanderarbeiter mit Decken und Werkzeugen zum Graben. Sie beeilten sich, einen Bus zu erreichen und schubsten mich vorwärts. Ich konnte nicht mithalten und stürzte zu Boden, woraufhin sie einfach über mich hinweg trampelten. Auf dem Boden liegend schrie ich: „Ihr habt mich umgestoßen!“
Auf einmal stand ein großer Mann neben mir, breitete schützend die Arme aus und rief: „Geht aus dem Weg! Da ist jemand umgestoßen worden!“ An mich gewandt sagte er: „Steh schnell auf!“ Ich stand auf und sah mich um, sah aber weit und breit keine Wanderarbeiter. Da war nur ich. Dann bemerkte ich mitten auf der Straße ein Motorrad, auf dem zwei Männer saßen und mich anstarrten. Ich wusste nicht, was passiert war, hörte aber jemanden sagen: „Du hast eine alte Frau angefahren und sie durch die Luft geschleudert. Was nun?“ Da begriff ich, dass sie mich mit ihrem Motorrad angefahren hatten.
Ich trat sogleich auf die beiden jungen Männer zu und versicherte: „Keine Sorge, es geht mir gut. Ich praktiziere Falun Dafa. Ich bin unverletzt und verlange keine Entschädigung. Fahren Sie in Zukunft bitte langsamer. Sie haben heute eine Falun-Dafa-Praktizierende angefahren – wäre es jemand anderes gewesen, hätten Sie sich sicher eine Menge Ärger eingehandelt.“
Dann kramte ich ein Amulett mit Informationen über Falun Dafa aus meiner Tasche und gab es ihnen. Sie nahmen es, standen aber weiterhin wie versteinert da. Ein Passant sagte: „Fahrt schnell weiter, ihr habt heute einen guten Menschen getroffen.“ Schließlich fuhren die beiden, immer noch starr vor Schreck, auf mein Drängen und das des Passanten langsam davon.
Am darauffolgenden Tag schmerzte mein ganzer Körper. Ich sagte zu den Schmerzen: „Ich bin eine Falun-Dafa-Praktizierende.“ Nach diesen Worten verschwanden die Schmerzen. Einige Tage erzählte mir eine Praktizierende, deren Himmelsauge geöffnet war, sie habe gesehen, wie ich bei einem Unfall ums Leben gekommen war. Sie habe die Praktizierende Lin angerufen und sich nach mir erkundigt. Lin habe ihr versichert, dass es mir gutgehe, aber sie habe ihr nicht geglaubt. Daraufhin habe Lin zu ihr gesagt: „Wenn du mir nicht glaubst, dann ruf sie an!“ Als sie mich anrief, erklärte ich ihr: „Was du gesehen hast, ist tatsächlich wahr, aber was bei dem Unfall getötet wurde, war ein Ich von mir, das aus Karma bestand. Ich stehe unter dem Schutz des Meisters und habe nicht einmal einen Kratzer abbekommen.“
Einige Jahre später wurde ich beim Überqueren eines Zebrastreifens mit dem Fahrrad von einem abbiegenden Auto erfasst. Das Auto fuhr einfach weiter. Eine Stimme sagte: „Schnell, notiere sein Kennzeichen, damit du ihn finden kannst.“ Ich wurde sofort hellwach und dachte: „Warum sollte ich nach ihm suchen?“ Daraufhin stand ich auf, nahm mein Fahrrad und fuhr einfach weiter.
Nach einer Weile fing mein Knöchel an zu schmerzen. Aber ich fuhr weiter und sagte im Stillen zum Meister: „Meister, wenn ich ihm aus einem früheren Leben etwas schulde, dann ist es in Ordnung, dass er mich angefahren hat. Ich werde den Schmerz ertragen. Aber wenn ich ihm nichts schulde, lehne ich diesen Schmerz ab.“ Nachdem ich diesen Gedanken formuliert hatte, verschwand der Schmerz.
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