(Minghui.org) Viele Praktizierende kennen vielleicht diese Situation: Immer wenn ich das Fa lerne, die Übungen praktiziere oder aufrichtige Gedanken aussende, schweifen meine Gedanken ab. Da ich in dem Moment unkonzentriert bin, kann ich das Gelesene nicht richtig aufnehmen. Meine aufrichtigen Gedanken sind dann schwach und wenn ich die Übungen praktiziere, mache ich sie nur routinemäßig.

Mir war klar, dass ich diesen Zustand ändern musste. Aber schon bald danach passierte es wieder. Nun möchte ich meine Erkenntnisse dazu mitteilen.

Ein Beispiel: Während der Übungen denke ich plötzlich an die Würstchen im Kühlschrank: „Sie sollten in den Gefrierschrank, sonst verderben sie. Ich sollte das gleich machen, sonst vergesse ich es!“ Sobald ich solche Gedanken habe, unterbreche ich die Übungen und erledige es. Diese Art von Ablenkung tritt immer dann auf, wenn ich das Fa lerne, die Übungen mache oder aufrichtige Gedanken aussende.

Aber warum denke ich beim Üben an diese Dinge und lasse mich ablenken? Ich habe erkannt, dass es eine Störung ist. Wir dürfen uns nicht ablenken lassen und sollten jeden falschen Gedanken sofort beseitigen. Wir dürfen dieser Störung nicht nachgeben, denn diese Gedanken entsprechen nicht dem Fa. Wenn wir glauben, dass diese Gedanken unsere eigenen sind, lassen wir uns dann nicht von ihnen kontrollieren?

Wir sollten uns nicht von diesen äußeren Einflüssen leiten lassen und tun, was sie von uns verlangen, denn es führt dann dazu, dass wir das Fa-Lernen, die Übungen und das Aussenden der aufrichtigen Gedanken vernachlässigen.

Der Meister erklärt:

„Es gibt noch eine andere Situation, die ,Unbewusst den dämonischen Weg praktizieren‘ heißt. Was bedeutet Unbewusst den dämonischen Weg praktizieren? Das heißt, jemand praktiziert einen dämonischen Weg, ohne es zu wissen. Diese Situation kommt häufig vor, einfach zu häufig. Wie ich schon ein anderes Mal gesagt habe, haben viele Menschen falsche Gedanken, während sie die Übungen machen. Du siehst, dass ein Mensch die Pfahlstellung übt und seine Hände und Füße vor Müdigkeit zittern. Sein Kopf bleibt aber nicht untätig; er denkt: ,Die Preise werden steigen. Ich muss einkaufen gehen. Nach den Übungen gehe ich gleich einkaufen, sonst wird alles teurer.‘“ (Zhuan Falun, 2019, S. 238 f.)

Als ich das las, wurde mir klar, dass diese wilden Gedanken keine Kleinigkeit sind. Lassen wir uns von ihnen ablenken, praktizieren wir möglicherweise unbewusst einen dämonischen Weg.

Meiner Meinung nach besteht eine der größten Herausforderungen in unserer Kultivierung darin, unser wahres Selbst von allen erworbenen Anschauungen, einschließlich unserer menschlichen Gedanken, zu unterscheiden. Wir dürfen diesen ablenkenden Gedanken auf keinen Fall folgen, sondern müssen auf den Meister und das Fa hören. Unser Hauptbewusstsein darf nicht so schwach sein, sonst gehen wir, wie der Meister sagt, „einen dämonischen Weg“. Wenn wir nicht aufmerksam sind, kultivieren wir uns dann nicht vergeblich?

Ein weiteres Problem, auf das wir achten sollten, tritt auf, wenn unser Hauptbewusstsein nicht stark ist oder wir nachlässig werden.

Krankheitssymptome nicht anerkennen

In letzter Zeit war ich oft durstig und hatte ständig das Bedürfnis, auf die Toilette zu müssen. Plötzlich kam mir der Gedanke, dass es ein Symptom für hohen Blutzucker sein könnte. Ich erkannte nicht, dass dieser Gedanke eine Störung war, sondern holte mein Handy heraus und suchte nach den Symptomen für Hyperglykämie und wie man ihr vorbeugen kann.

Der Meister sagt:

„Die sich wirklich Kultivierenden haben keine Krankheiten, sie sind schon alle von meinem Fashen beseitigt worden, es wird all das erledigt, was erledigt werden soll.“ (Erläuterung des Fa für die Falun-Dafa-Betreuer in Changchun, 18.09.1994)

War mein Suchen auf dem Handy nicht ein Eingeständnis, dass ich eine Krankheit hatte?

Ein paar Tage später verstand ich, dass der Gedanke, ich hätte Hyperglykämie, eine Störung war. Ich praktiziere Falun Dafa, wie konnte ich mich von diesen falschen Krankheitssymptomen verwirren lassen?

Der Meister sagt:

„Sobald du auch nur das Wort ,krank‘ sagst, höre ich es schon ungern.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 113)

Wenn der Meister sagt, wir haben keine Krankheiten, bin ich auch nicht krank. Ist mein Gedanke, dass ich krank bin, nicht ein Zeichen dafür, dass ich nicht an den Meister glaube? Ich bin ein Praktizierender und der Meister hat meinen Kultivierungsweg arrangiert, daher weigere ich mich, diese Störung anzuerkennen.

Als ich mir darüber klar wurde und mich anhand der Fa-Prinzipien erhöhte, entspannte sich mein Körper und ich verspürte keinen Durst mehr.

Nach meiner Erfahrung müssen wir das Fa mehr lernen und somit unser Hauptbewusstsein stärken. Wenn äußere Einflüsse auftauchen, sollten wir sie mit dem Fa beurteilen und auf den Meister hören. Nur dann können wir das Risiko verringern, auf unserem Kultivierungsweg vom Weg abzukommen.

Das ist mein derzeitiges begrenztes Verständnis. Bitte korrigiert mich, wenn ihr etwas bemerkt, wo ich mich verbessern sollte.