(Minghui.org) Als ich an meiner ersten Falun-Dafa-Parade teilnahm, war ich von der Darbietung der Tian Guo Marching Band tief bewegt und wollte der Band beitreten. Die Tian Guo Marching Band ist ein unverzichtbarer Bestandteil von Paraden, da ihre Auftritte die Erhabenheit und Pracht von Falun Dafa zum Ausdruck bringen. Als mich 2010 ein Praktizierender fragte, ob ich der Band beitreten wolle, sagte ich deshalb sofort zu.
Im Handumdrehen sind 15 Jahre vergangen. Als ich der Band beitrat, war ich noch Student, doch mittlerweile bin ich Vater von zwei Kindern. Ich schätze mich sehr glücklich, an Paraden auf der ganzen Welt teilnehmen zu dürfen, darunter in Hongkong, Taiwan, New York und Neuseeland. Danke, Meister, für Ihren gütigen Schutz, und danke euch, Mitpraktizierende, für eure aufrichtigen Gedanken. In diesem Jahr ist auch meine Tochter offiziell der Band beigetreten und spielt Flöte. Sie ist das jüngste Mitglied unserer Band.
Ich spiele die Basstrommel. Als ich der Band beitrat, war mein Rhythmusgefühl schwach und meine Schläge immer falsch. Nur dank meiner unerschütterlichen Entschlossenheit weiterzumachen, habe ich durchgehalten. Unsere Proben fanden in der Turnhalle der örtlichen Grundschule statt, die Bedingungen waren also nicht ideal. Außerdem hatten wir Schwierigkeiten, Schlagzeuge zu kaufen. Mit der Zeit wurden wir besser.
Das Stück „Schätze überbringen“ beginnt mit einem sanfteren Rhythmus, doch ich neigte dazu, einen Schlag zu früh einzusteigen. Die anderen Praktizierenden halfen mir immer dabei, meinen Rhythmus zu korrigieren. Ich weiß nicht, warum ich die Trommel so kräftig schlug, obwohl ich im falschen Takt war. Wir kannten unsere Grenzen wirklich nicht – wir hatten einfach nur den Wunsch, dem Meister bei der Fa-Berichtigung zu helfen. Unter der Anleitung des Meisters und dank der barmherzigen Ermutigung durch andere Praktizierende habe ich viele Schwierigkeiten überwunden, die mir vorher unmöglich erschienen waren.
Teilnahme an Paraden in Hongkong
Wenn ich darüber berichte, welche Erfahrungen ich seit meinem Beitritt zur Band gemacht habe, ziehen die Bilder wie in einem Film vor meinem inneren Auge vorbei. Am tiefsten haben sich mir die Paraden in Hongkong eingeprägt.
Das Böse wütete und die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) entsandte bei jeder Veranstaltung im Zusammenhang mit Falun Dafa in Hongkong Leute, die störten. Die Praktizierenden dort baten Praktizierende aus anderen Ländern, zu kommen und zu helfen. Als wir den Praktizierenden zuhörten, die von den Paraden in Hongkong zurückkehrten und von ihren Erfahrungen berichteten, war ich von ihrem Kultivierungszustand bewegt. Obwohl es in Australien nur wenige Bandmitglieder gab, meldeten wir uns für die Paraden an. Es war schwierig, meine Basstrommel einzuchecken, um fliegen zu können. Wenn ich mich jetzt an meine Erfahrungen zurückerinnere, bin ich den Praktizierenden, die uns von ihren Erfahrungen in Hongkong berichteten, wirklich dankbar.
Meine Tochter war damals noch sehr jung. Aber nachdem wir das mit meiner Familie besprochen hatten, die ebenfalls Praktizierende sind, beschlossen wir, sie mitzunehmen. Wir meldeten uns für die Parade am 25. April an. Im April ist es in Hongkong sehr heiß und schwül und es ist auch Regenzeit. Hätten wir nicht durch ständiges Üben auf unseren Instrumenten eine gute Grundlage geschaffen, hätten wir nicht die körperliche Kraft und Ausdauer für die stundenlange Parade gehabt. Die Parade in Hongkong war eine sehr große Herausforderung.
Nachdem unser Flugzeug gelandet war, eilten wir zum Hotel. Wir mussten einen Bus zum vereinbarten Treffpunkt nehmen, wo wir die Übungen machen sollten. Zunächst verstand ich nicht, warum wir sie vor der Parade machen mussten. Aber später wurde mir klar, dass ich vielleicht ohne die Übungen nicht durchgehalten hätte.
Nach den Übungen probten wir die Stücke. Die drei Bandleiter stellten sich in einer Reihe auf und führten mit ihren Stäben das Muster für das Stück „Falun Dafa ist gut“ vor. Die Percussion-Gruppe setzte ein und als wir „Falun Dafa ist gut“ spielten, hatte man das Gefühl, die Melodie würde durch den ganzen Himmel hallen. Die Lautsprecher der KPCh versuchten, uns zu übertönen. Ich bin in China geboren, lebte aber seit Jahren in Australien und war daher nicht daran gewöhnt, dem Bösen so nahe zu sein. Durch diese Erfahrung konnte ich die Schwierigkeiten der Praktizierenden in Hongkong tief nachempfinden, die in einem derart intensiven Umfeld lebten.
Nachdem wir geprobt hatten, machten wir uns auf den Weg zum Startpunkt der Parade. Wir mussten den Bus nehmen. Meine Frau und ich wurden dabei getrennt. Ich fühlte mich unwohl, aber als ich die Praktizierenden mit ihren blauen Mützen sah, die alle wie Soldaten aussahen, die darauf warteten, ins Schlachtfeld zu ziehen, inspirierte das meine aufrichtigen Gedanken. In diesem Moment bemerkte ich, wie meine Frau und meine Tochter mir aus einem anderen Bus zuwinkten, als dieser vorbeifuhr. Tränen liefen mir über die Wangen. Worte können nicht beschreiben, wie berührt ich war. Still dankte ich dem Meister. Danke, Meister, dass Sie alles so gut arrangiert haben. Das erinnerte mich daran, dass ich einfach nur aufrichtige Gedanken bewahren musste.
Als wir den Startpunkt erreichten, half uns der Musiklehrer aus Taiwan dabei, unsere Instrumente zu stimmen und uns aufzuwärmen. Nachdem wir uns aufgestellt hatten, sah ich, dass es mehr als 20 Basstrommeln und fast 70 Mitglieder in der Percussion-Sektion gab. Das würde eine großartige Parade werden. Es gab fünf Reihen mit Basstrommeln. Der Praktizierende vor mir stammte aus Malaysia. Seine Trommelschläge waren sehr kraftvoll und präzise. Während ich an dieser Parade teilnahm, lernte ich, wie man die Trommel mit beiden Händen spielt, und ich lernte die Trommelpartituren auswendig.
Als die Parade begann, war es schwer, die Melodie der Instrumente hinter uns zu hören. Während der gesamten Parade richtete ich meinen Blick auf den Taktstock des Stabführers. Mir fiel auf, dass Gruppen von Menschen auf beiden Seiten der Straße fotografierten. Auch die Menschen, die die Brücken über uns überquerten, hielten an, um zuzuschauen und Fotos zu schießen. Nach etwa 50 Minuten machten wir Halt und Praktizierende, die zur Unterstützung der Band abgestellt waren, reichten uns Wasser und sprachen uns Mut zu.
Ich dachte, das würde bedeuten, dass wir die Hälfte der Paradestrecke hinter uns hätten. Doch das war erst der Anfang der Parade. Dann blies der Stabführer in seine Pfeife und es folgten vier Stunden Parade ohne Unterbrechung. Nachdem wir etwa drei Stunden lang marschiert und gespielt hatten, taten mir die Schultern so weh, dass ich dachte, ich wäre an meiner Grenze. Ich spielte die Trommel einfach mechanisch weiter und hörte nur noch die Geräusche, die sie machte. Als es besonders anstrengend wurde, passierten wir eine Überführung, wo das Echo der Trommelschläge laut und klar zu hören war. Ich konnte auch die majestätische und prächtige Musik hören, die die verschiedenen Instrumentengruppen hinter uns spielten, als sie die Überführung passierten. Es war sehr bewegend, Teil dieses grandiosen Umzugs zu sein, während er durch das geschäftige Stadtzentrum Hongkongs zog.
Da fühlte ich mich beflügelt und wie neu geboren – wir zeigten den Menschen in Hongkong die wunderbare Natur von Dafa. Sogar meine Schulterschmerzen ließen nach.
Die Parade endete vor dem chinesischen Konsulat. Ich hatte das Gefühl, dass dies auch der Höhepunkt des Kampfes zwischen Gut und Böse war. Der Stabführer blieb direkt vor dem chinesischen Konsulat stehen und wir passten unsere Formation in perfekter Übereinstimmung an. Wir stellten uns in einer horizontalen Reihe auf und hörten nicht auf zu spielen. Es fühlte sich an, als hätten unsere Körper unbegrenzte Kraft. Nachdem alle Gruppen eingetroffen waren, verdunkelte sich der Himmel. Das LED-Licht am Stab leuchtete in der Nacht besonders hell. Wir traten dort vor Ort noch fast zwei weitere Stunden lang auf.
Als die Veranstaltung zu Ende war, half uns der Praktizierende, der für die Busse zuständig war, beim Einladen unserer Instrumente. Erst da wurde mir bewusst, wie viele Bandmitglieder es gab. Es war ein sehr bewegender Anblick. Als ich meine Trommel abstellte, fühlten sich meine Schultern an, als würden sie gleich auskugeln, und ich hatte keine Kraft mehr, meine Trommel einzupacken. Eine ältere Praktizierende packte ihr Instrument schnell zusammen und half dann den anderen. Als junger Mann schämte ich mich. Ich empfand dies als Ausdruck des wahren Edelmutes einer Praktizierenden und als Beweis dafür, wie wundersam Falun Dafa ist.
Ich möchte den ehemaligen Bandmitgliedern sagen: Liebe Mitpraktizierende, die ihr die Band aus verschiedenen Gründen verlassen habt: Ich konnte durchhalten, weil ich gesehen habe, wie fleißig ihr euch kultiviert habt und welche aufrichtigen Gedanken ihr hattet. Eure Beharrlichkeit hat mir als Neuling das Gefühl von Verantwortung und Berufung vermittelt, mich in der Band zu engagieren. Immer mehr neue Praktizierende schließen sich uns nun an. Ich hoffe, dass ich in Zukunft gemeinsam mit ihnen diesen Kultivierungsweg – unsere Band – beschreiten kann.“
Fünfzehn Jahre mögen sehr lang erscheinen, doch angesichts der großen Fa-Berichtigung sind sie nur ein flüchtiger Augenblick. Worte können meine Dankbarkeit gegenüber dem Meister und meinen Respekt gegenüber den Mitpraktizierenden nicht beschreiben.
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