(Minghui.org) In diesem Jahr werde ich 75 Jahre alt und praktiziere Falun Dafa nun seit über zwanzig Jahren. Anhand der Erfahrungen meines Sohnes möchte ich zeigen, dass der Meister sich nicht nur um uns Dafa-Praktizierende kümmert, sondern auch um unsere Familienangehörigen. Das trifft besonders dann zu, wenn wir unsere menschlichen Gefühle loslassen.

Mein Sohn ist ein freundlicher, ehrlicher Mensch und ein sehr guter Sohn. Vor vielen Jahren arbeitete er als Polizist in einer abgelegenen Gegend. Einige Jahre später wurde eine Stelle als Abteilungsleiter frei. Die Vorgesetzten ermutigten alle Mitarbeiter, sich zu bewerben.

Mein Sohn zögerte jedoch. Er besaß weder einen Hochschulabschluss noch besondere Beziehungen oder ein soziales Netzwerk. Dennoch rieten ihm mit Nachdruck zwei Kollegen, die beide jeweils eine Polizeistation leiteten, es zu versuchen.

Obwohl er sich schließlich bewarb, rechnete er nicht ernsthaft damit, diese Beförderung zu erhalten. Es gab nur eine einzige freie Stelle und viele Bewerber hofften auf diese Position. Umso größer war seine Überraschung: Er wurde nicht nur zum Abteilungsleiter ernannt, sondern auch in eine Einheit versetzt, die sich in der Nähe des Arbeitsplatzes seiner Frau befand. Zuvor hatten die beiden an unterschiedlichen Orten gelebt. Darüber hinaus lag seine neue Dienststelle in unmittelbarer Nähe zur Provinzhauptstadt.

Einer seiner neuen Kollegen fragte ihn: „Welche Beziehungen sind nötig, um in die Provinzhauptstadt versetzt zu werden? Normalerweise braucht man gute Kontakte und einen entsprechenden Hintergrund. Und natürlich braucht es auch ein bisschen Bestechung.“ Mein Sohn lächelte nur und sagte, er habe weder einen Hintergrund gehabt noch habe er jemanden bestochen.

Als er nach Hause kam, erzählte er mir davon, weil ihm diese Beförderung auch ungewöhnlich vorkam. Auch ich fand die Situation rätselhaft, schenkte dem damals jedoch keine große Beachtung. Erst später wurde mir dann klar: Falun Dafa hatte ihm diese Unterstützung und Verbindung ermöglicht. Diese Erkenntnis erfüllte mich mit großer Freude. Zugleich ermahnte ich mich sofort, keine fanatische Begeisterung zu entwickeln.

Mein Sohn arbeitete sich in seiner neuen Position mit großem Engagement ein und wurde bald darauf zum Leiter einer neu gegründeten Abteilung befördert. Durch das Streichen unnötiger Ausgaben sparte er seiner Abteilung beträchtlich viel Geld. Seine Vorgesetzten schätzten seine Leistung sehr und er erhielt eine Auszeichnung für sein vorbildliches Verhalten. Auch seine Frau wurde öffentlich gelobt.

Einige Jahre später, als er älter wurde, sehnte er sich nach einer weniger anspruchsvollen Tätigkeit. Schließlich wurde er zum Teamleiter einer eher sensiblen Abteilung ernannt.

Als ich davon hörte, stockte mir der Atem. Ich wusste, dass diese Position für ihn schwierig werden könnte. Wenn er sich an der Verfolgung von Dafa-Praktizierenden beteiligte, würde er Karma auf sich laden; wenn er hingegen nichts gegen sie unternehmen würde, könnte er seinen Vorgesetzten keine Ergebnisse vorweisen.

Ich wollte nicht, dass er diese Arbeit übernimmt. Doch dann dachte ich: Vielleicht gibt es einen Grund für diese Versetzung. Schließlich ist es besser, wenn jemand wie mein Sohn diese Position innehat, als jemand, der die wahren Umstände der Verfolgung nicht kennt und blind der Kommunistischen Partei folgt.

Eines Tages sprach ich per Video mit meinem älteren Enkel. Er beklagte sich über seine vielen Hausaufgaben. Ich erinnerte ihn daran, das Mantra zu rezitieren: „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.“

Traurig antwortete er: „Bitte sag das nicht. Papa könnte bald seine Arbeit verlieren. Jemand hat ihn gemeldet.“

Diese Worte schockierten mich zutiefst. Sofort erinnerte ich mich an die Anfangszeit der Verfolgung im Jahr 2000. Damals wurde ich wegen meines Glaubens in ein Internierungslager gebracht. Die Polizei versuchte, mich durch Drohungen bezüglich der Zukunft meines Sohnes dazu zu bringen, Falun Dafa aufzugeben.

Mein Sohn hatte erst wenige Jahre zuvor seine Arbeit aufgenommen und war damals noch ledig. Zu jener Zeit verstand ich die Fa-Prinzipien noch nicht wirklich. Ich sorgte mich sehr um meine Söhne und dachte immer wieder: „Was auch immer ihr mit mir macht – lasst meine Söhne in Ruhe. Ich werde Dafa niemals aufgeben oder andere Praktizierende verraten. Aber ich möchte nicht, dass meinen Söhnen etwas zustößt.“

Ich fühlte mich hilflos und begann zu weinen. Während ich weinte, erinnerte ich mich plötzlich an eine Passage aus dem Zhuan Falun:

„Mancher sagt: ‚Ich werde mehr verdienen und meine Familie absichern. Danach brauche ich mich um nichts mehr zu kümmern und kann mich dann kultivieren.‘ Ich würde sagen, das ist ein unrealisierbarer Wunschtraum. Du kannst nicht in das Leben anderer Menschen eingreifen und ihr Schicksal beeinflussen, einschließlich des Schicksals deiner Frau und deiner Kinder, deiner Eltern und Geschwister. Hast du darüber das Sagen? Außerdem, wie kannst du dich noch kultivieren, wenn du gar keine Sorgen und Probleme mehr hast? Ganz gemütlich die Übungen praktizieren? Wo gibt es denn so etwas? Das denkst du aus der Sicht eines gewöhnlichen Menschen.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 200)

Diese Worte brachten mich zum Nachdenken. Wenn ich ohnehin nicht über das Leben meiner Söhne bestimmen kann, dann muss ich doch auch nicht so verzweifelt sein! Allmählich beruhigte ich mich. Drei Dinge wurden mir klar: Wenn mein Sohn diese Prüfung nicht durchmachen muss, wird sie auch nicht eintreffen und er muss auch nicht leiden. Wenn er sie durchmachen muss, dann wird er damit etwas zurückzahlen, was zurückgezahlt werden muss. Und wenn er wegen mir leidet, wird er dafür mit Tugend belohnt werden.

Diese Erkenntnis brachte mir Frieden. In jener Nacht träumte ich von Kürbisranken, die eine Mauer hinaufwuchsen und mehrere zarte, grüne Kürbisse trugen – ein gutes Zeichen. Zwei Tage später rief ein Wärter meinen Namen und sagte: „Ihr Sohn ist hier und bringt Sie nach Hause!“

Mehr als zwanzig Jahre sind seitdem vergangen, und nun stehe ich wieder vor einer ähnlichen Situation. Ich erinnerte mich an diese drei Punkte und erkannte, dass ich mein Verständnis der Fa-Prinzipien weiter vertiefen musste.

Ich sagte mir: Ich darf mich nicht von menschlichen Gefühlen leiten lassen. Jedes Lebewesen wird vom Meister beschützt – selbst die Gottheiten haben darüber nicht das Sagen. Aus Barmherzigkeit hat der Meister die Lebensspanne vieler Menschen verlängert, damit sie die Wahrheit erkennen und errettet werden können. Deshalb sollte ich meine menschlichen Gedanken und Sorgen loslassen.

Als mein Sohn mich später besuchte, wollte ich wissen, was es mit dem auf sich hat, was mein Enkel erzählt hatte.

Er erklärte: „Es stimmt, jemand hat mich gemeldet. Drei unserer Einheiten werden zu einer zusammengelegt. Der Leiter jeder Einheit musste einen von uns als Hauptverantwortlichen auswählen, während die beiden anderen seine Stellvertreter werden.

Ein Gruppenleiter hat mich daraufhin gemeldet, weil du als meine Mutter Falun Dafa praktizierst und ich deshalb nicht die Führung übernehmen sollte. Doch mein Vorgesetzter erklärte, dass es kein entsprechendes offizielles Dokument gebe, und ernannte mich schließlich dennoch zum Hauptverantwortlichen.“

Mir wurde klar, dass ich immer noch sentimental an meinen Söhnen gehangen hatte, und deshalb diese Prüfung durchmachen musste. Wenn ich diese Bindung wirklich loslassen kann, werden dementsprechend auch diese Prüfungen verschwinden.

Gute Taten werden immer belohnt

Der Grund für das Glück meines Sohnes liegt darin, dass er weiß, wie sehr ich von Falun Dafa profitiert habe und dass Falun Dafa gut ist.

Bevor ich mit dem Praktizieren begann, war ich schwer krank und dem Tod nahe. Zu aller Überraschung erholte ich mich nach Beginn der Kultivierung vollständig. Deshalb unterstützte mich meine ganze Familie beim Praktizieren.

Im Jahr 2000, als die Verfolgung besonders heftig war, hatten viele Menschen große Angst und versuchten aus Selbstschutz, sich von den Praktizierenden fernzuhalten.

Eines Tages sah mein Sohn während seines Dienstes zwei ältere Frauen in Handschellen. Sie wirkten freundlich, und er dachte, dass sie bestimmt Falun-Dafa-Praktizierende sind. Als er sie ansprach, bestätigte sich seine Vermutung.

Es war gerade Essenszeit. Mein Sohn fragte sie, ob sie schon gegessen hätten. Als sie verneinten, ging er sofort los und kaufte den beiden etwas zu essen. Ich weiß, dass er noch viele weitere gute Dinge für Dafa-Praktizierende getan hat und dass er später dafür belohnt worden ist.

Durch die Erfahrungen meines Sohnes habe ich verstanden: Wenn wir unsere menschlichen Anhaftungen loslassen, kümmert sich der Himmel um alles Weitere. Mein Sohn arbeitete in einer sensiblen Position und hat dennoch keine Tugend verloren.

Gleichzeitig bemerkte ich, dass manche Praktizierende zu Hause mit sehr schwierigen Situationen konfrontiert waren. Das betraf besonders die sogenannte „Türklopfkampagne“ im Jahr 2017 sowie die spätere „Null-Fälle-Kampagne“, als das Büro 610 die Praktizierenden und ihre Familien belästigte.

Wenn Praktizierende sich weigerten, ihren Glauben aufzugeben, setzten die Verantwortlichen oft die Familien unter Druck. Diese sollten die Praktizierenden dazu zwingen, eine Erklärung zu unterschreiben, in der sie Falun Gong abschworen. Andernfalls würden die Angehörigen selbst Konsequenzen erleiden.

Solche bösartigen Methoden führten in manchen Familien zu schweren Konflikten. In einigen Fällen beschimpften nicht praktizierende Familienangehörige sogar den Meister und Dafa und gerieten damit tragischerweise in die Falle der Verfolger.

Ich erzähle die Geschichte meines Sohnes, weil ich glaube, dass die Ursache vieler Probleme bei uns Praktizierenden selbst liegt. Wenn die alten Mächte unsere menschlichen Anhaftungen – etwa unsere starke emotionale Zuneigung zur Familie – erkennen, betrachten sie dies als Vorwand, uns Prüfungen aufzuerlegen, in der Hoffnung, dass wir scheitern und gegenüber Dafa sündigen.

Wenn wir jedoch keine solchen Lücken haben, können sie nichts ausrichten und keine entsprechenden Prüfungen arrangieren. Wenn wir standhaft bleiben, verringern sich auch die Gelegenheiten für andere Menschen, gegen Dafa zu sündigen, und dadurch können mehr Leben errettet werden.

Als ich einst unrechtmäßig im Internierungslager festgehalten wurde, ärgerte sich die jüngere Schwester meines Mannes sehr über mich und machte sich große Sorgen um die Zukunft der Familie. Sie sagte: „Du denkst nur an dich selbst! Dein Sohn könnte seine Arbeit verlieren. Vielleicht findet er nicht einmal eine Frau!“

Doch tatsächlich geschah nichts dergleichen. Mein Sohn wurde mehrfach befördert, lernte problemlos eine freundliche Frau kennen, heiratete sie und sie bekamen einen Sohn. Wir mussten nicht einmal eine Mitgift zahlen. Heute führen sie ein glückliches Familienleben.

All das wäre ohne die barmherzige und beschützende Güte des Meisters nicht möglich gewesen. Danke, Meister!