(Minghui.org) Die 66-jährige Yao Yufen aus der Stadt Baishan, Provinz Jilin, musste für vier Jahre ins Gefängnis, nur weil sie Falun Dafa praktiziert. Dies wurde auf Minghui.org vor Kurzem bestätigt.

Yao wurde Ende 2024 verurteilt und hat noch über zwei Jahre ihrer Haftstrafe abzuleisten. Einzelheiten zu ihrer Verhaftung, Anklage, ihrem Prozess und der Urteilsverkündung sind nicht bekannt.

Einem Insider zufolge ist Yao in Zelle 7 der 8. Abteilung des Frauengefängnisses der Provinz Jilin eingesperrt. Die Zellenleiterin Dai Yu, die wegen Betrugs verurteilt wurde und eine zwölfjährige Haftstrafe verbüßt, wurde von den Wärtern angewiesen, die Praktizierende zu überwachen und zu foltern.

Dai zwang Yao jeden Tag, mit den Händen auf dem Schoß bewegungslos auf einem unebenen kleinen Hocker zu sitzen. Während des heißen Sommers musste Yao warme Kleidung tragen und bekam kein Wasser zu trinken.

Auf diese Weise wurde Yao jeden Tag von 4 Uhr morgens bis 22 Uhr abends misshandelt. Sie durfte nachts nur zwei Stunden schlafen, da sie von 23 Uhr bis Mitternacht Wache halten musste (die anderen Insassinnen beim Schlafen beobachten). Nach nur einer Stunde Schlaf musste sie um 1 Uhr wieder aufstehen, und zwei Stunden lang die Wache einer anderen Insassin übernehmen. Um 3 Uhr konnte sie sich endlich hinlegen, musste jedoch um 4 Uhr wieder aufstehen und die Qualen der Sitzfolter von Neuem erleiden.

Wenn Yao während ihrer Wache einnickte, entzog Dai ihr den Schlaf. Der anhaltende Schlafmangel wirkte sich verheerend auf ihre psychische Gesundheit aus und sie fühlte sich benommen.

Außerdem gab Dai ihr nicht genug zu essen und keine Decke, wenn es kalt war. Yao musste um Erlaubnis bitten, bevor sie die Toilette benutzen durfte. Ob Dai ihr Toilettenpapier zur Verfügung stellte, hing von ihrer Laune ab. Sie goss sogar kaltes Wasser auf Yaos Bett.

Einmal beobachtete eine Insassin, wie Dai Yao in den Rücken trat, während sie auf einem kleinen Hocker sitzen musste. Yao stürzte zu Boden und konnte lange nicht aufstehen, da sie sehr schwach war und ihre Hände und Füße nach stundenlangem Sitzen geschwollen waren. Während Dai und eine andere Insassin ihr aufhalfen, beschimpften sie Yao.

Dais Beschimpfungen verärgerten die anderen Insassinnen, sodass sie um Verlegung in eine andere Zelle baten.

Dank Falun Dafa geheilt

Yao litt in den ersten Jahrzehnten ihres Lebens an verschiedenen Krankheiten. Als Kind erkrankte sie an einer Lungenerkrankung. Zwar erholte sie sich, doch ihre Lungen blieben verkalkt. Mit 16 Jahren bekam sie Scharlach, was zu einem Trommelfellriss führte. Infolgedessen verlor sie ihr Gehör und musste von den Lippen anderer Menschen ablesen. Keine Behandlung brachte Besserung. Im Alter von 26 Jahren wurden bei ihr Gallensteine diagnostiziert. Die Medikamente, die sie einnahm, lösten schwere allergische Reaktionen aus, und ihre Ärzte warnten sie, dass die Nebenwirkungen lebensgefährlich sein könnten, wenn sie die Einnahme fortsetzte.

Im Frühjahr 1996 bekam Yao einen Tumor in der Brust, der Fieber und Schmerzen verursachte. Im Winter 1997 verschlimmerte sich ihr Zustand. Ihre Brust war rot, geschwollen und eiterte. Sie konnte ihren Arm nicht heben und hatte Fieber, ihr war schlecht und sie war sehr schwach. Manchmal verlor sie sogar das Bewusstsein.

Eines Tages kamen zwei ältere Menschen zu Yaos Verkaufsstand in einem Einkaufszentrum und rieten ihr, Falun Dafa zu praktizieren. Sie folgte deren Rat, und innerhalb von sieben Tagen verschwanden all ihre Beschwerden.

2001 verhaftet

Nach Beginn der Verfolgung durch das kommunistische Regime im Juli 1999 wurde Yao vor ihrem Wohngebäude und an ihrem Verkaufsstand rund um die Uhr überwacht – sogar an Feiertagen.

Am 8. Mai 2001 wurde sie in ihrer Wohnung verhaftet, nachdem jemand sie gemeldet hatte, weil sie geäußert hatte „Falun Dafa ist gut“. Nach fast sieben Wochen Gewahrsam wurde sie zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt und in das Arbeitslager Heizuizi eingeliefert. Das Zwangsarbeitslager nahm sie wegen ihrer gesundheitlichen Probleme zunächst nicht auf.

Die Polizei brachte sie daraufhin in ein Gefängniskrankenhaus. Mehrere Ärzte beschlossen, eine Biopsie an ihrer Brust vorzunehmen. Yao wehrte sich gegen den Eingriff, da sie allergisch auf Narkosemittel reagierte, wurde jedoch ignoriert. Beim ersten Schnitt setzte eine starke Blutung ein. Die Oberschwester entnahm ihr eine Blutprobe und nähte anschließend die Wunde.

Anschließend brachten die Beamten Yao zurück in das Zwangsarbeitslager, das sie nun trotz ihres Zustands aufnahm. Die Wärter zwangen sie, von 5 Uhr morgens bis Mitternacht auf einem kleinen Hocker zu sitzen. Obwohl sie auf Medikamente allergisch reagierte, wurden andere Insassinnen angewiesen, sie festzuhalten, als sie ihr die Spritzen verabreichten. Man sagte ihr nicht, was in der injizierten Flüssigkeit enthalten war, doch bereits am ersten Tag lockerten sich ihre Zähne. Am zweiten Tag fiel ihr ein Schneidezahn heraus, und am dritten Tag ein weiterer Zahn.

Nach den Spritzen fühlte sich Yao benommen. Die Wärter zwangen sie, vorbereitete Erklärungen zum Verzicht auf Falun Dafa zu unterschreiben. Da sie sich weigerte, traktierten sie die genähten Stellen an ihrer Brust mit einem Elektrostab. Daraufhin fing ihre Wunde an zu bluten und ihre rechte Seite verfärbte sich schwarz. Ihr Hals war verletzt, sodass sie nicht mehr schlucken konnte.

Fünf Wochen später wurde Yao zur Polizeistation in Baishan gebracht. Die Polizisten befürchteten, sie könnte während ihres Gewahrsams sterben und ließen sie frei, stellten sie jedoch unter häusliche Überwachung. Wieder zu Hause las Yao die Schriften von Falun Dafa, praktizierte die Übungen und erholte sich. Drei Tage später begab sie sich zur Polizeistation, um die wundersame Wirkung von Falun Dafa zu bezeugen. Die Polizisten konnten kaum glauben, dass sie sich in nur drei Tagen erholt hatte.

2012 erneut verhaftet

Am 3. Mai 2012 kam eine Frau um die 60 an Yaos Verkaufsstand. Sie sagte, dass sie gesundheitliche Probleme hab, sich aber keinen Arzt leisten könne. Yao riet ihr, Falun Dafa zu praktizieren.

Einige Tage später kam die Frau erneut an ihren Verkaufsstand und klagte wieder über dieselben Beschwerden. Ein drittes Mal erschien sie schließlich in Begleitung mehrerer Polizisten.

Die Beamten legten Yao Handschellen an und durchsuchten ihren Verkaufsstand. Zudem brachen sie in ihre Wohnung ein und beschlagnahmten all ihre Haushaltsgeräte und Taschenlampen.

Da die Haftanstalt Yao aufgrund ihrer angeschlagenen Gesundheit nicht aufnahm, ließen die Polizisten sie noch in derselben Nacht frei.

2014 zum dritten Mal verhaftet

Im November 2014 nahmen Beamte Yao abermals an ihrem Verkaufsstand fest und schleiften sie vom dritten Stock ins Erdgeschoss. Infolgedessen wurde sie inkontinent und ihr Herzschlag setzte kurzzeitig aus. Trotzdem brachten die Polizisten sie zur Polizeistation und legten ihr Handschellen an. Dort setzte Yaos Herzschlag erneut aus.

Yao reagierte allergisch auf die Medikamente, die ihr bei der Blutentnahme verabreicht wurden. Ihr Arm schwoll an, und ihr Herz wurde in Mitleidenschaft gezogen, sie bekam Krämpfe und verlor das Bewusstsein. Nachdem sie wiederbelebt worden war, forderte die Polizei Yaos Familie auf, sie nach Hause zu holen.

Yao praktizierte weiterhin Falun Dafa und erholte sich schnell. Sie war unendlich dankbar, dass Falun Dafa ihr erneut das Leben gerettet hatte.

Früherer Bericht:

Frauengefängnis in der Provinz Jilin belohnt Insassinnen für die Folter von Falun-Gong-Praktizierenden