(Minghui.org) Eines Nachmittags bekam ich plötzlich Kopfschmerzen. Ich schaute nach innen und stellte erschrocken fest, dass ich gerade beim Anschauen der Medienarbeit einer Mitpraktizierenden deren Fehler herausgepickt hatte, während ich ihre vielen großartigen Fähigkeiten gar nicht beachtet hatte. Da erkannte ich, dass mein Kampgeist und mein Neid noch ziemlich stark ausgeprägt waren.

Zum Beispiel sagte mein Mann einmal: „Ein jüngeres Familienmitglied war unhöflich zu mir und widersprach mir schroff.“ Ich dachte an die Worte meines Mannes, in denen offenbar wurde, dass er meine Familie geringschätzte, und sagte sofort herablassend: „Das liegt daran, dass du nicht richtig sprichst. Du siehst alles nur aus deiner eigenen Perspektive und berücksichtigst die Gefühle des anderen nicht.“ Daraufhin kritisierte mich mein Mann und sagte: „Du kannst eben mit Dingen nicht umgehen. Du bist wie ein Idiot. Ich kann die Dinge mindestens hundertmal besser handhaben als du.“ Dann schrie er und beschimpfte mich weiter. Ich schaute nach innen und erkannte, dass ich mich mit meinem Mann in Sachen Fähigkeit verglichen hatte, mich für klüger hielt und neidisch auf ihn war. Ich wollte seine Fähigkeit zur Problemlösung nicht anerkennen. Tatsächlich war ich in diesem Moment nur wie ein gewöhnlicher Mensch.

Mein Mann wollte verschiedene Dinge für seinen älteren Bruder und dessen Familie kaufen. Ich verachtete ihn ein wenig und dachte: „Das tut er ja nur aus Eigennutz und weil er sich bei ihnen einschmeicheln will!“ Als ich nach innen schaute, stellte ich fest, dass auch ich Neid, Eigennutz und Schmeichelei in mir trug. Manchmal war es wirklich so, wie mein Mann sagte: „Mein Verhalten ist nur ein Spiegel für dich.“

Wenn mein Mann mich um Rat beim Einkaufen fragte, gab ich ihm den, aber er setzte ihn nicht um. Dann fühlte ich mich etwas gekränkt. Das war ebenfalls ein Ausdruck von Eifersucht.

Eines Mittags hörte ich Radio Minghui. Eine Mitpraktizierende zitierte die Worte des Meisters:

„Nachdem eine Anschauung gebildet worden ist, kontrolliert sie dich das ganze Leben lang; sie lenkt dein Denken und sogar deine Freude, deinen Ärger, deine Trauer und Fröhlichkeit.“ (Buddha-Natur, in: Zhuan Falun, Band II)

Ich erschrak und erkannte, dass der Meister mich darauf hinwies, meine Anschauung zu ändern, die schlechten Dinge des menschlichen Herzens zu überwinden und mich gut zu kultivieren. Es war an der Zeit, meinen Kampfgeist, Neid und andere menschliche Gesinnungen gründlich zu beseitigen.

Ich stellte fest, dass ich bezüglich der Worte und Handlungen anderer Menschen sehr streng war, ihre Fehler und Unzulänglichkeiten herauspickte und versuchte, sie zu korrigieren. Oberflächlich erschien das als gut gemeint, doch in Wirklichkeit war es eigennützig: Es verbarg den Wunsch, sich selbst als jemanden zu zeigen, der sorgfältiger ist und mehr weiß, andere belehrt, kontrolliert und ihnen die eigenen Ansichten aufzwingt

Unter dem Einfluss von Kampfgeist und Neid tat ich manchmal lächerliche Dinge. Zum Beispiel sah ich einmal meinen Mann, der gerne belehrt, und begann, ihn nachzuahmen, indem ich seine häufigen Gesten beim Sprechen nachmachte und verspottete. Mein Mann warf mir daraufhin eine Packung Servietten ins Gesicht. Ich erkannte sofort meinen Kampfgeist und meinen Neid, wenn ich andere verspottete. Ein anderes Mal fand ich, dass mein Mann meine alte Mutter schlecht behandelte, und schrie ihn deshalb laut an. Vor Neujahr schickten mein Mann und ich Geschenke an seine älteren Schwestern. Ich machte innerlich eine Rechnung auf: „Du kannst nicht nur deinen Schwestern etwas geben und meine Schwestern ignorieren!“ Mein Mann scherzte mehrmals, dass ich neidisch und kleinlich sei. Einmal träumte ich, dass mein Mann die Hand einer jüngeren, hübscheren Kollegin hielt. Nach dem Aufwachen fragte ich ihn mehrmals, ob das wahr sei. Mein Mann sagte: „Ich habe tatsächlich Begierde empfunden und muss sie beseitigen. Aber mit ihr ist nichts passiert, wir haben kaum miteinander gesprochen.“

Danach maß ich mich selbst anhand des Fa und war beschämt und reumütig. Ein wahrer Kultivierender sollte sich am Maßstab des Dafa messen, nach innen schauen, sich selbst kultivieren, sich streng fordern, andere nachsichtig behandeln und sich ihre Fehler nicht zu Herzen nehmen.

In Zukunft möchte ich demütig und vorsichtig sein. Wann immer mein Mann etwas sagt, werde ich ruhig zuhören und Kampfgeist und Neid keinen Raum geben. Ich werde meine Kultivierung durch den aufrichtigen Gedanken leiten lassen, den Mitpraktizierenden und Lebewesen meine aufrichtige Gedanken verleihen und auftretende negative Gedanken über andere sofort erkennen und dem Meister sagen: „Meister, ich habe wieder einen Fehler gemacht! Dieses menschliche Herz gehört nicht zu mir!“ Der Meister wird mir Zeit geben, Fehler zu korrigieren. Ich möchte negative Gedanken und menschliche Schwächen so schnell wie möglich beseitigen und Lebewesen in meiner Welt beschützen.

Dies sind meine persönlichen Erkenntnisse. Sollte etwas nicht korrekt sein, bitte ich um barmherzige Korrektur. Heshi.