(Minghui.org) Xing Guiling war nach einem Jahr Zwangsarbeit zwischen 2012 und 2013 aufgrund ihres Glaubens an Falun Dafa geistig desorientiert. 2025 erlangte sie schließlich wieder etwas Klarheit und erinnerte sich wieder daran, dass ihr im Lager gewaltsam unbekannte Medikamente verabreicht worden waren.

Xing aus dem Kreis Guan, Provinz Shandong war am 10. April 2012 verhaftet worden, als sie das Gefängnis des Kreises Guan aufsuchte, um die Freilassung unrechtmäßig inhaftierter Falun-Dafa-Praktizierender zu fordern. Sie wurde in eine Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht. Da sie sich weigerte, Falun Dafa abzuschwören, wurde sie in ein Zwangsarbeitslager verlegt, wo sie ein Jahr inhaftiert blieb. Es gab zwei solche Lager: das erste Zwangsarbeitslager für Frauen der Provinz Shandong in der Stadt Jinan und das zweite Zwangsarbeitslager für Frauen der Provinz Shandong in der Stadt Zibo. Es ist unklar, in welchem Lager Xing festgehalten wurde.

Als Xing freigelassen wurde, war sie geistig desorientiert. Sie konnte weder allein leben noch mit anderen kommunizieren. Ihre Familie musste sie ständig im Auge behalten, da sie sonst weglief und man sie tagelang nicht finden konnte.

Zwischen August und September 2025 besserte sich Xings Zustand, und sie erlangte etwas Klarheit zurück. Sie erinnerte sich, dass man ihr im Arbeitslager zwangsweise eine Schüssel mit einer breiartigen Masse eingeflößt hatte und dass sie danach tagelang im Koma gelegen hatte. Sie berichtete auch, dass mehrere Personen sie getreten hätten und auf ihren Füßen herumgetrampelt waren.

Bereits vor ihrer Inhaftierung im Arbeitslager waren Xing und ihr Mann, Wang Hongchao, der ebenfalls Falun Dafa praktiziert, Zielscheibe von Angriffen geworden.

Das Ehepaar wurde am 8. Juli 2008 in seinem Mietshaus in Linqing, Provinz Shandong, von einem Dutzend Beamten des Kreises Guan festgenommen. Sie beschlagnahmten die beiden E-Bikes, ein Motorrad, einen DVD-Player und weitere Wertgegenstände. Drei Beamte schikanierten zudem die Tochter des Paares in der Mittelschule und brachten sie unter einem Vorwand dazu, ein Dokument zu unterschreiben, ohne ihr den Inhalt zu verraten. Verängstigt traute sich das Mädchen nicht mehr, zur Schule zu gehen. Sie brach die Schule ab und blieb zu Hause.

Xing wurde bald darauf freigelassen, jedoch Ende August 2008 wieder für unbestimmte Zeit in die Gehirnwäsche-Einrichtung des Kreises Guan gebracht. Ihr Mann wurde 2009 vom Gericht des Kreises Guan zu acht Jahren Haft verurteilt. Er wurde im Gefängnis der Provinz Shandong in Jinan, der Hauptstadt der Provinz eingesperrt.

Während dieser Zeit musste sich Xing um ihre Schwiegereltern, die über 70 Jahre alt waren, und ihre beiden kleinen Kinder kümmern.

Xing besuchte Wang im September 2010 während des Mittherbstfestes, einem Feiertag für Familientreffen. Sie wartete einen Tag, doch die Wärter verweigerten ihr den Besuch bei ihrem Mann. Da sie nirgendwo anders hin konnte, verbrachte sie die Nacht im Wald außerhalb des Gefängnisses. Mitten in der Nacht wurde sie von zwei Männern erschreckt. Am nächsten Morgen wurde sie am Busbahnhof von zwei Männern belästigt (es ist unklar, ob es dieselben Männer waren, die sie am Abend zuvor erschreckt hatten). Als sie einen Monat später zurückkehrte, um Wang im Gefängnis zu besuchen, traf sie auf zwei Wärter – es waren dieselben beiden Männer, denen sie am Busbahnhof begegnet war.

Am 22. April 2011 wurde Xing erneut der Besuch bei Wang verweigert. Als sie sich weigerte zu gehen, rief die Gefängnisbehörde die Polizei und beschuldigte sie der „Störung der öffentlichen Ordnung“. Sie weigerte sich, in den Polizeiwagen einzusteigen. Die Polizisten setzten Pfefferspray gegen sie ein und brachten sie zur Polizeiwache. Sie trat aus Protest in den Hungerstreik und wurde zwei Tage später freigelassen.