(Minghui.org) Liang Zhiqin wurde im September 1999 verhaftet, weil sie ihren Glauben an Falun Dafa nicht aufgeben wollte. In einer der Polizei angegliederten Nervenheilanstalt verabreichte man ihr zwei Spritzen eines giftigen Medikaments, obwohl sie nicht geisteskrank war. Danach wurde sie zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt, wo sie mit Elektroschocks und anderen Methoden gefoltert wurde. Als sie im September 2001 endlich freigelassen wurde, litt sie die nächsten zwei Jahrzehnte an Komplikationen, die durch das giftige Medikament und die Elektroschocks verursacht worden waren. Sie starb am 19. Dezember 2024 im Alter von ungefähr 75 Jahren.
Liang war Rentnerin. Früher hatte sie bei der Gewerkschaft des Eisen- und Stahlwerks der Stadt Tangshan in der Provinz Hebei gearbeitet. Bevor sie Falun Dafa praktizierte litt sie an vielen chronischen Krankheiten, die alle innerhalb von sechs Monaten verschwanden; von da an war sie wieder voller Energie.
Als 1999 die Verfolgung begann, ging Liang mehrmals zum Petitionsbüro in Peking, um für das Recht zu appellieren, Falun Dafa praktizieren zu dürfen. Sie schrieb auch Briefe an verschiedene Ministerien in denen sie ihnen von den großartigen Segnungen, die sie durch Falun Dafa erhalten hatte, berichtete. Am 21. September 1999 wurde sie verhaftet, als sie nach Zhongnanhai ging, dem Sitz der Zentralregierung, um einen Appellbrief abzugeben. Am 22. September 1999 brachte man sie in die Haftanstalt Nr. 1 der Stadt Tangshan. Weil sie sich weigerte, ihren Glauben an Falun Dafa aufzugeben, wurde sie im Herbst 2000 in das Krankenhaus Ankang von Tangshan gebracht.
Während ihrer Zeit im Krankenhaus wurde Liang an das Totenbett gefesselt und erhielt zweimal eine Spritze mit einem unbekannten, giftigen Medikament.
Durch die erste Injektion wurde sie sofort bewusstlos. Das Medikament verursachte bei ihr akute Herzprobleme und die starken Brustschmerzen weckten sie mitten in der Nacht auf.
Liang erinnerte sich: „Ich wachte um Mitternacht auf mit stechenden Schmerzen in der Brust. Mein eigenes Gestöhne verstörte mich. Zwei Mitgefangene drückten mich nach unten und fesselten meine Hände und Füße an das Bettgestell. Es gibt keine Worte für meine Schmerzen. Meine Brust fühlte sich eng an, wie kurz vorm Platzen. Ich wehrte mich verzweifelt und spürte, dass der Himmel zusammenbrechen würde. Ich war dem Tod nahe und hatte so große Schmerzen, dass ich nicht einmal die Augen bewegen konnte. Meine Zunge wurde steif und geistig war ich unklar.“
Innerhalb eines Monats nach der Spritze verlor Liang dreimal plötzlich das Bewusstsein. Jedes Mal waren ihre Augen und ihr Mund weit offen; zudem war sie inkontinent geworden.
Durch die Spritzen bekam Liang auch Rückenschmerzen. Ihre Hände und Füße waren kalt und ihr Blutkreislauf abnormal. Sie hatte große Schmerzen. Diese Symptome hielten ein halbes Jahr an. Nachts konnte sie nicht einschlafen. Zusätzliche Lagen an Kleidung und Decken halfen überhaupt nicht gegen ihre Schmerzen. Sie ertrug diese Qualen sehr lange Zeit.
Viele andere Falun-Dafa-Praktizierende, die ebenfalls diese Spritzen erhielten, entwickelten ebenfalls chronische Probleme: Herzprobleme, Nervosität, Steifheit der Zunge, schwankendes Gehen, Gleichgewichtsprobleme und Nervenschädigungen. Das Gift schädigte auch die Gehirnaktivitäten und -funktionen der Praktizierenden. Einige erkrankten an Augenproblemen, Gedächtnisverlust und schweren psychischen Krankheiten. Es ist schwer, die geistigen Qualen zu beschreiben, welche diejenigen erlitten, denen die Medikamente gespritzt wurden.
Elektroschicks im Zwangsarbeitslager Kaiping
Ende 2000 wurde Liang zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt und in das Zwangsarbeitslager Kaiping gebracht. Wärter Wang Jianzhong verleumdete Falun Dafa und befahl ihr, sich vor ihm hinzuknien. Als sie sich weigerte, drückten Wärter Wang Xueli und fünf weitere sie auf den Boden und schockten sie mit drei elektrischen Schlagstöcken.
Wang Xueli schockte Liang an Hinterkopf und Hals. Als Folge hatte sie am Kopf große Blasen und Beulen und ihr Reaktionsvermögen war stark verlangsamt. Mehrere Tage lang überwachten und beobachteten danach Wärterinnen den Schaden und seine Wirkung auf Liangs Nervensystem.
Im September 2001 wurde Liang freigelassen. Die Giftspritzen und Stromschläge an Kopf und Hals hinterließen schwerwiegende Langzeitschäden, die ihr tägliches Leben behinderten. Ihr Gedächtnis und ihre geistigen Fähigkeiten verschlechterten sich stark und sie konnte sich nicht mehr um ihr Familienunternehmen kümmern.
Bis auf ihre schwerwiegendste Verfolgungserfahrung konnte Liang keine anderen Verfolgungen beschreiben, die sie erlitten hatte. Seit 2003 strahlten Schmerzen von mehreren Organen ab: Herz, Leber, Milz, Magen und Därme. Sie spürte stechende Schmerzen im Rücken und der Nierengegend. Manchmal konnte sie einen Tag nicht sitzen oder liegen, bekam Atemnot, war oft desorientiert und sah nur verschwommen. Oft musste sie sich übergeben und konnte manchmal nicht einmal Wasser bei sich behalten. Ihr Gewicht sank von 65 kg auf 30 kg. Sie wurde oft ohnmächtig und ihre Familie musste eine Haushaltshilfe einstellen, die sich um sie kümmerte.
Liang lebte die nächsten zwei Jahrzehnte in Qualen und verstarb am 19. Dezember 2024.
Die Ankang Krankenhäuser
Die Ankang Krankenhäuser in ganz China sind psychiatrische Krankenhäuser, die hauptsächlich von der örtlichen Polizei verwaltet werden. Sie werden genutzt, um Personen einzusperren, die anderen Personen oder der Gesellschaft Schaden zugefügt haben, aber wegen ihres geistigen Zustandes nicht gesetzlich zur Rechenschaft gezogen werden. Bei der Verfolgung von Falun Dafa wurden diese Krankenhäuser oft genutzt, um geistig gesunde Praktizierende festzuhalten und ihnen gegen ihren Willen Psychopharmaka zu verabreichen, was zu Langzeitschäden bei den Praktizierenden führen kann.
Frühere Berichte:
Liang Zhiqin durch schädigende Injektionen und Elektroschocks beeinträchtigt (Fotos)
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