(Minghui.org) Eine 60-jährige Frau aus Nanchong, Provinz Sichuan steht wegen ihres Glaubens an Falun Dafa vor Gericht.

Zhang Xiuzhen wurde am 28. Dezember 2025 festgenommen, als sie Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilte. Die Staatsanwaltschaft des Bezirks Jialing erließ einen Haftbefehl gegen sie; ihr Fall wurde am 1. April 2026 an das Bezirksgericht Jialing verwiesen. Sie befindet sich derzeit in der Haftanstalt des Bezirks Jialing.

Es ist nicht das erste Mal, dass Zhang aufgrund ihres Glaubens ins Visier geriet. Ihrem Glauben schreibt sie sowohl die Heilung von Darmkrebs als auch die Rückkehr ins Leben zu. Dennoch wurde sie mehrfach verhaftet. Ihr Mann konnte diese Belastung nicht aushalten – er ließ sich von ihr scheiden.

2016: Verurteilung zu einem Jahr Haft

Zhang und eine weitere Praktizierende namens Huang Dagui wurden am 24. April 2016 verhaftet, nachdem der Dorfvorsteher Zhang Chunlai sie wegen der Verbreitung von Falun-Dafa-Materialien in seinem Dorf angezeigt hatte. Der stellvertretende Dorfsekretär Wang Fang wies daraufhin Zhang und zwei weitere Beamte, darunter Jiang Jidong und Qing Dongping, an, die beiden Praktizierenden festzunehmen.

Die Frauen Zhang und Huang wurden später gegen Kaution freigelassen, jedoch zu einem unbekannten Zeitpunkt verurteilt. Zhang erhielt eine Haftstrafe von eineinhalb Jahren sowie eine Geldstrafe von 3.000 Yuan (etwa 360 Euro), während Huang zu einem Jahr Haft verurteilt wurde. Zhang wurde im Februar 2017 in das Frauengefängnis der Provinz Sichuan eingeliefert und am 23. Oktober 2017 entlassen.

2019: 14 Tage inhaftiert

Vier Beamte schikanierten Zhang am 1. März 2019 nach 20 Uhr in ihrer Wohnung. Zwei von ihnen filmten sie mit ihren Körperkameras. Am 21. September desselben Jahres wurde sie erneut festgenommen und für 14 Tage in Verwaltungshaft genommen.

2020: Viele Hausdurchsuchungen

Am 8. Februar 2020 klopfte kurz nach 18 Uhr eine Frau an Zhangs Tür. Zhang hielt sie für eine Freundin und öffnete. Daraufhin stürmten drei Beamte der Staatssicherheitsabteilung des Bezirks Gaoping – darunter Hauptmann Li Yunmei, sein Stellvertreter Chen Zhoujun und der Beamte Yuan Fangfang – in die Wohnung.

Sie beschlagnahmten über 40 Falun-Dafa-Bücher, ein Porträt des Falun-Dafa-Begründers, Kalender mit Falun-Dafa-Botschaften und Türdekorationen. Chen zeigte Zhang außerdem zwei Briefe und behauptete, sie habe diese geschrieben, um andere dazu zu drängen, die Verfolgung von Falun-Dafa-Praktizierende einzustellen.

Nach einem kurzen Verhör wurde Zhang noch am selben Abend gegen Kaution freigelassen. Die Polizei lud sie jedoch wiederholt vor und zwang sie, die gegen sie gefälschten Beweise zu unterschreiben. Später durchsuchten sie ihre Wohnung noch viele Male.

2021: Zu zwei Jahren Haft verurteilt

Am 17. Januar 2021 wurde Zhang erneut festgenommen und in die Haftanstalt Nanchong gebracht. Bei ihrer Aufnahme wurden Fotos von ihr gemacht und Finger- und Zehenabdrücke genommen. Zudem befahl man ihr, die Gefängnisregeln innerhalb von drei Tagen auswendig zu lernen. Da sie sich weigerte, wurde sie gezwungen, tagsüber stundenlang zu stehen.

Da es weit mehr Gefangene als Betten gab, mussten die Gefangenen abwechselnd schlafen. Demzufolge konnte Zhang jede Nacht nur drei bis vier Stunden schlafen.

Einmal forderten die Wärter Zhang erneut auf, die Regeln aufzusagen. Da sie sich weigerte, durfte sie keine Snacks kaufen. Drei Tage lang erhielt sie nur Reis ohne Gemüse oder Proteine. Außerdem musste sie eine ganze Woche lang Nachtdienst leisten. Sie wurde sehr schwach, ihr war schwindelig und sie hatte Kopfschmerzen.

Ein lokales Gericht verurteilte Zhang zu einem unbekannten Zeitpunkt zu zwei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 2.000 Yuan (etwa 240 Euro). Am 22. Dezember 2021 wurde sie in das Frauengefängnis der Provinz Sichuan eingeliefert. Nach ihrer Ankunft kam sie in Einzelhaft und wurde rund um die Uhr von zwei Mitgefangenen, Yang Dongmei und Yu Kaisui, überwacht.

Zhang musste die Gefängnisuniform tragen und sich als Kriminelle bezeichnen, um die Toilette benutzen zu dürfen. Zudem musste sie täglich verleumderisches Material über Falun Dafa zu lesen und anzusehen. Da sie sich weigerte, Gedankenberichte zu verfassen oder ihrem Glauben abzuschwören, musste sie häufig von etwa 7 Uhr morgens bis 23 Uhr abends auf einem kleinen Hocker sitzen oder stehen.

Yang und Yu erlaubten Zhang im Sommer zudem nicht, sich täglich zu waschen. Einmal beobachtete sie, wie die beiden Häftlinge ihr unbekannte Medikamente ins Essen mischten. Dennoch wurde sie gezwungen, es zu sich zu nehmen. Ihr Gedächtnis verschlechterte sich zusehends, und sie wurde zerstreut.

Nach ihrer Entlassung im Januar 2023 war Zhang weiterhin ständigen Schikanen durch die örtlichen Dorfbeamten ausgesetzt. Auch ihre Familienangehörigen wurden eingeschüchtert.

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