(Minghui.org) Suwon, die größte Stadt und Hauptstadt der Provinz Gyeonggi in Südkorea, ist als Stadt der Familienverbundenheit bekannt. Hier hat auch Samsung Electronics, das größte und profitabelste Unternehmen des Landes, seinen Sitz. Seit vielen Jahren kommen Falun-Dafa-Praktizierende zum Bahnhof von Suwon, einem der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte der Region, um dort insbesondere chinesischen Touristen die wahren Umstände über Falun Dafa zu vermitteln, damit sie nicht weiter den Lügen der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) glauben.

Jedes Wochenende führen die Praktizierenden dort die Falun-Dafa-Übungen auf dem Bahnhofsvorplatz vor, verteilen Flyer und beantworten Fragen. Mittlerweile treten zahlreiche chinesische Touristen aus den KP-Organisationen aus, sobald sie die Hintergründe der Verfolgung erfahren haben.

Auf dem Bahnhofsplatz von Suwon sprechen Passanten mit den Praktizierenden über Falun Dafa und die Verfolgung in China

Offenheit und Aufrichtigkeit

Die Praktizierende Quan kommt oft zu diesem Platz, spricht mit den chinesischen Touristen und fragt sie, ob sie ihre Mitgliedschaft in den Organisationen der KPCh aufgeben möchten. Die Touristen erkundigen sich dann oft nach ihrem Namen. Anfangs zögerte sie aus Sorge um ihre Sicherheit und die ihrer Familie. Später erkannte sie, dass sie nur durch Offenheit und Aufrichtigkeit das Vertrauen der Touristen gewinnen kann.

Quan stellt sich nun immer vor und beschreibt ihrem Gegenüber die körperlichen und geistigen Verbesserungen, die sie erlebt hat, seit sie Falun Dafa praktiziert. Sie erklärt den Chinesen, warum man die Verbindungen zur KPCh abbrechen sollte, einem Regime, das Klassenkampf, Hass und Lügen fördert und dabei die Zivilbevölkerung schädigt sowie traditionelle Werte untergräbt. Oft sind die Menschen, mit denen sie spricht, von ihren Worten berührt und erklären sich dann bereit, aus den KP-Organisationen auszutreten.

Einmal berichtete eine Chinesin, die diesen Austritt vollzogen hatte, Quan von ihrem Vater. Er war Parteimitglied und leitete ein Einzelhandelsgeschäft. Die Frau träumte von ihrem Vater, wie er in der Hölle schuften musste – er verrichtete schwere Arbeit und litt unsägliches Elend. Als Quan von dem Traum der Frau hörte, meinte sie, dies könne ein Hinweis darauf sein, dass ihr Vater seine Mitgliedschaft in der KP aufgeben wolle. Die Frau stimmte ihr zu und bat Quan, ihrem Vater zum Austritt zu verhelfen. Kurz darauf träumte die Frau erneut von ihrem Vater. Diesmal trug er hellblaue Kleidung und sah gesund aus. Er prüfte seine Geschäftsbücher und dankte seiner Tochter dafür, dass sie ihm geholfen hatte, die Verbindungen zur KPCh zu kappen.

Wenn Quan mit chinesischen Touristen spricht, erzählt sie ihnen manchmal diese Geschichte und erklärt ihnen dann, wie wichtig es sei, diese Verbindungen zu trennen, da sie bei ihrem Beitritt in die KP Chinas geschworen hätten, ihr Leben der Partei zu widmen. Nur durch die Abkehr von der KP könnten sie eine sichere und bessere Zukunft haben. Manche Touristen stimmen ihr dann zu und entscheiden sich für den Parteiaustritt.

Die Lügen der KP Chinas widerlegen

Herr Kim hängt oft Plakate am Stand auf. Auch er spricht mit den Touristen. Viele Chinesen sind sehr von der Propaganda der KPCh indoktriniert und reagieren daher zu Anfang feindselig auf die Praktizierenden.

Ein großer chinesischer Tourist versuchte einmal, eine koreanische Praktizierende daran zu hindern, Flugblätter zu verteilen. Die Praktizierende sprach kein Chinesisch und wusste nicht, was sie tun sollte. Kim fragte daraufhin, was los sei. 

„Diese Flugblätter sind politisch und voller Lügen“, antwortete der Tourist. Kim erklärte ihm: „Wir sind hier in Südkorea und haben das Recht, die Wahrheit zu sagen. Alles auf dem Flugblatt ist wahr. Das chinesische Konsulat weiß genau, was wir hier tun. Wäre da etwas Falsches dran, hätten die Konsulatsbeamten längst die örtlichen Behörden informiert und uns die Genehmigung entzogen.“

Der Tourist drohte dennoch, die Polizei zu rufen. Kim erwiderte: „Das steht Ihnen frei. Alles, was wir hier tun, ist legal. Wir haben eine Genehmigung dafür.“ Der Tourist ging zu einer nahegelegenen Polizeiwache. Er verließ sie aber bald wieder und näherte sich den Praktizierenden nicht mehr.

Ein Anwohner fragte, warum die Praktizierenden diese Aktivitäten am Bahnhof durchführen würden. Kim erklärte, dass die Prinzipien von Falun Dafa, Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht, in der traditionellen chinesischen und asiatischen Kultur verwurzelt seien. Deshalb sei dieser Kultivierungsweg in über 100 Ländern anerkannt. Gesellschaften wie Südkorea komme er zugute.

Durch die langjährige Gehirnwäsche und die brutale Verfolgung würden jedoch viele chinesische Bürger daran gehindert, Falun Dafa wirklich kennenzulernen. Sie würden sogar blind der Partei folgen und Praktizierende misshandeln. Das schade nicht nur den Praktizierenden, sondern auch denjenigen, die diese Taten begehen. Deshalb würden die chinesischen und koreanischen Praktizierenden weiterhin in der Öffentlichkeit über die Geschehnisse aufklären. Der Mann verstand und dankte Kim.

Übung in Geduld und Freundlichkeit

Die einheimische Praktizierende An besucht den Ort seit vielen Jahren und berichtete nun von ihren Erfahrungen.

Als ein älterer Koreaner, der in China lebte, die Praktizierenden anschrie, fragte An ihn nach dem Grund. Er erklärte, die KPCh bezahle die Leute, deshalb könne er nicht verstehen, warum die Praktizierenden die Partei als schlecht bezeichnen würden.

Darauf An: „Die KPCh verrichtet keine Arbeit. Die Menschen arbeiten und produzieren Güter – die Partei nicht. Die KPCh beutet die Menschen aus und verletzt die Menschenrechte. Gäbe es diese Partei nicht, hätten die Chinesen ein besseres Leben, so wie die Menschen in Südkorea.“ Diese Antwort überzeugte den Mann und er erklärte sich bereit, aus den KPCh-Organisationen auszutreten, schüttelte An die Hand und dankte ihr.

Gleich nachdem sie die Plakate aufgehängt hatte, fragten einmal zwei chinesische Touristen sie nach dem Weg. An wollte ihnen helfen, sprach aber kein Chinesisch und rief deshalb eine andere Praktizierende herbei. Diese gab ihnen nicht nur eine genaue Wegbeschreibung, sondern half ihnen auch, aus den Parteiorganisationen auszutreten.

Viele Passanten zollten den Praktizierenden Respekt für ihre Freundlichkeit und Entschlossenheit. Einige äußerten Interesse daran, die Übungen zu erlernen. „Es ist erstaunlich, an einem derartig belebten Bahnhof eine solche Ruhe zu finden“, meinte ein Mann. „Ich möchte daran teilhaben.“