(Minghui.org) Ich bin 67 Jahre alt, wohne auf dem Land, und praktiziere Falun Dafa seit Juni 2021. Ich hoffte, durch das Praktizieren meine Krankheiten heilen zu können.

Der Meister rettete mich vor Qualen

Ich litt unter vielen Erkrankungen und nahm dreimal täglich sowohl traditionelle chinesische als auch westliche Medizin. Besonders im Winter entwickelten sich Erkältungen zu schmerzhafter Bronchitis, manchmal so heftig, dass ich etwa zwei Wochen lang nicht kochen konnte. Ich war erst um die Vierzig und konnte keinerlei Arbeit verrichten. Das machte mich so unglaublich verzweifelt, dass ich jammerte und klagte, der Himmel sei ungerecht zu mir. Jeder Winter war eine Qual.

Im Frühjahr 2001 verschlimmerte sich mein Zustand dramatisch, weil ich auch noch eine schwere Magenkrankheit bekam. Ich konnte nichts essen und hatte unerträgliche Magenschmerzen. In dieser Zeit suchte ich überall ärztliche Hilfe und besuchte große und kleine Krankenhäuser in der Umgebung. Doch mein Zustand besserte sich nicht. Innerhalb weniger Monate sank mein Gewicht von über 54 kg auf 45 kg, ich magerte ab und wurde schwach. Später konnte ich nicht einmal mehr kochen, sprach kaum noch und verbrachte meine ganze Zeit im Bett. Mein Mann und meine Kinder waren besorgt und deprimiert, während ich von Angstzuständen geplagt wurde und nachts nicht schlafen konnte. Mein Leben war unerträglich.

Als es für mich nichts mehr zu hoffen gab, erfuhr ich durch einen Praktizierenden in meinem Dorf von Falun Dafa.

Einige Tage nachdem ich das Zhuan Falun zum ersten Mal gelesen hatte, wurde mir alles klar: Ich fand Antworten auf Dinge, die ich nie verstanden hatte, und auf Fragen, auf die ich in anderen Büchern keine Antworten gefunden hatte. Ich verstand, warum Menschen krank werden, die Ursache von Krankheiten, den Sinn des Lebens und vieles mehr. Von da an hörte ich auf, mich über mein Schicksal zu beklagen. Mir wurde auch klar, dass Medikamente den Ausbruch der Krankheit nur hinauszögerten. Deshalb warf ich all meine Medikamente im Wert von einigen hundert Yuan weg und widmete mich der Kultivierung im Falun Dafa.

Die wohltuende Übungsmusik strömte wie fließendes Wasser über mein lang unberührtes Herz. Die sanften, langsamen und fließenden Bewegungen schienen mich in eine wunderschöne, märchenhafte Welt zu entführen. Ich fühlte mich erfrischt und gestärkt und erlebte ein Gefühl der Leichtigkeit und Freude, das ich nie zuvor gekannt hatte. Nachdem ich eine Zeitlang das Fa gelernt und die Übungen gemacht hatte, ging es mir deutlich besser, und ich konnte wieder kochen. Bereits nach zwei Monaten waren meine Magenprobleme vollständig verschwunden, und auch meine anderen Beschwerden waren wie weggeblasen. Ich erlebte die wahre Freude, gesund zu sein! Immer wieder rief ich: „Danke, Meister! Danke, Meister!“

Erhöhung der Xinxing

Konflikte mit meinem Mann gaben mir die Chance, meine Xinxing zu erhöhen. Er ist ungeduldig und hat ein aufbrausendes Wesen, während ich keine Kritik vertrage. Wir stritten oft heftig über ein einziges Wort. In seinen Augen war nichts, was ich tat oder sagte, richtig, und er suchte ständig Streit mit mir, schrie mich manchmal an und gab nicht nach. Aber wenn jemand anderes dasselbe sagte oder tat, schwieg er.

Einmal war ich etwas spät dran mit dem Wischen des Fußbodens. Er bemerkte es und beschwerte sich, woraufhin wir uns stritten. Damals wusste ich noch nicht, wie ich mich selbst weiterentwickeln sollte, und suchte bei Konflikten immer den Schuldigen im Außen. Ich glaubte, er schikanierte und mobbte mich, und das brachte mich in Rage. Ich fragte ihn: „Was soll der ganze Aufruhr? Warum bist du so wütend? Ist es etwa verboten, etwas später mit dem Putzen fertig zu sein?“ Wir stritten endlos, keiner von uns wollte nachgeben, bis wir beide völlig erschöpft waren. Aber danach versuchte ich immer noch, mit ihm zu reden und ihn zum Essen zu holen, nachdem ich es zubereitet hatte, doch er ignorierte mich einfach und stierte wütend vor sich hin. Still dachte ich: „Das liegt daran, dass ich Dafa praktiziere. Ich lasse mich nicht auf dein Niveau herab!“

Der Meister erklärte uns deutlich:

„Wenn du bei der Kultivierung auf konkrete Konflikte stößt oder dich ein anderer schlecht behandelt, könnte es dafür zwei Gründe geben: Erstens hast du vielleicht in deinem Vorleben den anderen schlecht behandelt. Du fühlst dich im Herzen unausgeglichen: „Warum werde ich so behandelt?“ Aber warum hast du den anderen früher so behandelt? Du wirst vielleicht sagen: „Damals wusste ich das nicht. In diesem Leben kümmere ich mich doch nicht um die Dinge aus jenem Leben.“ Das geht aber nicht. Zweitens geht es bei Konflikten um die Umwandlung des Karmas. Deshalb sollen wir beim Umgang mit konkreten Konflikten großzügig sein und uns nicht so verhalten wie gewöhnliche Menschen.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 191+192)

Durch das vertiefte Fa-Lernen begann ich, mein Verständnis des Fa von einer sinnlichen zu einer rationalen Wahrnehmung zu erweitern. Mir wurde klar, dass die Konflikte nicht zufällig kamen. Vielleicht schuldete ich meinem Mann etwas aus einem früheren Leben, oder er half mir mit seinem Verhalten, mein Karma aufzulösen.

Als ich die Fa-Grundsätze verstand, fühlte ich mich innerlich ausgeglichen. Wenn ich erneut in Konflikte geriet, übte ich mich in Geduld und erinnerte mich: „Das ist meine Chance, mich zu erhöhen. Hier bietet sich mir die Gelegenheit, in vierfacher Hinsicht zu gewinnen.“ Jedes Mal, wenn Angst vor Kritik und der Groll in mir aufstiegen, sagte ich mir: „Ich muss das überwinden. Wenn ich kritisiert werde, muss ich das ertragen. Ich werde meinen Groll überwinden und Barmherzigkeit in mir erwecken.“

Als ich mit einer sehr schweren Xinxing-Prüfung konfrontiert war, bat ich den Meister, meine Fähigkeiten zu erweitern, und rezitierte immer wieder seine Worte:

„Schwer zu ertragen, ist zu ertragen. Unmögliches ist möglich.“ (Zhuan Falun, 2019, S. 480)

Allmählich erhöhte ich auf diese Weise meine Xinxing.

Doch manchmal war mein Kultivierungszustand nicht so stabil, und alle möglichen Anhaftungen tauchten wieder auf. Egal wie sehr ich mich bemühte, ich konnte ihnen nicht auf den Grund gehen, und sie wurden zur Belastung. Manchmal, wenn ich auf der Minghui-Website auf Erfahrungsberichte anderer Praktizierender stieß, war ich sehr berührt, aber auch beschämt, dass ich der Gnade des Meisters wieder einmal nicht gerecht geworden war.

Dafa erschließt mir Weisheit

Während des Voranschreitens der Fa-Berichtigung verlangt der Meister von uns, die drei Dinge gut zu machen. Am schwersten fiel es mir, die wahren Umstände zu erklären. Anfangs hatte ich Schwierigkeiten, das Eis zu brechen, wenn ich mit Menschen sprach. Immer wenn ich Menschen mit Schicksalsbeziehung begegnete, war ich besorgt. Ich ging einige Male hinaus, kam aber mit niemandem ins Gespräch. Das machte mich traurig und ich beklagte es, dass ich keine Worte fand und nicht wusste, wie ich ein Gespräch führen sollte. Als ich wieder zu Hause war, bat ich den Meister um Rat.

Der Meister sorgte dafür, dass eine andere Praktizierende mit mir hinausging, um mir zu zeigen, wie man mit Menschen spricht. Sie übernahm das Sprechen, während ich aufrichtige Gedanken aussandte. Durch die gemeinsamen Ausflüge lernte ich, wie ich den Menschen die Fakten verdeutlichen konnte. Nach einiger Zeit gelang mir in dieser Hinsicht ein Durchbruch.

Zuerst sprach ich mit meinen Verwandten, Freunden und Familienmitgliedern, dann mit Bekannten, Fremden und Besuchern. Ich sprach mit Menschen, wo immer ich war – auf dem Markt, bei Hochzeiten oder Beerdigungen. Bevor ich zu sprechen begann, sandte ich aufrichtige Gedanken aus, um jeden negativen Einfluss zu beseitigen, der die Menschen daran hindern könnte, die Fakten zu hören. Ich bat auch den Meister um Stärkung. Dann fragte ich sie direkt: „Habt ihr schon mal davon gehört, dass man die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) verlassen kann, um seine Sicherheit zu gewährleisten?“ Je nach Situation nahm ich mir dann Zeit, ihnen zu erklären, warum es wichtig ist, die Partei zu verlassen. Das erleichterte es ihnen, die Fakten zu akzeptieren.

Mein Nachbar errichtete eine Betonsteinmauer und heuerte vier Arbeiter von außerhalb an. Wir müssen eine Schicksalsbeziehung zu jedem Menschen haben, dem wir begegnen, und wir sollten keine Gelegenheit verpassen, ins Gespräch zu kommen. Ich sandte aufrichtige Gedanken aus, um jeden negativen Einfluss zu beseitigen, der die Arbeiter daran hindern könnte zu verstehen, und brachte ihnen in ihrer Pause etwas Obst aus meinem Garten. Sie freuten sich sehr. Nachdem wir uns eine Weile unterhalten hatten, fragte ich sie, ob sie schon einmal davon gehört hätten, dass man zur eigenen Sicherheit die KPCh verlassen sollte.

Da sie noch nicht davon gehört hatten, fragte ich sie, ob sie jemals der Partei, dem Jugendverband oder den Jungen Pionieren beigetreten waren. Einer sagte, er sei dem Jugendverband beigetreten, die anderen drei den Jungen Pionieren.

Ich sagte: „Es wird eine große Katastrophe geben. Als wir der Partei und ihren Jugenorganisationen beigetreten sind, haben wir alle die Faust gehoben und geschworen, unser ganzes Leben für die Partei einzusetzen. Wenn die Katastrophe eintritt, werden genau diese Menschen mit der Partei zusammen untergehen. Wenn ihr aus diesen Organisationen austretet, könnt ihr euch im Ernstfall schützen.“

Sie fragten mich, wie man austritt, und ich erklärte ihnen: „Ihr müsst keinen Cent dafür ausgeben. Solange ihr es ehrlich meint, zählt es.“ Sie taten es und beschlossen, unter Pseudonym aus dem Jugendverband und den Jungen Pionieren auszutreten. Ich riet ihnen, sich die glückverheißenden Worte „Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut“ zu merken, dann würde es ihnen gut ergehen. Sie nickten zustimmend.

Vor vielen Jahren nutzten wir Handys, um über die Fakten aufzuklären. Ich war dafür zuständig, die Nummern in die Handys einzuspeichern. Manchmal, wenn das Handy eines Praktizierenden nicht funktionierte, versuchte ich, es durch Drücken bestimmter Tasten zu reparieren, und dann ging es wieder. Ich wusste nicht genau, was ich tat, aber es funktionierte. Letztendlich beruhte alles darauf, dass der Meister uns Kraft und Weisheit gab.

Vor zehn Jahren stieß ich auf einen Artikel auf Minghui.org, der Praktizierenden empfahl, die Minghui-Website zu besuchen, sofern es die Umstände erlaubten; deshalb kaufte ich mir einen Laptop. Zuvor hatte ich noch nie eine Maus benutzt, geschweige denn einen Laptop. Ich suchte nach einer Praktizierenden, die mir helfen konnte, und schließlich war es ihr Sohn, der mir half.

Anfangs war ich sehr ungeschickt und hatte Schwierigkeiten, die Maus zu bedienen. Aber der Sohn war sehr geduldig und zeigte es mir mehrmals. Dann übte ich es noch ein paar Mal selbst. Zuhause schaltete ich meinen Computer ein und wollte die Mausbewegungen üben, aber ich konnte mich an nichts erinnern. Also musste ich zurückgehen und den jungen Mann bitten, es mir noch einmal zu zeigen. Diesmal schrieb ich jeden Schritt auf und übte ihn dann zu Hause. Anschließend konnte ich auf Minghui.org stöbern.

Nach einiger Zeit richtete ich bei mir zu Hause eine Werkstatt für die Produktion von Materialien ein. Ich war für den Druck der Minghui Weekly und anderer Informationsmaterialien zuständig. Dabei ging ich sehr sorgfältig vor und erledigte alles gewissenhaft, besonders bei der Erstellung der Broschüren. Für den Umschlag verwendete ich spezielles, beschichtetes Papier, das wirklich schön aussah – hell, kräftig und klar. Ich überprüfte den Text stets sorgfältig auf Unschärfe und verschwommenen Text. Falls ich etwas fand, ersetzte ich es durch eine neue Seite. Die Leute waren beeindruckt von der sorgfältigen Gestaltung.

Ich produzierte zehn Jahre lang Materialien, bevor ich die Verantwortung an andere Praktizierende übergab. Ich bin nun dafür zuständig, Praktizierenden jeden Mittwoch beim Herunterladen der Audioversionen von Minghui Weekly und Geschichten zur Fa-Berichtigung zu helfen. Außerdem lade ich die Druckversionen von Minghui Weekly, Reine Einsicht und anderen Informationsmaterialien herunter. Zusätzlich lade ich die Listen derjenigen hoch, die die KPCh verlassen haben.

Manchmal sende ich „feierliche Erklärungen“ zur Veröffentlichung auf Minghui.org. Kurz gesagt, ich habe versucht, alle Bedürfnisse anderer Praktizierender zu erfüllen. Nichts davon verdanke ich meinen eigenen Fähigkeiten, sondern der Kraft, die mir der Meister schenkte und der Weisheit Dafas sowie der Unterstützung anderer Praktizierender. Ich möchte allen Praktizierenden danken, der mir jemals geholfen haben.

Schlussbetrachtung

Wenn ich auf meinen Kultivierungsweg der letzten zwei Jahrzehnte zurückblicke, ist die Zeit wie im Flug vergangen. Obwohl ich keine bewegenden Geschichten oder weltbewegenden Ereignisse zu erzählen habe, ist mein Bericht doch ein Beispiel für das Außergewöhnliche im Gewöhnlichen. Es gab Freude nach der Erhöhung meiner Xinxing und herzzerreißenden Schmerz, wenn ich eine Prüfung nicht bestand. Auf diesem Weg, der zeitweise sehr anstrengend, hart und ermüdend war, empfand ich auch große Zufriedenheit, Erfüllung und Freude. Denn ich wusste, dass dies meine Verantwortung, meine Mission und mein Gelübde war, bevor ich in die Welt der Menschen herabstieg!