(Minghui.org) Letztes Jahr fiel mir auf, dass zahlreiche Menschen ein Ausflugsziel in meiner Heimatstadt besuchten. Als die Azaleen in voller Blüte standen, zog die prachtvolle Aussicht Scharen von Touristen an. Mir kam der Gedanke, wie wunderbar es wäre, dort an einem Stand Leckereien anzubieten und dabei den Menschen die wahren Hintergründe über Falun Dafa näherzubringen. Ich teilte diese Idee einer Mitpraktizierenden mit, die mich sehr unterstützte und ohne Zögern zustimmte, mich zu begleiten. Nach einem kurzen Abstecher in einen Großmarkt, wo wir uns mit Waren eindeckten, bereiteten wir gesunde Speisen zu, um sie in der landschaftlich reizvollen Gegend zu verkaufen.
Ende April letzten Jahres fuhren wir ausgerüstet mit kleinen Hockern, ein paar Holzbrettern und einem großen Sonnenschirm zum Aussichtspunkt und bauten dort einen einfachen Stand auf. Es herrschte gerade Ferienzeit und die Gegend wimmelte von Touristen. In dieser Bergregion wehte ein starker und kalter Wind. Da es sich um ein frei zugängliches Gebiet handelte, das von niemandem gepflegt wurde, waren die Toiletten innen und außen mit menschlichen Exkrementen beschmutzt. Nachdem wir sie gereinigt hatten, richteten wir einen kleinen Rastplatz ein und stellten ein paar Hocker auf. Als die Besucher unseren Stand entdeckten, kamen sie herbei und begrüßten uns. Wir luden sie ein, sich zu setzen und auszuruhen. Während wir uns mit ihnen unterhielten, erläuterten wir ihnen die Fakten über Dafa und ermutigten sie, sich von der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) und ihren angegliederten Organisationen zu trennen.
Anfangs waren wir nervös, die Menschen über Falun Dafa und die Verfolgung anzusprechen. Allmählich gelang es uns, diese Angst zu durchbrechen und diese Menschen als wertvolle Familienmitglieder zu betrachten – wir durften diese Chance auf Errettung nicht ungenutzt verstreichen lassen! Aus unserer Angst mit ihnen zu sprechen, wuchs die Zuversicht, ihnen zu verkünden: „Wir praktizieren Falun Dafa. Falun Dafa ist gut! Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut! Was wir hier tun, ist freiwillig.“ Die Menschen bekräftigten, dass Dafa gut ist, und sicherten sich damit eine strahlende Zukunft.
Einmal unterhielt ich mich mit einem Touristen, der mit mir übereinstimmte: „Ich weiß über euch Praktizierende Bescheid. Ich spreche oft mit den Beamten auf der örtlichen Polizeiwache über Falun Dafa. Ihr seid alle gute Menschen, denen Unrecht angetan wird. Wir sind uns darüber im Klaren und wir lesen auch eure Bücher. Ihr müsst unbedingt weitermachen und dürft keinesfalls aufgeben! In Zukunft werdet ihr bestimmt rehabilitiert werden.“ – „Ja, das Unrecht, das wir erlitten haben, wird sicherlich vergolten werden. Ich glaube von ganzem Herzen, dass dieser Tag kommen wird“, erwiderte ich bestätigend. Er nickte zustimmend. Ich wusste, dass mich der Meister mit den Worten eines gewöhnlichen Menschen ermutigen wollte.
Eine Familie aus Zibo in der Provinz Shandong besuchte unsere Region, nachdem sie online ein kurzes Video über diesen schönen Ort gesehen hatte. Ich dachte, dass sie hierhergeführt worden waren, um die wahren Begebenheiten über Dafa zu erfahren. Sie besuchten keine anderen Sehenswürdigkeiten in der Gegend, hörten uns einfach zu und gingen dann wieder.
Es gab noch weitere Begegnungen, unter anderem mit hochrangigen Beamten, prominenten Unternehmern, Beamten des Provinzbüros für öffentliche Sicherheit, Beamten der Staatssicherheit, Schauspielern und vielen anderen. Uns war klar, dass der Meister dafür gesorgt hatte, dass sie hierherkamen, um errettet zu werden. Wir hießen jeden Besucher herzlich willkommen: „Bitte nehmen Sie Platz und ruhen Sie sich ein wenig aus. Trinken Sie eine Tasse Tee auf unsere Kosten, entspannen Sie sich und genießen Sie die Aussicht.“ Die Menschen waren begeistert und manche sagten: „Es fühlt sich an, als käme man nach Hause.“ Andere äußerten: „Die Gegend ist wunderschön und die Menschen einfach wunderbar.“ Andere verweilten lange und wollten nur ungern gehen. Dann erklärten wir ihnen: „Das ist die Schönheit des Dafa. Das positive Energiefeld von Falun Dafa ist Balsam für die Seele.“
Etwas Amüsantes: Eine Mitpraktizierende klärte drei Touristen über die Sachlage auf und ermutigte sie, die Drei Austritte zu vollziehen, d. h. ihre Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei und den ihr angegliederten Jugendorganisationen zu kündigen. Sie schlug ihnen dafür ein Pseudonym vor, dem einen „Reich“, dem anderen „Gesegnet“, geriet dann aber bei der dritten Person ins Stocken. Ihr fiel einfach kein geeigneter Name für ihn ein. Als dieser sich außen vorgelassen fühlte, meinte er: „Geben Sie mir doch einfach das Pseudonym ‚Wütend‘. Die beiden anderen haben so wunderbare Namen bekommen, ich jedoch keinen.“ Ich warf schnell ein: „Seien Sie nicht ‚wütend‘ – wie wäre es mit ‚Golden‘? Das ist noch kostbarer!“ Er war begeistert und wir lachten alle. Diese Begebenheit vermittelte mir ein tiefes Gefühl der Einzigartigkeit und Kostbarkeit eines jeden Lebewesens. Wir müssen uns weiter bemühen, ihnen Erlösung zu bieten.
Die Zeit verging wie im Flug, auf den Frühling folgte der Sommer und auf den Sommer folgte der Herbst. Rückblickend läuft jedes kleinste Detail in diesem malerischen Ort wie ein Film in meinem Kopf ab:
Anfangs wehten heftige Bergwinde. Unsere Waren wurden oft weggeweht, und sogar unsere Regenschirme wurden von den Böen erfasst. Ein Praktizierender hielt einen Regenschirm aufrecht, als hielte er ein riesiges Banner hoch, damit er nicht davonflog. Jeden Tag bekam ein Praktizierender die Aufgabe, den Regenschirm zu halten. Ein Mitpraktizierender bemerkte unsere Schwierigkeiten. Er kaufte uns einen kleinen tragbaren Unterstand, half uns beim Aufbau eines Sonnendachs und besorgte mehrere Hocker. Wir sind für seine selbstlose Hilfe zutiefst dankbar. Er bot uns Schutz vor Wind und Regen.
Das Gestrüpp war dicht gewachsen und versperrte den Weg, deshalb brachten wir Sicheln, Äxte und Sägen mit, mähten das Gras, zersägten die Äste und hackten Holz. Gemeinsam räumten wir den Weg frei und machten ihn breiter. Eine über 70-jährige Praktizierende arbeitete unermüdlich mit. Ein junger Praktizierender, der noch nie zuvor solche Arbeit verrichtet hatte, arbeitete, bis seine Hände voller Blasen waren, aber er beklagte sich nicht.
Vorbeigehende Touristen fragten: „Wie viel bezahlt man euch dafür?“ Wir antworteten: „Niemand bezahlt uns. Wir machen den Weg freiwillig frei.“
Wenn manche uns den Daumen hochhielten und uns lobten, sagte ich zu ihnen: „Wir sind gute Menschen geworden, weil wir Falun Dafa praktizieren. Wer sonst würde freiwillig eine solch anstrengende Arbeit auf sich nehmen?“ Als sie das hörten, riefen die Touristen: „Falun Dafa ist gut!“ und bekräftigten dies immer wieder, während sie weitergingen. Das Aufwachen dieser Menschen trieb mir die Tränen in die Augen. Zu wissen, dass diese Lebewesen gerettet werden, machte all die Strapazen und Erschöpfung noch lohnenswerter.
Ein anderes Mal boten wir uns einer Gruppe Touristen als Reiseführer an und brachten ihnen die lokale Kultur und Legenden näher. Wir begleiteten sie über eine lange Strecke und erläuterten ihnen unterwegs, wie es sich mit Falun Dafa und dessen Verfolgung verhält. Danach ruhten wir uns gemeinsam in einem schattigen Pavillon aus und tranken etwas Tee, danach setzten wir unseren Weg fort. Als ihr Bus losfuhr, winkten sie zum Abschied, und wir riefen ihnen zu: „Ihr seid jederzeit herzlich willkommen!“ Einige legten respektvoll die Hände aneinander und bedankten sich mehrmals. Andere bekundeten: „Wir sind eure treuesten Fans!“
Obwohl ich nur ein paar Monate auf dem Berg verbracht habe, hat diese Erfahrung einen tiefen Eindruck bei mir hinterlassen: Die Menschen warten wirklich auf uns und auf ihre Erlösung. Die Verantwortung, die auf unseren Schultern lastet, ist immens. Die Zeit vergeht schnell, daher müssen wir unsere Anstrengungen beschleunigen und den Menschen schnell die Fakten erklären.
Der Meister hat die Zeit immer wieder verlängert und uns damit die Gelegenheit gegeben, die Lebewesen in unseren himmlischen Welten zu retten, unsere Missionen zu erfüllen und unsere abgelegten Gelübde einzulösen. Wir müssen uns fleißig kultivieren, indem wir unsere Gedanken und Taten berichtigen.
Wir müssen das Fa gut bestätigen. Als Praktizierende repräsentieren wir den Ruf des Dafa, daher ist es sehr wichtig, was wir sagen und tun. Wir müssen noch mehr Menschen erretten, ihrer aufrichtigen Hoffnung und den Erwartungen des Meisters gerecht werden, indem wir unseren Egoismus und unsere egozentrischen Anschauungen ablegen und alles im Einklang mit Dafa in Ordnung bringen. Wir sollten stets zuerst an andere denken und unser egoistisches Selbst beseitigen.
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