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Vier Einwohner von Heilongjiang trotz Einspruch zur Teilnahme an virtueller Gerichtsverhandlung gezwungen

28. April 2026 |   Von einem Minghui-Korrespondenten in der Provinz Heilongjiang, China

(Minghui.org) Vier Einwohner der Stadt Harbin in der Provinz Heilongjiang wurden am 13. April 2026 aufgrund ihres Glaubens an Falun Dafa zu einer virtuellen Anhörung gezwungen.

Frau Liu Shuzhen, etwa 70 Jahre alt, Herr Shi Zuosheng, 74, und seine Frau Chen Xiumei, 54, sowie Frau Li Hongmei, 65, wurden am 21. August 2025 im Rahmen einer Polizeirazzia gegen Falun-Dafa-Praktizierende festgenommen. Lius Anwalt wurde die Einsicht in ihre Akte verweigert.

Die Praktizierenden standen erstmals am 30. März 2026 im Bezirk Acheng vor Gericht. Ihre Anwälte plädierten auf nicht schuldig. Die Einzelheiten der ersten Anhörung werden noch untersucht.

Die zweite Anhörung am 13. April 2026 fand virtuell statt, obwohl die vier Praktizierenden und ihre Rechtsbeistände Einspruch erhoben hatten. Laut Gesetz darf ein Richter ohne die Zustimmung der Angeklagten keine virtuelle Anhörung durchführen.

Während der virtuellen Anhörung befanden sich der vorsitzende Richter, der Staatsanwalt, die Anwälte und die Familien der Praktizierenden im Gerichtsgebäude, während die Praktizierenden in der Haftanstalt blieben. Aufgrund des Kamerawinkels in der Haftanstalt waren ihre Gesichter auf dem Bildschirm im Gerichtssaal nicht zu sehen. Familienangehörige, Anwälte, Richter und Staatsanwalt konnten sie nur hören. Es ist unklar, ob die Praktizierenden von der Haftanstalt aus den Gerichtssaal sehen konnten; alle waren jedoch der Ansicht, dass sie sich unter diesen Umständen nicht so wirksam verteidigen konnten wie bei persönlicher Anwesenheit.

Dies ist nicht das erste Mal, dass diese Praktizierenden wegen Falun Dafa verfolgt wurden. Liu wurde bereits am 16. November 2004 verhaftet und zu mehr als zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Sie wurde so schwer misshandelt, dass sie am 23. November 2006 aus medizinischen Gründen auf Bewährung freigelassen werden musste, da sie sich in einem kritischen Zustand befand.

Herr Shi wurde nach seiner Verhaftung im November 2004 ebenfalls zu zwei Jahren Zwangsarbeit verurteilt.

Frau Li leistete zuvor zwei Haftstrafen in Arbeitslagern mit einer Gesamtdauer von vier Jahren ab. Ihre Mutter, über 70 Jahre alt, und ihr Bruder, 43, beide Falun-Dafa-Praktizierende, starben in den Jahren 2000 beziehungsweise 2002 an den Folgen der Verfolgung.

Frühere Berichte:

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