(Minghui.org) Nachdem ich den Artikel „Warum gibt es die Menschheit?“ wiederholt gelesen hatte, erkannte ich, dass der Meister sowohl den Dafa-Schülern als auch allen Menschen sagen möchte: Nur wenn ein Mensch gütig bleibt, kann sich sein Leben erhöhen; nur wenn er gütig bleibt, kann er von göttlichen Wesen errettet werden und in die himmlischen Reiche zurückkehren; nur wenn er gütig bleibt, kann er Tugend ansammeln und Segen erhalten.

Deshalb müssen wir uns im Alltag und bei der Arbeit an den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht orientieren, uns selbst streng danach richten, danach streben, gute und moralisch edle Menschen zu sein, und lernen, zuerst an andere zu denken und selbstlos zu werden. 
Tatsächlich ist es relativ leicht, gütig zu bleiben, wenn man in Wohlstand lebt, gesund ist, keine Interessenkonflikte hat und sich nicht in extremen Situationen befindet. Doch in heftigen Konflikten, unter verletzenden Worten oder wenn man große persönliche Verluste erleidet, ist es am schwierigsten, gütig zu bleiben. Ich glaube, dass alle Mitpraktizierenden dies tief nachempfinden können. Nur diejenigen, die sich wahrhaft kultivieren und sich von den Fa-Prinzipien des Meisters leiten lassen sowie unter seinem barmherzigen Schutz stehen, können diesen Weg gut gehen.

Nach emotionalem Verrat weiterhin gütig bleiben

Eine Mitpraktizierende (78) hat schneeweißes Haar und ein jugendliches Aussehen. Sie ist voller Energie und geistig klar. Außer am Wochenende geht sie jeden Tag gemeinsam mit einer anderen älteren Praktizierenden hinaus, um den Menschen von Angesicht zu Angesicht die wahren Umstände zu erklären – bei jedem Wetter, ohne Unterbrechung. Außerdem hat sie mehrere Erfahrungsberichte auf Minghui veröffentlicht. Erst als ich ihr beim Überarbeiten ihrer Texte half, verstand ich wirklich, wie schwer ihr Weg gewesen war.

Ende der 1980er und Anfang der 1990er Jahre hatte ihr Mann eine Affäre. Für sie, eine sehr traditionell geprägte Frau, war das ein schwerer Schlag. Zudem litt sie an zahlreichen Krankheiten, insbesondere an rheumatischer Arthritis, die zu einer Herzkrankheit führte, sodass sie kaum noch arbeiten konnte. Außerdem verursachte ein Bandscheibenvorfall starke Schmerzen; selbst kleine Hindernisse konnte sie kaum überwinden. 
Ihr Vorgesetzter zeigte Verständnis und erlaubte ihr, zu Hause zu bleiben und nur am Monatsende zur Abrechnung ins Büro zu kommen. Damals waren ihre Kinder noch jung – eines in der Mittel-, das andere in der Grundschule. Sie weinte den ganzen Tag und war innerlich am Ende. In jenen Jahren war der Gedanke an Selbstmord sehr stark.
Eines Nachts, nachdem sie ihre Kinder versorgt und einen Abschiedsbrief geschrieben hatte, verließ sie mit einem Seil das Haus. Auf der Straße traf sie zwei gutherzige Menschen, die sie trösteten und überzeugten, um ihrer Kinder willen weiterzuleben. So kehrte sie nach Hause zurück.
Nachdem sie 1998 das Fa erhalten hatte, wurde ihr Körper gereinigt. Innerhalb von weniger als zehn Tagen verschwanden alle ihre Krankheiten beim Lesen des Fa und beim Praktizieren der Übungen. Zum ersten Mal erlebte sie, wie es sich anfühlt, gesund zu sein. Ihr Lächeln kehrte zurück und auch ihre Kinder wurden wieder fröhlich. Sie wussten, dass all dies durch Dafa gekommen war.
Durch die Fa-Prinzipien erkannte sie, dass sie ihre Xinxing nur durch wahre Kultivierung erhöhen konnte. Nur so konnte sie Groll loslassen. Wenn diese negativen Substanzen nicht beseitigt würden, würde sie weiterhin leiden. Neben der Fürsorge für ihre Kinder widmete sie sich täglich dem Fa-Lernen und den Übungen. Sie las das Zhuan Falun alle drei bis vier Tage vollständig durch und las  auch die anderen Vorträge des Meisters.Eines Tages traf sie auf einem Markt ihren Ex-Mann. Sie wollte ihm ausweichen, doch es war zu spät. In ihrem Kopf kämpften widersprüchliche Gedanken. Schließlich gewann ihr aufrichtiger Gedanke die Oberhand: „Ich bin eine Dafa-Schülerin. Es ist meine Aufgabe, die Wahrheit zu erklären und Lebewesen zu retten. Wenn ich ihm hier begegne, bedeutet das nicht, dass er gekommen ist, um die Wahrheit zu hören?“
Sie begrüßte ihn und begann, ihm die wahren Umstände zu erklären. Da er im Bereich der Strafverfolgung arbeitete und stark von der KPCh beeinflusst war, zögerte er zunächst, aus der Partei auszutreten. Doch nachdem sie ihm die Widersprüche der inszenierten „Selbstverbrennung auf dem Tiananmen-Platz“ erläutert hatte, stimmte er schließlich zu und trat unter einem Pseudonym aus.
Durch diese Erfahrung erkannte sie: Wenn ein Mensch sich aufrichtig kultiviert, kann Dafa seine tiefsten Vorstellungen verändern, Anhaftungen lösen und ein enges Herz weit und offen machen. Wenn man sich nach Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht richtet, werden Körper und Geist erhöht und das Göttliche kann sich zeigen. Tief in ihrem Herzen entstand immer wieder der Gedanke: „Dafa zu praktizieren, ist wirklich gut!“

Nach großem finanziellen Verlust gütig bleiben

Eine andere Mitpraktizierende erhielt 1997 das Fa. Heute ist sie über 80 Jahre alt, voller Energie und mit strahlendem Aussehen. Täglich fährt sie mit einem Dreirad zu Märkten, um die Menschen über die wahren Umstände zu informieren und ihnen beim Austritt aus der KPCh zu helfen.

Auch sie musste eine große Prüfung im Hinblick auf persönliche Interessen bestehen. In jungen Jahren betrieben sie und ihr Mann eine Buchbinderei und bauten später mit ihren Ersparnissen eine größere Fabrik. Nach dem Tod ihres Mannes übergab sie die Fabrik ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter.
Ihr Sohn verkaufte die Fabrik für mehrere Millionen Yuan, um eine Wohnung für die Hochzeit seines eigenen Kindes zu kaufen, ohne ihr etwas davon zu geben. Sie erwähnten nicht einmal den Verkauf. Sie dachte: „Selbst ein kleiner Teil hätte mir etwas Trost gegeben, schließlich war es das Ergebnis unserer lebenslangen Arbeit.“ Doch weil sie sich daran erinnerte, dass sie eine Kultivierende war und Anhaftungen an persönliche Interessen loslassen sollte, sprach sie das Thema nicht an.
Sie sagte mir: „Ohne Dafa hätte ich das niemals so handhaben können. Es war eine große Summe.“Ihr Sohn und ihre Schwiegertochter sahen die positiven Veränderungen in ihrem Charakter und unterstützten sie daher sehr. Während der schlimmsten Verfolgungszeit wurde sie unrechtmäßig in eine Gehirnwäsche-Einrischtung gebracht. Ihr Sohn durchbrach mutig mit dem Auto das Tor, um ihre Freilassung zu fordern, und wurde dabei selbst festgenommen. Doch sein Mut schreckte die Verantwortlichen ab. Danach wagten sie es nicht mehr, sie zu schikanieren. An politisch heiklen Tagen fuhren sie lediglich an ihrem Haus vorbei, machten ein Foto von ihrer Tür und fuhren wieder weg. 
Ihre große Familie – vier Generationen mit etwa hundert Verwandten – hat inzwischen die Wahrheit erfahren und ist aus der KPCh ausgetreten.

In Haft weiterhin gütig bleiben

Im November 2016 erklärte ich auf einem Markt gemeinsam mit einem Mitpraktizierenden die wahren Umstände. Ein älterer Mann wollte nicht aus der KPCh austreten und lobte sie sogar. Da ich meine Anhaftung an den Kampfgeist nicht loslassen konnte, stritt ich mit ihm. Er zeigte mich an und ich wurde unrechtmäßig verhaftet
Während meiner Haft bemühte ich mich, ruhig zu bleiben, das Verhalten eines Dafa-Schülers zu bewahren und den Polizisten immer wieder die wahren Umstände zu erklären.
Eine junge Polizistin nahm meine Aussagen auf. Sie hatte ein kleines Baby zu Hause und war sehr besorgt, dass sie nicht rechtzeitig nach Hause zurückkehren könnte. Als ich davon hörte, entschuldigte ich mich bei ihr. Berührt meinte sie: „Ihr Falun-Dafa-Prakizierende seid alle gute Menschen.“  Ich merkte mir ihren Namen. Als sie später meine Kleidung durchsuchte, sagte ich zu ihr: „Sie sind soundso, nicht wahr? Gütige Menschen sollten vom Göttlichen beschützt werden.“ So half ich ihr, unter einem Pseudonym aus der KPCh auszutreten. Sie dankte mir sehr.
Im Gefängnis war ich nicht niedergeschlagen. Ich rezitierte täglich das Fa und sandte aufrichtige Gedanken aus. Gleichzeitig behandelte ich jeden freundlich. Viele Insassinnen waren anfangs emotional instabil. Ich tröstete sie, teilte Essen und Kleidung mit ihnen und gewann ihr Vertrauen. So konnte ich ihnen von der Güte von Dafa und der wahren Situation erzählen. Ich erklärte ihnen, dass das Leid, welches die Menschen heute erdulden, auf die Korruption und den moralischen Verfall der KPCh zurückzuführen sei. Viele entschieden sich danach, aus der KPCh auszutreten.
Einmal rief eine junge Frau laut: „Falun Dafa ist gut! Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit, Nachsicht sind gut!“ Kurz darauf wurde sie freigelassen. Dieses Erlebnis bewegte die anderen sehr und viele begannen ebenfalls, diese Worte täglich aufrichtig zu rezitieren.
In der Nacht vor meiner Entlassung waren alle zu aufgeregt, um schlafen zu können, obwohl es bereits nach Mitternacht war. Sie versammelten sich um mich herum, um mir zuzuhören, als ich ihnen die Wahrheit über den inszenierten Vorfall der „Selbstverbrennung auf dem Tiananmen-Platz“ erklärte. Ich brachte ihnen auch bei, wie man in Meditation sitzt. Nachdem sie die Wahrheit verstanden hatten, konnte ich sicher nach Hause zurückkehren. 
Ich bin dem Meister zutiefst dankbar dafür, dass er mich gestärkt hat, und den Mitpraktizierenden dafür, dass sie unermüdlich aufrichtige Gedanken in Richtung der Haftanstalt gesandt haben. Wann immer sie dies taten, konnte ich deutlich die immense Kraft der aufrichtigen Gedanken der Dafa-Schüler spüren, die ein starkes Feld der Aufrichtigkeit schufen, um das Böse in anderen Dimensionen zu beseitigen.Nicht nur ich, sondern unzählige Dafa-Schüler, die inhaftiert waren, bewahren Güte ohne Groll oder Hass. Durch ihre Barmherzigkeit haben viele Menschen die Wahrheit erkannt, sind aus der KPCh ausgetreten und einige sind selbst Praktizierende geworden.
Unzählige Dafa-Schüler bleiben angesichts von Konflikten, Verrat, finanziellen Verlusten, Einsamkeit, Spott und Leid standhaft und gütig. Das liegt daran, dass sie sich ständig mit den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht reinigen und stärken. Sie verstehen den Sinn des Lebens und ihre Mission: sich selbst gut zu kultivieren, dem Meister bei der Fa-Berichtigung zu helfen und Lebewesen zu retten.Ich bin dem Meister zutiefst dankbar, dass er uns hilft, die über viele Leben gebildete menschliche Hülle zu durchbrechen, und uns auf den Weg zum Göttlichen führt.