(Minghui.org) Frau Xin Shurong aus Qiqihar, Provinz Heilongjiang, starb am 16. November 2024, zwei Monate vor ihrem 67. Geburtstag. Ihr bettlägeriger Mann Sun Rongxiao, etwa 72 Jahre alt, hatte große Schwierigkeiten, sich selbst zu versorgen. Über ein Jahr später schwebte er in Lebensgefahr und verlor immer wieder das Bewusstsein. Sein Zimmer roch aufgrund eines Harnkatheters stechend und beißend nach Urin. Seine Haut hat sich dunkel verfärbt, besonders am Gesäß. Trotz seines Zustandes verlangte die Polizei von Qitaihe weiterhin, dass er ihnen wöchentlich ein Foto von sich schickte.
Die Polizei ließ den wehrlosen Mann nicht in Ruhe, weil sie befürchtete, er könnte die Verfolgung von Falun Dafa durch die Kommunistische Partei Chinas öffentlich machen. Sie hatte Sun und seine Frau bereits mehrfach wegen ihres Glaubens an Falun Dafa verfolgt. Xin starb, nachdem sie und ihr Mann am 28. Februar 2023 zuletzt festgenommen worden waren.
Xin, geboren am 18. Januar 1957, und Sun, geboren 1954, erhielten am 28. Februar 2023 einen Anruf von der Polizeistation Taodong mit der Aufforderung, die bei einer früheren Festnahme beschlagnahmten Falun-Dafa-Materialien abzuholen. Sie kamen der Aufforderung nach und wurden bei ihrer Ankunft erneut festgenommen.
Nach ihrer Freilassung tauchten Xin und Sun nacheinander unter, um weiteren Verhaftungen zu entgehen. Während ihres Exils verschlechterte sich ihr Gesundheitszustand zusehends. Sun kehrte später nach Hause zurück. Da sich sein Zustand weiter verschlechterte, kehrte auch Xin zurück, um ihn zu pflegen. Die Härten des Lebens und der unerbittliche Druck der Verfolgung führten schließlich am 16. November 2024 zu ihrem Tod.
Rückblick auf die frühere Verfolgung des Paares
Mit Xins Tod endete eine jahrzehntelange Verfolgung aufgrund ihres Glaubens an Falun Dafa. Sie und Sun waren bereits am 14. Juni 2002 verhaftet worden, als sie noch im Kreis Boli lebten, der zur Stadt Qiqihar gehört. Die Beamten der Kreispolizei Boli, darunter Bai Yugang, beschlagnahmten damals Wertgegenstände im Wert von über 100.000 Yuan (ca. 12.000 Euro) aus dem Haus des Paares.
Xin wurde auf der Polizeiwache verhört. Die Polizisten fesselten ihr eine Hand auf dem Rücken, die andere Hand wurde über ihre Schulter gezogen. Nach mehreren Stunden verlor sie das Bewusstsein und krampfte am Boden. Die Polizei brachte sie nach 15 Uhr ins Krankenhaus. Um 23:30 Uhr wurde sie in die Polizeiwache von Boli gebracht. Später verlegte die Polizei sie in die Haftanstalt der Stadt Qitaihe, brachte sie aber nach zwei Wochen wieder zurück.
Xin erlitt am 31. Juli 2002 einen Herzinfarkt. Hauptmann Jiang Dongchun verweigerte ihr an diesem Tag die Freilassung gegen Kaution, bis ein EKG ergab, dass sie weder Puls noch Blutdruck hatte.
Auch Sun wurde nach seiner Festnahme gefoltert. Er wurde vier Tage lang im Polizeirevier von Boli festgehalten. Anschließend wurde er zum Polizeirevier Qitaihe gebracht und dort eine ganze Nacht lang verhört. Die Beamten Chen Xiang und Chen Longcan zwangen ihn, in die Hocke zu gehen, bis er ohnmächtig wurde. Sie rauchten ununterbrochen, um Sun, einen Nichtraucher, zu quälen. Sie gaben ihm weder Essen noch erlaubten sie ihm, die Toilette zu benutzen oder zu schlafen. Ihm war schwindelig und er fühlte sich benommen.
Sun wurde daraufhin in die zweite Haftanstalt von Qitaihe eingeliefert. Siebzehn Tage später wurde er zurück in die Arrestzelle des Polizeireviers von Boli verlegt. Am 1. August 2002 wurde er in die Haftanstalt von Boli gebracht.
Das Gericht des Kreises Boli verurteilte Sun zu einem unbekannten Zeitpunkt zu vier Jahren Haft. Am 15. Juli 2003 wurde er in das Gefängnis der Stadt Qitaihe eingeliefert. Innerhalb weniger Tage litt er unter schwerem Durchfall und magerte stark ab. Trotzdem zwangen ihn die Wärter weiterhin zu unbezahlter Schwerstarbeit. Er war so schwach, dass er nicht einmal eine Waschschüssel tragen konnte.
Ende September 2003 wurde Sun in das Gefängnis Mudanjiang verlegt. Nach einiger Zeit im strengen Aufsichtsteam wurde er in die erste Abteilung verlegt. Acht Häftlinge wurden abgestellt, die ihn rund um die Uhr bewachten. Er weigerte sich, Erklärungen zu verfassen, dass er Falun Dafa verlassen würde. Deswegen wurde er zweimal von den Häftlingen Zhu Dianhua, Liu Zhijun und Ren Shuwei brutal zusammengeschlagen.
Im Dezember 2004 wurde Sun innerhalb von vier Tagen zweimal misshandelt. Beim ersten Mal erlitt er Verletzungen im ganzen Gesicht. Beim zweiten Mal traten und schlugen mehrere Häftlinge so heftig auf ihn ein, dass er sich vor Schmerzen am Boden wälzte. Abteilungsleiter Yan Shanming, die Ausbilder Li Jiezhi und Li Wei, Hauptmann Dong Yujiang sowie die Wärter Li Yuhong und Wang He ignorierten die Misshandlungen.
Umzug nach Qitaihe – die Verfolgung geht weiter
Sun wurde schließlich am 13. Juni 2006 freigelassen. Er und Xin zogen nach Qitaihe, wo sie weiterhin Verfolgung ausgesetzt waren. Xin wurde 2015 verhaftet und einige Zeit inhaftiert. An einem Novembermorgen im Jahr 2019 unterhielt sie sich mit jemandem über Falun Dafa, als ein Polizeiwagen neben ihr anhielt. Drei Beamte stiegen aus und zerrten sie in ihr Fahrzeug. Sie brachten sie zur Polizeistation Xincheng und fixierten sie auf einer Tigerbank. Sie wollten wissen, woher sie die Falun-Dafa-Materialien in ihrer Tasche hatte.
Polizeichef Liu Yazhou trat sie heftig. Sie weigerte sich weiterhin, seine Fragen zu beantworten. Kurz nach 15 Uhr brachten Polizisten sie zur Toilette und drohten, sie auszuziehen, sie dem Waterboarding zu unterziehen und sie frieren zu lassen. Sie prahlten damit, dass ihr Tod als Selbstmord gelten würde. Ein Beamter drängte sie in eine Ecke und trat ihr gegen die Schienbeine. Dann stieß er sie zu Boden und riss sie wiederholt hoch. Sie schwieg weiterhin, und die Polizei brachte sie in eine Haftanstalt. Zehn Tage später wurde sie freigelassen.
Achtzehn Beamte in Zivil erschienen am 11. Juli 2022 um 7:20 Uhr bei Xin zu Hause. Zwei von ihnen hielten Sun fest, während die anderen alles durchsuchten. Sie beschlagnahmten über 40 Falun-Dafa-Bücher, ein Foto des Begründers von Falun Dafa, drei Computer, zwei Drucker, sieben Packungen Druckerpapier, zwei Papierschneider und Patronen.
Die Polizisten zerrten Sun grob zum Streifenwagen. Als Xin, die sich wenige Tage zuvor beim Duschen schwer verletzt hatte, versuchte, sie aufzuhalten, stießen sie sie weg. Die Polizei wollte auch sie festnehmen, ließ dann aber von ihr ab. Sie blieben weitere zwölf Stunden in der Nähe und befragten sie, woher sie die Falun-Dafa-Materialien und Büroartikel hatte.
Sun wurde am Abend freigelassen. Er und Xin wurden für sechs Monate unter Hausarrest gestellt. Am 28. Februar 2023 wurden sie erneut festgenommen. Xin starb am 16. November 2024, und Sun kämpft derzeit um sein Leben.
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