(Minghui.org) Als Praktizierende repräsentieren wir Dafa in dieser Welt, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht. Die Menschen können Falun Dafa nicht nur durch die Lehre von Falun Dafa kennenlernen, sondern auch durch unsere Worte und Taten, unser tägliches Verhalten und sogar durch unser äußeres Erscheinungsbild.
Ich selbst als Beispiel
Als ich das Fa erhielt, konzentrierte ich mich auf die Kultivierung. Da ich noch eine Anfängerin war und menschliche Anschauungen, insbesondere an die Zeit, hatte, geriet ich unbewusst ins Extrem. Ich erledigte meine täglichen Aufgaben in Eile, zum Beispiel das Zubereiten von Mahlzeiten für meine Kinder, und verbrachte fast meine gesamte Zeit damit, das Fa zu lernen, die Übungen zu praktizieren und Materialien zu übersetzen. Meine Gedanken waren sehr einfach: „Ich habe das Fa später als andere Menschen erhalten, deshalb muss ich schnell aufholen und meine Zeit nicht mit ‚unnötigen‘ Dingen verschwenden. Ich muss mich einfach ranhalten.“
Nach einer Weile begann meine Familie, sich zu beschweren und Sorgen zu machen. Wegen meiner Nachlässigkeit wurde ich gefragt: „Was für eine Kultivierung ist das denn? Warum hast du dich so verändert? Warum schätzt du deine Familie und dich selbst nicht mehr so wie früher?“ Glücklicherweise hatte ich bereits aus dem Fa verstanden, dass Schwierigkeiten und Rückmeldungen uns daran erinnern, nach innen zu schauen. Ihre Sorge brachte mich zum Nachdenken und ich erkannte, dass ich zu weit vom Weg abgekommen war. Kultivierung sollte Harmonie bringen und keine Distanz. Auf keinen Fall darf ich zulassen, dass meine Familie Dafa aufgrund meiner eigenen Lücken missversteht.
Als ich mich wieder gefangen hatte und meine Zeit vernünftig zwischen der Kultivierung und den täglichen Aufgaben, für die ich verantwortlich war, aufteilte, harmonisierte sich meine familiäre Situation wieder. Das war eine tiefgreifende Erfahrung, die mich lehrte, dass Kultivierung auf würdevolle und vernünftige Weise erfolgen muss.
Der Meister erklärt, dass ein Kultivierender ein würdevolles Auftreten und Verhalten bewahren muss, und so begann ich zu verstehen, dass auch unser äußeres Erscheinungsbild Teil unserer Fa-Bestätigung ist. In unserem täglichen Leben gibt es ein gängiges Sprichwort: „Der erste Eindruck entsteht durch das Aussehen, während bleibende Eindrücke durch Charakter und Weisheit entstehen.“ Ich finde, dass dies sehr viel Sinn ergibt.
Teilnahme an einer Veranstaltung als Beispiel
Jedes Mal, wenn ich an einer Veranstaltung zur Bestätigung des Fa teilnehme, achte ich stärker auf mein Äußeres, zum Beispiel auf meine Haut, meine Haare, meine Kleidung und mein gesamtes Auftreten. Das geschieht nicht, um die Aufmerksamkeit der Menschen auf mich zu lenken oder aus einer Vorliebe für Schönheit heraus, geschweige denn aus Geltungssucht. Es geschieht, um der Würde von Dafa willen und um die Güte von Dafa zu bestätigen. Es ist ein Ausdruck dessen, was für Menschen Dafa-Praktizierende sind.
Bevor ich in die Vereinigten Staaten kam, lernte ich Praktizierende aus anderen Ländern kennen. Sie waren alle sehr freundlich, sanftmütig und gelassen. Ich dachte, dass alle Kultivierenden auf der ganzen Welt so seien. Natürlich haben wir alle unsere eigenen Eigenschaften. Letztes Jahr nahm ich an der Veranstaltung am 20. Juli in Washington, D.C. teil, bei der das Ende der Verfolgung in China gefordert wurde. Als ich so viele Praktizierende versammelt sah, war ich tief bewegt. Dieser Anblick war großartig und beeindruckend und auch ich war erfüllt von Barmherzigkeit.
Als ich jedoch den Startpunkt des Marsches erreichte und gerade dabei war, ein Transparent hochzuhalten, schrie mich ein chinesischer Praktizierender plötzlich schroff an und forderte mich auf, es schnell wegzunehmen. In dem Moment war ich schockiert und bekam sogar Angst. „Wie kann ein Kultivierender so schroff sein?“, fragte ich mich, sagte jedoch nichts, obwohl mir dieser Tonfall großes Unbehagen bereitete.
Ein anderes Mal fragte mich mein Sohn, warum manche Praktizierende ausdruckslos seien, während andere sehr ernst oder sogar unnahbar wirken würden. Damals wusste ich nicht, wie ich ihm antworten sollte, aber ich begann, tief über unser Verhalten in den Augen anderer nachzudenken.
Im Laufe der Zeit beobachtete ich, dass man sich in Kreisen von Praktizierenden oft weder begrüßt noch verabschiedet. Viele Praktizierende wirken sehr ernst. Natürlich verstehe ich auch, dass es kulturelle Unterschiede gibt. Vielleicht neigt man in manchen Kulturen, insbesondere in ostasiatischen oder postsowjetischen Kulturen, dazu, Gefühle zurückzuhalten, und dies sollte nicht mit Gleichgültigkeit verwechselt werden. Dennoch ist es eine grundlegende Höflichkeit, im Alltag freundlich zu sein und sich zu begrüßen. Ein warmes Lächeln, eine Begrüßung oder ein ruhiger Tonfall können dazu beitragen, dass sich Menschen entspannt und zufrieden fühlen. Diese kleinen Gesten können auf subtile Weise die harmonische Natur eines Praktizierenden und die Anmut der Kultivierung zum Ausdruck bringen.
Werbung für Shen Yun als Beispiel
Während ich Werbung für Shen Yun machte, dachte ich auch immer wieder darüber nach, wie ich professioneller werden könnte. Shen Yun präsentiert eine Weltklasseaufführung, die für alle Lebewesen geschaffen wurde. Daher sind Konzentration und Rücksichtnahme auf andere sehr wichtig. Jedes Detail – von unserem Erscheinungsbild über unser Verhalten bis hin zu unserer Einstellung – kann die Wahrnehmung von Shen Yun durch die Lebewesen beeinflussen.
Als ich die Shen-Yun-Plakate aufhängte, war ich anfangs leger gekleidet und achtete nicht auf mein Äußeres. Später erkannte ich, dass das falsch war, und begann, mehr darauf zu achten. Jedes Mal kämmte ich meine Haare, schminkte mich angemessen und trug helle, aber würdevolle Kleidung. Bevor ich das Haus verließ, lernte ich das Fa und sandte aufrichtige Gedanken aus. Schließlich sah ich ganz deutliche Veränderungen, wenn ich hinausging, um Plakate aufzuhängen. Früher waren die Reaktionen der Menschen relativ kühl gewesen. Nachdem ich begonnen hatte, auf mein Äußeres und meine Einstellung zu achten, wurde auch der Gesichtsausdruck der Menschen warm und freundlich. Die Atmosphäre wurde ebenfalls offener und positiver.
Auf mein Äußeres zu achten, dient nicht dazu, die Aufmerksamkeit der Menschen zu erregen oder sie zu unterhalten. Es ist eine Form des Respekts, eine Form des Respekts gegenüber Dafa, Shen Yun, den Lebewesen und uns selbst. Ich denke, es ist auch Teil meiner Erhöhung. Diese Erfahrung hat mir klar gemacht, dass unser äußeres Verhalten uns bei unseren Bemühungen unterstützen kann, Shen Yun bekannt zu machen.
Ein weiterer Punkt ist, dass ich finde, die Organisatoren sollten mehr auf das Image von Shen Yun achten. Einmal sah ich mir eine Shen-Yun-Aufführung in Taiwan an. Die Ausstellungsplattform für die Waren des Shen-Yun-Shops im Theatersaal war sehr sauber und ordentlich. Die Ausstellungsplattformen sahen nicht nur hochwertig und luxuriös aus, die Verkäufer trugen auch einheitliche Kleidung und unterhielten sich nicht miteinander, sondern waren sehr professionell, höflich und herzlich und vermittelten den Menschen ein sehr angenehmes Gefühl. In einigen Ländern und an manchen Orten sieht die Gestaltung jedoch ein wenig wie ein Straßenmarkt aus, weshalb ich befürchte, dass das Image von Shen Yun dadurch beeinträchtigt wird.
An einem Veranstaltungsort wurden, als die Shen-Yun-Aufführung begann und das Publikum den Saal betrat, gleichzeitig die Mahlzeiten für die Team-Mitglieder geliefert und unter den Tisch mit den Shen-Yun-Ausstellungsstücken gestellt, wodurch ein sehr starker Geruch nach chinesischem Essen aufstieg. Ich empfand das als nicht gerade passend, während das Publikum den Saal betrat, und schlug daher vor, die Mahlzeiten später oder in den Speiseraum im zweiten Stock zu liefern.
Mein Vorschlag wurde jedoch abgelehnt und als Beharren auf meiner persönlichen Meinung angesehen. Diese Erfahrung brachte mich zum Nachdenken. Unsere Kultivierung, unser tägliches Verhalten und unsere Berufsethik sind nicht dasselbe, aber sie stehen auch nicht im Widerspruch zueinander. Wenn wir nicht richtig zwischen ihnen unterscheiden können, kann es zu Missverständnissen kommen und das kann die Errettung der Lebewesen beeinträchtigen. Auf Details zu achten, ist keine Egozentrik, wenn der Ausgangspunkt und das Ziel rein sind und von echter Rücksichtnahme auf die Lebewesen geleitet werden, denen wir dienen.
Junge Praktizierende zur Teilnahme ermutigen
Mir ist auch aufgefallen, dass an vielen Veranstaltungen, die das Fa bestätigen, hauptsächlich ältere Praktizierende teilnehmen. Junge Praktizierende sind vielleicht mit Arbeit, Familie, der Kinderbetreuung oder anderen Aufgaben beschäftigt. Das ist verständlich. Dennoch werde ich mein Bestes tun, um mehr junge Praktizierende zur Teilnahme an solchen Veranstaltungen zu ermutigen, da die Lebewesen dazu neigen, sich anhand dessen, was sie sehen, ein Bild von Dafa zu machen. Aus der Perspektive eines gewöhnlichen Menschen bringt es Vitalität und Ausgewogenheit in die Veranstaltungen, wenn junge Praktizierende gemeinsam mit älteren Praktizierenden daran teilnehmen. Die Menschen werden dann erkennen, dass Falun Dafa eine Kultivierungsmethode ist, die von Menschen jedes Alters und aus allen Gesellschaftsschichten angenommen wird.
Fazit
Bei der Kultivierung geht es darum, uns selbst zu verändern. Ich schreibe diesen Artikel, um meine Ansichten zu teilen, nicht um jemanden zu kritisieren oder zu ändern. Es geht mir darum, mich selbst und meine Mitpraktizierenden daran zu erinnern, dass wir, egal wo wir sind, alle das Bild von Dafa, von Projekten für Dafa und sogar von Shen Yun repräsentieren. Wir müssen nicht nur auf unsere Xinxing achten, sondern auch auf unser Äußeres. Auf unser Äußeres zu achten, bedeutet nicht, geltungssüchtig zu sein oder der Mode zu folgen, und es ist auch keine Prahlerei. Es geht darum, Respekt für uns selbst, die Menschen um uns herum und den Weg, den wir gehen, zum Ausdruck zu bringen. Wir können uns gegenseitig daran erinnern und ermutigen, ein positives, feierliches und gutes Bild von Dafa für die Lebewesen zu vermitteln.
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