Die Verfolgung standhaft abgelehnt - nach 3 Tagen aus der Haftanstalt entlassen

(Minghui.org) Am 1. Januar 2010 habe ich mit dem Praktizieren begonnen und bin daher eine relativ neue Falun Gong- Praktizierende.

Einmal verteilte ich gemeinsam mit einer anderen Praktizierenden Informationsmaterialien über Falun Gong an einem Hochschulcampus. Die Sicherheitsbeamten der Universität entdeckten uns und brachten uns dann zur örtlichen Polizeistation. Danach wurden wir in eine Haftanstalt und später in ein Krankenhaus gebracht.

Während dieser Zeit drehten wir jedoch den Spieß um und richteten unsere Aufmerksamkeit auf diejenigen, die uns verfolgten. Wir berichteten jedem, dem wir während des gesamten Verlaufes begegneten, über Falun Gong. Drei Tage später wurden wir entlassen.

Falun Gong im Gefängnis lernen

Im Jahr 2008 wurde ich zu Unrecht verhaftet und in eine Haftanstalt gebracht. Damals hatte ich Glück, dass es in jeder Zelle zwei Praktizierende gab.

Eine der Praktizierenden war Mitte 30, aber sie sah viel jünger aus als ich. Sie schien sehr freundlich und unbeschwert zu sein. Ich hatte damals das Gefühl, als wäre sie meine ältere Schwester und daher erzählte ich ihr meine Geschichte.

Wir redeten miteinander wann immer wir eine Gelegenheit dazu bekamen. Sie erzählte mir ihre Geschichte und alles über Falun Gong. Am liebsten hörte ich es, wenn sie mir über ihre Erfahrungen mit Falun Gong berichtete. Das berührte mein Herz am meisten. Ich dachte dann, dass dies die Kultivierungsmethode sei, nach der ich gesucht hatte. Sie ermutigte mich zum Rezitieren der Worte: „Falun Gong ist gut und Wahrhaftigkeit – Barmherzigkeit – Nachsicht sind gut.“ Das tat ich daraufhin unzählige Male.

Ich lernte, wie man in der Meditation saß und wie man aufrichtige Gedanken aussendete. Als ich dann aufrichtige Gedanken aussandte, sah ich sogar einen sehr starken Lichtstrahl aus meiner Stirn an einen fernen Ort nach außen schießen. Das Licht explodierte und in diesem Moment öffnete ich sofort die Augen. Damals dachte ich, dass ich eine großartige Vorstellungskraft hätte. Ich erzählte daher niemandem davon. Erst später verstand ich, dass mein drittes Auge sich sogar noch vor dem Beginn meiner Kultivierung geöffnet hatte.

Ich war 37 Tage lang inhaftiert und während dieser Zeit entschloss ich mich, Falun Dafa zu praktizieren. Nachdem ich diese Entscheidung getroffen hatte, träumte ich davon, dass 18 göttliche Wesen mir zulächelten. Einige Tage später wurde ich auf Kaution freigelassen.

Danach kaufte ich das Buch Zhuan Falun (Li Hongzhi), das Hauptwerk dieser Praktik und las es in einer Nacht durch. So begann meine Kultivierung im Falun Gong.

Verhaftet

Eine andere neue Praktizierende (die ich „Frau Dan“ nennen werde) in meiner Fa- Lerngruppe hatte mit dem Praktizieren vor nicht ganz einem Jahr begonnen. Sie nutzte jede Gelegenheit, um mit Praktizierenden zu sprechen und Artikel auf der Minghui-Webseite zu lesen. So verbesserte sie sich sehr schnell und ich sah den Abstand zwischen uns.

Ende Juli 2014 gingen wir in die Hochschule unseres Ortes, um Informationen über Falun Gong zu verteilen.

Das Sicherheitspersonal sah uns bei der Verteilung der Materialien und brachte uns ins Büro der Sicherheitsbehörden. Sie durchsuchten unsere Taschen und fanden dabei DVDs mit den Neun Kommentaren über die Kommunistische Partei sowie Materialien über Falun Gong. Daraufhin riefen sie die Polizei.

Es dauerte nicht lange bis diese dann auftauchte und versuchte uns zu zwingen, in den Polizeiwagen einzusteigen. Einige Zeit lang hatte ich Angst und dann dachte ich, dass wir nicht kooperieren sollten. Ich hielt die Hand von Frau Dan und sagte sehr laut: „Wir haben nichts Falsches getan, darum werden wir nicht in das Auto einsteigen.“ Als Studenten dies beobachteten, stieß uns die Polizei in das Fahrzeug hinein.

Allen Formen von Verfolgung widerstehen

Wir kamen gegen Mittag in der Polizeistation an. Dort weigerten wir uns, irgendetwas zu unterschreiben oder irgendwelche persönliche Angaben zu machen. Frau Dan erklärte ihnen, dass sie eine Sünde begehen würden, wenn sie uns zwängen irgendetwas zu unterschreiben. Später wollten sie Fotos von uns machen. Wieder weigerten wir uns zu kooperieren, dann gaben sie auf.

Einer der Beamten stieß mich danach auf den Boden und trat mich. Aber ich fühlte keinerlei Schmerz und hatte auch keine Angst.

Frau Dan wies ihn zurecht: „Wie können Sie sie schlagen? Sie sollten sie nicht so behandeln.“ Dann schlugen sie Frau Dan. Später wurden wir beide in Handschellen gelegt. Wir setzten uns hin und rezitierten: Lunyu aus dem Buch Zhuan Falun. Danach schauten wir nach innen, um herauszufinden, welche Eigensinne zu dieser Störung geführt haben könnten.

Am nächsten Tag versuchte es die Polizei mit einer anderen Taktik. Sie wollten an unsere persönlichen Daten kommen, aber wir weigerten uns wieder, diese preiszugeben.

Wir sendeten weiterhin aufrichtige Gedanken aus. Zudem gelangten wir zu dem Verständnis, dass die Polizisten die wahren Umstände über Falun Gong hören müssten.

Die Polizisten drohten uns damit, dass wir für immer inhaftiert werden würden, wenn wir uns weiterhin weigern würden, unsere persönlichen Daten zu nennen. Ich dachte, dass das, was er sagte, überhaupt nicht zählte, weil wir Meister Li Hongzhi (den Begründer von Falun Gong) an unserer Seite hatten.

Der Beamte sagte, dass das Praktizieren von Falun Gong gegen das Gesetz wäre, also bat ich ihn, mir die offiziellen Dokumente mit den Details des Gesetzes zu zeigen.

Am Abend wurden wir in eine Haftanstalt gebracht. Ich behielt den aufrichtigen Gedanken, dass die Haftanstalt nicht wagen würde, uns aufzunehmen. In dem Augenblick als ich diesen Gedanken beendet hatte, weigerte sich die Haftanstalt tatsächlich, uns zu akzeptieren. Wir wurden deshalb zurück zur Polizeistation gebracht.

Dort versuchten sie, meine Fingerabdrücke zu nehmen, aber ich weigerte mich wieder zu kooperieren. Dann kamen Ärzte, um uns körperlich zu untersuchen. Wir weigerten uns und informierten sie stattdessen über die Verbrechen der erzwungenen Organentnahmen, die die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) beging.

Die Behörden schienen frustriert zu sein und der Chef der Polizeistation sagte: „Bringt sie schnell hier raus.“ Dann wurde ich gefesselt und zurück in die Haftanstalt gebracht.

Sogar der Verantwortliche der Haftanstalt sagte: „Das ist sehr problematisch. Wieso muss ich mich darum kümmern?“ Wir waren zuvor zwei Tage in den Hungerstreik getreten. Sie hatten Angst davor, dafür die Verantwortung zu übernehmen, also entschieden sie sich, uns ins Krankenhaus zu bringen.

Lektion gelernt

Im Krankenhaus wollten sie uns einer körperlichen Untersuchung unterziehen.

Zuerst stimmte ich zu, meinen Blutdruck messen zu lassen, aber dann erkannte ich, dass das falsch gewesen war. Nach den Messungen hatte ich keine Energie und ich konnte nicht mal mehr meine Handflächen oben halten, um aufrichtige Gedanken auszusenden. Das war kein gutes Zeichen.

In Gedanken sagte ich zum Meister: „Meister, ich habe einen Fehler gemacht. Ich werde hier mit niemanden und bei gar nichts mehr kooperieren. Bitte helfen Sie mir.“

Ich begann mit dem Praktizieren der Übungen. Während ich das „Rad hielt“, fühlten sich meine beiden Hände schwer an und ich fühlte keine Energie. Dennoch schaffte ich es, alle Übungen zu Ende zu machen. Dann spürte ich, dass der Meister sich um mich kümmerte. Später beim Aussenden der aufrichtigen Gedanken fühlte ich dann auch plötzlich wieder Energie.

Ich konnte in diesem Augenblick fühlen, was der Meister sagte:

„Wenn aufrichtiger Gedanke der Jünger ausreichtDer Meister hat die Kraft, zum Himmel zurückzuführen.“(Li Hongzhi, Gnade von Meister und Jünger, 01. Februar 2004, in: Hong Yin II )

Das alles endete schnell. Die Haftanstalt und die Angestellten der Polizeistation erledigten die Formalitäten und entließen uns dann drei Tage nach unserer Verhaftung wieder.

Auf diese Erfahrung zurückblickend, begreife ich die Ernsthaftigkeit der eigenen Kultivierung in dieser Umgebung. Jede menschliche Anschauung oder Unzulänglichkeit muss beseitigt werden. Dank meines soliden Kultivierungszustandes, konnte ich diese Störung relativ leicht überwinden. In den kritischen Augenblicken erinnerte ich mich an die Fa- Erklärungen des Meisters und das machte es mir möglich, diese Prüfung zu bestehen.