(Minghui.org) Im Zuge der ständig steigenden Anzahl von Strafanzeigen, die Falun Gong-Praktizierende gegen Jiang Zemin einreichen, haben nun auch etliche Einwohner der Gemeinde Boli in der Provinz Heilongjiang ihre Strafanzeigen eingereicht.

Empfangsbestätigungen über die Eingänge der Strafanzeigen gegen Jiang Zemin, die die Einwohner von Boli erhalten haben.

Die Betroffenen wurden in den vergangenen 16 Jahren mehrmals unrechtmäßig festgenommen, ihre Häuser durchsucht und inhaftiert. Ihr einziges „Verbrechen” bestand darin, an ihrem Glauben an Falun Gong festzuhalten. Falun Gong ist eine spirituelle Praktik, die auf den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht basiert.

Ein wiederkehrendes Thema in den Strafanzeigen gegen Jiang, ist das große Leid, das die die Praktizierenden und ihre Familien durch die Verfolgung erlitten haben. Herr Huang Yueji starb im Jahr 2000 nach wiederholten Festnahmen und Inhaftierungen, die seine Gesundheit stark belasteten. Frau Dai Zhenbo und ihr Sohn befanden sich drei Jahre im Arbeitslager, nach ihrer Entlassung durfte der Sohn nicht in die Schule zurückkehren.

In der Familie Wu gab es ursprünglich neun Praktizierende (zwei haben infolge der Verfolgung ihr Leben verloren). Sie hoffen auf Gerechtigkeit und fassen die Gründe für ihre Anzeige gegen Jiang Zemin wie folgt zusammen: „In den vergangenen 16 Jahren haben wir unvorstellbares Leid erlitten, körperlich, seelisch und finanziell. All dies beruhte auf dem Befehl von Jiang Zemin. Jetzt zeigen wir Jiang an und ziehen ihn zur Rechenschaft.”

Auszüge aus den eingereichten Strafanzeigen der Praktizierenden bzw. ihren Angehörigen

Großeltern verhaftet, 6 Jahre altes Enkelkind allein zu Hause zurückgelassen

Herr Liu Guichen, 59, und seine Frau sind seit dem Beginn der Verfolgung im Juli 1999 mehrere Male verhaftet worden.

Das ältere Ehepaar zog ihre Enkelin auf, die ihre Eltern im Alter von fünf Jahren verloren hatte. Im Jahr 2000, als sich Herrn Lius Frau noch in Haft befand, drangen die Polizisten in ihr Haus ein und verhafteten ihn. Sie ließen ihre sechs Jahre alte Enkelin allein zurück.

Herr Liu berichtet: „Meine Enkelin hatte große Angst und schrie, aber die Polizisten ignorierten sie und drückten mich ins Auto. Ich schaute durch das Fenster des Autos hinaus und sah, wie sie barfuß hinter dem Polizeiauto herlief, solange bis sie außer Sichtweise war. Dies betrübte mich tief und ich war sehr besorgt …Wie konnte sie allein überleben?”

Augen mit Klebeband zugeklebt und zusammengeschlagen

Frau Hu Qizhi, 52, wurde zweimal verhaftet und einmal zu Zwangsarbeit verurteilt, bei drei weiteren versuchten Festnahmen konnte sie fliehen. Ihre Wohnung wurde fünfmal durchwühlt. Auch die Wohnung ihrer Eltern und Nichte wurden ohne Durchsuchungsbeschluss durchwühlt. Die Polizei zwang sie außerdem, 40.000 Yuan (≈ 5.860 Euro) zu zahlen. Sie lebte sechs Jahre in Obdachlosigkeit, um einer erneuten Verhaftung zu entgehen.

Frau Hu wurde während des Verhörs schwer gefoltert. Der Polizeibeamte Chen Ju verwendete die Foltermethode „Flugzeug fliegen“ (dabei wird der Kopf nach unten gedrückt und gleichzeitig die Arme nach oben an die Wand gedrückt). Außerdem schlug er sie in das Gesicht, trat sie und fesselte ihre Arme mit Handschellen an die Rückseite eines Stuhles. Der Polizeibeamte Dong Ye klebte ihre Augen mit einem Klebeband zu und mehrere Polizisten schlugen sie zusammen. Frau Hu schrieb in ihrer Anzeige: „Meine Augen waren mit dem Klebeband bedeckt und so konnte ich nicht sehen, wer mich schlug. Eine Person schlug mir ins Gesicht, ein anderer trat mir mit voller Wucht auf meine Hände, ein weiterer schlug mir auf den Kopf…”

Ihr Vater konnte die fortwährenden Schikanen und den damit verbundenen emotionalen Druck nicht ertragen und starb.

Neun Praktizierende einer Familie verfolgt, zwei starben

Familie Wu stammt aus der Stadt Boli. Neun Familienmitglieder litten unter der von Jiang Zemin initiierten Verfolgung: Herr Wu Jiahe, seine 66 Jahre alte Ehefrau Jian Shuqin, ihr ältester Sohn, ihre älteste Tochter, ihre jüngste Tochter und ihr Mann, ihr jüngster Sohn und seine Frau sowie eine Nichte von Herrn Wu.

Die Familie von Herrn Wu erfuhr sehr viel Leid durch die wiederholten widerrechtlichen Festnahmen und Inhaftierungen, Obdachlosigkeit und der Zahlung von riesigen Summen Erpressungsgeldern. Ständige Einschüchterungen und emotionale Belastungen führten zum Tod von Herrn Wu 1999 und zum Tod seiner Frau 2002. Eine glückliche Familie war zerstört worden. Ihre Kinder mussten in Angst und Armut leben.

Ihre Tochter, Frau Wu Ping, eine exzellente Hochschullehrerin, durfte nicht mehr unterrichten. Sie wurde unrechtmäßig verhaftet, inhaftiert und in eine Gehirnwäsche-Einrichtung gebracht.

Behinderte Frau stellt Strafanzeige für ihren verstorbenen Mann, der infolge der Verfolgung starb

Frau Zhang Chunhua, 64 Jahre alt und behindert, ist ein Beispiel dafür, wie die Familienangehörigen von Falun Gong-Praktizierenden in die Verfolgung hineingezogen wurden. Ihr Mann, Herr Huang Yuejie, starb, nachdem er sechsmal verhaftet und zweimal in ein Arbeitslager gebracht worden war.

Herr Huang erlitt während seiner Zeit im Arbeitslager unsagbare Folter. Obwohl er nur ungenießbares Essen bekam, musste er schwere Arbeiten verrichten. Er wurde brutal geschlagen und musste sich Videos ansehen, die Falun Gong verunglimpften. Herr Huang erinnert sich: „Einmal schlugen mir zwei Polizeibeamten über eine halbe Stunde lang ins Gesicht, danach zwangen sie mich, mit der sehr schweren Arbeit fortzufahren.”

Fortwährende Schikanen, Verhaftungen, Inhaftierungen und Erpressungen brachten ihm und seiner Familie viel Leid

Frau Zhang schrieb in ihrer Strafanzeige über ihr Elend: „Während mein Mann im Zwangsarbeitslager war, musste ich, eine behinderte Frau, in einer undichten Strohhütte leben und mich um meinen Sohn kümmern. An Regentagen tropfte das Wasser in die Hütte. Ich hatte nicht genügend Schüsseln, um all das Wasser aufzufangen. Wir hatten nur wenig Reis zu essen und litten ständig unter Hunger.”

Auszüge aus der Liste der Praktizierenden aus Boli, die ebenfalls Strafanzeige gestellt haben

Außer den oben genannten Praktizierenden haben noch folgende Einwohner aus Boli Strafanzeige gegen Jiang Zemin erhoben:

Frau Li Deying, 69Frau Zhang Guiqin, 68Herr Bai Yushi, 63Herr Zhang Guoping, 61Frau Liu Caiman, 61Frau Liu Yuhua, 54Frau Dai Zhenbo, 52 und ihr Sohn

Hintergrund

Jiang Zemin startete im Alleingang die Verfolgung von Falun Gong im Jahr 1999. Trotz des Widerspruchs der übrigen Mitglieder des Ständigen Komitees des Politbüros, nutzte er seine damalige Position als Chef der Kommunistischen Partei Chinas und zwang ihnen seinen Willen auf, um die Verfolgung zu beginnen.

Die Verfolgung hat in den vergangenen 16 Jahren zum Tod vieler Falun Gong-Praktizierender geführt. Weitaus mehr wurden gefoltert und sogar wegen ihrer Organe getötet. Jiang Zemin und seine Gefolgschaft sind direkt für den Beginn, die Weiterführung und Aufrechterhaltung der Verfolgung verantwortlich.

Unter Jiangs persönlicher Anleitung gründete die Kommunistische Partei Chinas am 10. Juni 1999 ein illegales Sicherheitsorgan auf Parteibasis, das Büro 610 genannt wird. Es agiert außerhalb des chinesischen Gesetzes und setzt die Verfolgungspolitik direkt durch. Mit dem Aufruf: „Zerstört ihren Ruf, ruiniert sie finanziell und vernichtet sie physisch!“ wies der damalige Präsident Chinas, Jiang Zemin, die Handlanger der Verfolgung an, vor keiner Grausamkeit zurückzuschrecken.

Das chinesische Gesetz erlaubt seinen Bürgern, Strafanzeigen zu erstatten. Viele Falun Gong-Praktizierende üben nun das ihnen zustehende Recht aus, Strafanzeige gegen den ehemaligen Diktator zu erheben.