[Feier des Welt-Falun-Dafa-Tages] Falun Gong in meinem Dorf

(Minghui.org) In meinem Dorf leben etwa 700 Menschen. 1992 wurde Falun Gong (auch bekannt als Falun Dafa) in Changchun (Provinz Jilin) öffentlich bekannt und etwa 70 von uns begannen zu praktizieren. Als 1999 die Verfolgung in Gang gesetzt wurde, blieben etwa 40 übrig, die das Praktizieren nicht aufgaben.

Unser Dorf war eines der am stärksten betroffenen Dörfer in der Region. Von älteren Menschen bis zu Kindern wurden fast alle Praktizierenden irgendwann einmal festgenommen oder bedroht. Auch über 70-Jährige waren da keine Ausnahme.

Aber im Laufe der Zeit sahen andere Bewohner, wie wir uns verhielten und fingen an, Falun Gong zuzustimmen.

Parteisekretär des Dorfes: „Wir werden ein großes Haus bauen, in dem die Leute die Falun-Gong-Übungen machen können.“

Als ein Bewohner zur örtlichen Polizeiwache ging, um Papiere zu erledigen, fragte ihn ein Beamter: „Ich habe gehört, dass es viele Falun-Gong-Praktizierende in ihrem Dorf gibt. Ist das wahr?“

„Ja“, lautete die Antwort. „Und nicht nur das, jeder mag sie. Wenn die Polizei jemals wieder kommt, um sie zu verhaften, werden wir es nicht zulassen.“ Der Beamte fragte: „Warum nicht?“

Daraufhin erzählte ihm die Person eine Geschichte: „Es war Winter, und ungefähr drei oder vier Fuß Schnee machten die Straße unpassierbar. Es blieben nur noch zwei Tage um den erforderlichen Getreideanteil fristgerecht abzugeben, aber das Fahrzeug konnte wegen des Schnees nicht aus dem Dorf wegfahren. Wenn man die Frist versäumt, wird das Dorf mit einer Geldstrafe belegt und die Bildungsausgaben werden gekürzt. Jemand versuchte, mit einem Ochsenwagen Getreide herauszuholen, aber der Wagen blieb im Schnee stecken. Der Fahrer hat den Ochsen so hart geschlagen, dass er ihn fast getötet hätte“, erklärte er.

„Der Parteisekretär war so besorgt, dass er die Dorflautsprecheranlage einschaltete und alle Mitglieder der Partei und des Jugendverbandes aufforderte, herauszukommen und den Schnee weg zu schaufeln. Aber niemand tauchte auf. Stattdessen kamen alle Falun-Gong-Praktizierenden, von Teenagern bis zu denen in den 70ern, heraus und machten einen Weg frei.

Als sie endlich die Getreideladung herausholen konnten, waren alle zufrieden und bejubelten die Praktizierenden. Denken Sie darüber nach: Warum sollten wir Falun Gong nicht danken?

Auch der Parteisekretär war berührt. Er machte ein Foto von der geräumten Straße und sagte: ‚Sobald wir Geld haben, werden wir ein großes Haus bauen, in dem die Leute die Falun-Gong-Übungen machen können. ‘

Und das ist nur ein Beispiel. Zu Beginn des Jahres brach die Brücke auf der Westseite des Dorfes wegen mangelhafter Instandhaltung zusammen. Die Menschen in diesem Gebiet waren sehr besorgt, ihr Saatgut nicht rechtzeitig säen zu können. Wieder einmal waren es die Falun-Gong-Praktizierenden, die den Tag retteten. Auf eigene Kosten transportierten sie Baumaterial in eigenen Fahrzeugen herbei und reparierten die Brücke. So konnten die Bauern ihre Saat rechtzeitig aussäen.

Wir alle wissen, dass Falun-Gong-Praktizierende nette Menschen mit einem freundlichen Herzen sind. Glauben Sie, die kommunistische Partei würde jemals so etwas tun?“

Der Beamte lächelte und sagte nichts.

Unterschriftensammlung

Ein Arzt im Dorf begann ebenfalls Falun Gong zu praktizieren. Danach bot er nicht nur besseren Service, sondern half auch denen, die es sich nicht leisten konnten. Jeder wusste das. Aufgrund der Verfolgung wurde dieser Praktizierende verhaftet und in eine Haftanstalt in der Stadt geschickt. Mehr als 90% der Dorfbewohner unterzeichneten eine Petition, die von seinem guten Charakter zeugte und seine Freilassung forderte, da er unschuldig war.

Das Büro 610 schickte Agenten ins Dorf, um die Bemühungen zu stoppen, aber niemand hörte ihnen zu. „Wir tun das aus der Güte unseres Herzens heraus – es ist unsere eigene Idee“, erklärte ein Bewohner.

Als ein weiterer Praktizierender verhaftet wurde, ging ein Dorfbewohner von der Polizeiwache bis hin zum Büro 610 des Bezirks und versuchte, die Freilassung des Praktizierenden zu erwirken. Von einem Beitrag des Fernsehsenders NTD wusste er, dass Falun Gong auf der ganzen Welt gut aufgenommen wird. Außerdem waren die Praktizierenden immer so nett und hilfsbereit.

Der Büroleiter, der zuhörte, fragte dann: „Sind Sie auch ein Falun-Gong-Praktizierender?“

Die Person antwortete: „Wir alle wissen, dass Falun Gong gut ist und wollen es praktizieren, aber ich bin nicht gut genug.“ Er sagte, dass das Praktizieren von Falun Gong bedeute, dass man nicht zurückschlägt, wenn man geschlagen oder kritisiert wird. „Ich kann das nicht, weil ich nicht einmal mit dem Rauchen und Trinken aufhören kann“, fügte er hinzu. „Aber um ehrlich zu sein, Falun Gong ist wirklich gut.“

Der Büroleiter war sehr aufgebracht und ging ohne ein Wort zu sagen.

Dorfvorsteher hilft inhaftierten Praktizierenden

Einmal hängten vier ältere Frauen morgens früh Transparente über Falun Gong entlang der Straße auf – bis hin zur Dorfregierung. Der neu ernannte Parteisekretär entdeckte sie dabei und kontaktierte die Polizeiwache, um sie verhaften zu lassen.

Als die Polizisten kamen, begannen die Frauen, ihnen von Falun Gong zu erzählen und wie sehr sie davon profitiert hatten. Viele Menschen versammelten sich, um zuzuhören. Ein Beamter schlug vor, dass sie zur Wache gehen sollten, um das Gespräch dort fortzusetzen. In dem Wissen, dass auch der Leiter der Polizeiwache neu war und hören musste, was sie zu sagen hatten, stimmten die Frauen zu.

Auf der Wache sprachen sie weiter über Falun Gong. Als die Beamten sie um ihre Fingerabdrücke als Beweis für ihre Verhaftung baten, weigerten sich die Frauen zu kooperieren und sagten, sie seien unschuldig. Und tatsächlich konnten die Beamten ihre Fingerabdrücke nicht bekommen, selbst als sie es versuchten. „Die Hände dieser Falun-Gong-Praktizierenden sind etwas Besonderes, weil wir ihre Fingerabdrücke nicht bekommen konnten“, sagten sie.

Etwa zu der Zeit tauchte der Dorfvorsteher auf und fing an, mit dem Leiter der Polizeiwache zu sprechen. Er sagte, die Frauen hätten nichts falsch gemacht. „Alles wird gut, wenn du sie freilässt. Wenn du sie festhältst, – was ist, wenn dann alle Falun-Gong-Praktizierenden im Dorf nach Peking gehen, um zu protestieren?“

Bald darauf wurden alle Frauen freigelassen.

Über 90% treten aus den Parteiorganisationen aus

Nach der Veröffentlichung der Neun Kommentare über die Kommunistische Partei im Jahr 2004 begann in China eine große Austrittsbewegung aus den kommunistischen Parteiorganisationen. Das passierte auch in unserem Dorf.

„Ich glaube, was diese Praktizierenden sagen. Es ist die Partei, die Falun Gong verfolgt und Lügen erfunden hat, um es zu diffamieren“, sagte ein Bewohner. „Ja, das stimmt!“, sagte ein anderer. „Wir alle haben gesehen, wie die Praktizierenden durch Falun Gong gesund geworden sind und das sie rücksichtsvoller wurden.“

Einer nach dem anderen war bereit, aus den kommunistischen Parteiorganisationen auszutreten. Einige gingen in die Häuser der Praktizierenden, andere brachten ihre Freunde mit, weil sie das Gleiche tun wollten. Auch der Parteisekretär war mit seinem Parteiaustritt einverstanden. Ein älterer Mann, der behauptete, er sei „ein Hardcore-Kommunist“, stimmte ebenfalls zu und sagte: „Es scheint, die Partei ist erledigt. Ich will nicht länger dabei bleiben.“

Über 90% der Bewohner meines Dorfes haben sich inzwischen von der Partei distanziert. Wenn sie zur Arbeit gehen, tragen viele ein „Falun Dafa ist gut“ Andenken bei sich.

Ein typisches Falun Dafa Andenken in China. Darauf steht: „Falun Dafa ist gut, Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht sind gut.“

Viele Bewohner wurden für ihren Mut gesegnet, Dafa zu unterstützen. Einige Dorfbewohner fuhren einmal mit einem Wagen in die Stadt, um einzukaufen. Auf dem Rückweg landete das Auto im Straßengraben, aber allen ging es gut. Ein Bewohner, der den Praktizierenden nach Beginn der Verfolgung geholfen hatte, Falun-Gong-Bücher zu schützen, machte einmal eine ungewöhnliche Erfahrung. Er fiel auf der Baustelle, auf der er arbeitete, aus dem 7. Stock. Zwei Wochen lang lag er im Koma, aber dann erholte er sich auf wundersame Weise.

Polizeibeamter: „Falun Gong wird rehabilitiert werden“

Die Bewohner gehen gern zu Straßenfesten. Falun-Gong-Praktizierende verteilen dort Informationsmaterialien und fragen die Leute, ob sie aus der Partei austreten wollen.

Eines Tages eilte jemand zur Polizeiwache. „Ich habe gesehen, wie ein paar Praktizierende auf dem Markt Broschüren verteilten. Wie könnt ihr das zulassen? Schnappt sie euch!“

Ein Beamter lachte und versicherte ihm: „Beruhigen Sie sich. Mir scheint, dass Falun Gong bald rehabilitiert wird.“

Der Verwandte eines Praktizierenden, der dieses Gespräch miterlebt hat, sagte, dass viele Polizisten Informationsmaterialien über Falun Gong lesen würden, alles über die Verfolgung wissen und die Verfolgungspolitik nicht mehr mitmachen wollen.

Man hört wieder die Übungsmusik

Bevor die Partei Falun Gong verbot, war die Übungsmusik jeden Morgen an vielen Orten im Dorf zu hören. Doch das gab es über zehn Jahre nicht mehr.

Vor etwa vier Jahren haben einige Praktizierende wieder mit den Übungen im Freien begonnen. Sie treffen sich auch, um die Falun-Gong-Bücher zu lesen, besonders im Sommer. Gelegentlich gehen Passanten hin, um zu sehen, was sie da tun.