(Minghui.org) Über 100 Falun-Dafa-Praktizierende begleiteten am 5. Mai die Trierer Karl Marx-Feierlichkeiten mit stillem und entschiedenem Protest. Anlass war die Enthüllung der Karl Marx-Statue, welche die Stadt Trier von Pekings kommunistischem Regime als Geschenk akzeptierte.

In drei Tagen rund um den 200. Geburtstag von Marx bevölkerten Falun-Dafa-Praktizierende die Stadt. Sie sammelten insgesamt rund 4000 Unterschriften gegen die Verfolgung und den Organraub in China. Zusätzlich zum Informationsstand, der sich am Hauptmarkt befand, gingen Praktizierende mit Informationstafeln, Unterschriftenlisten und Flyern durch die Straßen. Überall leuchteten ihre gelben T-Shirts.

Die Lausitzer Rundschau und der Deutschlandfunk stellten den Auftritt von Falun Dafa prominent an den Beginn ihrer Berichterstattung. Auch in vielen weiteren Medien wurden die Praktizierenden erwähnt. Im ZDF sah man Bilder der Mahnwache.

Auf der Webseite des Deutschlandfunks heißt es: „Plötzlich sind sie überall in der Stadt: die Anhänger der chinesischen Meditationsbewegung Falun Gong in ihren knallgelben T-Shirts. Angereist aus aller Welt. Erst am späten Abend haben sie ihre zweistündige Kerzenmahnwache an der Porta Nigra beendet, dem römischen Wahrzeichen Triers.“

Außerdem wurde der Organisator der Falun-Dafa-Veranstaltungen, Peter Dexheimer, vom Deutschlandfunk zitiert. Er sagte: „Die Karl-Marx-Statue ist ein Geschenk von China. Und die 100 Millionen Falun-Gong-Praktizierenden in China werden ja seit 1999 grausam verfolgt. Und aufgrund dieses sogenannten Geschenks aus China – es gibt keine Geschenke von der Kommunistischen Partei – haben wir gesagt, wollen wir dabei sein, um direkt auf die Menschenrechtssituation hinzuweisen, aber auch auf andere Dissidenten.“

Weiter sagte Dexheimer: „Wir sind daran interessiert, dass diese brutale Verfolgung der 100 Millionen Falun-Gong-Praktizierenden aufhört, deren einziger Fehler darin besteht, Ehrlichkeit und Toleranz zu praktizieren. Die Uiguren werden auch extrem verfolgt, die Tibeter, die Mitglieder christlicher Hauskirchen, aber wir sind mit 100 Millionen die größte Minderheit. Das sind knapp elf Prozent.“

Die friedliche Kundgebung, bei der auch die Falun-Dafa-Übungen gezeigt wurden, zog viele Passanten an und wurde zigfach fotografiert. Viele beobachteten die Übungsgruppe und manche begannen an Ort und Stelle, die Bewegungen zu lernen.

Vertreter von IGFM und ein China-Experte halten Reden zur Veranstaltung.

Kundgebung mit Experten zum Thema Organraub

Im Rahmen einer Kundgebung am Hauptmarkt wurden Reden von Experten vorgelesen, in denen es über die aktuell bekannten Fakten zum Organraub ging. Diese waren von Thorsten Trey, der Direktor von DAFOH („Doctors Against Forced Organ Harvesting /Ärzte gegen erzwungene Organentnahme“).

Auch eine vorgelesene Rede von Professor Huige Li von der medizinischen Fakultät der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz präsentierte eine Bestandsaufnahme mit dem Titel: „Was hat die medizinische Gemeinschaft bisher unternommen?“

Welche Konsequenzen der Organraub für internationale Wirtschaftsbeziehungen hat, beleuchtete Manyan Ng, ein China-Experte der Association for Asia Research aus New York.

Außerdem sprach Hubert Körper von der IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) über die Opfer des Kommunismus: „Karl Marx hatte persönlich zwar keine Menschen umgebracht, aber im Namen der Marxschen kommunistischen Ideologie starben in der Vergangenheit weit mehr als 100 Millionen Menschen. Ihn als Philosophen zu würdigen, halte ich für absoluten Zynismus.“

Der Falun-Dafa-Praktizierende Zhen Wang aus Shanghai berichtete, wie er in China Folter und Arbeitslager überlebte und in Deutschland Asyl bekam.

Feierliche Kerzenlichtmahnwache vor der Porta Nigra

Kerzenlicht-Mahnwache vor der Porta Nigra in Trier

Abends veranstalteten die Praktizierenden eine Kerzenlichtmahnwache vor der Porta Nigra, um der Opfer der Verfolgung durch die KP Chinas zu gedenken. Auch hier sammelten sie Unterschriften für die Petition, die das Ende der Verfolgung insbesondere des Organraubs an Falun-Dafa-Praktizierenden in China fordert.

Die Aufmerksamkeit der Trierer Bürger und Touristen für dieses Thema war groß: „Ich brauche gar nichts zu sagen, schon kommen die Menschen von alleine und wollen die Petition unterschreiben“, sagte Eva-Marie Schiffer, eine Praktizierende und Mitorganisatorin.

Insgesamt unterschrieben während der dreitägigen Aktion rund 4.000 Menschen die Petition zur Beendigung der Verfolgung.

Manche Passanten, die bereits unterschrieben hatten, kamen später noch einmal und brachten ihre Partner oder Freunde zum Unterschreiben mit. Ein junges Paar bat um einen Stapel Flyer, den sie selbst verteilen wollten. Außerdem wollten viele mehr über Falun Gong wissen und wo sie die Übungen lernen könnten. Praktizierende, die in gelben T-Shirts in der Stadt unterwegs waren, wurden häufig von neugierigen Passanten angesprochen.

Praktizierende zeigen die Falun-Dafa-Übungen neben dem Informationsstand.

Rubrik: Medienberichte