Immer wieder inhaftiert und verprügelt wegen ihres Glaubens (Provinz Liaoning)

(Minghui.org) Seit die Kommunistische Partei Chinas im Juli 1999 mit der Verfolgung von Falun Dafa [1] begann, wurden Hunderttausende Praktizierende festgenommen, inhaftiert, verurteilt und sogar getötet, weil sie in ihrem Glauben standhaft blieben. Ma Liguang, eine Einwohnerin der Stadt Jinzhou in der Provinz Liaoning, ist eines der Opfer.

Die 70-jährige Ma wurde fünfmal festgenommen, zweimal inhaftiert und einmal im Zwangsarbeitslager Masanjia eingesperrt. Ihre Wohnung wurde viermal durchsucht. Außerdem erpresste man sie um mehr als 20.000 Yuan (2.520 Euro).

Misshandlung im Untersuchungsgefängnis Jinzhou

Nach ihrer Verhaftung im März 2012 wurde Ma im Untersuchungsgefängnis Jinzhou festgehalten. Weil sie sich weigerte, mit der Polizei zu kooperieren, wurde sie auf die Toilette gezerrt und schwer geschlagen. Ein Polizist trat ihr gegen den Kopf. Als Folge davon hatte sie einen geschwollenen Kopf und schwarze Augenlider. Am nächsten Tag hatte sie Schmerzen am ganzen Körper.

Folternachstellung: Brutale Schläge

Die Polizisten verurteilten Ma zwei Wochen später zu einem Jahr Zwangsarbeit ohne ein ordentliches Verfahren. Auf dem Weg zum Zwangsarbeitslager Masanjia wurde Ma im Auto brutal geschlagen und neun ihrer Zähne wurden ausgeschlagen. Sie hatte Atemprobleme und wurde ohnmächtig. Die Polizisten beschuldigten sie jedoch, sich verstellt zu haben.

Gefoltert im Masanjia Arbeitslager

Als Ma im berüchtigten Zwangsarbeitslager Masanjia eingewiesen wurde, wehrte sie sich gegen die körperliche Untersuchung. Der Arzt des Arbeitslagers, der sie untersuchte, sagte zu den Wärtern: „Diese Person ist eine harte Nuss. Sie wird Ihnen definitiv Schwierigkeiten bereiten.“

Die Wärter versiegelten Mas Mund mit Klebeband, zerrten sie in den vierten Stock und beschimpften sie. Ihre Jacke und ihre Hose fielen beim Schleppen herunter. Am nächsten Morgen hatte sie unerträgliche Schmerzen aufgrund einer Verrenkung der Wirbelsäule und konnte nicht mehr gehen.

Folternachstellung: über den Boden schleifen

Die Wärter bedrängten sie abwechselnd jeden Tag, das Praktizieren von Falun Dafa aufzugeben. Die Anspannung durch Angst und Stress verursachten, dass ihre Nase blutete, und ihr Blutdruck stieg auf über 190/110. Sie hatte Symptome eines Schlaganfalls und wurde an den Tropf gehängt. Ein Arzt des Arbeitslagers und die Wärter füllten ohne ihr Wissen unbekannte Medikamente in die Infusionsflaschen. Einmal hatte Ma im Gesicht und im Mund kein Gefühl, ihr war kalt und sie zitterte. Die Wärter entfernten schnell die Injektionsnadel und brachten sie in die Notaufnahme des Krankenhauses. Sie zwangen sie dann, ein Herzmedikament einzunehmen. Ihr Herz wurde durch die Medikamente schwer beschädigt.

Folternachstellung: unbekannte Medikamente spritzen

Ma fühlte sich seit dem Vorfall elend. Sie konnte weder stehen noch sitzen. Sie wurde gezwungen, laute Aufnahmen anzuhören und Videos anzusehen, die Falun Dafa verleumdeten. Jede Minute des Lebens war eine Folter für sie.

Einmal zwangen die Wärter sie, ihre Fingerabdrücke auf ein Dokument zu setzen, das sie vorbereitet hatten, in dem sie erklären sollte, auf Falun Dafa zu verzichten. Es wurden ihr auch Familienbesuche verweigert und ihre Haftzeit wurde verlängert.

Als sie entlassen wurde, begrüßten sie mehrere ihrer Familienangehörigen und Verwandten am Tor. Ihre Tochter weinte und sagte: „Mama, das Arbeitslager Masanjia ist sehr bösartig, und wir wussten nicht, ob du lebend herauskommen würdest.“

Erneute Verurteilung

2014 wurde Ma erneut verhaftet, als sie auf einem Bauernmarkt Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilte. Sie weigerte sich, ihren Namen preiszugeben, aber die Polizei identifizierte sie aus ihrer Online-Datenbank und durchsuchte ihre Wohnung.

Während der Wohnungsdurchsuchung tauchten bei Ma, wieder Symptome eines Schlaganfalls auf. Die Beamten erpressten von ihrer Tochter 10.000 Yuan (ca. 1260 Euro) für die Freilassung ihrer Mutter. Ein paar Monate später drohte die Polizei erneut mit einer Verurteilung, was Ma dazu zwang, von zu Hause wegzuziehen, um der Verfolgung zu entgehen.

Am 8. August 2016 wurde Ma in der Stadt Shenyang, etwa 240 Kilometer von Jinzhou entfernt, verhaftet. Die Polizisten benachrichtigten ihre Familie nicht, sondern brachten sie direkt in das Untersuchungsgefängnis in Jinzhou. Später wurde sie vom Bezirksgericht Heishan zu einer sechsmonatigen Haftstrafe verurteilt.


[1] Falun Dafa, auch Falun Gong genannt, ist eine buddhistische Selbstkultivierungsmethode. Sie wurde von Meister Li Hongzhi im Jahr 1992 in China eingeführt und hat sich rasant verbreitet. Viele Menschen konnten durch die Angleichung an die Prinzipien dieser Praktik – Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht – ihre Moral und ihre Gesundheit verbessern. Praktizierende dieses Kultivierungsweges werden seit dem 20. Juli 1999 auf Geheiß des damaligen Parteichefs Jiang Zemin in China verfolgt. Er ist der Hauptverantwortliche für die Verbrechen gegen die Menschlichkeit an Falun-Dafa-Praktizierenden.