Gericht verurteilt zwei Praktizierende wegen ihres Glaubens zu über drei Jahren Haft

(Minghui.org) Am 22. Juni 2022 wurden zwei Praktizierende wegen ihres Glauben an Falun Dafa zu Gefängnisstrafen verurteilt. Die beiden Frauen leben in der Stadt Kunming, Provinz Yunnan.

Die 52-jährige Tang Yu wurde zu drei Jahren und acht Monaten Freiheitsstrafe sowie einer Geldstrafe von 8.000 Yuan (etwa 1.170 Euro) verurteilt. Gegen die 64-jährige Li Haiyan verhängte das Gericht drei Jahre und drei Monate sowie 6.000 Yuan (etwa 870 Euro).

Tang war am 18. Januar verhaftet worden, Li am 5. März 2022. Um Li festzunehmen, stellte die Polizei den Strom bei ihr ab. Als die Familie die Tür öffnete, um die Ursache für den Stromausfall herauszufinden, stürmten Beamte die Wohnung. Sie beschlagnahmten sämtliche Falun-Dafa-Bücher.

Lis Tochter machte Fotos von den Polizisten und fragte nach einem Durchsuchungsbefehl. Unter dem Vorwand der „Behinderung der Strafverfolgung“ nahmen die Beamten sie fest und beschlagnahmten auch ihr Mobiltelefon.

Am 28. Dezember 2021 erhob die Staatsanwaltschaft des Bezirks Xishan Anklage gegen Tang und Li. Ihnen wurde vorgeworfen, Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilt zu haben. Ein weiterer Anklagepunkt war die „Untergrabung der Strafverfolgung durch eine Sekte“, ein üblicher Vorwand, mit dem Praktizierende verfolgt werden.

Die beiden Frauen wurden am 21. Juni 2022 vom Bezirksgericht Xishan angehört. Weder legte die Staatsanwaltschaft irgendwelche Beweise vor noch wurden Zeugen angehört. Einen Tag später verkündete der Richter die Urteile.

Frühere Festnahmen

Vor der jüngsten Verhaftung war Tang bereits mehrfach ins Visier der Ermittler geraten. Einer Verhaftung im Juni 2008 folgten eineinhalb Jahre Haft. Im September wurde sie bei der Festnahme brutal zusammengeschlagen. Die nächste Verhaftung erfolgte im November 2015; es folgten dreieinhalb Jahre Gefängnis. Während ihrer Haft wurde sie von ihrem Arbeitgeber gekündigt. Gleichzeitig entzogen die Behörden ihr das Recht, mit 50 Jahren einen Antrag auf Vorruhestand zu stellen.

Am 11. Oktober 2021, als die UN-Konferenz zur Biodiversität in Kunming stattfand, schikanierten Polizisten Tang. Sie forderten von ihr, dass sie den Kontakt zu örtlichen Praktizierenden einstellt. Tang sollte sich vom 12. bis 14. Oktober täglich auf der Polizeiwache melden. Sie weigerte sich, dem nachzukommen.

Li war am 16. Juni 2017 verhaftet worden, weil sie Materialien über Falun Dafa verteilt hatte. In der Haft musste sie schwere Fußfesseln tragen. Die Hände wurden hinter dem Rücken in Handschellen gelegt. Li durfte nicht schlafen und wurde ständig beschimpft.

Kontaktinformationen zu den Tätern:

Zhang Jianwen, Staatsanwalt der Staatsanwaltschaft des Bezirks XishanPu Huijun, Vorsitzende Richterin am Bezirksgericht XishanLi Hui , Leiter der Polizeibehörde Xishan: +86-871-68184111, +86-871-68599999, +86-871-68100476Qiu Xueyan, Leiter der Staatssicherheitsabteilung

(Weitere Kontaktinformationen zu den Tätern finden Sie im chinesischen Originalartikel)

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