(Minghui.org) Eine 69-jährige Bewohnerin der Stadt Yueyang in der Provinz Hunan wurde Anfang 2024 wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu 3,5 Jahren Haft verurteilt.
Tang Gemei wurde am 4. Juli 2023 in der Wohnung ihrer Tochter in der Stadt Nanjiang (die unter der Verwaltung der Stadt Yueyang steht) verhaftet. Man überstellte sie in die Bezirkshaftanstalt Yunxi in Yueyang, wo sie Anfang 2024 vom Bezirksgericht Pingjiang verurteilt wurde (genauer Zeitpunkt unbekannt). Nach ihrer unrechtmäßigen Verurteilung brachte man sie in das Frauengefängnis der Provinz Hunan. Einzelheiten zu ihrer Anklage, ihrem Prozess und ihrer Verurteilung sind derzeit nicht bekannt.
Frühere Verfolgung
Dies ist bereits das dritte Mal, dass Tang, eine pensionierte Angestellte eines Wasserkraftwerks, wegen des Praktizierens von Falun Dafa verurteilt wurde.
Im Oktober 2001 nahmen Polizisten Tang zum ersten Mal fest. Jemand hatte sie angezeigt, weil sie an ihrem Arbeitsplatz Beamte davon abhalten wollte, verleumderische Nachrichten über Falun Dafa zu schreiben.
Während ihrer 37-tägigen Haft im Untersuchungsgefängnis des Kreises Pingjiang wurde sie drei Tage lang in Einzelhaft gehalten und dreimal mit kaltem Wasser übergossen, weil sie die Falun-Dafa-Übungen gemacht hatte. Ihre Familie zahlte über 1.000 Yuan (ca. 130,-€) Strafe und 400 Yuan für das Essen als Gegenleistung für Tangs Freilassung.
Im August 2002 wurde Tang erneut verhaftet und ihre Wohnung durchsucht, nachdem die Polizei ihre Haustür aufgebrochen hatte. Im Büro der Staatssicherheit wurde sie vier Tage lang von den Polizisten verhört, wobei sie weder schlafen noch sitzen durfte und stattdessen gezwungen wurde zu stehen oder zu knien. Als sie sich dem widersetzte, schlug der Beamte Li Jianzhou sie mit einem Holzknüppel. Als sie sich weiterhin weigerte, sich hinzuknien, schlug Li mit einem dickeren Knüppel auf Tang ein.
Sieben Monate lang war Tang damals inhaftiert. Am 27. Februar 2003 kam sie frei. Sie musste 1.000 Yuan Essenskosten und 1.500 Yuan (ca. 193,-€) Strafe zahlen.
Am 4. November 2003 wurde Tang abermals festgenommen und ihre Wohnung durchsucht. 30 Tage hielten die Behörden die Praktizierende im Kreisuntersuchungsgefängnis fest. Oft legte man ihr dort Handschellen und Fußfesseln an.
Nach ihrer nächsten Verhaftung im Dezember 2006 wurde Tang zu drei Jahren Haft im Frauengefängnis der Stadt Changsha verurteilt und mit verschiedenen Methoden gefoltert, weil sie standhaft an ihrem Glauben festhielt.
Tang wohnte im Jahr 2019 im Haus ihres Sohnes in der Stadt Shunde der Provinz Guangdong, wo sie ihren Enkel betreute. Sie wurde am 16. Mai 2019 festgenommen, nachdem ein Unbekannter sie wegen des Verteilens von Falun-Dafa-Materialien angezeigt hatte. Später verurteilte das Gericht sie zu dreieinhalb Jahren Gefängnis und einer Geldstrafe von 5.000 Yuan (ca. 645,- €).
Nachdem Tang am 10. Mai 2020 in das Frauengefängnis der Provinz Guangdong gebracht worden war, durfte ihre Familie sie nicht besuchen. In einem Schreiben des Gefängnisses vom Dezember 2020 wurde ihren Angehörigen mitgeteilt, dass sie ein schweres Herzleiden, Bluthochdruck und Atherosklerose der Halsschlagader (Verhärtung der Halsschlagadern) entwickelt hatte. Sie beantragten ihre Freilassung zur medizinischen Behandlung, aber die Gefängnisbehörden verlangten eine Kaution von 100.000 Yuan (ca. 13.000 €), bevor sie dem Antrag stattgeben würden. Da die Familie den Betrag nicht aufbringen konnte, musste sie den Antrag zurückziehen.
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