(Minghui.org) Das israelische Magazin Shishabat veröffentlichte am 30. Juli 2025 einen Artikel von Avri Gilad über die heutigen Herausforderungen für Juden. Darin erklärte Gilad, er habe ein Werbeangebot für ein chinesisches Produkt abgelehnt, da die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) Falun-Dafa-Praktizierende, Uiguren, Tibeter und andere Minderheiten verfolge und ihnen ohne Zustimmung Organe entnehme.

Shishabat ist das Wochenendmagazin von Israel Hayom (Israel Heute), der auflagenstärksten Zeitung des Landes. Gilad ist ein bekannter Moderator, der seine Karriere als Moderator beim Radio der israelischen Verteidigungsstreitkräfte begann und anschließend mehrere Fernsehsendungen moderierte. 2009 gehörte er zu den zehn bestverdienenden Fernsehpersönlichkeiten Israels. Er war auch einer der ersten Medienvertreter Israels, der im Fernsehen auf die Verfolgung von Falun Dafa in China reagierte, als es nur selten Berichte zu diesem Thema gab.

In seinem Artikel „Vote by trend on TikTok? The great danger of the new proposal in the Knesset“ (Stimmen nach Trend auf TikTok? Die große Gefahr des neuen Vorschlags in der Knesset) erklärte Gilad, warum er das Angebot abgelehnt hatte, eine Anzeige zu unterstützen – weil er nämlich befürchtete, damit die KPCh zu unterstützen.

Nach der Veröffentlichung des Artikels im Shishabat teilte Gilad diese Position auch auf seiner Facebook-Seite. Dort erhielt er Tausende „Likes“ sowie Hunderte zustimmende Kommentare zu seiner mutigen Entscheidung, sich für die von der KPCh verfolgte Minderheiten – darunter Falun-Dafa-Praktizierende – einzusetzen.

Gilads Artikel auf der Shishabat Website

Gilads Facebook-Beitrag

Es folgen die Auszüge aus Gilads Originalartikel, die mit freundlicher Genehmigung des Autors und von Shishabat abgedruckt wurden.

„Diese Woche hätte ich fast einen Werbevertrag bekommen. Warum fast? Ach, ich und meine Prinzipien. Und so kam es: Ich bekam einen Anruf von einer Werbeagentur und der Mann am anderen Ende der Leitung teilte mir mit, dass sie mich als Moderator für ein neues Produkt in Israel ausgewählt hätten.

Eine Werbekooperation zu erhalten, gilt in meiner Branche als Erfolg – sowohl finanziell als auch im Hinblick auf das eigene Image. Sie signalisiert, dass mein öffentliches Erscheinungsbild, dieses von mir abgelöste „Wesen“, das Menschen mit mir verbinden, als glaubwürdig genug wahrgenommen wird, um andere zum Kauf zu bewegen. Und das bedeutet zugleich beträchtliche Einnahmen.

Und während ich bei dem Gedanken an mögliche zukünftige Gewinne die Augen verdrehe, wird mir bewusst, dass es sich bei dem beworbenen Produkt um ein chinesisches handelt. Sofort erinnere ich mich daran, dass ich erst vor wenigen Tagen in einer Fernsehsendung eine Rede gehalten habe, in der ich ausdrücklich vom Kauf chinesischer Produkte abgeraten habe.“

Gilad berichtet weiter, er habe den Artikel eines israelischen Kommentators gelesen, in dem dargelegt wurde, dass China zu den größten Geldgebern von Propaganda gehört, die Juden und Israel an amerikanischen Universitäten diffamiert. Dabei handle China nicht aus Antisemitismus, sondern mit dem Ziel, Spaltung und Kontroversen in der US-Gesellschaft zu fördern und sie von innen heraus zu destabilisieren.

„Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit China: Die anhaltende Verfolgung von Falun-Gong-Praktizierenden, der Organraub für Transplantationen, die Unterdrückung anderer Minderheiten wie der Uiguren und die Versklavung des friedliebenden tibetischen Volkes – all das erzeugt in mir eine ständige Spannung: einerseits den Wunsch, chinesische Produkte zu nutzen, andererseits die Abneigung, dieses mörderische Regime mit meinem Geld zu unterstützen.

Und nun bot man mir an, eine Anzeige zu unterstützen. Was also tun? Das Geld nehmen und die Nase rümpfen – oder meinen Prinzipien treu bleiben und auf eine beträchtliche Summe verzichten, die jemand anderes nur allzu gerne kassieren würde?

Ich versuchte, mich selbst zu beschwichtigen: Jeder kauft in China, auch ich kaufe in China, schließlich kommt ohnehin fast alles von dort. Warum also sollte nicht wenigstens ich davon profitieren? Doch überzeugen konnte ich mich nicht. Kaufen ist das eine – kooperieren etwas völlig anderes. Also schickte ich eine klare Botschaft: ‚Ich kann nicht. Mein Gewissen erlaubt es mir nicht.‘“ Gilad scherzt: „Hoffentlich lasse ich es mir eines Tages operativ entfernen – natürlich in China – und ersetze es durch ein chinesisches Gewissen, das zwar glänzend aussieht, aber regelmäßig alle Daten an die Zentrale der Kommunistischen Partei übermittelt.“