(Minghui.org) Ich praktiziere Falun Dafa seit 28 Jahren. Der Meister und das Fa haben uns gelehrt, jedem Lebewesen mit Güte zu begegnen – in unseren Gedanken ebenso wie in unserem Handeln. Dennoch habe lange Zeit nicht darauf geachtet, Güte zu kultivieren, und habe den Menschen keine Freundlichkeit und Liebe entgegengebracht. Das hinderte mich daran, mich den Prinzipien Wahrhaftigkeit, Güte und Nachsicht anzugleichen.

Der Meister lehrt uns:

„Jedem gegenüber barmherzig zu sein und jeden liebevoll zu behandeln, das ist wirklich nicht etwas, was normale Menschen schaffen können. Es ist noch schwieriger, bei allen Angelegenheiten mit einem barmherzigen Herzen allen Lebewesen gegenüber zu handeln. Aber genau das müssen Dafa-Jünger erreichen! Kultivierung ist ein Prozess; neue Praktizierende schaffen das vielleicht jetzt noch nicht, aber im Verlauf der Kultivierung müssen sie es allmählich hinbekommen. Für langjährige Praktizierende ist das jetzt schon ein Muss. Das liegt an eurer historischen Mission und es ist etwas, das die heiligen Dafa-Jünger in ihrer Kultivierung unbedingt erreichen müssen!“ (Weckruf, 06.06.2024)

Ich erkannte, dass dies die Anforderung des Fa an die Praktizierenden ist und dass Dafa-Praktizierende diesen Zustand durch die Kultivierung von Güte erreichen müssen.

Aufgrund meiner Angst war ich bei der Erklärung der wahren Umstände wählerisch, wen ich ansprach. Mitunter konnte ich an einem halben Tag nur mit wenigen Menschen sprechen. Die Ergebnisse waren nicht gut und erreichten nicht das Ziel der Erlösung. Das frustrierte mich und ich fragte mich, was ich nur tun sollte. Ich lernte das Fa weiter und schaute weiter nach innen.

Schließlich erkannte ich, dass es daran lag, dass ich nicht genug aufrichtige Gedanken hatte und mir daher die Güte fehlte. Warum hatte ich nicht genug Güte kultiviert? Es lag an meiner Anhaftung an Ansehen und Reichtum. Während ich die wahren Hintergründe von Falun Dafa erklärte, hatte ich Angst, angezeigt und verhaftet zu werden, und meine Gedanken waren instabil. Anstatt daran zu denken, Lebewesen zu helfen, Falun Dafa kennenzulernen und über die Verfolgung zu informieren, damit sie gerettet werden, dachte ich darüber nach, wie ich mich selbst in Sicherheit bringen könnte. Deshalb schaute ich mich um und wählte gezielt Menschen aus, die ich ansprach. Meine Gedanken waren nicht aufrichtig.

Ich erkannte, dass ein Mangel an Güte auf menschliche Anhaftungen zurückzuführen war und dass meine ängstliche Gesinnung mich daran gehindert hatte, die wahren Umstände wirksam zu erklären. So beschloss ich, diese Anhaftungen zu beseitigen.

Lange Zeit sendete ich aufrichtige Gedanken aus, um sie zu beseitigen. Danach fühlte ich mich entspannt und ging mit Würde hinaus, um die Menschen über Falun Dafa und die Fakten zu informieren und die Wahrheit über Falun Dafa zu erklären, und die Ergebnisse waren gut.

Mein Herz blieb ruhig und unbewegt, ohne negative Gedanken, wenn ich Menschen begegnete, die das, was ich sagte, nicht akzeptierten und versuchten, mich durch Drohungen – etwa mit einer Anzeige bei der Polizei – einzuschüchtern oder mich wegzujagen. Selbst Polizisten gegenüber konnte ich freundlich bleiben und ruhig mit ihnen sprechen. Wollte jemand nicht zuhören, wünschte ich ihm Sicherheit und ging in Freundlichkeit weiter.

Einmal ging ich in ein Dorf und sah eine Frau in einem Hof. Ich ging zu ihr hinüber, um sie zu begrüßen, und sagte ihr, dass ich ihr Segen bringen würde. Dann holte ich einige Informationsmaterialien heraus. Als sie sah, dass es sich um Falun Gong handelte, wurde sie ungeduldig und sagte: „Ich will das nicht. Gehen sie weg.“ Ich ließ mich von ihrer Haltung nicht beeindrucken.

Ich sammelte mich und sagte lächelnd: „An einem so kalten Tag bin ich alte Frau gekommen, um Ihnen zu sagen, wie Sie sich in Gefahrensituationen schützen können. Sicherheit ist für uns normale Menschen das Wichtigste, nicht wahr? In dieser Broschüre gibt es echte Beispiele, wie man sicher bleibt. Schauen Sie bitte einmal hinein.“ Sie entspannte sich sichtlich.

Ich fuhr fort: „Ich habe Ihnen auch den Artikel „Warum gibt es die Menschheit“ von Meister Li Hongzhi mitgebracht. Jeder Satz enthüllt himmlische Geheimnisse. Niemand sonst hat sich mit den grundlegenden Fragen befasst. Warum existiert die Menschheit? Warum ist die Menschheit auf diese Welt gekommen? Warum sind manche Menschen arm und andere reich? Was sind die grundlegenden Gründe dafür? All das wird klar beantwortet.“ Ihre Haltung änderte sich völlig. Sie sagte mit einem Lächeln: „Sie arbeiten hart. Ich werde es nehmen und sorgfältig lesen. Danke!“ Dann half ich ihr, aus der Kommunistischen Partei Chinas und deren Unterorganisationen auszutreten.

Einmal traf ich einen Polizisten, der sagte: „Wie können sie es wagen, mit mir über Falun Gong zu sprechen! Wissen sie, was ich mache?“ Ich antwortete, dass ich es nicht wüsste. Er sagte: „Ich arbeite auf der Polizeiwache und bin für Falun Gong zuständig. Wir verhaften Falun Gong-Praktizierende.“ Ich hatte keine Angst, lächelte freundlich und sagte: „Die Polizei muss doch sicher sein, oder? Was ich sage, dient dazu, Ihnen während der Pandemie Sicherheit zu bringen. Ihr Leben ist Ihr wertvollster Schatz, nicht wahr?“ Er schwieg.

Ich sprach weiter mit ihm über Dafa und bat ihn, sich die beiden Sätze zu merken: „Falun Dafa ist gut; Wahrhaftigkeit, Güte, Nachsicht sind gut.“ Er sagte, er würde sie nicht vergessen. „Seien Sie vorsichtig! Wenn Sie heute einem anderen Polizisten begegnet wären, wären Sie verhaftet worden.“ Ich sagte: „Ich weiß, dass Sie ein guter Mensch sind und das nicht tun würden. Vielen Dank.“ Ich gab ihm eine Ausgabe der Minghui Weekly. Er nahm sie freudig entgegen und sagte: „Ich werde sie sorgfältig lesen.“

Meine Söhne halfen mir, meine menschlichen Gefühle zu erkennen

Ich erkannte, dass wir nur dann unsere Güte entfalten und eine Ebene jenseits der gewöhnlichen Menschen erreichen können, wenn wir die Verstrickung in emotionale Anhaftungen loslassen. Ich habe zwei Söhne und empfand vor meiner Kultivierung eine sehr starke Zuneigung zu ihnen. Ich sorgte mich um ihre Gesundheit, ihre schulischen Leistungen und um alles in ihrem Leben. Das war sehr ermüdend. Nach Beginn der Dafa-Praxis erkannte ich, was Qing ist. Mir wurde klar, dass ich mich dem stellen und es beseitigen musste.

Ich hatte zwar diesen Wunsch, unternahm aber nichts, um die Gefühle loszuwerden. Manchmal hatte ich negative Gedanken und machte mir Sorgen, dass meiner Familie etwas Schlimmes zustoßen könnte. Tatsächlich verstarb mein 35-jähriger Sohn 2009 an einer Krankheit. Der Schmerz war unbeschreiblich und ich fragte mich: Warum musste mir das passieren?

Inmitten des Schmerzes studierte ich das Fa mit großer Sorgfalt und erkannte, dass all diese Geschehnisse sowohl aus dem Karma meines Sohnes als auch aus meinem eigenen hervorgingen. Die Lehre des Meisters löste die Knoten in meinem Herzen, linderte mein Leid und half mir, mich aus den Fesseln von Qing und Depression zu befreien. Dadurch wurde ich in meiner Kultivierung entschlossener und fasste den festen Entschluss, dem Meister zu folgen und den Weg der Kultivierung weiterhin standhaft zu gehen.

Eines Tages im Herbst 2019 sagte mein zweiter Sohn zu mir: „Mama, ich möchte mich von meiner Frau scheiden lassen.“ Ich fragte ihn warum. Er erzählte mir von vielen Problemen seiner Frau im Alltag und sagte: „Zusammenfassend gesagt lieben wir uns nicht mehr und können nicht mehr zusammenleben. Sie hat der Scheidung zugestimmt. Wir werden die Unterlagen einreichen. Ich habe es dir heute gesagt, damit du dich mental darauf vorbereiten kannst.“ Er fügte hinzu: „Eigentlich ist das keine große Sache. So viele Familien sind wie wir. So viele Paare haben sich scheiden lassen.“

Angesichts dieses plötzlich auftretenden Problems überkamen mich Panik und Hilflosigkeit. Zwar war dieser Schmerz nicht mit dem Verlust meines älteren Sohnes zu vergleichen, doch dennoch fand ich keine innere Ruhe. In meinem Inneren fragte ich mich immer wieder: „Was ist nur geschehen? Ich habe zwei Söhne – einer ist gestorben, der andere will sich scheiden lassen. Dieser Schmerz ist kaum zu ertragen. Ich kann das nicht annehmen.“

Die Lehre des Meisters half mir, allmählich zu innerer Klarheit zu gelangen. Dabei erkannte ich, dass ich im Umgang mit dem Thema Qing ein ernstes Problem hatte. Mein jüngerer Sohn wollte seinen Arbeitsplatz wechseln, um näher bei unserem Zuhause zu sein, und benötigte dafür Geld, um den zuständigen Verantwortlichen zu bestechen. Er erzählte mir davon, und ohne weiter darüber nachzudenken gab ich ihm das Geld. Nachdem er es übergeben hatte, wurde er versetzt. Sowohl er als auch ich waren darüber glücklich.

Eines Nachts hatte ich einen Traum, in dem der Meister mir einen Hinweis gab – nämlich, dass ich das Karma meines Sohnes vermehrt hatte. Als ich aufwachte, geriet ich in Panik und fragte mich: „Was habe ich getan, um sein Karma zu vermehren?“ Ich ging die Sache in Gedanken durch und erinnerte mich schließlich an seine Versetzung. Bestechung fördert gesellschaftliche Korruption. Durch dieses Verhalten hatte ich nicht nur den Ruf von Dafa beschmutzt, sondern auch das Karma meines Sohnes vergrößert. Zudem war mein eigenes Raumfeld von degenerierten Dingen aus Qing erfüllt. Ich war den Weg der Kultivierung nicht aufrichtig gegangen. Dadurch hatten die alten Mächte meine Schwachstellen ausgenutzt, Konflikte in der Familie meines Sohnes geschürt und schließlich genau das Thema aufgegriffen, das ich am meisten fürchtete – die Scheidung –, um meine Kultivierung zu stören.

Ich musste mich selbst korrigieren, das Festhalten an persönlichen Interessen und Begierden loslassen und auch die eigennützige Liebe zu meinem Sohn aufgeben, um der Angelegenheit als Praktizierende aufrichtig zu begegnen. Zudem sollte ich ihm helfen, die möglichen Folgen einer Scheidung klar zu erkennen.

Ich las auf der Minghui Website Berichte über Menschen im alten China, die Ehe und Familie hochgeachtet hatten. Darüber sprach ich mit meinem Sohn und teilte mit ihm meine Erkenntnis aus dem Dafa, dass die Ehe ein ernsthaftes Gelübde ist, das man einhalten sollte. Wenn Menschen von den moralischen Maßstäben und Prinzipien abweichen, denen sie folgen sollten, müssen sie die Konsequenzen tragen. Jeder Mensch auf dieser Welt, der auf Dafa-Praktizierende hört und weiterhin Gutes tut, wird eine leuchtende Zukunft haben.

Mein Sohn nahm meine Worte an und sagte mir, dass er weder eine Scheidung vorschlagen noch ihr zustimmen werde. Auch mit meiner Schwiegertochter sprach ich. Sie ließ von ihrer anfänglichen Hartnäckigkeit ab. Später hörte ich während der Meditation ihre Stimme: „Ich bin zurückgekehrt.“

Sie haben sich wieder versöhnt und ihre Familie ist nun harmonischer und glücklicher als zuvor. Das ist die Rückkehr zur Güte.