(Minghui.org) Anfang Dezember 2025 ging auf Minghui.org die Nachricht ein, dass eine 67-jährige Frau aus Siping in der Provinz Jilin wegen ihres Glaubens an Falun Dafa zu drei Jahren Haft und einer Geldstrafe von 10.000 Yuan (etwa 1.200 Euro) verurteilt wurde.
Dou wurde am 22. April 2025 festgenommen, nachdem sie die Wohnung einer anderen Falun-Dafa-Praktizierenden verlassen hatte. Die Polizei brachte sie anschließend in ihre eigene Wohnung und beschlagnahmte ihren Laptop sowie Informationsmaterialien über Falun Dafa.
Die Beamten teilten ihr mit, dass sie für 15 Tage inhaftiert werde. Als ihre Familie sie am 7. Mai 2025 im Gefängnis der Stadt Siping abholen wollte, erfuhr sie jedoch, dass Dou inzwischen in das Untersuchungsgefängnis der Stadt Siping verlegt worden war. Die Polizei hatte ihren Fall an die Staatsanwaltschaft des Bezirks Tiedong weitergeleitet.
Wann genau Dou angeklagt und verurteilt wurde, ist ungewiss; ebenso die tatsächliche Dauer der Haftstrafe. Es wird angenommen, dass sie sich weiterhin in Haft befindet.
Bereits zuvor war Dou wegen ihres Glaubens verfolgt worden. Kurz nach Beginn der Verfolgung im Jahr 1999 reiste sie nach Peking, um für das Recht auf Ausübung ihres Glaubens zu appellieren, und wurde daraufhin zu einem Jahr Zwangsarbeit verurteilt.
Mitte Juli 2007 wurden Dou und ihr Mann Zhang Kejiang erneut festgenommen. Am 12. Mai 2008 verurteilte das Bezirksgericht Tiexi Dou zu drei und ihren Mann zu acht Jahren Haft. Dou verbüßte ihre Strafe im Frauengefängnis der Provinz Jilin in Changchun; ihr Mann wurde in das Gefängnis der Stadt Jilin gebracht.
Nach ihrer Ankunft im Gefängnis zerrten mehrere Häftlinge Dou in eine Zelle im ersten Stock. Eine der Insassinnen, Wang Lixin, die sie überwachen sollte, fragte, ob sie weiterhin Falun Dafa praktiziere. Dou antwortete nicht direkt, erklärte jedoch, dass Falun Dafa weltweit praktiziert werde und vielen Menschen Nutzen bringe. Diese Aussage meldete Wang den Gefängniswärtern.
Die Häftlinge zwangen Dou, täglich von 5 Uhr morgens bis 1 oder 2 Uhr in der Nacht regungslos auf einem kleinen Hocker zu sitzen. Als sie sich einmal leicht bewegte, stieß Wang sie heftig zu Boden und zerbrach den Hocker. Anschließend zwang sie Dou, auf einem neuen Hocker zu sitzen.
Später brachten die Wärter Dou zur Gehirnwäsche in den zweiten Stock. Sie widersetzte sich der verleumderischen Propaganda, woraufhin ein Wärter sie in eine Zelle sperrte und fünf Häftlinge anwies, sie „umzuerziehen“. Diese warfen sie auf ein Bett und banden ihre Gliedmaßen so fest an die Bettpfosten, dass ihr Körper angehoben und extrem gedehnt wurde.
Die Schmerzen waren unerträglich. Um ihre Schreie zu übertönen, stellten die Häftlinge den Fernseher laut und spielten zusätzlich Musik ab. Dou durfte nicht auf die Toilette und urinierte auf das Bett. Wang tränkte einen Wischmopp mit dem Urin und stieß ihn ihr in den Mund, wodurch ein Vorderzahn brach. Außerdem kniff sie Dou ins Gesicht und fügte ihr zahlreiche Wunden zu. Die Narben an Dous Handgelenken und Knöcheln waren noch ein Jahr später sichtbar.
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