(Minghui.org) Gao Yichen, ehemaliger stellvertretender Minister des Ministeriums für Staatssicherheit und ehemaliger stellvertretender Leiter des Zentralbüros 610, wurde am 20. Januar 2026 wegen „schwerer Verstöße gegen die Parteidisziplin“ angeklagt.
Laut einer offiziellen Mitteilung der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) wird Gao der Annahme von Bestechungsgeldern und der Einmischung in richterliche Angelegenheiten beschuldigt und wurde bereits aus der Partei ausgeschlossen.
Geboren wurde Gao im Oktober 1950 in Harbin in der Provinz Heilongjiang. Er schloss sein Studium der Russistik an der Universität Heilongjiang 1972 mit einem Bachelor ab. Anschließend arbeitete er als Korrespondent für die offizielle KPCh-Zeitung Guangming Daily in der Sowjetunion und den USA. Danach stieg er zum stellvertretenden Minister des Ministeriums für Staatssicherheit auf. 2005 wurde er zum stellvertretenden Leiter des Zentralbüros 610 ernannt. Er war außerdem stellvertretender Generalsekretär des Zentralkomitees für Politik und Recht und stellvertretender Direktor der Zentralen Arbeitsgruppe zur Aufrechterhaltung der Stabilität. Darüber hinaus bekleidete er beratende Positionen in verschiedenen Anti-Sekten-Organisationen. 2017 ging er in den Ruhestand.
Im Juni 2025 wurde gegen ihn ein Ermittlungsverfahren eingeleitet.
Das Zentrale Büro 610
Das Zentrale Büro 610, auch bekannt als Büro der Zentralen Führungsgruppe zur Prävention und Bekämpfung von Sekten, wurde am 10. Juni 1999 vom damaligen KP-Vorsitzenden Jiang Zemin gegründet und speziell zur Verfolgung von Falun Gong eingerichtet. Zusammen mit dem Zentralkomitee für Politik und Recht überwacht es die Sicherheits-, Strafverfolgungs- und Justizbehörden bei der Entwicklung und Umsetzung von Verfolgungsmaßnahmen gegen Falun Gong. Es unterhält Zweigstellen auf allen Regierungsebenen sowie in einigen Organisationen des öffentlichen und privaten Sektors.
Verfolgung während Gaos Amtszeit
Während Gaos Amtszeit als stellvertretender Leiter des Zentralbüros 610 von 2005 bis 2015 blieb die Verfolgung von Falun Gong in ganz China schwerwiegend. Mindestens 1.272 Praktizierende (die Dunkelziffer liegt weit höher) starben infolge der Verfolgung. Einige wurden in der Haft Tage oder Monate nach ihrer Verhaftung totgeprügelt, manche der Leichname ohne Wissen der Familien eingeäschert. Tausende weitere wurden verhaftet, schikaniert oder zu Gefängnisstrafen verurteilt.
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