(Minghui.org)

Yin Yucai

Der 92-jährige Yin Yucai aus dem Kreis Duchang, Provinz Jiangxi, starb im Jahr 2024 (das genaue Datum ist unbekannt), nachdem er jahrzehntelang wegen seines Glaubens an Falun Dafa verfolgt worden war.

Yin, geboren 1932, war ehemaliger Vorsitzender Richter am Gericht des Kreises Duchang und früherer Leiter des Instituts zur Behandlung und Prävention von parasitären Erkrankungen desselben Kreises in der Provinz Jiangxi. 1996 begann er, Falun Dafa zu praktizieren, was seine geistige und körperliche Gesundheit enorm stärkte. Aufgrund der positiven Erfahrungen gab er den Kultivierungsweg begeistert an andere weiter und stand den örtlichen Falun-Dafa-Praktizierenden als freiwilliger Koordinator hilfreich zur Seite.

Nachdem die Kommunistische Partei Chinas im Juli 1999 eine landesweite Kampagne zur Auslöschung von Falun Gong initiiert hatte, hielt Yin an seinem Glauben fest und wurde deshalb wiederholt ins Visier genommen. Er verbüßte eine Strafe im Arbeitslager und zwei Gefängnisstrafen von insgesamt mehr als 14 Jahren. Aufgrund der Misshandlungen während seiner achtjährigen Haftstrafe erlitt er einen Nervenzusammenbruch.

Yins letzter Arbeitgeber, die Blutbank des Bezirks Duchang, setzte seine Rente während seiner ersten Haftstrafe aus und gewährte ihm lediglich eine monatliche Zuwendung in Höhe von 1.000 Yuan, die später, ab der zweiten Hälfte des Jahres 2012, ebenfalls eingestellt wurde. Nach seiner letzten Freilassung im März 2017 wurde Yin ständig von der Polizei schikaniert. Die unerbittliche Verfolgung und der Mangel an Einkommen beeinträchtigten seine Gesundheit. Er starb im Jahr 2024.

Zum Zeitpunkt seines Todes saß seine Tochter Yin Xianping, 59, im Gefängnis – ebenfalls wegen ihres Glaubens an Falun Dafa. Sie war am 23. Februar 2021 festgenommen und am 2. August desselben Jahres zu vier Jahren Haft verurteilt worden. Ihre letzte Haftstrafe erfolgte ein Jahr, nachdem sie eine dreijährige Haftstrafe wegen ihres Glaubens verbüßt hatte.

Drei Jahre Zwangsarbeit

Am 3. Juli 2000 fuhr Yin nach Peking, um das Recht, Falun Dafa praktizieren zu dürfen, einzufordern. Er wurde verhaftet und 35 Tage lang inhaftiert, hauptsächlich im Gefängnis des Kreises Duchang.

Ende 2000 wurde er abermals festgenommen. Als er nach einer Woche Haft freigelassen wurde, fuhr er erneut nach Peking, wurde dort wieder verhaftet und zu drei Jahren Zwangsarbeit verurteilt.

Yin war drei Jahre lang, von 2001 bis 2003, im Zwangsarbeitslager der Stadt Jiujiang, auch bekannt als Zwangsarbeitslager Majialong, eingesperrt. Neben der intensiven Arbeit, bei der er farbige Lichter herstellen und Quarzuhrenkassetten zusammenbauen musste, wurde er beständig von den Wärtern beschimpft und gedemütigt.

Selbst nach seiner Freilassung wurde er von der Polizei überwacht und schikaniert. Sie brachen häufig in seine Wohnung ein, durchsuchten seine Räumlichkeiten, erpressten Geld von ihm und bedrohten ihn.

Acht Jahre Gefängnis – bis zum Nervenzusammenbruch gefoltert

Am 29. Januar 2005 wurde Yin von Beamten der Staatssicherheitsabteilung Duchang verhaftet, weil er Informationsflyer über Falun Dafa zu Hause hatte, und in die örtliche Haftanstalt eingeliefert. Im Juni 2006 verurteilte ihn das Bezirksgericht Duchang zu acht Jahren Gefängnis und verboten ihm, Berufung einzulegen. Er wurde zunächst in die Zhuhu-Farm und dann in das Gefängnis Yuzhang verlegt, wo man ihn einer Gehirnwäsche unterzog und aufforderte, Falun Dafa aufzugeben.

Im Jahr 2010 wurden ein Dutzend Wärter angewiesen, Yin „umzuerziehen“. Sie zwangen ihn, rund um die Uhr in der Ecke zu sitzen, und ließen ihn kaum schlafen. Selbst als er sich in die Hose erleichtert hatte, folterten sie ihn weiter. Er durfte nicht einmal seine Kleider waschen. Schließlich brachten sie ihn dazu, Erklärungen zu schreiben, in denen er auf seinen Glauben verzichtete.

Im März 2010 wurde Yin von Station 1 nach Station 12 verlegt, wo die Wärter ihn zu anstrengenden Reinigungsarbeiten verdingten. Ab Oktober desselben Jahres wiesen die Wärter die Insassen an, die Misshandlungen zu verstärken. Seinem Essen und seinem Wasser wurden Medikamente beigemischt, die das Zentralnervensystem schädigten. Nach den Mahlzeiten litt Yin an Gelenkschmerzen und fühlte sich unwohl. Manchmal verlor er durch die Verabreichung der Medikamente sein Denkvermögen. Er konnte nicht mehr laufen und war auf die Hilfe anderer Insassen angewiesen.

Infolge der verstärkten Misshandlungen ging es mit Yins Gesundheit rasch bergab. Er bekam ein generalisiertes Ödem, erbrach Blut und hatte Blut im Stuhl. Nachdem man bei ihm in der Gefängnisklinik eine Tachykardie (eine abnorm schnelle Herzfrequenz) diagnostiziert hatte, wurde er ins Krankenhaus verlegt.

Nach seiner Freilassung traute sich Yin nicht nach Hause zu gehen und wohnte bei Verwandten. Sogar an heißen Tagen trug er eine dicke Mütze und eine Gesichtsmaske und fror trotzdem noch. Er traute sich nicht, irgendjemanden zu treffen und wiederholte dauernd: „Sie [die Polizei] wollen uns töten, ich kann nicht heimgehen.”

Weitere drei Jahre und zwei Monate Gefängnis wegen der Verteilung von Informationsmaterialien

Yin wurde erneut verhaftet, als er am Morgen des 13. Januar 2014 in der Stadt Xubu Informationsmaterialien über Falun Dafa verteilte. Er wurde zur Polizeistation gebracht und über fünf Stunden lang verhört. Der Polizeibeamte Huang Jimou schlug ihn. Am Nachmittag wurde er zu einem weiteren Verhör zur Polizeibehörde gebracht und danach in die Haftanstalt des Bezirks Duchang überstellt. Die Beamten durchsuchten auch seine Wohnung.

Am 21. Mai 2014 stand Yin vor Gericht. Sein Anwalt plädierte für ihn auf nicht schuldig. Der Richter verurteilte den damals 83-Jährigen später zu einer Haftstrafe von drei Jahren und zwei Monaten, ohne seine Familie darüber zu informieren. Seine Tochter erfuhr erst bei ihrem Besuch am 13. Juni von seiner Verurteilung.

Am 24. Juni wurde Yin in das dritte Gefängnis von Jingdezhen eingeliefert. Als seine Familie ihn zwei Monate später, am 27. August, besuchen durfte, waren sie erschüttert über seine schlechte psychische Verfassung und seinen stark abgemagerten Körper. Im März 2017 ließ man ihn dann frei.

Frühere Berichte:

Vater war über 13 Jahre eingesperrt – Tochter zu vier Jahren Haft verurteilt

Frau Yin Xianping inhaftiert, betagter Vater eingesperrt

Bystander Stands Up for Falun Gong Practitioner in Duchang County

Former Court Director, 77, Held for Five Years in Yuzhang Prison, Jiangxi Province

Unrechtmäßige Inhaftierung von Herrn Yin Yuchai, dem früheren Direktor der Einrichtung für Parasitäre Behandlung und Prävention des Kreises Duchang

Mr. Liu Qiusheng and Mr. Yin Yucai Detained for More Than 50 Days, Facing Illegal Prison Sentences

Jiangxi Province: Liu Qiusheng and Yin Yucai Arrested Again, Families Threatened for Seeking Their Release

Herr Yin Yucai erleidet einen Nervenzusammenbruch als Folge der Verfolgung im Gefängnis Yuzhang, Provinz Jiangxi

Rechtsanwalt verteidigt zwei unschuldige Falun Gong-Praktizierende und verlangt ihre sofortige Freilassung (Fotos)

Neueste Informationen über drei inhaftierte Praktizierende in der Provinz Jiangxi; ganzer Körper des 76-jährigen Yin Yucai schwoll durch Misshandlungen an

Ehemaliger Direktor eines Gerichts, 77, seit fünf Jahren im Yuzhang Gefängnis in der Provinz Jiangxi inhaftiert