(Minghui.org) Ich bin für die Politikerarbeit in unserem Bundesland zuständig. Neben den vielen Aktionen, die wir in unserem Bereich zur Aufklärung der Politiker über Falun Gong schon in den letzten Jahren durchgeführt haben, hatte ich den großen Wunsch, einen unserer Filme in den Landtag zu bringen. Ungefähr sechs Jahre vergingen. In dieser Zeit konnte ich keinen Kontakt zu einem Politiker herstellen, der eine Filmvorführung möglich gemacht hätte. Ich bekam nur Absagen oder sie hatten einfach kein Interesse.

Eines Tages, es war im März in diesem Jahr, wurde ich von einem Uiguren zu einer Veranstaltung in den Landtag eingeladen. Es war eine Buchvorstellung und eigentlich hatte ich kein großes Interesse daran, aber aus Freundlichkeit sagte ich zu. Ich musste über zwei Stunden einplanen, um rechtzeitig vor Ort zu sein. Eine knappe Stunde, bevor ich losfahren wollte, hatte ich plötzlich die Idee, ich könnte ein Anschreiben machen, um zwei unserer Filme dem Politiker, der die Veranstaltung der Uiguren geplant hatte, vorzustellen. Ich kannte ihn schon aus einem früheren Gespräch.

Gesagt, getan, in Windeseile stellte ich eine kleine Mappe mit der Beschreibung von „Transcending Fear“ und „Letter from Masanjia“ mit einem kurzen Anschreiben zusammen. Alles war sehr einfach gehalten, da nicht mehr Zeit zur Verfügung stand.

Im Landtag angekommen ergab sich zuerst keine Möglichkeit, außer einer kurzen Begrüßung, mit dem Politiker zu sprechen. Und so wartete ich bis nach der Vorstellung. Eine Schlange von Menschen bildete sich, da alle mit dem Politiker sprechen wollten. Ich war eine unter ihnen und wusste, ich muss mich kurzhalten und durfte nicht viel Zeit in Anspruch nehmen. Dennoch stand mein Entschluss fest: Ich wollte einen Film im Landtag zeigen. Als ich an der Reihe war, brachte ich fest entschlossen mein Anliegen vor, indem ich sagte: „Wir könnten doch einmal einen Film im Landtag zeigen.“ Er schaute kurz auf meine Unterlagen, währenddessen erklärte ich die Inhalte der Filme und dann kam seine Zusage. Er meinte: „Gut, das machen wir!“ Ich musste meine Freude richtig zügeln, um nicht in Frohsinn zu verfallen. Ja, endlich hatte ich es geschafft.

Aber so einfach war es nicht. Nachdem ich mich am nächsten Tag bei dem Politiker für die schöne Veranstaltung bedankt hatte, hörte ich nichts mehr von ihm. Was sollte ich tun, um nicht aufdringlich zu sein? Also wartete ich ungefähr drei Wochen. Doch es tat sich nichts.

Dann beschloss ich, eine E-Mail zu schreiben, aber wie? Sollte ich fragen, ob er es sich anders überlegt oder ob er kein Interesse mehr hatte? Ich beschloss, es ganz einfach zu machen – er hatte mir eine Zusage gegeben, er hatte sein Wort gegeben. Daher wollte ich nicht als Bittstellerin auftreten. Und so fragte ich freundlich nach, für welchen Film er sich entschieden habe. Daraufhin kam die Antwort: „Für ,Letter from Masanjia‘“. Danach hatten wir wieder keine Korrespondenz mehr. Ich weiß, dass Politiker viel zu tun haben, also blieb ich hartnäckig. Ich erinnerte das Büro des Abgeordneten daran, dass es für unseren Chinaexperten der IGFM zwecks seiner Terminplanung wichtig wäre, rechtzeitig Bescheid zu bekommen. Endlich kam dann alles ins Rollen. Termin und Text wurden festgelegt und wir beschlossen, die Veranstaltung zu bewerben.

Ich wollte gerne den Saal, der 80–90 Leute aufnehmen konnte, haben – voll mit Abgeordneten, Professoren von Unis, Landräten von verschiedenen Städten und andere VIPs. Doch es kam anders. Eine Woche vor Anmeldeschluss bekam ich einen Anruf vom Büro des Abgeordneten mit dem Bescheid, dass sich leider nur sechs Personen angemeldet hätten. Ich erschrak zutiefst, denn unter den sechs Personen war die Freundin meines Sohnes, meine Tante und deren Lebensgefährte. Wenn sich nicht mehr Personen anmelden würden, dann müsste die Veranstaltung abgesagt werden, so das Büro. Das war schlimm für mich. Endlich hatte ich die Chance, einen Film zu zeigen – und natürlich wollte ich auch den Politiker nicht enttäuschen. Ich musste nach innen schauen, was ich falsch machte. Ich durfte nur nicht nervös werden und die Klarheit verlieren, dann wäre alles verloren, das wusste ich.

Am Wochenende schaute ich immer wieder nach innen und irgendwann hatte ich die Erkenntnis: Ich wollte bestimmen, welche Personen zu der Vorstellung kommen sollten. Ich hatte eine bestimmte Vorstellung von VIPs, aber diese Vorstellung war so, wie es sich abgezeichnet hatte, nicht die Vorstellung des Meisters und der Gottheiten. Also, ich musste loslassen – jeder sollte kommen dürfen, der dafür vorgesehen war.

Einige Tage später bekam ich wieder einen Anruf mit der Mitteilung, dass sich inzwischen 50 Personen angemeldet hätten. Ich hatte es durchbrochen. Die Anmeldefrist wurde noch einmal verlängert und letztendlich waren es ca. 90 Leute, die zur Veranstaltung kommen wollten.

Die Veranstaltung

Alles war gut vorbereitet. Dann kam der Politiker auf mich zu und meinte, ich solle die Diskussion leiten. So etwas hatte ich noch nie gemacht. Ich sagte zu und dachte bei mir: „Du hast jetzt keine andere Chance und tust einfach so, als wenn du das schon oft gemacht hättest, ohne einen Gedanken der Angst.“ Und es hat wirklich funktioniert.

Aber vorher gab es noch eine weitere Hürde zu bestehen. Die S-Bahn zum Landtag fiel leider aus. Es waren zu Beginn der Veranstaltung nur ca. 30 Leute da. Ein Praktizierender meinte: „Du hast doch gesagt, es wären 90 Leute, aber das sind doch keine 90!“ Ich gab nur ganz kurz die Antwort: „Die kommen noch.“ Und so war es auch. Am Ende waren ca. 90 Leute anwesend und letztendlich war die Vorführung von „Letter from Masanjia“ ein großer Erfolg. Die Menschen waren sehr ergriffen und hatten viele Fragen. Eine Theologin, die unter den Zuschauern war, verschaffte mir sogar einen neuen Termin zum Vorführen des Films.

Müssen wir wirklich alles erleiden oder fehlt uns manchmal die Klarheit?

Viele Jahre lang hatte ich im Unterleib Schwierigkeiten. Sie entstanden, nachdem ich mich mit einer Freundin unterhalten hatte, die mir von ihren Beschwerden erzählte. Etwas später entstanden sie auch bei mir. Eines Tages, also Jahre später, machte ich mir Gedanken darüber, ob das wirklich in Ordnung war, dass ich deswegen leiden musste. Ich kann es schwer erklären, aber plötzlich war der Gedanke da, dass dieses Leiden nicht zu mir gehörte. Daraufhin sagte ich mir ganz fest: „ICH HABE GAR NICHTS!“ Nicht mehr, nur diesen kleinen Satz! Ich wiederholte ihn immer wieder. Es war faszinierend, denn ab diesem Zeitpunkt hatte ich keine Schwierigkeiten mehr, die Beschwerden waren wirklich von jetzt auf gleich weg.

Noch eine ähnliche Begebenheit: Seit mehreren Jahren konnte ich nicht mehr gut schlafen. Ich wachte wie gerädert auf und meistens sogar mit starken Kopfschmerzen. Manchmal hatte ich sogar Angst davor einzuschlafen, da ich das Gefühl hatte, auch in der Nacht vor lauter Träumen nicht entspannen zu können, bzw. hatte ich Angst vor den Kopfschmerzen am nächsten Morgen. Ich dachte mir: „Vielleicht muss ich noch vieles abtragen und komme deshalb in der Nacht nicht zur Ruhe.“ Es war so, als wenn ich in der Nacht noch einmal ein Leben leben würde. Aber nach bestimmt sechs Jahren hatte ich das Gefühl, dass da etwas nicht stimmte.

So beschloss ich am Abend, meine Gedanken vor dem Zubettgehen zu ändern. Ich sagte mir: „Ich werde eine ruhige, erholsame Nacht haben und gestärkt aufwachen.“ Schon nach der ersten Nacht hatte ich nur noch leichte Kopfschmerzen, die ich weiterhin verneinte. Diese Nacht war die erste Nacht seit Langem, in der ich wieder richtig schlafen konnte. Auch die Kopfschmerzen legten sich und ich konnte mich in den Nächten wieder erholen. Es war so einfach, dieses aufgesetzte jahrelange Leiden zu beenden!

Meine Naturfotografie

Zur Coronazeit, in der Aktivitäten sehr eingeschränkt waren, begann ich mit dem Fotografieren. Eigentlich mehr aus Langeweile. Am Anfang war es mehr ein Ausprobieren ohne große Ambitionen. Doch interessanterweise boten sich mir als Anfängerin Motive an, worüber sogar mein Mann, der seit vielen Jahren fotografierte, oft den Kopf schüttelte. Doch dahinter stand wohl mehr, als ich damals erahnen konnte, und die schönen Fotos spornten mich an, mehr können zu wollen.

Geduld war meine große Schwäche und meine Neigung zu Jähzorn, wenn zum Beispiel die Fotos nicht gelangen, musste auch wegkultiviert werden. Emotionen zu beherrschen, war ebenfalls eine Herausforderung. Ohne Emotionen mache ich nämlich die schönsten Fotos, denn sobald ich in einem besonderen Moment aufgeregt bin, spüren es die Tiere, dann wird es nichts mit dem Foto, da sie – so schnell kann ich gar nicht schauen – dann wieder weg sind.

Meine Naturfotos sind seit Jahren auf verschiedenen Internetplattformen zu sehen; sie sollen die Menschen anziehen, die Wahrheit über die Verfolgung von Falun Gong zu erfahren. Inzwischen habe ich auch Aufträge und hatte die Chance, mit zwei Grafen in Kontakt zu treten. Für den einen darf ich seine Ländereien über die Jahreszeiten hinweg fotografieren, bei dem anderen seinen Park, der zu seinem Schloss gehört, für Fotos nutzen. Auch für eine Stiftung bin ich unterwegs. Aber all diese Gelegenheiten, das habe ich erkannt, sind einzig und allein dazu da, um auch in dieser hohen Schicht die Wahrheit über Falun Dafa zu verbreiten. Dafür bin ich sehr dankbar.

Dies ist meine Erkenntnis auf meiner derzeitigen Ebene. Ich danke euch allen.